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Der Telebasel News-Beitrag vom 18. Februar 2021.
Region

Basel-Stadt mit Impfungen in Pflegeheimen deutlich im Rückstand

Während in Basel-Stadt zwölf Pflegeheime auf Impfungen warten, ist man im Baselbiet am Mittwoch fertig mit Impfen.

Im Kanton Basel-Stadt wurden 8’263 Menschen mit beiden Dosen gegen das Coronavirus geimpft. Im Kanton Baselland sind es 7’898. Dafür hat der Landkanton nächsten Mittwoch, 3. März 2021, alle impfwilligen Bewohner und Bewohnerinnen von Alters- und Pflegeheimen (APH) geimpft. In Basel-Stadt warten noch 12 Pflegeheime auf Impfungen.

Fokus der beiden Basel variiert in der Strategie

Dass das Baselbiet beinahe in allen Alters- und Pflegeheimen die Bewohnerinnen und Bewohner geimpft hat, sei seit Beginn so geplant gewesen: «Das war ein sehr bewusster Entscheid, dass wir unseren Fokus auf die Bewohnerinnen und Bewohner von Altersheimen setzten. Wir haben diese mobilen Equipen sehr rasch Ende letzten Jahres aufgestellt», sagt Roman Häring, Leiter Informationsdienst Kantonaler Krisenstab Baselland.

In Basel-Stadt lag der Fokus nicht nur auf die Bewohnenden der APH. «Auch die Bevölkerung hat ein Anrecht darauf, geimpft zu werden. Auch sie gehören zur Risikogruppe, nicht nur Personen in den Alters- und Pflegeheimen», erklärt Kantonsapothekerin Esther Ammann. In Basel-Stadt wurde das Impfzentrum gleichauf mit den Pflegeheimen mit dem Impfstoff versorgt.

11’000 auf der Warteliste

Es gibt zu wenig Impfstoff, das ist landesweit ein Problem. «Wir könnten jeden Tag 2’000 Personen impfen. Es fehlt uns einfach der Impfstoff, der stark knapper wurde. Wir konnten aber bereits fast 20’000 Personen im Gesamten impfen», so Esther Ammann zu Telebasel.

Auch im Landkanton ist der fehlende Impfstoff das grösste Problem. Hier wurden bereits 22’603 Personen mit der ersten Impfung versehen. Auf der Warteliste stehen jedoch aktuell über 11’000 Baselbieter und Baselbieterinnen. Es geht nicht so schnell vorwärts, wie man es sich in beiden Basel vorgestellt hat.

Administrative Komplikationen

«Grundsätzlich gibt es zwei Punkte, die momentan nicht zufriedenstellend sind», so Roman Häring. «Das sind einerseits die Lieferengpässe der Hersteller und andererseits ist es das IT-Tool des Bundes, welches nicht so funktioniert, wie wir es uns wünschen»; im Landkanton ist es so, dass impfwillige Personen sich online registrieren können.

Durch diese Registrierung sollte man der Reihe nach für einen Impftermin eingeteilt werden, doch es kam vereinzelt zu Störungen. Dem Kanton wurde gemeldet, dass Personen, die sich später registrierten im Voraus Termine wahrnehmen konnten. Dies wurde nun dem Bund weitergeleitet, um diese Störung zu beheben.

Ein anderes Problem verlangsamt den Stadtkanton: «In den Altersheimen im Kanton Basel-Stadt hat jeder seinen früheren Hausarzt, den er mitnehmen konnte. Viele wollten zuerst mit dem Hausarzt besprechen, ob sie sich impfen lassen sollen oder nicht. Da es somit viele Hausärzte pro Heim hat, bedeutete das sehr viel Aufwand und Zeit», so Esther Amman.

Somit wird es wohl weiterhin nur langsam mit dem Impfen in beiden Halbkantonen vorangehen. Es braucht also weiterhin viel Geduld und mehr Impfstoff. So geht es jedoch der ganzen Schweiz.

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