Die Schweiz führte als drittletztes Land in Europa das Frauenstimmrecht ein. (Bild: Keystone)
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Wo in Europa durften Frauen als erstes wählen?

Finnland war das erste europäische Land, in dem Frauen wählen durften. Die Schweiz liegt mit Einführungsjahr 1971 des Frauenstimmrechts ziemlich weit hinten.

Die Schweiz ist weltweit die zweitälteste kontinuierliche Demokratie nach den USA. Bei der Einführung des Frauenstimmrechts rangiert sie aber am anderen Ende der Liste: Nur Portugal und Liechtenstein waren in Europa noch später. Und die rote Laterne hängt am Heiligen Stuhl.

1906

Finnland, damals ein russisches Grossfürstentum, gibt als erstes europäisches Land Frauen das Wahlrecht

1913

Die Norwegerinnen erhalten das allgemeine Wahlrecht

1915

Stimmrecht für die Däninnen

1917

In diesem Jahr bekamen die Holländerinnen das passive und 1919 das aktive Wahlrecht

1917

Die Russinnen und die Estinnen erhalten das aktive und das passive Wahlrecht

1918

In diesem Jahr gibt’s für die Britinnen ein partielles Wahlrecht, Bedingung: mindestens 30 Jahre alt, Besitz. Ab 1928 allgemeines Wahlrecht

1918

Allgemeines Frauenwahlrecht in Lettland, Polen, Deutschland und Österreich

1919-21

Luxemburg, Tschechoslowakei und Schweden

1931

Spanien

1934

Türkei

1944

Frankreich

1945

Ungarn, Slowenien, Bulgarien

1946

Italien

1948

Belgien

1952

Griechenland

1960

San Marino

1962

Monaco

1971

Schweiz

1974

Portugal

1984

Liechtenstein

Vatikanstadt, die letzte absolute Monarchie Europas, ist einer von drei Staaten weltweit ganz ohne Frauenstimmrecht (Saudi-Arabien und Brunei sind die andern). In den letzten Jahren hat es aber wiederholt – erfolglose – Vorstösse gegeben, Ordensschwestern in Synoden das Stimmrecht zu gewähren.

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