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Der Telebasel News Beitrag vom 8. Februar 2021.
Region

Kommt es in Basel zum Notschlafstellen-Tourismus?

Seit letzter Woche ist die Notschlafstelle für Roma geöffnet. Beim Amt für Sozialhilfe fürchtet man nun eine neue Form von Tourismus.

Alle Betten sind belegt. 76 Menschen schlafen zurzeit in der Männernotschlafstelle an der Alemannengasse in Basel. Alle sind Roma-Bettler, denn die inländischen Obdachlosen wurden in Hotels ausquartiert. Seit letzter Woche läuft das Angebot. Nach einem erst schleppenden Start sind nun seit der Nacht von Sonntag auf Montag alle Plätze belegt.

Der Leiter vom Amt für Sozialhilfe, Ruedi Illes, sagt: «Leider haben wir die ersten Hinweise darauf, dass das Angebot auch von Personen genutzt wird, die sich tagsüber gar nicht in Basel aufhalten.» Dies sei aber nicht die Idee der Aktion. Man habe die Zielgruppe nun zwar erreicht, aber: «Die Idee war nicht, dass man für alle Roma, die in Europa sind, Übernachtungsmöglichkeiten anbietet.»

So voll wie jetzt ist die Notschlafstelle selten. Die Auslastung beträgt im Normalfall um die 50 Prozent im Jahresschnitt. Dass nun, wegen der vollen Auslastung, weitere Massnahmen ergriffen werden, um die Obdachlosen unterzubringen, schliesst Illes aber aus. Er merkt an: «Eigentlich wäre die Öffnung der Notschlafstelle von den gesetzlichen Rahmenbedingungen her gar nicht notwendig.»

Gemischte Gefühle bei der Gassenarbeit

Noch maximal zwei Monate ist die Notschlafstelle für die Roma kostenlos offen. Danach kehrt man wieder zurück zum Normalbetrieb. Die Basler Regierung sprach dafür eine Viertel Million Franken. Anlass war der kalte und nasse Winter. So soll verhindert werden, dass jemand erfriert. Gemischte Gefühle hat Natalie Sigg vom Verein Schwarzer Peter. Sie unterstützt den Verein für Gassenarbeit bei der Roma-Thematik.

Es sei schon gut, dass man die Notschlafstelle geöffnet hat. Aber: «Es hätte das Angebot viel früher gebraucht, als es wirklich kalt war.» Erst letzten Montag ging es los, bis Mitte letzte Woche war kaum etwas los. Doch nicht nur das. Sigg hat zusammen mit einem Kollegen vom Schwarzen Peter eine Tour durch die Stadt gemacht und mit den Betroffenen gesprochen. Dabei stellten sie fest, dass die Bedürfnisse deutlich anders sind. Zum einen gebe es Mängel beim Sanitär-Angebot. Zum anderen wollen die Bettler laut Sigg einer festen Arbeit nachgehen. Die Öffnung der Notschlafstelle ändert daran aber nichts. Doch im Zuge der sinkenden Temperaturen ist immerhin eines sicher: In Basel wird niemand erfrieren.

3 Kommentare

  1. Ja das spricht sich schnell rum,das die 👎👎👎Basler Regierung allen Bettler einen Schlafplatz inklusive Essen zu Verfügung stellen, und die eigenen Bürger wo es eigentlich nötig haben links liegen lässt 👏also ganz Ehrlich wie …. muss man nur sein,so wird es in Zukunft xxxx hier haben😆Ach ja nur so ein Vorschlag,wie wäre es,wenn diese Personen wo das bewilligt haben,diese Armen Bettler Privat bei sich zu Hause aufzunehmen 😆,Oh ich kenne die Antwort schon,habe leider kein Platz 😆😆Report

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