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Basel

Elisabeth Ackermann: «Ich bin schon ein bisschen wehmütig»

Nach nur vier Jahren ist Schluss für Elisabeth Ackermann. Telebasel hat mit der ersten Regierungspräsidentin über ihre Zeit im Amt und die Zukunft gesprochen.
Der Telebasel-Newsbeitrag vom 2. Februar 2021.


Telebasel: Frau Ackermann, freuen Sie sich auf einen entspannteren Lebensabschnitt?

Elisabeth Ackermann: Ja, darauf freue ich mich. Aber eigentlich bin ich schon ein bisschen wehmütig, dass ich jetzt die Projekte, die wir aufgegleist haben im Präsidialdepartement, nicht weiterbegleiten kann. Aber natürlich, dass ich jetzt wieder mehr Zeit habe für Sport, für meine Freunde, meine Bekannten und die Familie, da freue ich mich natürlich drauf.

Sie scheiden ja nicht freiwillig aus dem Amt, bekanntlich sind Sie nicht mehr zum zweiten Wahlgang angetreten. Wie haben Sie den Frust des ersten Wahlganges verdaut in den letzten Monaten?

Mit vielen Gesprächen natürlich und dadurch, dass wir im Präsidialdepartement weiterarbeiten konnten mit den sehr motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Umsetzung von «Recht auf Wohnen» ging ja noch im Januar durch den grossen Rat. Da freue ich mich sehr, denn das gibt ja eine Wohnbaustiftung. Ich freue mich sehr, dass dies gelungen und auf grosse Zustimmung gestossen ist. Aber ich bin ein bisschen wehmütig, dass ich diese Wohnbaustiftung nicht begleiten kann.

Welches Projekt von Ihnen, welcher Entscheid, wird langfristig den Baslerinnen und Baslern am meisten nützen?

Das ist sicher der Neubau des Naturhistorischen Museums und Staatsarchiv, der ja dann vom Volk angenommen wurde, und zwar sehr gut. Ich denke, das wird eine tolle Sache für die Bevölkerung von Basel, es ist ein sehr beliebtes Museum. Dass das jetzt auf guten Beinen steht und das jetzt ein tolles Haus bekommt, das freut mich sehr. Auch der Kasernenhauptbau, der jetzt ja renoviert und saniert und ein toller Ort für die Kultur, aber auch für die Quartierbevölkerung wird. Das wird ja im September eröffnet und wird sicher auch ganz wichtig für Basel.

Gibt es Dinge, die sie jetzt anders machen würden?

Das ist immer schwierig, so «hätte ich doch, wäre ich doch…», das ist nicht so meine Art. Vielleicht hätte man die Erfolge vom Präsidialdepartement und von mir besser verkaufen müssen.

Würden sie denn auch in der Causa Fehlmann alles gleich machen?

Ja, ich musste dort handeln im Sommer um wieder Ruhe und Stabilität ins Museum zu bringen. Ich konnte es nicht anders machen. Natürlich war es im Wahlkampf, das ist ein ungünstiger Zeitpunkt, aber es ist stand einfach an, und ich musste dann handeln.

Wie sehen denn die nächsten Monate im Leben von Frau Ackermann aus?

Ich habe vor, dass, wenn man wieder reisen kann, zum Beispiel nach Italien zu fahren, ein bisschen in Europa zu reisen. Aber ich muss jetzt halt etwas abwarten, zuerst gehe ich ein bisschen in die Berge.

Das ganze Interview mit der scheidenden Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann finden Sie hier: 

(Video: Telebasel)

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