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Schweiz

Lockerungsschritte: Aargau stellt sich hinter Bundesrat

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Tessiner Kantonsrat will mit Restaurants Oster-Geschäft retten

Der Tessiner Staatsrat erachtet die geplanten Schritte zur Lockerung der Corona-Massnahmen sowohl zeitlich als auch inhaltlich als zu zurückhaltend. Die Restaurants und Bars sollen spätestens am 22. März geöffnet werden.

Zumindest tagsüber und entsprechend den bekannten Schutzplänen, wie die Kantonsregierung am Sonntag in einer Mitteilung schreibt. Der Staatsrat fordert dies auch hinsichtlich der bevorstehenden Feiertage. Er spricht sich dagegen aus, nur die Aussenterrassen zu öffnen sei. Das sei zu restriktiv, schwer zu unterstützen und diskriminierend gegenüber Lokalen ohne Aussenflächen.

Der Regierungsrat will grundsätzlich, dass die zweite Stufe – vorgesehen ab dem 1. April – auf den 22. März vorgezogen wird. So sollen bei den Kultur- und Sporteinrichtungen spätestens am 22. März auch Kinos, Theater und Indoor-Sport- und Freizeiteinrichtungen wieder erlaubt sein, allerdings mit Kapazitätsbegrenzungen.

Lockerungsplan für Bündner Regierung «zu wenig dynamisch»

Aus Sicht der Bündner Regierung ist die Strategie zur Lockerung der Corona-Massnahmen des Bundesrats zu wenig dynamisch und zu einseitig auf die begrenzenden Massnahmen fokussiert. Zudem gehe sie zu wenig weit: Die Bündner Regierung will, dass Gastronomie-Betriebe ihre Gäste ab März wieder auf den Terrassen bewirten können.

Die Regierung stelle mit Befremden fest, dass der Einbezug von Massnahmen wie präventives Testen in der Strategie des Bundes nicht vorgesehen sei, schreibt sie in einer Stellungnahme vom Sonntag. Aktives und präventives Testen seien neben den restriktiven Massnahmen aber eine gute Alternative, die bei Lockerungen zu honorieren seien.

Graubünden ist mit Massentests vorgeprescht und hat nach Schulen und Hotels Ende Januar begonnen, auch in Unternehmen Massentest durchzuführen.

Ohnehin seien die vorgeschlagenen Massnahmen zu beschleunigen und mit aktiven Testing-, Tracing- und, falls notwendig, mit lokalen Zusatzmassnahmen zu unterstützen. Den Kantonen sollen bei den Lockerungen der Corona-Massnahmen zudem mehr Freiheiten zugestanden werden. So sollen etwa Kantone, die über ein gutes Monitoring verfügten, schneller lockern dürfen, da negative Entwicklungen entsprechend schneller entdeckt würden.

Zelt-Krankenhaus für Corona-Patienten in der Westukraine errichtet

Wegen Überlastung mit Corona-Patienten sind im Westen der Ukraine an einem Krankenhaus Zelte zur Behandlung aufgestellt worden. In Bohorodtschany im Gebiet Iwano-Frankiwsk seien somit 120 zusätzliche Betten bereitgestellt worden, teilte der Zivilschutzdienst am Sonntag mit. Auf Fotos war zu sehen, wie die Zelte mitten im Schnee direkt an der Klinik stehen. Die Karpatenregion unweit der EU-Aussengrenze weist seit etwa zwei Wochen in der Ukraine die höchsten Infektionszahlen aus.

(Bild: Keystone)

Die Ursachen dafür sind unklar. Dem Land fehlen zur Feststellung von neuen Virusstämmen die Mittel. Proben müssen in ein Labor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Deutschland geschickt werden. Landesweit war die Zahl der Neuinfektionen und der Krankenhauseinweisungen seit Dezember gesunken.

Lockerungsschritte: Aargau stellt sich hinter Bundesrat

Die Öffnungsstrategie mit einem risikobasierten Ansatz sei sinnvoll. Auch die Zeitintervalle von jeweils vier Wochen zu weiteren Öffnungsschritten seien gut nachvollziehbar, heisst es in einer Mitteilung der Aargauer Staatskanzlei vom Sonntag. Lesen Sie hier mehr.

Der Aargauer Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati im August 2020 in Bern. (Archivbild: Keystone)
Fiva und Regez positiv auf das Coronavirus getestet

Die zwei Schweizer Skicrosser Alex Fiva, der eben Weltmeister geworden ist, und Ryan Regez wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Beide verspüren leichte Erkältungssymptome, teilte Swiss-Ski mit. Sie haben sich in Isolation begeben und fallen für den Weltcup in Georgien am kommenden Wochenende aus. Auch Teamkollegin Saskja Lack kann in Georgien nicht starten. Sie befindet sich in Quarantäne.

Briten wollen bis Ende Juli allen Erwachsenen Impfung anbieten

Grossbritannien will bis Ende Juli allen Erwachsenen ein Impfangebot gegen das Coronavirus machen. «Das wird uns helfen, die Meistgefährdeten schneller zu schützen und Beschränkungen lockern zu können», sagte Premierminister Boris Johnson am Samstag in London. Bislang haben im Vereinigten Königreich mehr als 17 Millionen Menschen eine erste Impfung erhalten – jeder dritte Erwachsene. Nächstes Ziel ist, alle Menschen über 50 zu impfen. Dies will die Regierung jetzt bis Mitte April erreichen, zwei Wochen früher als bislang geplant. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag am Wochenende bei 126 – mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland.

Nur ein positiver Fall bei Massentest bei Hotel-Personal in Wengen

Im Berner Oberländer Tourismusort Wengen hat ein Corona-Massentest unter den Angestellten der Hotels im Ort nur einen positiven Fall hervorgebracht. Insgesamt wurden 255 Menschen getestet. Lesen Sie hier mehr.

Mit welcher Virusvariante sich die Personen angesteckt hatten, war zunächst unklar. (Bild: Keystone)
Fans von Schalke und Dortmund sorgen für Aufregung

Die Fans von Schalke und Borussia Dortmund haben nach dem Revierderby für Aufregung gesorgt. Rund 200 Fans des Bundesliga-Letzten aus Gelsenkirchen, die sich bereits während der Partie auf dem Stadiongelände versammelt hatten, versuchten nach dem 0:4 in das für Zuschauer geschlossene Stadion zu gelangen. Daran wurden sie von der Polizei und den Ordnungskräften gehindert.

Auch vor dem Trainingsgelände der Dortmunder kam es zu einer Ansammlung grösserer Fan-Gruppen. Der BVB räumte nach den Jubelfeiern im Anschluss an das Derby Verstösse gegen die Corona-Regeln ein. Dies sei «nicht zu tolerieren», hiess es in einer Stellungnahme. Demnach hatten 150 bis 200 Fans das Team bei ihrer Rückkehr nach Dortmund bejubelt und dabei teils weder Masken getragen noch den notwendigen Abstand gehalten. Zudem feierten auch die Spieler im Bus und filmten dies. Die Dortmunder baten um Entschuldigung.

Studien-Manuskript: Biontech-Vakzin könnte vor Infektionen schützen

Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer könnte einer unveröffentlichten Publikation zufolge auch vor einer Infektion mit dem Erreger schützen. Bislang gab es nur Erkenntnisse, inwiefern das Mittel vor Erkrankungen schützt. Der Wirkstoff sei «hocheffektiv» bei der Verhinderung von Infektionen mit Sars-CoV-2, heisst es nun in einem Manuskript zu einer Studie der beiden Hersteller zusammen mit dem israelischen Gesundheitsministerium. Allerdings schreiben die Studienautoren auch, dass ihre Herangehensweise dazu führen könnte, dass der Effekt der Impfung auf Infektionen überschätzt wird.

Italien vor Entscheidung über neue Corona-Regeln

Italien wartet auf die Entscheidung der neuen Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. An diesem Montag ist ein Treffen des Kabinetts geplant, in dem es auch um das Corona-Dekret gehen soll, wie die Regierung am Samstagabend mitteilte.

Der Trevi-Brunnen in Rom am 20. Februar 2021. (Bild: Keystone)

Die italienischen Medien spekulieren, dass Draghi stärker unterscheiden will, wie viel Risiko tatsächlich von Bars, Restaurants, Museen, Kinos und Fitnessstudios ausgeht.

T.C. Boyle könnte aus der Perspektive des Coronavirus schreiben

Der US-Schriftsteller T.C. Boyle («América», «Willkommen in Wellville») kann sich vorstellen, eine Geschichte aus der Perspektive des Coronavirus zu schreiben. Dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) sagte der 72-Jährige: «Es ist Teil meines künstlerischen Credos: Ich schlüpfe in den Kopf von jedem – oder von allem.» Er könne auch die Perspektive eines tödlichen Virus einnehmen.

«In den Berichten darüber, wie sich das Virus ausbreitet, wie es mutiert, klingt es ja auch oft so, als ginge es kalkuliert vor», sagte der Bestsellerautor. «Und das tut es ja auch! Nicht bewusst, aber aus dem gleichen Antrieb wie ein Lebewesen: Es will sich vermehren, vervielfältigen, überleben – wie unsere Spezies auch. Es ist programmiert, in jede andere Spezies einzudringen … genau wie ein Schriftsteller!»

In seinem kürzlich erschienenen Roman «Sprich mit mir» erzählt Boyle unter anderem aus der Perspektive eines Schimpansen.

Parmelin für Maskenpflicht für Nichtgeimpfte im ÖV

Parmelin sprach sich für mögliche Privilegien für geimpfte Personen gegenüber Impfverweigerern aus. So brauche es eine Maskenpflicht für Nichtgeimpfte. Lesen Sie hier mehr.

Laut Parmelin braucht es im öffentlichen Verkehr eine Maskenpflicht für Nichtgeimpfte. (Symbolbild: Keystone)
Schweizer sehnen sich nach Familie und Reisen

Die Schweizer sehen sich während der Corona-Panedmie vor allem nach ihrer Familie und dem Reisen. Dies ergab eine Umfrage eines Meinungsforschungsinstituts. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Briten wollen bis Ende Juli allen Erwachsenen erste Impfung anbieten

Grossbritannien will bis Ende Juli allen Erwachsenen im Land ein Impfangebot gegen das Coronavirus machen. «Wir wollen allen Erwachsenen bis Ende Juli eine Impfung anbieten, das wird uns helfen, die Gefährdetsten schneller zu schützen und Beschränkungen lockern zu können», sagte Premier Boris Johnson am Samstag nach einer Mitteilung der Regierung. Bislang haben in Grossbritannien mehr als 17 Millionen Menschen eine erste Corona-Impfung erhalten, das ist fast jeder dritte Erwachsene.

(Foto: Key)

Wegen frühzeitiger und umfangreicher Bestellungen hat Grossbritannien weniger Lieferengpässe als die EU-Staaten. Zudem will das Vereinigte Königreich überschüssige Impfdosen zwar an ärmere Länder abgeben – aber erst, wenn die Briten geimpft sind.

Grüner Pass für Geimpfte

Israel beginnt am heutigen Sonntag mit weiteren Öffnungen und dem Einsatz des sogenannten Grünen Passes für Coronavirus-Geimpfte und Genesene. Nur Besitzer eines Grünen Passes dürfen Fitness-Studios, Kultureinrichtungen und Schwimmbäder besuchen. Bei Fälschungen drohen Haftstrafen. Einkaufszentren sowie Strassenmärkte sowie Museen und Büchereien sollen dagegen unter Einhaltung der Coronavirus-Regeln für alle geöffnet werden.

Zwei Impfdosen haben eine Wirksamkeit von fast 96 Prozent

Der Coronavirus-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer hat laut neuen Daten aus Israel nach zwei Impfdosen eine Wirksamkeit von fast 96 Prozent. Wie das israelische Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte, wurden bei Geimpften zwei Wochen nach der zweiten Impfdosis 95,8 Prozent weniger Infektionen festgestellt als bei nicht geimpften Personen. Eine Woche nach der zweiten Coronavirus-Dosis lag die Wirksamkeit demnach bereits bei 91,9 Prozent. Laut der Studie schützt der Coronavirus-Impfstoff zwei Wochen nach der zweiten Dosis zudem zu 99,2 Prozent vor einer schweren Erkrankung und zu 98,9 Prozent vor einem tödlichen Verlauf.

(Foto: Key)
Irland wartet mit Gastro-Öffnungen bis im Sommer

Irland will angesichts der hohen Coronavirus-Infektionszahlen das Gastgewerbe nicht vor dem Hochsommer öffnen. Dies sagte der Ministerpräsident des Landes, Micheál Martin, dem Sender RTE am Samstagabend. Bars, Restaurants, Cafés und Hotels in Irland waren in den vergangenen zwölf Monaten die meiste Zeit geschlossen. Die Regierung wolle bei der Öffnung vorsichtig vorgehen, da rund 90 Prozent der Neuinfektionen die britische Coronavirus-Mutation darstellten, führte der Politiker zur Begründung aus.

USA hat 63 Millionen Dosen verimpft

Die US-Seuchenbehörde CDC hat bisher rund 61,3 Millionen Coronavirus-Impfdosen verabreicht. Dies gab die Behörde am Samstag (Ortszeit) bekannt. Insgesamt seien 79,1 Millionen Coronavirus-Dosen in den USA ausgeliefert worden, hiess es weiter. In den USA leben zum Vergleich derzeit rund 330 Millionen Menschen.

Mexikos oberster Corona-Experte López-Gatell hat Covid-19

Der Corona-Experte der mexikanischen Regierung ist an Covid-19 erkrankt. «Ich teile öffentlich mit, dass ich Covid-19 habe. Ich hatte in der Nacht erste Symptome, zum Glück sind sie leicht», schrieb der Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Hugo López-Gatell, am Samstag auf Twitter. «Der Antigen-Test war positiv, jetzt warte ich auf den PCR-Test. Ich arbeite von zu Hause aus und kümmere mich um die Impfstrategie.» Der Epidemiologe ist das öffentliche Gesicht der mexikanischen Corona-Politik. An seiner Strategie wird aber auch immer wieder Kritik laut, beispielsweise wird in Mexiko sehr wenig getestet. Zuletzt sorgten Bilder von López-Gatell beim Strandurlaub für Empörung.

Mexiko ist eines der von der Corona-Pandemie am stärksten betroffenen Länder der Welt. Bislang haben sich über zwei Millionen Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert. Rund 179 000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben – damit liegt Mexiko nach Brasilien und den USA an dritter Stelle. Weil in Mexiko äusserst wenig auf das Virus getestet wird und die sogenannte Übersterblichkeit sehr hoch ist, dürfte die wahre Zahl allerdings noch weit höher liegen.

Grossbritannien zählt mehr als 120’000 Corona-Tote

In Grossbritannien sind mittlerweile mehr als 120 000 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Das geht aus den offiziellen Zahlen der Regierung von Samstag hervor. Die Zahl bildet jene Toten ab, die in den vier Wochen vor ihrem Tod positiv auf das Virus getestet worden sind. Schaut man auf die – weniger regelmässig aktualisierte – Zahl jener Menschen mit Covid-19 auf dem Totenschein, waren es bereits am 5. Februar schon fast 130’000 Todesfälle. Damit gehört das Vereinigte Königreich zu den am schwersten von der Pandemie getroffenen Ländern Europas.

Immerhin kommt das Land bei den Impfungen weiter schnell voran: Mittlerweile haben mehr als 17 Millionen Menschen eine erste Corona-Impfdosis erhalten, das ist fast jeder dritte Erwachsene.

Rufe nach weiteren Lockerungen der Corona-Massnahmen werden laut

Mehrere Kantone sind für zusätzliche Lockerungen der Corona-Massnahmen. Sie reagierten damit auf die Öffnungsschritte, die der Bundesrat am Mittwoch bei ihnen in Vernehmlassung gegeben hatte. Definitive Entscheide will der Bundesrat am kommenden Mittwoch mitteilen.

Am Samstag sprachen sich die Kantone St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden für zusätzlich Öffnungsschritte auf den 1. März hin aus. Zuvor hatten bereits der Gewerbeverband, Gastrosuisse und die SVP weitere Schritte gefordert. Alles dazu lesen Sie hier.

Insbesondere die anhaltende Schliessung der Restaurants sorgt für Diskussionen in der Schweiz. (Bild: Keystone)
Ein Jahr Corona - Italien gedenkt Ärzten und Pflegekräften

Ein Jahr nach dem Bekanntwerden erster Corona-Fälle in der norditalienischen Lombardei haben Politiker und Verbände dem Gesundheitspersonal einen Tag gewidmet. Seit sich das Coronavirus ausgebreitet habe, hätten sie sich der weitreichenden Bedrohung als gewachsen erwiesen, teilte Italiens Staatschef Sergio Mattarella am Samstag in Rom mit. Sehr viele Mitarbeiter hätten sich mit dem Virus infiziert und unter den Ärzten und dem Pflegepersonal seien ihm zu viele zum Opfer gefallen. «Dieser Tag ist vor allem ihnen gewidmet», sagte der 76-Jährige.

In das nationale Gesundheitssystem zu investieren, sei der beste Weg, um allen zu danken, die sich jeden Tag um uns kümmern, schrieb Gesundheitsminister Roberto Speranza in einem Post auf Facebook. Papst Franziskus gedachte der Ärzte und Krankenpfleger in einem Brief an den Leiter der Päpstlichen Akademie für das Leben. «Das Beispiel so vieler Brüder und Schwestern, die im Einsatz gegen Corona ihr eigenes Leben aufs Spiel gesetzt haben, ruft uns zu tiefer Dankbarkeit auf», schrieb er darin, wie das Medienportal «Vatican News» berichtete.

Brasilianische Corona-Variante erstmals in Schweden nachgewiesen

In Schweden ist erstmals die in Brasilien entdeckte Variante des Coronavirus nachgewiesen geworden. Vier Menschen seien positiv auf die als ansteckender geltende Mutation getestet worden, teilte der Regionalrat von Gävleborg am Samstag mit. Den Betroffenen gehe es gut, sie benötigten keine medizinische Versorgung. Keiner von ihnen hatte sich demnach zuvor in Brasilien aufgehalten. Die Behörden versuchten nun, ihre Kontakte zu ermitteln. Zuvor waren bereits die Varianten aus Grossbritannien und Südafrika im Land nachgewiesen worden.

Rund 1500 Personen protestieren im Aargau gegen Corona-Massnahmen

Mehrere hundert Personen demonstrieren an einer Kundgebung des Vereins «Stiller Protest» gegen die Einschränkungen und Massnahmen des Bundes während der Corona-Pandemie. (Bild: Keystone)

Hunderte Menschen haben am Samstag in Wohlen AG gegen die Corona-Massnahmen der Behörden demonstriert. Viele trugen weisse Schutzanzüge. Laut einem Korrespondenten der Nachrichtenagentur Keystone-SDA versammelten sich rund 1500 Personen zum Protestmarsch. Hier lesen Sie mehr.

(Video: Keystone-SDA)

Frau öffnet im Bademantel - und mit Fake-Wimpern

Die entlarvte Gastgeberin einer illegalen Lockdown-Party in Birmingham hat versucht, die Polizei mit einem Bademantel in die Irre zu führen. Lesen Sie hier die ganze Geschichte.

(Screenshot: Twitter)
Frankreichs Gesundheitsminister erwägt Lockdown in Küstenregion

Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran hat wegen der Corona-Ausbrüche im Südosten des Landes zusätzliche regionale Massnahmen gefordert. Véran brachte dabei am Samstag in Nizza eine Verschärfung der nächtlichen Ausgangssperre sowie einen teilweisen oder kompletten Lockdown ins Spiel. Bis Sonntagabend sollen die Verantwortlichen demnach über weitere Schritte für das Département Alpes-Maritimes an der französischen Riviera entscheiden.

Zuvor hatte Véran gesagt, dass die Lage in dem Département besonders besorgniserregend sei. Mit einer Inzidenz von 577 Fällen auf 100’000 Menschen ist das Gebiet nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörde vom Donnerstag in Frankreich derzeit am stärksten betroffen. Insgesamt zählt das Land mit seinen rund 67 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern mehr als dreieinhalb Millionen Corona-Fälle. Es starben fast 84’000 Infizierte.

Covid in London: Krankenwagen warteten deutlich länger vor Kliniken

In London hat sich die Wartezeit von Krankenwagen vor überfüllten Krankenhäusern auf der Höhe der zweiten Corona-Welle massiv erhöht. Das Personal muss Wartezeiten vor den Krankenhäusern melden, wenn diese eine halbe Stunde übersteigen. In London kamen in den zwei Wochen über die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage insgesamt 4164 gewartete Stunden zusammen, wie aus einer BBC-Recherche hervorgeht. Damit verlängerte sich die Wartezeit gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr um rund 63 Prozent. Der Londoner Krankenwagen-Service bezeichnete den vergangenen Dezember als den Monat mit der höchsten Belastung jemals.

(Bild: Keystone)

Betroffene berichteten der BBC von Einzelfällen, in denen selbst Schlaganfall-Patienten mehr als drei Stunden warten mussten, bis überhaupt ein Krankenwagen kam, um sie zuhause abzuholen – in manchen Fällen war dies für eine Rettung jedoch zu spät.

Party in drei Aargauer Clubs trotz Corona – Betreiber angezeigt

Im Aargau ist in Samstagnacht in drei Clubs trotz behördlichem Verbot gefeiert worden. Die Polizei löste die Treffen mit Verweis auf die Corona-Verordnung auf. Hier lesen Sie mehr.

(Bild: Keystone)
Russland gibt dritten Corona-Impfstoff frei

Im Kampf gegen das Coronavirus hat Russland einen dritten Impfstoff freigegeben. Die ersten 120’000 Dosen des Vakzins KoviVac sollten bereits im nächsten Monat ausgeliefert werden, sagte Ministerpräsident Michail Mischustin am Samstag in Moskau. «Russland ist heute das einzige Land, das bereits drei Impfstoffe hat.»

(Bild: Keystone)

Der Wirkstoff wurde am Tschumakow-Forschungszentrum für immunobiologische Präparate der Russischen Akademie der Wissenschaften entwickelt. Bis Jahresende sollen demnach 20 Millionen Dosen produziert werden. Umfangreiche klinische Studien liegen dazu aber noch nicht vor.

WTO ruft Grossbritannien zu früherer Abgabe von Impfstoffen auf

Die Welthandelsorganisation (WTO) hat Grossbritannien aufgerufen, eher Impfstoffe an ärmere Länder abzugeben. «Ich denke nicht, dass wir auf überschüssige Impfstoffe warten sollten, bis andere Menschen geimpft sind», sagte die neue WTO-Chefin Ngozi Okonjo-Iweala dem Sender BBC am Samstag. «Ich denke, dass Spenden jetzt kommen müssen. Der Grund ist einfach: Es ist genauso im Interesse reicher wie armer Länder, gleichen Zugang zu haben.»

Beim G7-Gipfel am Freitag hatten sich die beteiligten Länder auf höhere Investitionen in die Covax-Initiative geeinigt, die ärmeren Ländern gerechteren Zugang zu Impfstoffen ermöglichen soll.

Corona lähmt Südsudans Präsidialamt: 27 Infektionen bisher

Das Coronavirus hat im Südsudan auch den Staatsapparat von Präsident Salva Kiir im Griff. Insgesamt 27 seiner Mitarbeiter seien infiziert, sagte sein Sprecher Ateny Wek Ateny am späten Freitagabend der Deutschen Presse-Agentur. Dabei handle es sich vor allem um Personal des präsidialen Sicherheitsapparates, aber auch Ateny selbst: «Ich bin positiv auf Covid-19 getestet worden.»

Der Präsident sei sicher, solle aber nun verstärkt Aussenkontakte vermeiden. In dem ölreichen Land in Ostafrika wurden bisher offiziell 6417 Infektionen und 83 Todesfälle registriert.

Argentiniens Präsident feuert Gesundheitsminister nach Impf-Skandal

Nach einem Skandal über Vorzugsbehandlung politischer Verbündeter bei der Impfung gegen das Coronavirus hat Argentiniens Präsident Alberto Fernández seinen Gesundheitsminister entlassen. «Auf Ihren ausdrücklichen Wunsch reiche ich meinen Rücktritt als Gesundheitsminister ein», schrieb der bisherige Ressortchef Ginés González García in einem am Freitag veröffentlichten Brief an den Staatschef. Staatssekretärin Carla Vizzotti soll das Ministerium übernehmen, wie das Präsidialamt mitteilte.

Ausgelöst wurde der Skandal von dem regierungsnahen Journalisten Horacio Verbitsky, der in einer Radiosendung erzählte, er sei nach einem Telefonat mit González García ins Gesundheitsministerium bestellt worden, um sich impfen zu lassen. Aufgrund seines Alters, Berufs und persönlichen Risikos wäre er allerdings noch gar nicht an der Reihe gewesen.

Aber nur Händchenhalten: Besuche in englischen Heimen wieder erlaubt

Nach dann zwei Monaten im Lockdown dürfen Bewohnerinnen und Bewohner von englischen Pflegeheimen einen ausgewählten Freund oder Verwandten wieder berühren. Vom 8. März an sei Händchenhalten mit einem Kontakt erlaubt, der vorher benannt werden muss und dann regelmässig zu Besuch kommen darf. Das teilte das Gesundheitsministerium in London am Samstag mit. Umarmungen und Küsse sollen aber vermieden werden. Besucher müssen vor dem Eintritt einen Corona-Schnelltest machen und Mund-Nasen-Schutz tragen. Eine Impfung sei aber keine Voraussetzung, hiess es.

Biontech-Gründer: Impfstoff-Dosis für 15 bis 30 Euro angeboten

Die Hersteller Biontech und Pfizer haben ihren Impfstoff nach Angaben des Biontech-Gründers Ugur Sahin im Sommer 2020 allen Industriestaaten zu einem Preis zwischen 30 und 15 Euro angeboten. Das Preismodell habe man im Juli für alle Industrieländer mit entsprechend grossen Bestellmengen errechnet, sagte Sahin der «Bild» (Samstag). «Am 22. Juli haben wir den USA-Vertrag auf Basis der neuen Parameter unterschrieben, aus dem die 19,50 Dollar ersichtlich waren. Dieses Preismodell haben dann alle Industriestaaten erhalten.»

(Bild: Keystone)

Die EU-Kommission hatte sich im Herbst in einem Rahmenvertrag zunächst 300 Millionen Dosen des Impfstoffs des Mainzer Herstellers Biontech und des US-Konzerns Pfizer gesichert. Der Preis blieb unter Verschluss. Die nach einem neuartigen Verfahren entwickelten mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna sind deutlich teurer als herkömmliche Mittel, wie etwa der Impfstoff von Astrazeneca.

US-Seuchenbehörde meldet 59,6 Millionen Coronavirus-Impfungen

Die US-Seuchenbehörde CDC hat bisher rund 59,6 Millionen Coronavirus-Impfdosen verabreicht. Das gab die US-Behörde am Freitag (Ortszeit) bekannt.

Insgesamt seien 78,1 Millionen Coronavirus-Impfdosen in den USA ausgeliefert worden, hiess es zudem. In den USA leben derzeit zum Vergleich rund 330 Millionen Menschen.

(Bild: Keystone)

Weltweit haben sich über 110,54 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. An oder mit dem Coronavirus sind mehr als 2,55 Millionen verstorben, wie eine Erhebung auf Basis offizieller Daten ergab. Am stärksten betroffen sind die USA mit über 27,97 Millionen Coronavirus-Infektionen und 493’579 Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Slowakei kauft russischen Impfstoff Sputnik V nun doch

Die Slowakei will nun doch den russischen Impfstoff Sputnik V gegen Corona-Infektionen einsetzen. Das kündigte Ministerpräsident Igor Matovic am Freitag an und widersprach damit einem formell gültigen Beschluss seiner eigenen Regierung. Er habe mit Russland die etappenweise Lieferung von zwei Millionen Impfdosen für die Slowakei bis Juni vereinbaren können. Das sei angesichts der internationalen Impfstoff-Knappheit «ein kleines Wunder», erklärte der populistisch-konservative Politiker in einer eigens dafür einberufenen Pressekonferenz in Bratislava.

Britische Versicherer: 2,5 Milliarden Pfund für Corona-Ansprüche

Wegen Coronavirus-bedingter Ansprüche rechnet die britische Versicherungsbranche für 2020 mit Zahlungen von bis zu 2,5 Milliarden Pfund. «Die Covid-19-Pandemie hat beispiellose Auswirkungen als eines der grössten versicherten Ereignisse der jüngeren Zeit.»

Dies sagte der Chef des Branchenverbands Association of British Insurers, Huw Evans, einer Mitteilung vom Samstag zufolge.

Die Coronavirus-Pandemie habe einige «unangenehme Lücken» aufgezeigt zwischen der Erwartung der Kunden und der tatsächlichen Abdeckung ihrer Versicherung. «Wir müssen aus diesem beispiellosen Ereignis Lehren ziehen und unsere Anstrengungen verdoppeln, um das Vertrauen der Verbraucher in Versicherungsprodukte zu stärken», sagte Evans weiter.

Der grösste Teil – rund 2 Milliarden Pfund – entfalle auf Betriebsunterbrechungen während der Coronavirus-Pandemie, so der Verband. Hinzu kämen 204 Millionen Pfund für Ansprüche aus Lebens-, Krankheits- und Einkommenschutzversicherung. Rund 152 Millionen Pfund würden für Reiseversicherungen fällig – 121 Millionen Pfund für abgesagte Veranstaltungen wie Hochzeiten oder Haftpflichtversicherungen. Letztlich rechnet der Verband aber mit Forderungen von zirka drei Milliarden Pfund.

Angst vor Mutationen in Deutschland wächst - Wichtige Corona-Kennziffer gestiegen

In Deutschland mehren sich die Hinweise auf eine mögliche neue Verschärfung der Corona-Pandemie. Nachdem die sogenannte Reproduktionszahl des Coronavirus über Wochen hinweg unter eins lag, hat sie nach Angaben des Robert Koch-Instituts diese wichtige Schwelle jetzt erstmals wieder überschritten.

Das RKI gab den bundesweiten Sieben-Tage-R-Wert am Freitagabend mit 1,01 an. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken. Dies könnte darauf hindeuten, dass sich die ansteckenderen Virusvarianten trotz des Lockdowns rascher ausbreiten.

RKI-Präsident Lothar Wieler hatte am Freitag erklärt, der Anteil der Virusvariante B 1.1.7., die nach konservativen Schätzungen 35 Prozent ansteckender ist, steige in Deutschland rasant an. «Wir stehen möglicherweise erneut an einem Wendepunkt. Der rückläufige Trend der letzten Wochen setzt sich offenbar nicht mehr fort», sagte Wieler.

Tests kontra Lockdown: Österreich sieht sich auf dem richtigen Weg

Knapp zwei Wochen nach der Öffnung aller Läden und vieler Dienstleistungsangebote sieht sich Österreich mit seiner umfassenden Teststrategie auf dem richtigen Weg. Österreich sei weltweit eines der Länder mit den meisten Tests, sagte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) auf Anfrage. «Als erstes Land in Europa setzen wir auch auf massive Testungen in den Schulen.» Ziel sei es, durch so viele Tests wie möglich das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu halten oder zumindest ein Wachstum der Infektionszahlen bestmöglich abzufedern.

(Bild: Keystone)

Pro Woche ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums künftig mit insgesamt rund drei Millionen Antigentests und auch PCR-Tests zu rechnen. Damit würde rechnerisch bei jedem dritten Österreicher einmal die Woche gecheckt, ob er mit dem Coronavirus infiziert ist.

US-Analyse von Millionen Impfungen: Kaum gefährliche Nebenwirkungen

Die Auswertung von Berichten zu Nebenwirkungen nach der Vergabe von Millionen Coronavirus-Impfungen in den USA hat der Gesundheitsbehörde CDC zufolge das Vertrauen in die Sicherheit der Impfstoffe weiter gestärkt. Die meisten beschriebenen Nebenwirkungen, wie leichte Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit und Kopfweh seien bei Impfungen normal.

Dies sagte CDC-Direktorin Rochelle Walensky am Freitag (Ortszeit). Diese verschwänden aber nach ein oder zwei Tagen zudem wieder.

(Bild: Keystone)

Etwas stärker seien dagegen die berichteten Nebenwirkungen nach der zweiten Coronavirus-Impfdosis ausgefallen. Ungefähr die Hälfte der Befragten habe sich danach nicht so gut gefühlt, sagte Walensky. «Das sollte Sie nicht davon abhalten, ihre zweite Dosis zu bekommen.» Aber man müsse sich nach der Impfung einen Tag etwas zurücknehmen, betonte Walensky weiter. Die Nebenwirkungen entsprächen den Erkenntnissen aus den Studien vor der Notfallzulassung der Coronavirus-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna.

Slowakei kauft russischen Impfstoff

Die Slowakei will nun doch den russischen Impfstoff Sputnik V gegen Corona-Infektionen einsetzen. Das kündigte Ministerpräsident Igor Matovic am Freitag an und widersprach damit einem formell gültigen Beschluss seiner eigenen Regierung. Er habe mit Russland die etappenweise Lieferung von zwei Millionen Impfdosen für die Slowakei bis Juni vereinbaren können.

Hoffnung für Urlauber: Spanien kein Corona-Hochrisikogebiet mehr

Wegen sinkender Corona-Neuinfektionszahlen wird Spanien ab Sonntag von der Bundesregierung nicht mehr als Hochrisikogebiet angesehen. Das Robert Koch-Institut gab am Freitag im Internet bekannt, dass das beliebteste Urlaubsland der Deutschen dann nur noch «normales» Risikogebiet ist.

Das bedeutet, dass bei der Einreise aus Spanien kein negativer Test mehr nachgewiesen werden muss. Man muss sich allerdings 48 Stunden nach der Einreise in Deutschland testen lassen. Die Pflicht zu einer zehntägigen Quarantäne, von der man sich erst nach fünf Tagen durch einen weiteren Test befreien kann, bleibt.

Die praktischen Auswirkungen für Spanien-Urlauber halten sich also noch in Grenzen. Allerdings dürfte die Entscheidung der Bundesregierung mit Blick auf den Osterurlaub Hoffnungen bei Fans der Ferieninsel Mallorca oder der Kanaren wecken.

Italien verschärft Massnahmen teilweise

In Italien kommen auf die Menschen in einigen Teilen des Landes wegen der Corona-Lage wieder strengere Regeln zu. Die Regionen Kampanien und Molise im Süden sowie Emilia Romagna im Norden werden ab Sonntag wieder in die Orangene Zone eingeteilt, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Freitag in Rom mitteilte. Restaurants und Bars dürfen dann nur Essen und Trinken zum Mitnehmen verkaufen. Museen haben wieder dauerhaft geschlossen. 12 Regionen bleiben in der Gelben Zone mit den lockersten Corona-Regeln.

Schweizweit bisher 7'320 Mutations-Fälle

In der Schweiz sind bisher 7’320 Fälle mit mutierten Coronavirus-Varianten festgestellt worden, 1’771 mehr als vor einer Woche. Die meisten davon sind keiner der bekannten Mutationen zuzuschreiben.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat die neusten Zahlen am Freitag auf seiner Onlineplattform aufgeschaltet. Am Freitag vergangener Woche hatte das BAG noch insgesamt 5’549 Ansteckungen mit mutierten Varianten gemeldet.

Nationalrats-Kommission will Restis schneller öffnen

Restaurants und Fitnesscenter sollen schon in einem Monat wieder öffnen dürfen. Das fordert die Gesundheitskommission des Nationalrats (SGK-N). Die vorsichtige Öffnungsstrategie des Bundesrats gerät damit weiter unter Druck. Die Regierung will am Mittwoch entscheiden.

Neben der SVP, dem Gewerbeverband, Gastrosuisse und einzelnen Kantonen verlangt nun auch eine Mehrheit der SGK-N schnellere Öffnungsschritte. Restaurants sollen bereits am 22. März öffnen. Der Entschied fiel mit 14 zu 10 Stimmen bei einer Enthaltung, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten.

Weitere Milliarden-Hilfen unterwegs

Die Finanzkommission des Ständerats (FK-S) ist mit dem Bundesrat einverstanden, zur Bewältigung der Corona-Pandemie weitere 14,3 Milliarden Franken an Bundesgeldern zur Verfügung zu stellen. Die entsprechenden Vorlagen werden an der Frühjahrssession behandelt.

Die FK-S beantragt ihrem Rat Zustimmung zu den Nachtragskrediten im Budget 2021, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten. Dabei fallen die Erhöhung des Bundesbetrags für die kantonalen Härtefallmassnahmen (6,3 Milliarden Franken) und der Beitrag an die Arbeitslosenversicherung zur Deckung der Kurzarbeitsentschädigung im Jahr 2021 (sechs Milliarden Franken) am meisten ins Gewicht.

Der Impfvergleich zwischen den Kantonen

Wieder Präsenzunterricht für Aargauer Mittel- und Berufsfachschüler

Die Aargauer Mittel- und Berufsfachschülerinnen und -schüler werden ab dem 1. März wieder vor Ort in der Schule unterrichtet. Der Fernunterricht für die Sekundarstufe II zur Eindämmung der Corona-Pandemie endet wie vorgesehen nach fünf Wochen.

Die Maskentragepflicht für alle Personen auf den Schularealen gelte weiterhin, teilte das kantonale Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) am Freitag mit. Die Lage habe sich in der ganzen Schweiz und auch im Aargau weiter stabilisiert, und der Bundesrat habe Lockerungen seiner Massnahmen ab März in Aussicht gestellt, hiess es zur Begründung des Abschlusses des Fernunterrichts.

Die Maskenpflicht gilt weiterhin. (Archivbild: Keystone))

Eine Ausnahme gilt an der Berufsfachschule Gesundheit und Soziales: Weil deren Lernende regelmässigen Kontakt mit verletzlichen Personen haben, wird dort bis zum 9. April und damit bis zum Beginn der Frühlingsferien reduzierter Präsenzunterricht durchgeführt.

Alle 300 Hotelangestellte Wengens müssen sich testen lassen

Im Berner Oberländer Tourismusort Wengen müssen am Samstag die Angestellten sämtlicher Hotels zum Coronatest antraben. Grund dafür ist, dass sich mehrere Angestellte mit der südafrikanischen oder der brasilianische Variante des Coronavirus infiziert haben.

Der kantonsärztliche Dienst hat die Massentestung angeordnet, wie die bernische Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) am Freitag mitteilte. Wie GSI-Mediensprecher Gundekar Giebel auf Anfrage sagte, betrifft die Massnahme 300 Personen.

(Bild: Keystone)

Ob das brasilianische Virus im Berner Oberland zirkuliert, ist laut Giebel noch nicht klar. Die vorhandenen Proben müssen noch sequenziert werden. Derzeit gilt weiterhin, dass das brasilianische Virus im Kanton Bern nicht nachgewiesen ist.

Bereits vor ein paar Tagen verfügten die Behörden, dass nach einem Corona-Ausbruch ein Wengener Hotel für zehn Tage schliessen muss. Dies, nachdem zwei Hotelangestellte und vier Gäste positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Tests in diesem Hotel und in weiteren Unterkünften fielen negativ aus.

Waadt gewährt Pflegepersonal eine Prämie von 900 Franken

Das Pflegepersonal des Kantons Waadt erhält als Dank für seinen aussergewöhnlichen Einsatz während der Coronavirus-Pandemie eine Prämie von 900 Franken. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf 15 Millionen Franken, die vom Kanton übernommen werden.

Von der Prämie profitieren können 14’000 Personen, die in direktem Kontakt mit Patienten standen und dem Virus ausgesetzt waren, wie der Kanton Waadt am Freitag in einem Communiqué festhielt. Ausgenommen sind Verwaltungspersonal, leitende Ärzte und Mitglieder der Geschäftsleitung.

BAG registriert 130'923 neue Impfungen in den letzten 7 Tagen

130’923 Impfungen verabreichten die Schweizer Behörden in den letzten sieben Tagen. (Bild: Keystone)

Bis und mit Mittwoch sind in der Schweiz innert Wochenfrist 130’923 Impfdosen gegen Covid-19 verabreicht worden. Dies geht aus den Angaben hervor, die das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag auf seiner Website veröffentlichte. Hier lesen Sie mehr.

1021 neue Fälle in der Schweiz

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innert 24 Stunden 1021 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem registrierte das BAG 10 neue Todesfälle und 54 Spitaleintritte. Lesen Sie hier mehr.

Institut rechnet mit mehr Corona-Ausbrüchen in Deutschland

In Deutschland rechnet das Robert Koch-Institut in den kommenden Wochen mit mehr Corona-Ausbrüchen. «Wir stehen möglicherweise erneut an einem Wendepunkt. Der rückläufige Trend der letzten Wochen setzt sich offenbar nicht mehr fort», sagte Präsident Lothar Wieler am Freitag.

Die Fallzahlen stagnierten, in vielen Bundesländern sei ein Plateau entstanden. Doch das sei zu hoch. «Wir wissen noch nicht genau, ob die besorgniserregenden Varianten dabei eine Rolle spielen», sagte Wieler. Der Anteil der Variante B 1.1.7. steige jedoch rasant an. Deshalb erwarte er in den kommenden Wochen mehr Ausbrüche. «Auch unter jüngeren Menschen. Es werden auch mehr junge Erwachsene, Jugendliche und auch Kinder erkranken.»

Corona-Neuinfektionszahlen in Europa gehen weiter zurück

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Europa geht nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weiter zurück. Sie sei in der fünften Woche in Serie rückläufig gewesen, teilte der Direktor des WHO-Regionalbüros Europa, Hans Kluge, mit.

Erstmals seit September 2020 habe die Zahl der gemeldeten Fälle in einer Woche unter einer Million gelegen. Auch wenn die Todeszahlen in Verbindung mit Corona-Infektionen weiterhin hoch seien, sei dieser Wert ebenfalls zurückgegangen, und zwar in drei Wochen nacheinander.

Afrika setzt auch auf russischen Corona-Impfstoff

Afrika will beim Kampf gegen das Coronavirus auch bis zu 300 Millionen Dosen des russischen Sputnik-Impfstoffs einsetzen.

Ein entsprechendes Angebot aus Moskau inklusive günstiger Finanzierungsbedingungen liege der Beschaffungskommission der Afrikanischen Union (Avatt) vor, teilte das Gremium am Freitag in einer Erklärung mit.

(Bild: Keystone)

Die von Avatt bisher schon beschafften 270 Millionen Dosen von den Unternehmen Astrazeneca, Pfizer sowie Johnson & Johnson seien bereits alle von den 55 Mitgliedsstaaten der AU gebucht. Ab Mai würden Impfungen mit Sputnik V-Impfstoffen möglich sein. Die AU-Staaten seien aufgerufen, Bestellungen aufzugeben.

Dissens wegen Wiedereröffnung von Gastrobetrieben

Der Kanton Graubünden möchte seine Restaurants bereits ab dem 1. März – einen Monat früher als vom Bundesrat vorgesehen – wiedereröffnen. Das berichtet das SRF. Der Bündner Regierungspräsident Mario Cavigelli begründet seinen Plan damit, dass man mit den Massentests viel für die Bekämpfung des Virus getan habe. Und auch die Waadtländer Regierung verlangt eine vorzeitige Öffnung per Mitte März.

(Bild: Keystone)

Bundesrat Alain Berset scheint darüber nicht erfreut zu sein: «Unterschiedliche Regeln zwischen den Kantonen haben im Herbst  zu Wettbewerbsverzerrungen und zu einem Coronatourismus geführt», wird der Gesundheitsminister vom SRF zitiert.

Corona-Vorzeigestaat Neuseeland startet Impfungen

Das im Kampf gegen Corona extrem erfolgreiche Neuseeland hat mit Impfungen gegen das Virus begonnen. In dem Inselstaat im Südpazifik hätten zunächst rund zwei Dutzend Impfärzte das Mittel von Biontech/Pfizer gespritzt bekommen, teilten die Gesundheitsbehörden am Freitag mit. Ab dem Wochenende sollten dann etwa 12’000 Beschäftigte an den Landesgrenzen, etwa an Flughäfen und Häfen, sowie in Quarantäneeinrichtungen die erste Dosis erhalten.

Erst anschliessend werde nach und nach der Rest der Bevölkerung geimpft, sagte der Chef der Gesundheitsbehörde, Ashley Bloomfield. Es werde etwa ein Jahr dauern, alle etwa fünf Millionen Einwohner Neuseelands zu impfen. Das Mittel von Biontech und Pfizer ist bislang das einzige, das im Land zugelassen ist.

Hochbetagte infizieren sich jetzt viel seltener

Gute Neuigkeiten für die bislang grösste Corona-Risikogruppe: Wie das SRF berichtet, stecken sich Hochbetagte über 80 Jahren in der Schweiz seit Impfstart viel weniger mit dem Coronavirus an. So sank die Anzahl der Neuinfektionen im Vergleich zum Dezember letzten Jahres um 85 Prozent.

Wegen der erfreulichen Daten wollen die ersten Kantone nun auch die strikten Sicherheitsvorkehrungen in den Heimen etwas lockern. Der Kanton Freiburg etwa plant seine Heimbewohner bis zum 25. Februar zu 95 Prozent geimpft zu haben – auch mit der zweiten Impfung.

(Bild: Keystone)

Stellt sich die Frage, ob der Rückgang der Neuinfektionen auf die Impfkampagnen zurückzuführen ist. Rudolf Hauri, Präsident der Kantonsärzte, erklärte gegenüber dem SRF, dass dazu noch keine Aussage möglich sei, da noch nicht geklärt sei, ob die Impfung vor einer Ansteckung schütze. «Es sind viele Faktoren, die beim Rückgang der Infektionen bei den Hochbetagten mitspielen», so Hauri.

Den Wunsch nach Lockerungen kann er indessen nachvollziehen: «Wenn alle die Personen in den Heimen geimpft sind, die dies auch wollen, dann steht der Diskussion und der Umsetzung von Lockerungen eigentlich nichts im Weg». Eine Durchimpfungsquote von rund 70 Prozent bezeichnet Hauri als ideal.

Pfizer/Biontech-Impfstoff nach erster Dosis zu 85 Prozent effektiv

Der Impfstoff von Pfizer und Biontech zeigt eine 85-prozentige Wirksamkeit gegen das Coronavirus nach Verabreichung der ersten Dosis. Dies berichtet die medizinische Fachzeitschrift «The Lancet» am Freitag.

Die Zeitschrift beruft sich dabei auf eine Studie aus Israel. Die Untersuchung wurde demnach an mehr als 7000 Beschäftigten im israelischen Gesundheitswesen durchgeführt.

Mehr als zehn Millionen Corona-Infizierte in Brasilien

Nach den USA und Indien hat Brasilien als drittes Land die Marke von zehn Millionen Corona-Infizierten überschritten. Dies geht aus den Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília vom Donnerstag (Ortszeit) hervor. Demnach wurden seit Mittwoch 51’879 neue Infektionen registriert, womit die Gesamtzahl auf 10’030’626 Fälle stieg. Die Zahl der Todesfälle stieg binnen 24 Stunden um 1367 auf 243’457.

(Bild: Keystone)

Brasilien hat 210 Millionen Einwohner und ist 24 Mal so gross wie Deutschland. Im grössten Land Lateinamerikas wurde erst im Januar mit den Impfungen begonnen. Angesichts fehlenden Impfstoffs stoppten grosse Städte wie Rio de Janeiro oder Salvador diese Woche die Corona-Impfungen. Für die Verteilung des Impfstoffs ist das Gesundheitsministerium verantwortlich, das bisher rund zwölf Millionen Dosen der Vakzine von Astrazeneca und dem chinesischen Hersteller Sinovac bekommen hat.

Biontech und Pfizer starten Studie zu Corona-Impfung für Schwangere

Die Hersteller Biontech und Pfizer beginnen mit einer grossen Studie zum Einsatz ihres Corona-Impfstoffs bei Schwangeren. Damit solle die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffs für werdende Mütter geklärt werden, teilten die beiden Unternehmen am Donnerstag mit. Schwangere und Kinder sind bei den bisherigen Impfempfehlungen zumeist aussen vor gelassen worden, weil es bislang mangels entsprechender Studien keine gesicherten Daten zur Verträglichkeit gab.

Der Impfstoff soll nun im Rahmen einer klinischen Studie der Phase 2/3 bei rund 4000 gesunden schwangeren Frauen ab 18 Jahren erprobt werden. Die Impfungen sollen zwischen der 24. und 34. Schwangerschaftswoche erfolgen, wie es hiess. Die Teilnehmerinnen werden dabei zufällig in zwei Gruppen unterteilt werden: Eine Gruppe bekommt den echten Impfstoff, die zweite nur eine Placebo-Impfung.

(Bild: Keystone)

Die Schwangeren werden im Rahmen der Studie bis zu zehn Monate beobachtet. Dabei soll auch die Sicherheit der Impfung für die Babys sowie die Übertragung potenziell schützender Antikörper auf die Kinder untersucht werden, wie die Unternehmen mitteilten. Die Säuglinge würden bis etwa zu ihrem sechsten Lebensmonat beobachtet, hiess es. Jene Mütter, die während der Schwangerschaft nur ein Placebo erhielten, sollen nach der Entbindung informiert werden und eine Impfung erhalten können, wie es weiter hiess.

Die beiden Unternehmen erproben den Impfstoff bereits in einer Studie mit Teenagern. Zudem werde in den nächsten Monaten eine Studie mit Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren begonnen, hiess es. Klinische Studien zu Impfungen besonders schutzbedürftiger Gru

Biden will Corona-Impfinitiative Covax mit Milliarden unterstützen

US-Präsident Joe Biden will die weltweite Corona-Impfinitiative Covax mit bis zu vier Milliarden US-Dollar unterstützen. Das Weisse Haus teilte am Vorabend des Online-Treffens der sieben grossen Wirtschaftsnationen (G7) an diesem Freitag mit, dass die USA zunächst zwei Milliarden Dollar bereitstellen wollten. Weitere zwei Milliarden Dollar will die US-Regierung über einen Zeitraum von zwei Jahren freigeben, wenn auch andere Geldgeber ihre Zusagen erfüllt haben.

«Covid hat uns gezeigt, dass keine Nation im Angesicht einer Pandemie alleine handeln kann», erklärte das Weisse Haus. Deshalb ergreife Biden nun Massnahmen, um die Schwächsten der Welt zu unterstützen und die Amerikaner vor dem Coronavirus zu schützen.

Die Covax-Initiative der Impfallianz Gavi und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) fördert die Forschung an zahlreichen Impfstoffkandidaten und soll eine faire Verteilung erfolgreicher Impfstoffe gewährleisten. Die USA waren der Initiative erst beigetreten, nachdem Biden im Januar Donald Trump als Präsident der Vereinigten Staaten abgelöst hatte.

Paul-Ehrlich-Institut - Impfstoff von AstraZeneca ist hochwirksam

Das deutsche Paul-Ehrlich-Institut hat Fakten zu dem Coronavirus-Impfstoff von AstraZeneca zusammengestellt. Es publiziert die Angaben am Donnerstagabend im Internet.

Der Coronavirus-Impfstoff sei «hochwirksam», hiess es in dem Dokument. «Impfreaktionen treten nach der Gabe des Impfstoffs verhältnismässig häufig auf», führten die Wissenschaftler weiter aus. Diese seien jedoch von kurzer Dauer und spiegelten in der Regel die normale Immunantwort des Körpers wider.

«Von der erwarteten Schutzwirkung profitiert jeder einzelne Geimpfte», gaben die Wissenschaftler bekannt.

Weniger Ansteckungen, mehr Mutationen

Trotz der weiter zunehmenden Ansteckungen mit Mutationen des Coronavirus sind die Infektionen in der Woche vom 8. bis 14. Februar um 22,1 Prozent gesunken. In der sechsten Kalenderwoche dieses Jahres registrierte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) 7’858 Fälle nach 10’084 in der Vorwoche. Mehr dazu hier.

Mehrere Coronavirus-Cluster in Neuenburger Spitälern gefunden

In den Neuenburger Spitälern sind rund zwanzig Coronavirus-Fälle entdeckt worden. Die Besuche wurden deshalb bis zum 8. März ausgesetzt.

In den letzten Tagen seien an den verschiedenen Spitalstandorten im Kanton Neuenburg fast 150 Patientinnen und Patienten sowie Pflegekräfte getestet worden, teilte das Neuenburger Spitalnetz am Donnerstag mit. Dabei habe sich gezeigt, dass mehrere Cluster von Covid-19-Kontaminationen entstanden seien. In ungefähr 20 Fällen seien die Tests positiv ausgefallen.

In Spitälern in Neuenburg wurden rund zwanzig Corona-Fälle entdeckt. (Bild: Keystone)

Der Ursprung der Ansteckungen ist bisher nicht bekannt. Epidemiologische Untersuchungen sind im Gang, um den Ursprung und den möglichen Einfluss der neuen Virus-Varianten zu bestimmen.

Walmart erleidet trotz Corona-Shopping-Booms Milliardenverlust

Boomende Online-Verkäufe lassen die Geschäfte beim grössten US-Einzelhändler Walmart in der Pandemie brummen. Doch hohe Kosten und Ausgaben verhageln die Bilanz.

In den drei Monaten bis Ende Dezember fiel unterm Strich ein Verlust von 2,1 Milliarden US-Dollar an, wie Walmart am Donnerstag mitteilte. Vor einem Jahr hatte der Konzern noch 4,1 Milliarden Dollar verdient. Die Erlöse wuchsen – angetrieben von einem 69-prozentigen Absatzplus im Online-Geschäft – um gut sieben Prozent auf 152,1 Milliarden Dollar.

Die Bilanz litt unter Belastungen von mehr als einer Milliarde Dollar aufgrund der Corona-Pandemie. Zudem investierte Walmart in grossem Stil in den Konzernumbau und gab viel Geld für Gehaltserhöhungen aus.

Grenze von 500’000 Corona-Todesfällen in der EU überschritten

Mehr als eine halbe Million Menschen in der Europäischen Union sind mittlerweile in Verbindung mit einer Corona-Infektion gestorben. Lesen Sie hier mehr.

1219 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innert 24 Stunden 1219 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem registrierte das BAG einschliesslich Nachmeldungen 62 neue Todesfälle und 165 Spitaleintritte.

Mehr dazu hier.

Prinz Charles wirbt bei britischen Minderheiten für Corona-Impfungen

Angesichts von Skepsis bei Minderheiten in Grossbritannien gegen Corona-Impfungen hat Prinz Charles für die Mittel geworben.

«Impfstoffe retten Leben, verhindern schwere Krankheiten, schützen das Gesundheitssystem und helfen bei der Rückkehr zum normalen Leben», sagte der Thronfolger in einer am Donnerstag veröffentlichten Videobotschaft. Er sei traurig, dass es bei der Akzeptanz der Vakzine grosse Unterschiede gebe. Dass einige Menschen die Dosis ablehnen, sei eine «Tragödie».

(Bild: Keystone)

Dem nationalen Statistikamt zufolge sind 85 Prozent der Erwachsenen in Grossbritannien bereit, sich impfen zu lassen. Sorgen bereitet der Regierung aber, dass demnach Schwarze, Asiaten und Angehörige anderer Minderheiten einen unverhältnismässig grossen Teil der Verweigerer ausmachen.

Zwei Drittel weniger Corona-Infektionen in England als noch im Januar

Der harte Lockdown zahlt sich aus: In England ist die Zahl der aktuell positiv auf das Coronavirus Getesteten seit Anfang Januar um rund zwei Drittel zurückgegangen.

Das ist das zentrale Ergebnis einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Imperial College London, für die Zehntausende zufällig ausgewählte Bürger regelmässig getestet werden.

Fiel der Test Anfang Januar noch bei mehr als 1,5 Prozent positiv aus, waren es Anfang bis Mitte Februar nur noch gut 0,5 Prozent. Im besonders stark betroffenen London ging der Anteil der positiven Tests sogar um 80 Prozent zurück.

(Bild: Keystone)

Beobachter führen die Entwicklung auf den seit Anfang Januar geltenden harten Lockdown zurück – und noch nicht auf die zunehmende Zahl der Geimpften. «Die Infektionsraten sind noch immer sehr hoch», sagte der beteiligte Wissenschaftler Paul Elliot im BBC-Interview. «Sie sind so hoch wie im September, als sie stiegen, und es sind aktuell noch genauso viele Menschen im Krankenhaus wie in der ersten Welle, also müssen wir sehr vorsichtig sein.»

Impfkampagnen hinterlassen bei Schweizer Exporten erste Spuren

Die Schweizer Exportwirtschaft hat sich im Januar etwas erholt. Hauptverantwortlich waren höhere Ausfuhren von Medikamenten und pharmazeutischen Wirkstoffen. Lesen Sie hier mehr.

Pharmazulieferer Lonza, produziert im Wallis einen Wirkstoff für das Moderna-Vakzin. (Bild: Keystone)
Air France-KLM erwartet nach grossem Verlust weiteres Rettungspaket

Die Fluggesellschaft Air France-KLM rechnet nach einem Milliardenverlust im Corona-Jahr 2020 in Kürze mit einer Einigung auf weitere Staatshilfen. «Es ist eine Frage von Wochen, nicht Monaten», sagte Finanzchef Frederic Gagey anlässlich der Vorlage der Jahreszahlen am Donnerstag in Paris.

Derzeit sprächen die Regierungen von Frankreich und den Niederlanden mit der EU-Kommission über weitere Finanzspritzen. Denn die verschärften Reisebeschränkungen im Zuge der Pandemie halten Air France-KLM weiter im Griff. Konzernchef Benjamin Smith wollte sich daher zu keiner Geschäftsprognose für das laufende Jahr durchringen.

Stiftung Landschaftsschutz befürchtet eine neue Zersiedelung

Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) befürchtet als Folge der Corona-Pandemie eine neue Zersiedelung. Der Wunsch nach Einfamilienhäusern und grossflächigem Wohnraum sei weiter gestiegen, schreibt die SL in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Damit drohten aber die Errungenschaften der neuen Raumplanung zur Begrenzung der Bauzonen ausser Kraft gesetzt zu werden. Die Stiftung plädiert dafür, dringend über die Wohnformen der Zukunft zu diskutieren. So stelle sich zum Beispiel die Frage, inwieweit im Zeitalter von Homeoffice die leerstehenden Bürohäuser der Gegenwart in qualitativ hochwertige Wohnräume umgenutzt werden könnten.

Covid-19-Impfung im Aargau erst ab Mai beim Hausarzt möglich

Im Aargau kann man sich erst ab Mai bei der Hausärztin, dem Hausarzt oder in der Apotheke gegen Covid-19 impfen lassen. Hier lesen Sie mehr.

(Bild: Keystone)
Härtefall Schule: Lehrer ausgebrannt – Schüler abgehängt

In der Covid-19-Pandemie stehen die Schulen unter starkem Druck. Beim Lehrpersonal vermehren sich die Burn-Outs. Hier lesen Sie mehr.

(Symbolbild: Keystone)
«Die Frauen akzeptieren jetzt auch Sex ohne Schutz»

Die Corona-Pandmie treibt viele Menschen in die Armut. Auf Mallorca sehen sich immer mehr Frauen gezwungen, Geld mit Sex zu verdienen. Lesen Sie hier mehr darüber.

(Bild: Keystone)
6966 Fälle von mutierten Coronaviren entdeckt

In der Schweiz sind bisher 6966 Fälle mit mutierten Coronavirus-Varianten festgestellt worden, 1655 mehr als vor einer Woche. Die meisten davon sind keiner der bekannten Mutationen zuzuschreiben.

Das teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Am Donnerstag vergangener Woche hatte das BAG noch insgesamt 5311 Ansteckungen mit mutierten Varianten gemeldet.

(Bild: Keystone)

Laut den neusten Zahlen wurden bisher 2603 Fälle der britischen Variante (B.1.1.7) zugeschrieben und 109 der südafrikanischen (B.1.351). Auch fünf Fälle der brasilianischen Mutation (P.1) sind bekannt. Zwei davon wurden im Kanton Genf, einer in Zürich, einer in Glarus und einer im Kanton Thurgau festgestellt. Bei den übrigen 4249 Fällen war zwar eine Mutation vorhanden, die Linie aber unklar. Viren mutieren ständig.

Die Zunahme der mutierten Fälle steigt im Gegensatz zum alten bekannten Virenstamm exponentiell. Das BAG weist darauf hin, dass die Zahlen nicht repräsentativ seien.

Bayern München bis auf Weiteres ohne Pavard

Bayern Münchens Verteidiger Benjamin Pavard ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Franzose, der sich in Isolation befindet, wird dem deutschen Meister vorerst in der Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt am Samstag und drei Tage später im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Lazio Rom fehlen. Auch der sich ebenfalls in Isolation befindende Thomas Müller dürfte diese beiden Partien verpassen.

Benjamin Pavard. (Bild: Keystone)

Leon Goretzka und Javi Martinez sollten den Münchnern derweil nach überstandener Corona-Erkrankung in Frankfurt wieder zur Verfügung stehen.

Barclays mit Gewinneinbruch im Corona-Jahr

Die britische Grossbank Barclays rechnet nach einem coronabedingten Gewinneinbruch im vergangenen Jahr mit wieder deutlich besseren Ergebnissen. 2021 soll die Rendite auf das eingesetzte Kapital deutlich anziehen, wie die Bank am Donnerstag in London mitteilte.

Wichtigster Treiber dafür dürfte ein starker Rückgang bei der Vorsorge für Kreditausfälle sein. 2020 belastete die Risikovorsorge das Ergebnis mit 4,8 Milliarden Pfund (5,5 Mrd Euro). Das waren fast drei Milliarden Pfund mehr als im Jahr davor. Unter dem Strich ging der Gewinn im vergangenen Jahr um 38 Prozent auf 1,5 Milliarden Pfund zurück. Damit übertraf die Bank allerdings die Erwartungen der Experten.

Lebensqualität ist im Corona-Winter gesunken

Achtzig Prozent der Menschen in der Schweiz stufen ihre Lebensqualität derzeit als gut oder sehr gut ein. Das ist das Ergebnis des aktuellen Covid-19-Social-Monitors der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und der Universität Zürich. Im vergangenen April waren es noch 85 Prozent und im Herbst 90 Prozent. Lesen Sie hier mehr.

(Symbolbild: Keystone)
Daimler macht trotz Corona mehr Gewinn und setzt sich höhere Ziele

Lange hat Daimler die Erwartungen gebremst, doch dann lief es deutlich besser als gedacht. Nun will der Autobauer schnell zurück in alte Renditezeiten. Und das nächste Grossprojekt steht auch schon an.

(Bild: Keystone)

Daimler hakt die Corona-Pandemie weitgehend ab und setzt sich wieder deutlich grössere Ziele. Schon für das laufende Jahr stellte Vorstandschef Ola Källenius am Donnerstag wieder die Renditen in Aussicht, die die Aktionäre des Auto- und Lastwagenbauers jahrelang gewohnt waren – bevor die hohen Kosten für den Einstieg in die Elektromobilität und vor allem auch die teuren Diesel-Altlasten noch vor Corona den Gewinn in den Keller trieben.

Nestlés Kassen klingelten 2020 dank Tierfutter und Vitaminen

Nestlé hat im Corona-Jahr 2020 vom starken Online- und Detailhandel profitiert. Die Konsumenten deckten sich insbesondere mit Tierfutter, Kaffee und Gesundheitsprodukten ein. In der Folge wuchs der Nahrungsmittelmulti aus eigener Kraft um 3,6 Prozent.

Damit übertraf Nestlé die Erwartungen der Finanzgemeinde (+3,5%). Der ausgewiesene Umsatz ging aufgrund der Verkäufe von Firmenteilen sowie des starken Franken indes um 7,9 Prozent auf 84,3 Milliarden Franken zurück, wie Nestlé am Donnerstag mitteilte. So hatte Nestlé etwa das Hautpflegegeschäft sowie das US-Glacégeschäft verkauft.

Am Umsatz verdiente Nestlé auf Stufe Betriebsgewinn 17,7 Prozent und damit etwas mehr als noch im Vorjahr mit 17,6 Prozent. In absoluten Zahlen sank entsprechend dem tieferen Umsatz und der negativen Wechselkurseffekte auch der bereinigte Betriebsgewinn um 8,3 Prozent auf 14,9 Milliarden, der Reingewinn um 3,0 Prozent auf 12,2 Milliarden Franken.

Die Aktionäre sollen mit einer Dividende von 2,75 Franken pro Aktie am Gewinn teilhaben, im vergangenen Jahr hatte Nestlé 2,70 Franken je Aktie ausgeschüttet.

Corona-Krise bringt Airbus 2020 Milliardenverlust

Die Corona-Krise und der geplante Abbau Tausender Arbeitsplätze haben dem Flugzeugbauer Airbus 2020 wie erwartet einen Milliardenverlust eingebrockt.

Dank eines Gewinns im vierten Quartal stand für das Gesamtjahr unter dem Strich aber nur ein Verlust von 1,1 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Toulouse mitteilte. Damit schnitt Airbus besser ab als von Analysten erwartet. Vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten (bereinigtes Ebit) brach der Gewinn im Gesamtjahr zwar um 75 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro ein, fiel damit aber höher aus als von Branchenexperten gedacht.

(Bild: Keystone)

Die Aktionäre sollen aber wie schon für 2019 auch für 2020 auf eine Dividende verzichten. Für 2021 peilt Airbus-Chef Guillaume Faury die Auslieferung von ähnlich vielen Flugzeugen wie im Vorjahr an. Da hatte der Hersteller 566 Maschinen an seine Kunden übergeben. Das bereinigte Ebit soll auf etwa 2 Milliarden Euro steigen.

Medizinethiker hält gezielte Corona-Infektionen für nicht vertretbar

Der Medizinethiker Joerg Hasford hält die gezielte Infizierung freiwilliger Probanden mit dem Coronavirus in moralischer Hinsicht für nicht vertretbar. Bis heute kenne man keine Gruppe, bei der es kein Risiko von tödlichen Verläufen oder beunruhigenden Spätfolgen von Covid-19 gebe, schreibt Hasford, der dem Arbeitskreis Medizinischer Ethik-Kommissionen angehört, in einem noch unveröffentlichten Beitrag, der der dpa vorliegt. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Kommentar «CH-Media» zur geplanten Lockerung der Coronavirus-Regeln

Die «Zeitungen der CH-Media» schreiben am Donnerstag zur geplanten Lockerung der Coronavirus-Massnahmen durch den Bundesrat:

«Die Situation drückt auf unser aller Psyche. Epidemiologisch gibt es Unsicherheiten, zu den Virusmutationen mehr Fragen als Antworten. Trotzdem ist es richtig, dass die Regierung einen Öffnungsplan vorgestellt hat. Denn die Risiken sind kalkulierbarer geworden. Wir haben genügend Material, um zu testen, testen und noch mehr zu testen. Die Impfungen schreiten voran – immerhin bis Ende April sollten alle Risikogruppen ihren zweiten Piks bekommen haben. (…) Wir bekommen eine Perspektive – auch wenn sie vorerst bescheiden ausfällt. Gewiss, der Bundesrat schlägt ein gemächliches Tempo an, gerade für Kultur, Gastronomie oder Sport enttäuschend gemächlich. Doch die Erfahrungen des ersten Pandemiefrühlings haben gelehrt, dass zu rasche Öffnungen und das Schüren von zu grossen Hoffnungen nur zu noch mehr Frustration führen können.»

Vor G7-Gespräch zu Corona: Mehr Hilfe für arme Länder gefordert

Vor dem Online-Treffen der sieben grossen Wirtschaftsmächte (G7) haben Entwicklungsorganisationen einen globalen Impfplan und stärkeres Engagement im Kampf gegen das Coronavirus gefordert. Ärmeren Ländern müsse mehr geholfen werden. Von der am Freitag tagenden G7-Runde, an der erstmals auch der neue US-Präsident Joe Biden teilnimmt, werden auch Finanzzusagen für den Kampf gegen die Pandemie und die Verteilung von Impfstoffen erwartet.

(Bild: Keystone)

Das Kinderhilfswerk World Vision begrüsste am Donnerstag die erwarteten Verpflichtungen, dringt aber auch auf mehr politisches Engagement. «Geld allein ist nur Teil der Lösung», meinte Fiona Uellendahl. Der Zugang zu Impfstoffen und Medikamenten müsse erleichtert werden. Auch müssten ärmere Länder dazu befähigt werden, möglichst rasch selbst Produktionskapazitäten aufzubauen.

Von den G7-Staaten fordert One eine «sorgfältige Planung», um die globale Verteilung von Impfstoffen zu verbessern.

Vergnügungsparks in New York dürfen im Frühjahr wieder öffnen

Die Vergnügungsparks im US-Bundesstaat New York dürfen trotz Corona-Pandemie im Frühjahr wieder öffnen. Masken, Abstand, Einhaltung von Hygieneregeln und Reduzierung der erlaubten Besucherzahlen auf rund ein Drittel seien dabei Pflicht, sagte Gouverneur Andrew Cuomo bei einer Pressekonferenz am Mittwoch (Ortszeit). So kann beispielsweise der berühmte Vergnügungspark Coney Island im New Yorker Stadtteil Brooklyn, der im vergangenen Jahr komplett geschlossen bleiben musste, ab 9. April wieder seine Tore für Besucher öffnen.

(Bild: Keystone)

Bereits Ende März dürften Vergnügungseinrichtungen in Innenräumen wie beispielsweise Trampolin-Zentren oder Spielhallen wieder öffnen, sagte Cuomo. Damit verkündete der Gouverneur schon zum wiederholten Mal innerhalb weniger Wochen neue Lockerungen: Zuvor waren unter anderem Stadien wieder eingeschränkt für Grossveranstaltungen freigegeben und die Innenräume der Restaurants, Cafés und Bars der Millionenmetropole New York bei eingeschränkter Kapazität wieder geöffnet worden.

New York – einst Epizentrum der Pandemie in den USA – hat die zweite Welle auch wegen streng durchgesetzter Massnahmen bislang vergleichsweise gut und mit in der Spitze weniger Krankenhaus-Einweisungen als bei dem fatalen ersten Ausbruch im Frühjahr 2020 überstanden.

USA melden mehr als 56 Millionen verabreichte Coronavirus-Impfungen

Die US-Seuchenbehörde CDC hat bisher 56,3 Millionen Coronavirus-Impfdosen verabreicht. Dies gab die Behörde am Mittwoch (Ortszeit) bekannt.

Insgesamt seien zudem 72,4 Millionen Coronavirus-Impfdosen in den USA ausgeliefert worden, hiess es weiter.

Breite Kreise befürworten eine schrittweise Öffnung

Breite Kreise haben die vom Bundesrat am Mittwoch angekündigten Lockerungen der Corona-Schutzmassnahmen begrüsst. Die Kantonalen Gesundheitsdirektoren sprachen sich für ein zurückhaltendes Vorgehen aus. Angezeigt sei ein etappenweises Vorgehen mit mehreren kleinen Öffnungsschritten, um einen «Jo-Jo-Effekt» zu verhindern. Alle weitere Reaktionen lesen Sie hier.

Zahl der Toten steigt nach neuem Ebola-Ausbruch in Guinea
 

In Guinea kämpfen die Menschen neben der Corona-Pandemie mit einem neuen Ausbruch von Ebola. (Bild: Keystone)

Im westafrikanischen Guinea weitet sich der neue Ausbruch der gefährlichen Ebola-Krankheit weiter aus. Nach offiziellen Angaben vom Mittwoch starben bisher sechs Menschen an der Krankheit. Insgesamt wurden bisher 216 Kontakte der bestätigten Fälle registriert. Betroffen ist vor allem die Stadt Nzerekore im Südosten des Landes, wo am Mittwoch ein Krisengespräch der zuständigen Behörden stattfand. Sie wollen mit den Erfahrungen des Ausbruchs von 2014 sowie der Corona-Pandemie die neue Ebola-Epidemie zügig stoppen.

Eine Ebola-Infektion führt meist zu hohem Fieber und inneren Blutungen und endet sehr oft tödlich. Beim letzten Ausbruch in Westafrika wurden zwischen 2014 und 2016 in Guinea, Liberia und Sierra Leone 28 000 Fälle und 11 310 Tote verzeichnet.

Im Osten Kongos wurde ein fast zwei Jahre dauernder Ebola-Ausbruch mit 2299 Toten im vergangenen Juni für beendet erklärt, doch Anfang Februar wurde dort ein neuer Fall registriert. Dies ist der inzwischen zwölfte Ausbruch von Ebola im Kongo.

Renee Zellweger und Joaquin Phoenix gehören zu Globes-Übergebern

Die Globe-Preisträger Joaquin Phoenix, Renee Zellweger und Awkwafina sollen am 28. Februar beim Austeilen der Golden-Globe-Trophäen helfen. Wie der Verband der Auslandspresse am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte, werden auch Cynthia Erivo, Annie Mumolo und Kristen Wiig als sogenannte Presenter bei der 78. Globe-Gala dabei sein. Wegen der Corona-Pandemie läuft die Trophäen-Show in diesem Jahr aber anders ab.

Renee Zellweger gehört zu den Übergeberinnen der Golden Globe-Preise 2021. (Bild: Keystone)

Zum vierten Mal moderieren die Komikerinnen Tina Fey und Amy Poehler die Zeremonie, allerdings auf getrennten Bühnen: Poehler ist in Beverly Hills vor Ort, Fey schaltet sich live aus dem New Yorker Rainbow Room dazu. Die Nominierten sollen virtuell von Standorten in aller Welt teilnehmen. Unter den Anwärtern und Anwärterinnen ist auch die Berliner Schülerin Helena Zengel. Die Zwölfjährige ist als beste Nebendarstellerin für den Western «Neues aus der Welt» nominiert.

Die Golden Globes gelten nach den Oscars als die wichtigsten US-Filmpreise. Neben 14 Film-Trophäen werden auch elf Preise in Fernsehkategorien vergeben.

Serbien verabreicht eine Million Impfungen gegen Covid-19

Serbien hat mit Stand Mittwochnachmittag mehr als eine Million Impfungen gegen die vom Coronavirus ausgelöste Krankheit Covid-19 verabreicht. Dies berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Tanjug unter Berufung auf Regierungskreise. Die Zahl schliesst Erst- und Zweitimpfungen ein. 356’010 Bürger erhielten die zweite Impfung, nach der bei den derzeit vorhandenen Impfstoffen der weitestgehende Schutz entsteht.

In Hinblick auf die Impfrate steht Serbien in Europa an zweiter Stelle hinter Grossbritannien. Das hohe Tempo bei den Impfungen erreicht das Balkanland mit sieben Millionen Einwohnern, weil es neben den westlichen auch russische und chinesische Vakzine verabreicht. Dabei spielt eine Rolle, dass die Führung in Belgrad gute Beziehungen zu Moskau und Peking pflegt. Vor allem aus China konnte sie deshalb relativ zügig grosse Mengen an Impfstoff besorgen.

Lockdown-Folge: weniger Ozon über Nordhalbkugel

Zumindest für die Erdatmosphäre haben Corona-bedingte Lockdowns positive Folgen: Das Ozon in der freien Troposphäre bis etwa zehn Kilometer Höhe ist auf der Nordhalbkugel im Frühjahr und Sommer des vergangenen Jahres um durchschnittlich sieben Prozent zurückgegangen.

Dies ist das Ergebnis einer Studie, die unter Federführung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) veröffentlicht wurde. Insgesamt wurden dazu die Daten von 45 Messstationen weltweit ausgewertet. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Gastgewerbe sieht sich zu Unrecht benachteiligt

Gastrosuisse ist enttäuscht von den vom Bundesrat geplanten schrittweisen Lockerungen der Corona-Schutzmassnahmen. Es gebe keinen Grund, weshalb Restaurants bis mindestens 1. April geschlossen bleiben müssen, teilte der Verband für Hotellerie und Restauration am Mittwoch mit.

«Die Krise soll damit weiterhin auf dem Buckel des Gastgewerbes ausgetragen werden», kritisiert Casimir Platzer, Präsident von Gastrosuisse.

Bisher gebe es keinen Nachweis, dass die Restaurants ein Ansteckungsherd seien. Im Gegenteil: Die Schutzkonzepte der Gastrononomie funktionierten. Die Gastronomie werde einzig als Mittel zum Zweck benützt, um Kontakte einzuschränken. Paradox sei dabei, dass Kontakte bei geschlossenen Restaurants dann einfach im privaten Bereich ohne Schutzkonzepte stattfänden.

 Casimir Platzer, Präsident von Gastrosuisse, zu den Entscheidugen des Bundesrats. (Video: Keystone-SDA)

US-Regierung pumpt weiteres Geld in Ausbau der Corona-Testkapazitäten

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie pumpt die US-Regierung weitere Millionensummen in die Testkapazitäten im Land. Das Weisse Haus teilte am Mittwoch mit, 815 Millionen US-Dollar sollten in die Produktion von Test-Material fliessen. 650 Millionen US-Dollar sollten eingesetzt werden, um die Testkapazitäten in Schulen sowie in Einrichtungen wie etwa Obdachlosenunterkünften auszubauen. Ausserdem will die Regierung rund 200 Millionen US-Dollar einsetzen, um mutierte Corona-Viren gezielter aufzuspüren – durch die verstärkte Nutzung der sogenannten Genom-Sequenzierung.

Selbsttests an Schulen in Österreich: 536 positive Fälle
536 positive Corona-Tests wurden bei Selbsttests an österreichischen Schulen entdeckt. (Bild: Keystone)

Bei den Corona-Tests an österreichischen Schulen sind in dieser Woche 536 Schüler und Lehrer positiv getestet worden. Das teilte das Bildungsministerium der österreichischen Nachrichtenagentur APA mit. Am Montag und Mittwoch wurden insgesamt 1,3 Millionen sogenannte Nasenbohrer-Tests gemacht. Wer den seit 8. Februar wieder eingeführten Präsenzunterricht besuchen will, muss sich selbst testen.

«Gerade Volksschulkinder verstehen es von Woche zu Woche besser, die Probenentnahme durchzuführen und damit für valide Ergebnisse zu sorgen», sagte Bildungsminister Heinz Fassmann. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl der Fälle in einzelnen Bundesländern. Dies liege aber wohl nicht an einer steigenden Infektionshäufigkeit, sondern an einer besseren Testroutine, hiess es.

Findet die Euro jetzt im Covid-Vorzeigeland Israel statt?

In diesem Sommer soll die um ein Jahr verschobene Fussball Europameisterschaft endlich stattfinden. Seit längerem stellt sich aber die Frage wie genau und wo. Wird Israel der Austragungsort? Alles dazu lesen Sie hier.

FDP sieht erste Perspektive für Menschen und Unternehmen

Die FDP sieht in den Ankündigungen des Bundesrats eine erste Perspektive für die Menschen und Unternehmen in der Schweiz. Die Ankündigungen blieben aber noch recht vage und böten keine langfristige Planungssicherheit, kritisiert die Partei in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Zudem benachteiligten sie die Gastronomie, die Kultur und den Sport weiterhin. Hingegen sei die Freigabe zusätzlicher finanzieller Unterstützungsbeiträge für Unternehmen in Schwierigkeiten und Arbeitslose zu begrüssen.

Mitte sieht Lockerungen des Bundesrats als Diskussionsgrundlage

Die Mitte betrachtet die Öffnungsstrategie des Bundesrats als eine erste Diskussionsgrundlage. Nun sei es an den Kantonen, die geplanten Schritte zu beurteilen und eine geeinte Haltung dazu zu präsentieren.

Die Mitte begrüsste zudem, dass der Bundesrat eine Neuauflage der Covid-Kredite vorbereite. Es sei weiter zwingend nötig, dass Verbesserungen bei den Unterstützungsmassnahmen für alle betroffenen Branchen rasch erreicht werden könnten.

«Damit die Bevölkerung die Massnahmen weiterhin mitträgt, muss der Bundesrat nächste Woche eine kohärente, gut nachvollziehbare Öffnungsstrategie unter Einbezug der Test- und Impfstrategie beschliessen», erklärte Die-Mitte-Präsident Gerhard Pfister.

Gewerbeverband wirft Bundesrat zögerliche Haltung vor

Der Schweizerische Gewerbeverband (SGV) wirft dem Bundesrat eine zögerliche und mutlose Haltung vor. Trotz sinkender Zahlen und unbelegtem Ansteckungsrisiko würden unverhältnismässige Massnahmen aufrechterhalten, kritisiert der Dachverband des Gewerbes in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Der Gewerbeverband bekräftigt seine Forderung nach sofortigen Lockerungen und per 1. März nach einer vollständigen Öffnung in der Logik des gezielten Schutzes. Das heisse Öffnung flankiert mit der Ausweitung von Tests, Intensivierung der Impfkampagne und des Contact-Tracings sowie konsequente Anwendung der Schutzkonzepte.

Bundesrat: «Wir stehen voll als Gremium hinter den Beschlüssen»
 

Nicht Gesundheitsminister Alain Berset, sondern der Gesamtbundesrat entscheidet über die nächsten Schritte in der Corona-Pandemie, wie die Bundesräte am Mittwoch betonen. (Bild: Keystone)

Die Bundesräte Guy Parmelin, Alain Berset und Ueli Maurer haben am Mittwoch vor den Medien in Bern betont, dass alle Entscheide zur Corona-Pandemie im Team beschlossen würden. Angriffe gegen Einzelpersonen seien nicht angebracht. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Bundesrat gegen befristetes Grundeinkommen für Kulturschaffende

Der Bundesrat erteilt dem Vorstoss des Kantons Zürich, Kulturschaffende mit einem befristeten Ersatzeinkommen zu unterstützen, eine Absage. Mit den bestehenden Hilfsmassnahmen sei dieser Bereich genügend abgedeckt, sagte Bundesrat Ueli Maurer an der Medienkonferenz des Bundesrates in Bern.

Die Idee der Zürcher Kantonsregierung war bereits beim Bundesamt für Kultur auf Ablehnung gestossen. Bundesrat Alain Berset stellte sich am Mittwoch hinter sein Amt. Man trage der schwierigen Situation im Kulturbereich durchaus Rechnung, sagte er. Mit einem Grundeinkommen würde der Bund aber von der Linie der Hilfsmassnahmen abweichen.

Finanzielles Hilfsnetz gemäss Maurer nicht ohne Löcher

Trotz des Härtefallprogramms gibt es gemäss Finanzminister Ueli Maurer weiterhin Personen und Unternehmen, die durch das Hilfsnetz fallen. Das sei die Konsequenz dieser Krise und bereite ihm Sorgen, sagte der Finanzministern am Mittwoch vor den Medien in Bern.

«Wir gehen davon aus, dass wir mit dem Netz, das wir jetzt spannen, den Grossteil der Unternehmen und Personen auffangen können», sagte Maurer. Aber es gebe keine 100-prozentige Absicherung. Es gebe hunderttausende Menschen, die mit 80 Prozent des Lohns auskommen müssten, sagte Maurer. Das werde irgendwann eng. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Corona-Massenausbruch in deutscher Eiscremefabrik

Als Folge des Corona-Massenausbruchs in einer Eiscremefabrik ist in Deutschland für rund 1000 Menschen Quarantäne angeordnet worden. Das betreffe Mitarbeiter der Fabrik in Osnabrück (Niedersachsen) als auch deren Familienangehörige, sagte ein Stadtsprecher.

 

In einer deutschen Eiscremefabrik kam es zu einem Corona-Massenausbruch. (Bild: Keystone)

Am Mittwoch wurden nochmals die zuvor negativ getesteten Mitarbeiter des Unternehmens auf Corona getestet. Diejenigen, die diesen Aufruf nicht mitbekommen hätten, seien nun aufgefordert, sich zu melden. Insgesamt sollen von 462 zunächst negativ getesteten Personen neue Abstriche genommen werden. Bislang sei in insgesamt drei Fällen die britische Mutation B.1.1.7 festgestellt worden.

In der Eisfabrik wurde bei bislang 210 Mitarbeitern eine Corona-Infektion festgestellt. Der Betrieb wurde am vergangenen Wochenende eingestellt, die Produktion ruht mindestens bis zum 26. Februar.

Kantone sprechen sich für zurückhaltendes Vorgehen aus

Die Kantonalen Gesundheitsdirektoren haben sich für ein zurückhaltendes Vorgehen bei den Lockerungen der Corona-Massnahmen ausgesprochen. Angezeigt sei ein etappenweises Vorgehen mit mehreren kleinen Öffnungsschritten, um einen «Jo-Jo-Effekt» zu verhindern.

Auch die Konferenz der Kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und – direktoren (GDK) habe sich in den vergangenen Tagen Gedanken zu möglichen Lockerungen gemacht und Eckwerte ausgearbeitet, gab die GDK am Mittwoch auf Anfrage von Keystone-SDA bekannt.

Aus der Sicht der GDK bestehe bei einer Stabilisierung der Zahlen auf dem aktuellen Niveau ein gewisser Spielraum für vorsichtige Lockerungen. Dabei biete es sich an, zunächst jene Bereiche zu öffnen, in denen keine engen und länger dauernden Kontakte stattfänden. Beispiele dafür könnten Einkaufsläden, Museen, Zoos oder Sportaktivitäten ohne engen Kontakt sein.

Nächste Öffnungsschritte sind nicht in Stein gemeisselt

Laut Gesundheitsminister Alain Berset sind die Details des zweiten möglichen Öffnungsschrittes per Anfang April noch nicht geregelt. «Es ist schwierig zu sagen, wo wir in einem Monat sind.» Alle müssten «flexibel und bescheiden bleiben».

Das Ziel sei und bleibe es, grosses Leid möglichst zu verhindern, sagte Berset am Mittwoch vor den Bundeshausmedien. Die Entscheide des Bundesrats basierten nicht auf einer exakten Wissenschaft. Klar sei aber, dass die Bevölkerung nicht über Monate isoliert leben könne.

Ein schnellerer Öffnungsrhythmus komme für den Bundesrat dennoch nicht infrage, sagte Berset. Im vergangenen Jahr, als die Öffnungsschritte nur drei Wochen auseinanderlägen, habe der Bundesrat jeweils «fast im Blindflug» entscheiden müssen.

Berset bittet Gastronomiebetreiber um Geduld
Bundesrat Alain Berset bittet Gastronomiebetreiber in der Corona-Pandemie um Geduld. (Bild: Keystone)

Für die Öffnung von Restaurants ist es laut dem Bundesrat noch zu früh. Entscheidend sei, dass man dort über längere Zeit mit vielen Menschen zusammen sei, was das Infektionsrisiko erhöhe, sagte Gesundheitsminister Alain Berset am Mittwoch vor den Medien.

Die Betreiber von Restaurants und auch die Gäste müssten «noch Geduld haben». Der Bundesrat sei sich bewusst, dass es für die Betroffenen sehr hart sei. «Sie können nichts für diese Situation.»

Immerhin gebe es für betroffene Betriebe eine «starke wirtschaftliche Unterstützung», sagte Berset.

Ryanair-Klage gegen Staatshilfe für Air France und SAS abgewiesen

Das EU-Gericht hat in erster Instanz Klagen von Ryanair gegen staatliche Finanzhilfen für die Konkurrenten Air France und SAS in der Corona-Krise zurückgewiesen. Die Regeln Frankreichs und Schwedens zur Unterstützung von Unternehmen gegen die Folgen der Pandemie seien EU-rechtskonform, erklärte das Gericht der Europäischen Union (EU) am Mittwoch in Luxemburg.

Sie seien «angemessen, durch die Covid-Pandemie verursachte wirtschaftliche Schäden auszugleichen und stellen keine Diskriminierung dar.» Ryanair hat in Luxemburg insgesamt 16 Klagen gegen Staatshilfen für Airlines eingelegt, darunter auch gegen das milliardenschwere Hilfspaket für die Lufthansa. Der Billigflieger aus Irland hält die Hilfe für rechtswidrig.

Das EU-Gericht hat Klagen von Ryanair gegen staatliche Finanzhilfen für die Konkurrenten Air France und SAS in der Pandemie zurückgewiesen. (Bild: Keystone)
SP sieht Bundesrat auf vernünftigem Corona-Kurs

Die SP begrüsst die vom Bundesrat angesichts der epidemiologischen Lage in Aussicht gestellten Lockerungsschritte bei den Coronavirus-Schutzmassnahmen. Die von den bürgerlichen Parteien geforderte komplette Öffnung wäre jedoch verantwortungslos und würde die Fortschritte der letzten Wochen zunichtemachen. teilte die SP am Mittwoch mit

Unbefriedigend ist für die SP, dass die Wirtschaftshilfen nicht bei den Betroffenen ankämen. Die SP fordert, mit einer klaren Exit-Strategie die vor der zweiten Welle gemachten Fehler und die entsprechenden Jo-Jo-Effekte zu vermeiden

«Wenn Öffnungen erfolgen, müssen gleichzeitig Schutzkonzepte verstärkt umgesetzt und kontrolliert werden», liess sich SP-Co-Präsident Cédric Wermuth zitieren. Das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco und die bürgerlichen Bundesräte würden hier in der Pflicht stehen. Gleichzeitig müsse der Schutz in der Arbeitswelt höchste Priorität haben. Nur so könnten weitere wissenschaftlich abgestützte Lockerungsschritte folgen.

Härtefall-Unterstützung geht ins Geld – Ueli Maurer ist nicht glücklich
Ueli Maurer sorgt sich um die Staatskasse. (Bild: Keystone)

Im Zusammenhang mit den Corona-Härtefällen unterstrich Ueli Maurer erneut das abzusehende Staatsdefizit. Der Bundesrat hat die Gelder erneut aufgestockt.

Der Bundesrat hat die Gelder für die Härtefälle innerhalb von zwei Wochen verdoppelt. «Wir sind wieder in diesem Rhythmus – leider», sagte Finanzminister Ueli Maurer am Mittwoch vor den Medien in Bern. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

US-Detailhändler fahren zu Jahresbeginn dickes Plus beim Umsatz ein

Die US-Einzelhändler sind mit einem dicken Umsatzplus ins Jahr gestartet. Die Einnahmen stiegen im Januar um 5,3 Prozent zum Vormonat, wie das Handelsministerium in Washington am Mittwoch mitteilte.

«Der Detailhandel hat den Umsatzrückgang mehr als wettmachen können. Dies ist positiv hervorzuheben. Und das in Aussicht gestellte Fiskalpaket sollte den Konsum ebenfalls stützen», sagte der Ökonom Ulrich Wortberg gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Beim Umsatzplus im Januar dürften noch Ende 2020 auf den Weg gebrachte Konjunkturhilfen in Höhe von 900 Milliarden Dollar eine Rolle gespielt haben, die auch Barschecks für Amerikaner mit schmalem Einkommen in Höhe von 600 Dollar umfassten. Der Grossteil der Hilfsgelder floss Anfang Januar.

New York klagt gegen Amazon wegen mangelndem Schutz in Pandemie

Der US-Bundesstaat New York hat Klage gegen Amazon eingereicht wegen angeblich unzureichender Schutzmassnahmen für Mitarbeiter in der Coronavirus-Pandemie. Der weltgrösste Online-Händler habe durch das Versäumnis, für ein sicheres Arbeitsumfeld zu sorgen, gegen Arbeitsrecht im Bundesstaat verstossen, teilte New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James am Mittwoch mit.

Amazon wird in New York wegen mangelnden Schutzmassnahmen verklagt. (Bild: Keystone)

Die Vorwürfe gehen noch weiter. Der Konzern von Multimilliardär Jeff Bezos wird in der Klage auch beschuldigt, Mitarbeiter widerrechtlich gefeuert und diszipliniert zu haben, die gegen die Arbeitsbedingungen protestiert hatten. «Amazon hat den Profit über die Menschen gestellt», sagte James. Während der Konzern in der Krise Milliarden gemacht habe, hätten Mitarbeiter Sicherheitsrisiken ertragen müssen.

Bundesrat geht laut Berset mit Öffnungen «kalkuliertes Risiko» ein

Laut Gesundheitsminister Alain Berset geht der Bundesrat mit dem vorgeschlagenen Öffnungsschritt ein «kalkuliertes Risiko» ein.

Es sei für die Regierung nie einfach, die gesundheitspolitischen und die wirtschaftspolitischen Folgen des Coronavirus miteinander abzuwägen. «Die Krise verlangt sehr viel von jedem und jeder», sagte Alain Berset am Mittwoch, 17. Februar, vor den Bundeshausmedien. Das Virus verursache grosses Leid. Weiterhin gelte, dass die Situation fragil sei. «Wir müssen aufpassen.» Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Parmelin sieht Licht am Ende des Corona-Tunnels
 

Guy Parmelin schwört die Bevölkerung ein, durchzuhalten. (Bild: Keystone)

Bundespräsident Guy Parmelin ist sich bewusst, dass viele Menschen in der Schweiz enttäuscht sein werden über die ersten Lockerungsschritte des Bundesrates. Er ermutige jedoch alle, trotzdem durchzuhalten bei der absehbaren schrittweisen Öffnung. «Wir sehen Licht am Ende des sprichwörtlichen Tunnels.» Mehr dazu lesen Sie hier.

Mehr Freiheiten für Jugendliche

Jugendliche unter 18 Jahren erhalten in der Schweiz mehr Freiheiten. (Bild: Keystone)

«Ein bisschen mehr als Erwachsene», dürfen Jugendliche in der Schweiz ab 1. März, wie Gesundheitsminister Alain Berset sagt. Bands, Chöre, Wettkämpfe – das sei alles wieder möglich, vorausgesetzt die Teilnehmer sind unter 18. Mehr dazu lesen Sie hier.

UN-Chef Guterres ruft G20 zu globalem Impfplan auf

UN-Generalsekretär António Guterres hat die führenden Industrienationen der Welt zur Durchsetzung eines weltweiten Impfplans aufgefordert.

«Ich glaube, die G20 sind gut aufgestellt, um eine Notfall-Taskforce einzurichten, die einen solchen globalen Impfplan erstellt und dessen Umsetzung und Finanzierung koordiniert», sagte Guterres am Mittwoch im UN-Sicherheitsrat in New York bei hochrangigen Beratungen zur Bekämpfung von Covid-19.

An einer solchen Taskforce müssten alle Länder teilnehmen, die Kapazitäten zur Entwicklung oder Herstellung von Impfstoffen haben. Ein erster Impuls für ein solches Projekt müsse vom G7-Treffen am Freitag ausgehen.

Was bisher geschah

Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Covid-19 finden Sie hier.

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