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Der Telebasel News Beitrag vom 26. Januar 2021.
Basel

Corona-Massentests kommen nun aufs Tapet

Der Bund entscheidet über präventive Corona-Proben in Altersheimen, Schulen und Betrieben. Der Basler Kantonsarzt erklärt die Idee hinter solchen Massentests.

Der Kanton Graubünden hat es vorgemacht. Als Pilotprojekt kam es auch schon zu Massentests in Altersheimen beider Basel. Diese Massnahme ist zurzeit auch beim Bund ein Thema. Begibt sich jemand mit Symptomen zum Testcenter, übernimmt der Bund die Kosten – so die bisherige Praxis. Voraussichtlich berappt er neu auch präventive Tests. In welchen Situationen dies der Fall ist, entscheidet der Bundesrat am Mittwoch.

Es werde aber kaum zu flächendeckenden Tests kommen, so der Basler Kantonsarzt Thomas Steffen. Es betreffe Gruppen, die einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind. «Ich denke, es wird primär um Institutionen gehen, die abgegrenzt sind, zum Beispiel Altersheime», erklärt Steffen. «Es könnte auch einmal eine Schule sein, bei der man nicht sicher ist, ob ein stärkerer Ausbruch besteht». Je nach Situation könnten sowohl PCR- wie auch Schnelltests zum Einsatz kommen. Denkbar seien auch Speicheltests, gerade in den Schulen.

Keine Quarantäne für ganze Betriebe

Nicht ausgeschlossen sind Tests in Unternehmen. So sei es etwa denkbar, dass Firmen das in ihre Schutzkonzepte hineinnehmen. Dass jedes beliebige Unternehmen zu dieser Massnahme greift, ist aber unwahrscheinlich: «Der Bund schreibt aber vor, dass ein spezielles Risiko bestehen muss, er bezahlt es nicht generell». Ein Massentest in einem Betrieb bedeutet aber nicht, dass die ganze Belegschaft zuhause bleiben muss. «Es ist eine präventive Testung, man schaut, ob man Fälle findet. Findet man welche, löst das erst die Quarantäne aus».

Lange haben sich die Behörden gegenüber Massentests zögerlich verhalten. Weshalb die Idee gerade jetzt wieder aufkommt, hat gemäss Thomas Steffen seine Gründe. «Wir sind jetzt wieder in einer Übergangsphase, es wird jetzt geimpft». Daher gelte es nun, ein paar Monate vorauszuschauen. Gerade bei hoffentlich abnehmenden Zahlen sei es sinnvoll, die Netze nach dem Virus auszuwerfen. Dann werde darum gehen, die noch vorhandenen Fälle zu finden.

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