Eine Aufzeichnung von Schnitzelbängg im TV-Studio wird dieses Jahr wegen der Corona-Schutzmassnahmen nicht möglich sein. (Archivbild: Telebasel)
Basel

Petition gegen Schnitzelbangg-Verbot im TV lanciert

Das Basler Gesundheitsdepartement hat die Aufzeichnung von Schnitzelbängg für die TV-Ausstrahlung untersagt. Nun regt sich gegen das Verbot Widerstand.

Im Jahr 2021 wird es keine Schnitzelbängg geben. Auch nicht im Fernsehen. Das Basler Gesundheitsdepartement hat die Aufzeichnung und Ausstrahlung aufgrund des Singverbots im Rahmen der Corona-Schutzmassnahmen untersagt. Telebasel versuchte vergeblich, eine Spezialbewilligung zu erhalten.

Gesangsauftritte im nicht professionellen Bereich seien im Rahmen der Corona-Schutzmassnahmen verboten, darunter fielen auch die Schnitzelbängg, teilte das Gesundheitsdepartement am Dienstag mit. «Ausnahmen gemäss Art. 7 Covid-19-Vo besondere Lage dürften nur bewilligt werden, wenn überwiegende öffentliche Interessen eine solche gebieten würden. Vorliegendenfalls kann jedoch nicht von einem solchen gebietenden, überwiegenden öffentlichen Interesse ausgegangen werden», schreibt das Departement weiter.

Knackpunkt öffentliches Interesse

Doch viele Baslerinnen und Basler sehen nicht ein, warum die Aufzeichnung von Schnitzelbängg im TV-Studio während der Corona-Pandemie nicht möglich sein soll. Noch am Dienstag wurde eine Online-Petition lanciert: «Ja zur TV-Ausstrahlung der Basler Schnitzelbängg», heisst sie und fordert das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt und dessen Direktor Lukas Engelberger auf, das Verbot zu kippen. Weniger als 24 Stunden nach der Lancierung hat die Petition ihr Unterschriften-Ziel schon erreicht: Gut 1’000 Personen haben bis am Mittwochnachmittag das Anliegen unterzeichnet.

Der Petitionär Alexander Chaim Zeiri aus Basel argumentiert, dass die Ausstrahlung von Schnitzelbängg im Fernsehen «sehr wohl im ‹überwiegenden öffentlichen Interesse›» liege. Die Unterzeichnenden melden sich mit teils empörten Kommentaren auf der Petitions-Website zu Wort. Ein solches Verbot sei «unverhältnismässig». Schulen seien geöffnet, der ÖV in Betrieb, aber Schnitzelbängg am TV würden verboten – «Wo ist da die Logik?», fragt ein Unterstützer der Petition.

Jungliberale schalten sich in Debatte ein

Auch in der Basler Politik stösst die Argumentation des Gesundheitsdepartements auf Unverständnis. Die Jungliberalen schreiben am Mittwoch in einer Mitteilung, dass man nicht nachvollziehen könne, «wie das Gesundheitsdepartement ein überwiegendes öffentliches Interesse am Unesco-Weltkulturerbe Basler Fasnacht negieren kann». Die Schnitzelbängg seien zwar nur ein kleines Trostpflaster für die Fasnächtlerinnen und Fasnächtler. Sie würden aber «wenigstens etwas Fasnachtszauber in die Stuben der Baslerinnen und Basler bringen», so die Jungpolitiker. Sie bitten das Gesundheitsdepartement, die Entscheidung zu überdenken.

Der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger nimmt am heutigen Mittwoch gegenüber Telebasel Stellung. Das ganze Interview sehen Sie sobald wie möglich auf telebasel.ch und in der News-App. 

6 Kommentare

  1. Recherchiert mal, was Engelberger und seine RR -Freunde am 2. Februar im Wenkenhof gemacht haben! Bei „normalen“ Menschen löst das einen Polizeieinsatz aus!! Der soll es noch wagen, etwas zu verbieten und hält sich selber nicht an die Regeln!!!!Report

  2. Ich finde einer der Basel nicht kennt, sollte so etwas nicht entscheiden dürfen.
    Die nächsten Wahlen kommen garantiert, dann schauen wir, vergessen tut man so etwas nichtReport

  3. Find ich gut, dass man das nicht einfach so hinnimmt.
    Es kann nicht sein, dass einer, der nichts von fasnacht versteht, alleine entscheidet ,wie es ihm passt.Report

  4. Sehr geehrte Damen und Herren,
    Das es keine Schnitzlbangg git ist sehr schade,
    Man könnte ja das gleiche System machen wie im Theater Basel.
    Schnelltest und bei Negativ Prognose kann man ja auch Proben.
    Also mein Vorschlag Schnelltest durchführen und ab vor die Kamera.
    Griessli MeggeReport

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