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Der Telebasel News Beitrag vom 26. Januar 2021.
Basel

Cramer schafft Fünfer-Regel für Kitas ab

Kitas durften bis heute wegen der Corona-Massnahmen nur in Fünfer-Gruppen nach draussen. Neu gilt aber eine Ausnahmeregelung.

Seit dem 18. Januar dürfen im privaten und öffentlichen Raum nur noch fünf Leute zusammenkommen. Kinder werden mitgezählt. Für Kitas wäre hier vom BAG eine Ausnahme vorgesehen, wie der Verband Kinderbetreuung am 22. Januar schrieb: «Bildungs- und Betreuungsangebote werden als öffentlich-zugängliche Dienstleistungen qualifiziert», darum seien auch Gruppen mit mehr als fünf Personen möglich, sofern das Schutzkonzept und die kantonalen Vorschriften das erlauben.

Im Kanton Basel-Stadt wird das aber explizit verboten. «Spaziergänge im öffentlichen Raum dürfen nur in Gruppen von maximal fünf Personen durchgeführt werden. Betreuerinnen und Betreuer und Kinder werden unabhängig vom Alter mitgezählt», heisst es im Schutzkonzept vom 14. Januar.

Somit dürften Kleinkindererziehende gerade mal vier Kinder nach draussen nehmen, während für Schulklassen Ausflüge weiterhin möglich bleiben. Ist das fair?

Einsicht beim Erziehungsdepartement

Beim Basler Erziehungsdepartement hat man die Rückmeldung wahrgenommen und reagiert jetzt. Als Telebasel heute den Vorsteher zu den Ungereimtheiten befragen will, nimmt die Geschichte eine Kehrtwende:

«Ab sofort ist es in Kitas wieder möglich, dass Kinder in Gruppen rausgehen können, Gruppen von mehr als fünf, wie das auch in Kindergärten und Primarschulen ist», so Coradin Cramer im Interview. Kurz danach meldet er via Twitter:

Planung schwierig

Eine sinnvolle Planung sei schwierig mit diesen Bestimmungen, sagt Tabea Schaub, Co-Leiterin Kinderhaus Lummerland, bevor die neue Regelung bekannt wurde. Eine Fachkraft konnte jeweils nach draussen mit vier Kindern, eine andere blieb zurück in der Kita.

Auch Kleinkindererzieherin Jessica Panhofer verstand die Logik des Erziehungsdepartements im Vorfeld der Regeländerung nicht: «Drinnen dürfen wir ja alle sein, auch ohne Maske, wenn die Erwachsenen die Abstände einhalten können. Darum verstehen wir es nicht, dass wir draussen, wo man an der frischen Luft ist, in so kleinen Gruppen sein müssen.»

Der Entscheid wird die Kinder und Betreuerinnen in der Kita Lummerland freuen: Bald darf draussen wieder gemeinsam gespielt werden.

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