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Der Telebasel News Beitrag vom 14. Februar 2021.
Basel

Gamer retten auf einer Zeitreise die Fasnacht

Ein Abenteuer im Fasnachtskeller, doch von zu Hause aus: Zwei Basler haben ein interaktives Game mit Rätseln, Bängg und Spielszenen entwickelt.

Bei dieser Mission geht es um nichts Geringeres als die Rettung der Fasnacht. Wenn Marco Osterwalder dieses Abenteuer beschreibt, klingt es ein wenig nach «Tenet» oder «Back to the Future». Zuviel möchte er nicht verraten, doch so viel ist gewiss: «Man reist in verschiedene Zeiten, schreibt Geschichten um und löst so in der Gegenwart etwas aus», erklärt der Co-Produzent des interaktiven Games «Ainewäg».

Per Zoom-Videokonferenz kann sich der Gamer in einen heimeligen Keller mit Laternen und Larven einklicken. «Man sieht die ganze Fasnacht über den Bildschirm flimmern. Wir haben Bängg, Gugge, Rätsel und Spieleinlagen», erklärt der Informatiker und Fasnächtler.

Bekannter Grossvater als Hauptfigur

Der besagte Fasnachtskeller ist übrigens keine virtuelle Erscheinung, es gibt ihn tatsächlich. Das Sammelsurium geht auf den bekannten Fasnachtskenner, Journalisten und Schriftsteller Rudolf Bolo Mäglin (1898-1973) zurück. Er ist auch die Hauptfigur im interaktiven Game. Dies nicht ohne Grund: Sein Enkel Lukas Mäglin hat zusammen mit Marco Osterwalder das Spiel aus der Taufe gehoben.

Zwar hat er seinen Grossvater nicht mehr gekannt. Wohl aber hat er intensiv seinen Nachlass erforscht. «Durch die Recherchen, die ich gemacht habe, habe ich auch viele persönliche Briefe gefunden und dadurch extrem viel über seinen Charakter erfahren», sagt Lukas Mäglin. Schliesslich habe ihn sein Kollege überredet, diese Fasnachtslegende zum Protagonisten zu machen.

Der Keller des Vaters, in welchem noch so viele Trouvaillen aus vergangenen Fasnachtstagen hängen, bot sich als ideale Kulisse an. «Wir dachten: Alles, was wir brauchen, ist schon da – wir müssen nur noch Kameras hinstellen und uns eine gute Geschichte überlegen». Wohin diese Geschichte genau führt, bleibt noch ein Geheimnis. Sicher ist aber, dass es zur Rettung von Frau Fasnacht einige Rätsel zu lösen gibt.

Ab 15. Februar ist es möglich, bei diesem interaktiven Adventure teilzunehmen. Der Eintritt kostet 20 Franken. Mehr Infos finden Sie auf www.ainewaeg.ch.

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