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Der Telebasel News-Beitrag vom 11. Februar 2021.
Region

Basel als kältester Ort der Schweiz – Das sind die Auswirkungen

Basel war am Mittwoch der kälteste Ort der Schweiz. Das sagen ein Meteorologe, ein Baumpfleger und ein Zoodirektor zur meteorologischen Sensation.

Am Mittwoch, 10. Februar 2021, war Basel bis zum Abend der kälteste Ort der Schweiz. Die kalte Arktisluft sei genau bis in den Jura gekommen, erklärt Meteorologe Daniel Hernández gegenüber Telebasel. Das Mittelland blieb verschont, ganze 13 Grad wärmer war es dort, verglichen mit dem Rheinknie.

Eine Sensation für Hernández: «Bern liegt 300 Meter höher als Basel, das muss man bedenken. Bern ist normalerweise 2 Grad kälter als Basel, das sind die normalen Verhältnisse». Einen derartigen Unterschied zwischen Basel und Bern konnte das letzte Mal im Jahr 1982 gemessen werden.

Einheimische Pflanzen unbeeindruckt

Die Baumpfleger von Kleinbasel müssen auch heute in luftiger Höhe Bäume zurückschneiden. Es bleibt keine Zeit, um auf höhere Temperaturen zu warten: Bis Ende Februar will die Stadtgärtnerei damit fertig sein. Genau so unbeeindruckt von der Kälte wie die Mitarbeitenden, seien auch die Bäume, bestätigt Felix Arnold, Leitender Baumpfleger.

Die 266 besonders hitzebeständigen Jungbäume, welche die Stadtgärtnerei im Herbst gepflanzt hatte, um den heisseren Sommern zu trotzen, würden Minustemperaturen ebenso problemlos überstehen, so Felix Arnold.

Auch auf dem eigenen Balkon soll man einzig mit exotischen Pflanzen vorsichtig sein, sagt Arnold, Palmen, Orangen-, Zitronen- und Olivenbäume seien sich nicht an so tiefe Temperaturen gewohnt. Man solle sie einpacken oder reinnehmen. 

Brillenpinguine müssen rein

Nicht nur Pflanzen, sondern auch Tiere betrifft die Rekordkälte. Im Zoo muss man regelmässig das Eis brechen, damit Bisons und Löwen nicht über den Wassergraben gehen können, erklärt Olivier Pagan, Direktor des Basler Zollis.

«Dann gibt’s auch sensiblere Tiergruppen, wie zum Beispiel Brillenpinguine oder Flamingos, die wir reinnehmen müssen, wenn es so kalt ist», so Olivier Pagan. Der Grund ist, dass die Tiere im Eis stecken bleiben könnten.

Olivier Pagan, Direktor des Basler Zolli, zu den Massnahmen im Zoo bei eisigen Temperaturen. (Video: Telebasel)

Schnee wie in Kanada

«Unbedingt dieses Wochenende schlitteln gehen! Es ist der schönste Schnee, den man haben kann», sagt Meteorologe Hernández euphorisch: «Es ist wirklich wie Polar- oder Arktisschnee. Fein, pulvrig, wie es ihn eigentlich nur in Kanada gibt». Bis Sonntag solle es in der Region unter null Grad Celsius bleiben, der Schnee bleibe bis Montag erhalten.

3 Kommentare

  1. Die Moderatorin nannte den kältesten Ort der Schweiz ´la Brévinˋ. Richtig wäre ‹la Brévine›. Und das weiss jedes Kind. Bitte besser recherchieren, besonders bei Eigennamen.Report

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