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«Girl on Fire»: Alicia Keys wird 40

Die Corona-Pandemie habe auch ihr Leben komplett durcheinander gebracht, sagt Alicia Keys – aber sie habe dadurch auch gelernt, was ihr wirklich wichtig sei.

«Es hat mich geerdet – weil ich nicht mehr mit einer Geschwindigkeit von einer Million Meilen pro Minute unterwegs war, sondern konsequent mit meiner Familie zu Abend essen und die Hausaufgaben meiner Kinder kontrollieren konnte», sagte die US-Sängerin, die am Montag, 25. Januar, 40 Jahre alt wird, jüngst der Zeitschrift «Vanity Fair». «Eine Strategie, wie ich das durchstehe ist, dass ich mir aktiv Zeit für mich nehme – auch wenn es sich so anfühlt, als wäre das nicht möglich.»

Ausserdem habe sie viel Zeit mit ihren zwei Söhnen verbracht, sagt die seit 2010 mit dem Musiker Swizz Beatz verheiratete Sängerin. «Wir malen, wir zeichnen. Ich bin geradezu süchtig nach Malbüchern, ich weiss auch nicht wie mir das passieren konnte. Ich will einfach alles ausmalen. Und dann machen wir Spaziergänge und Fahrradausflüge.» Daneben hat es Keys aber trotzdem auch noch geschafft, ihr siebtes Studio-Album herauszubringen («Alicia») und eine eigene Wellness-Linie unter anderem mit Cremes und Kerzen. Schon seit einer Weile zeigt sich die Musikerin in der Öffentlichkeit gerne ohne Make-Up und setzt sich gegen übertriebene Schönheitsideale ein.

Durchbruch mit «Fallin’»

Mit ihrem 40. Geburtstag feiert Keys in diesem Jahr auch das 20. Jubiläum ihres Debütalbums «Songs in A Minor», das sie 2001 mit einem Schlag zum Weltstar werden liess – insbesondere dank des Songs «Fallin’». «Der ist völlig anders als alles andere jemals, gestern, heute oder morgen», sagt Keys selbst.

Alicia Keys – «Fallin’»:

(Video: Youtube)

Zahlreiche weitere Welthits folgen, zum Beispiel «Girl on Fire» oder 2010 die Hymne «Empire State of Mind» gemeinsam mit Kollege Jay-Z. «Das Lied fühlt sich unglaublich an – wie eine moderne Hymne auf New York», sagte Keys dem «Guardian». «Aber ich erinnere mich an das erste Mal, als ich das Lied in Frankreich gespielt habe – ich musste kein Wort singen. Als ich dabei zugehört habe, wie die Konzertbesucher mir das Lied vorgesungen haben, ist mir klar geworden, dass es mit New York gar nichts zu tun hat, es geht um Hoffnung. Dass du einen Traum haben kannst und dass der vielleicht wahr werden könnte.»

Alicia Keys und Jay-Z – «Empire State of Mind»:

(Video: Youtube)

«Viele Träume»

Keys wurde in New York geboren, 1981 im Viertel Hell’s Kitchen in Manhattan, damals noch für seine hohe Kriminalitätsrate berüchtigt. Ihre Mutter zog sie weitgehend alleine auf. «Ich bin diese Person, die es nicht aus Hell’s Kitchen heraus hätte schaffen sollen, die als Prostituierte hätte enden sollen, als junge Mutter schon mit 16 Jahren, oder als Drogenabhängige», sagte Keys dem «Guardian». «Ich bin diejenige, die zur falschen Zeit am falschen Ort hätte sein sollen, um dann verletzt oder getötet zu werden.» Anstelle dessen schliesst Keys als Klassenbeste die Schule ab und bekommt im Anschluss direkt ein Stipendium für eine Elite-Universität und einen Plattenvertrag – entscheidet sich nach einer Weile aber ganz für die Musik.

Viel hat Keys bereits erreicht, aber sie habe auch noch «viele Träume», sagte die Sängerin einmal der Deutschen Presse-Agentur. «Vor allem will ich mein kleines Unternehmen weiter ausbauen und neue Wege finden, mich auszudrücken.»

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