Featured Video Play Icon
Der Telebasel Glam Beitrag vom 29. Januar 2021.
Basel

Katherine Klemenz: «Das Risiko, überfallen zu werden, besteht»

Katherine Klemenz setzt sich für indigene Menschen in Kolumbien und Venezuela ein. Und dafür nimmt sie einiges auf sich. Glam hat sie getroffen.

Katherine Klemenz hat sich ihr «Lebenswerk» aufgebaut, sagt sie im Interview mit Glam. Hierbei aber handelt Katherine Klemenz aber nicht für sich, sondern für andere. Ihr Lebenswerk besteht aus dem gemeinnützigen Verein «Mama Tierra». Eine Non-Profit-Organisation (NPO), die indigene Menschen in Kolumbien und Venezuela unterstützt.

Hunderte Menschen erhalten Hilfe

Das grösste Projekt der Organisation ist das Kunsthandwerk. Konkret statten Katherine Klemenz und ihr Team indigene Frauen mit Garn und anderen Materialien aus, diese nähen daraus Taschen, Schals, Decken und vieles mehr.

Der Erlös aus dem Verkauf dieser Produkte geht vollumfänglich an die Indigenen. Unterstützt werde eine Gemeinschaft von über 800 Menschen.

«Es gibt mir einen inneren Frieden»

Die Liebe zu den indigenen Menschen von Katherine Klemenz kommt nicht von irgendwo. «Ich habe einen indigenen Grossvater. Diesen habe ich erst mit 30 kennengelernt. Es war ihm immer so peinlich, dass er diesen Background hat. Und ich war immer so berührt. Ich habe immer diese grossväterliche Familie gesucht und es war so schön, wenn sie mich da willkommen geheissen haben. Die Arbeit als Volontärin gibt mir meinen inneren Frieden», so Klemenz.

Einfaches Leben

Die Hilfe von «Mama Tierra» geht nach La Guajira, ein Departement sowohl in Kolumbien als auch in Venezuela. Die in extremer Armut lebenden Menschen führen einen Überlebenskampf. Das Leben in der Wüste am nördlichsten Zipfel in Südamerika sei hart «Die Menschen leben in Lehmhütten. Ihr Alltag findet in der Natur statt, man schläft in Hängematten. Es gibt keine Privatsphäre und keine Toilette», so Klemenz.

«Das Risiko, überfallen zu werden, besteht»

Klemenz vergewissert sich selbst, dass das Geld auch wirklich zu den betroffenen Menschen kommt. Sie bringt es einfach hin. «Die Grenze zwischen Kolumbien und Venezuela gehört zu den gefährlichsten Orten der Welt. Wir sind teilweise mit einem Koffer voller Geld unterwegs. Wir werden dort von den Indigenen beschützt. Das Risiko ist daher geringer, dass wir überfallen werden, aber es besteht dennoch», so die Gründerin.

Die NPO «Mama Tierra» hat auch prominente Unterstützerin. Es ist die Basler Top-Illustratorin Patrizia Stalder. Mehr dazu finden Sie hier.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel