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Der Telebasel News Beitrag vom 16. Februar 2021.
Basel

«Gässeln» die Leute nächste Woche auch in Basel?

Inoffizielle Fasnachts-Umzüge zogen in Einsiedeln über 1000 Leute an. Das «Gässeln» in fünfer Gruppen sei erlaubt. Ein Basler Grossrat ruft gar dazu auf.

Wie der Kanton Basel-Stadt schreibt, ist das Ständeli abhalten und «Gässle» aufgrund der Corona-Situation nicht möglich. Ein Verbot sei jedoch nicht möglich, so der Basler LDP-Grossrat André Auderset. Er ruft auf Facebook zum Musizieren auf.

«Also ab uf d Gass, au wenn dr Gassmaa schüümt!»

Auf Facebook teilte am Montag der Basler Grossrat André Auderset einen Artikel der «bz». Ein Anwalt und Obmann einer jungen Garde erzählt darin, dass das «Gässle» in Fünfer-Gruppen nicht verboten werden könne

Mit den Worten: «Also ab uf d Gass, au wenn dr Gassmaa schüümt!», ruft Auderset im Post zum Musizieren auf. «Es entbehrt jeglicher Rechtsgrundlage das zu verbieten. Wenn fünf Personen spazieren gehen wollen, dürfen sie das, wie an jedem anderen Tag, so auch an der Fasnacht», so Auderset zu Telebasel.

Dass musizierende Fasnächtler zu Menschenansammlungen führen würden, kann sich Auderset nicht vorstellen: «Das wäre sicher so, wenn es einen organisierten Cortège gäbe. Das ‹Gässeln› hingegen macht jeder Fasnächtler für sich allein, oder mit seinen engsten Freunden. Der braucht und will gar kein Publikum.»

Die Polizei zeigt sich bereit

Eine Situation wie in Einsiedeln SZ soll es in Basel nicht geben. Die Kantonspolizei hat sich mit einem Dispositiv extra für die Fasnacht vorbereitet. «Wir werden präsent sein während der Fasnacht», so Toprak Yerguz Mediensprecher des Sicherheitsdepartement Basel-Stadt gegenüber Telebasel.

Ähnlich wie im letzten Jahr setzt die Polizei auch während der diesjährigen Fasnachtszeit auf Kommunikation. «Wir werden vor allem den Dialog suchen, auf die Massnahmen hinweisen und setzen sehr stark darauf, dass sich die Baslerinnen und Basler eigenverantwortlich und solidarisch zeigen», so Yerguz.

Trotzdem könnte es zu Bussen kommen. Soweit solle man es jedoch nicht kommen lassen: «Unsere Haltung ist einfach, dass sich jeder selbst fragen sollte, ob es sinnvoll ist in der jetzigen Situation alle Möglichkeiten auszureizen und zu versuchen auszuloten, bis wohin sie gehen können», so der Polizeisprecher am Dienstag.

Demos erlaubt, aber Fasnacht «verboten»

Am vergangenen Samstag fand in Basel eine genehmigte Kundgebung in Basel statt. Das sorgte teilweise für rote Köpfe, da die Menschenansammlung bei einer Demonstration mit der Fasnacht verglichen wurde.

Die Polizei nahm Stellung: «Wir verstehen, dass es für Fasnächtler schwierig zu schlucken ist, dass politische Kundgebungen möglich sind, die Fasnacht hingegen nicht. Der Bund hat in seiner Covid-19-Verordnung klar festgehalten, dass Kundgebungen mit einem Schutzkonzept weiterhin möglich sein sollen. Auf dieser Basis hat die Kantonspolizei entschieden», hiess es in der Mitteilung.

Zu einem Antrag für eine «Fasnachts-Demo» sei es laut Yerguz noch nicht gekommen.

6 Kommentare

  1. Kurdendemos und auch andere die rein gar nichts mit Basel zu tun haben, sollten generell NICHT bewilligt werden. Und schon gar nicht während noch die Pandemie-Restriktionen gelten!Report

  2. Ich war Zeuge dieser Demo, kein Abstand kein Anstand und wurde von der Polizei noch begleitet. Wenn ich lese daß die Polizei präsent ist in der Fasnacht sind wir in Nordkorea od. ehemaliger DDR. Trotzdem einen schönen TagReport

  3. Es ist eine Frechheit und entbehrt jeglicher Logig,dass Kurdendemos erlaubt werden und Fasnacht, selbst in 5er Gruppen, ist verboten. Das kann doch wirklich nicht Euer Ernst sein?!?!?!?! 🙄🤔🥴 Liebe Regierenden von Basel-Stadt 🧐Report

  4. Ich finde es eine Schande, dass ein Grossratmitglied so einen Stuss reden kann. Solche Personen sollten nie mehr gewählt werden. Oder will dieser Herr eine dritte Welle auslösen.Report

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