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Der Telebasel News-Beitrag vom 6. Februar 2021.
Baselland

Wird der Luchs nun im unteren Baselbiet heimisch?

Der in Muttenz gesichtete Luchs sorgt für eine Sensation. Es ist nicht ausgeschlossen, dass das Raubtier sich niederlässt.

Diese Nachricht liess die Herzen der Tierfreunde höher schlagen: Der Luchs streift bei Muttenz durch die Wälder. Eine Leserreporterin hatte das Glück, bei einem Reitausflug das elegante Tier zu filmen.

Der Luchs ist im nördlichen Jura längst heimisch. Auch im Oberbaselbiet war er schon anzutreffen. Könnte das Raubtier aber auch im dichter besiedelten unteren Baselbiet hemisch werden? Jost Müller-Vernier, Geschäftsführer von WWF Region Basel, schliesst das nicht aus. «Das Baselbiet ist einer der waldreichsten Kantone der Schweiz, 40 Prozent sind Wald, das vergisst man immer», sagt er gegenüber Telebasel.

(Video: Facebook/Hanspeter Brüderlin)

Kommt auch der Rothirsch zurück?

Dabei dehne sich das Siedlungsgebiet nicht wie ein Kuchen, sondern fingerförmig in die Flusstälern aus. «Dort hat es bewaldete Hügel und daher kann der Luchs relativ nahe an die Siedlungsräume rankommen, darum gibt es auch solche Begegnungen», so Jost Müller-Vernier. Es bestünden also durchaus Chancen, dass man mit etwas Glück auch in Zukunft auf einen Luchs treffen könnte. «Sofern der Druck durch Menschen und Hunde nicht allzu gross ist, wird er sich dort etablieren».

Ob der junge Luchs gekommen ist, um zu bleiben, ist aber auch aus anderen Gründen noch offen. Vielleicht ist er auch bloss auf Durchreise. Wie Jost Müller-Vernier erklärt, werde sich das Katzentier nun ein neues Revier suchen müssen. Vielleicht peilt der Luchs den Schwarzwald oder die Vogesen an, wo es bereits Populationen gibt. Dies, sofern er Hindernisse, wie das Strassennetz schadlos überqueren kann.

Jedenfalls freut sich Müller-Vernier über den Zuzüger. Als nächstes hofft er, dass es auch den Rothirsch mal ins Baselbiet verschlägt.

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