Angelo Kelly und sein Anwalt kündigten an, Rechtsmittel einzulegen. (Bild: Keystone)
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3’000 Euro Busse für Angelo Kelly nach Auftritt von Sohn (4)

Der Musiker Angelo Kelly muss wegen eines Bühnenauftritts seines jüngsten Sohnes in Deutschland ein Bussgeld in Höhe von 3'000 Euro zahlen.

«Bei diesem Auftritt stand das Kind William für mindestens 30 Minuten auf der Bühne, hat dort mitgespielt, mitgesungen und ausserdem ein eigenes Lied interpretiert. Dabei handelt es sich um eine Beschäftigung im Sinne des Jugendarbeitsschutzgesetzes», sagte der Richter am Freitag, 12. Februar, vor dem Amtsgericht Hassfurt (Bayern). Das Urteil ist nicht rechtkräftig. Angelo Kelly und sein Anwalt kündigten an, Rechtsmittel einzulegen.

«Wir halten das Urteil rechtlich für falsch»

«Als Vater ist mir das Wohlbefinden meiner Kinder am Allerwichtigsten», äusserte sich Angelo Kelly nach der Urteilsverkündung über seinen Facebook-Account. Vor Gericht musste der 39-Jährige nicht erscheinen. «William war und ist bei unseren Shows zu keiner Zeit verpflichtet mit uns aufzutreten. Wenn er es tat, dann nur, weil er es wollte.»

«Wir halten das Urteil rechtlich für falsch», sagte Kellys Anwalt. «Es ist doch fernliegend, dass ein kurzweiliger Bühnenbesuch im Beisein der Mutter und der Geschwister bei einem Konzert des eigenen Vaters mit einer kleinen, spontanen und freiwilligen musikalischen Aktivität eine ‹Beschäftigung› darstellen soll.»

Der Musiker hatte im Oktober von der Regierung des bayerischen Bezirks Unterfranken einen Bussgeldbescheid in Höhe von 5’000 Euro erhalten, weil im Sommer 2019 sein damals vierjähriger Sohn William im Rahmen eines Open-Air-Konzert auf Schloss Eyrichshof bei Ebern in Unterfranken auf der Bühne stand. Kelly wehrte sich gegen den Bescheid und legte Einspruch ein.

Verstoss gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz

Das Vorgehen des Gewerbeamts war dem Richter zufolge nicht unverhältnismässig gewesen, sondern ein «Paradebeispiel» für einen Verstoss gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz.

Danach können Kinder über drei bis sechs Jahre bei Musikaufführungen zwar mit behördlicher Ausnahme bis zu zwei Stunden täglich gestaltend mitwirken und an Proben teilnehmen – aber nur in der Zeit von 8 bis 17 Uhr. Williams Auftritt endete den deutschen Behörden zufolge allerdings um 20:20 Uhr.

1 Kommentar

  1. Wehr dich! Das ist eine Katastrophe, dass ein Kind nicht malnetwas machen darf ind sofort hält man es für Kinderarbeit! Solche Aktivitäten fördern das Kind für später.Report

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