Bisher kam es in den beiden Basel selten zu verpassten Impfterminen. (Symbolbild: Keystone)
Basel

Termin verpasst – Was mit der Covid-Impfdosis passiert

Aufgetaute Covid-Impfstoffe sind nur kurz einsetzbar. Was passiert, wenn der Impftermin nicht eingehalten wird?

Den Covid-19-Impftermin verpassen – für viele, die ihrem Termin entgegenfiebern, kaum vorstellbar. Trotzdem passiert das natürlich. Gleichzeitig ist die Handhabung des Impfstoffes sehr aufwendig und die aufgetauten Dosen müssen innert kürzester Zeit verimpft werden, um ihre Wirkung nicht zu verlieren. Was passiert also mit den Impfstoffen, wenn ein Termin verpasst wird?

Im Kanton Basel-Stadt passiert Folgendes: «Erscheinen Personen nicht zum vereinbarten Impftermin, ruft ‹Meconex›, die Betreiberfirma des Impfzentrums, uns gemeldete Personen an und bietet ihnen kurzfristig einen Termin an», schreibt Anne Tschudin, die die Kommuniaktion des Gesundheitsdepartement leitet, auf Anfrage von Telebasel.

Hohe Termin-Disziplin in Basel-Stadt

Dabei handle es sich um Personen, die dringend eine Impfung benötigen, bisher aber noch keinen Termin bekommen haben. Das sei aber nicht als Warteliste zu verstehen, unterstreicht Tschudin. Bisher habe man mit diesem Vorgehen sehr gute Erfahrungen gemacht: «Die frei werdenden Impfdosen konnten eingesetzt werden. Wir konnten bisher nur vereinzelte Impfdosen nicht einsetzen», so Tschudin.

Bis jetzt scheint die Termin-Disziplin im Kanton aber hoch zu sein: Die Zahl der Personen, welche nicht zum Impftermin erscheinen, liege im tiefen zweistelligen Bereich.

Auch für die Pflegeheime gibt es einen Plan. Wenn dort Impfdosen übrig seien, würden gemäss einer Prioritätenliste des Pflegeheims Mitarbeitende der Institution geimpft. So könnten auch dort alle vorbereiteten Impfdosen eingesetzt werden.

Im Baselbiet bekommen medizinische Angestellte die Restdosen

Im Baselbiet komme es «ab und zu» vor, dass Impftermine nicht wahrgenommen würden, schreibt Rolf Wirz vom Informationsdienst des kantonalen Krisenstabs. Man führe dazu aber keine Statistik.

Die übriggebliebenen Impfdosen würden dem anwesenden Gesundheitspersonal verimpft. «Wenn wir das nicht machen würden, müssten wir den Impfstoff tatsächlich entsorgen», so Wirz.

1 Kommentar

  1. Das wäre ja das Allerletzte, müssten Impfstoffdosen entsorgt werden. Menschen bemühen sich stundenlang erfolglos um eine Anmeldung um geimpft zu werden. Die Zuteilung der Impfdosen erfolgt (richtigerweise) sehr restriktiv. Und da gibt es solche Leute, die nichts anderes fertigbringen, als den Termin zu verpennen. Es ist unglaublich. Da muss etwas passieren – und zwar subito.Report

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