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Der Telebasel Sport Beitrag vom 25. Januar 2021.
Basel

Das Spiel der verpassten Chancen

Weder der FCB noch YB können von den Ausrutschern des anderen profitieren. Es ist die einzige Konstante unter den schwankenden Leistungen diese Saison.

Die Young Boys konnten sich nach der Niederlage des FCB vom Samstag keinen Vorteil in der Meisterschaft erarbeiten. Die Berner spielen gegen Vaduz nur 0:0 wodurch der Vorsprung nur um einen, anstatt um drei Punkte wächst. Auch der FCB verpasste den Sieg schon mehrmals, nachdem YB einen Punktverlust erlitten hatte.

Neun Punkte Vorsprung

Nach dem verlorenen Derby stehen bei Rotblau schon sechs Niederlagen auf dem Konto, während YB erst einmal eine Partie verlor. Trotzdem beträgt der Vorsprung des Leaders auf den FCB «nur» neun Punkte. Dass die Young Boys, welche in dieser Saison zweimal gegen den FCB gewannen, nicht einsam an der Spitze sind, liegt vor allem an den vielen unentschiedenen Partien der Berner. In den bisherigen 15 Spielen hat der amtierende Meister bereits fünfmal die Punkte geteilt. Zudem konnte YB nach den Patzern von Rotblau die eigenen Spiele oft auch nicht gewinnen. Nur als der FCB in Lugano in letzter Sekunde verlor, siegten die Berner gleichzeitig.

Die Basler müssen sich aber an der eigenen Nase nehmen, da sie trotz dieser Tatsachen mit neun Punkten im Rückstand liegen. Zwar nutzte der FCB seine Chance bei der einzigen bisherigen YB–Niederlage diese Saison und gewann in Vaduz. Doch von den vielen Unentschieden der Gelb-Schwarzen konnte Rotblau nicht profitieren. Nur beim Triumph gegen den FC Sion konnte der FCB zwei Punkte wettmachen, da sich YB und der FC St. Gallen die Punkte teilten.

Weil es keiner der beiden Mannschaften bisher gelang, konstant zu gewinnen oder wenigstens die Fehler des anderen auszunutzen, führen weder YB noch der FC Basel die Tabelle mit sehr grossem Vorsprung an.

Die aktuelle Super League-Tabelle. (Grafik: Telebasel)

Hätte, wenn und aber

Hätte der FCB zum Saisonstart gegen den FC Vaduz gewonnen, im ersten Duell mit YB mindestens einen Punkt geholt, gegen Lugano nicht in der Nachspielzeit noch ein Tor kassiert und gegen St. Gallen zu Hause einen Treffer erzielt, wäre der Vorsprung von YB auf zwei Zähler geschrumpft.

Auch wenn man sich den Saisonverlauf bei den Baslern anders vorstellt, hat der FCB immer noch die Chance auf den Meistertitel. «Wir haben noch 21 Spiele, da kann noch sehr viel passieren. Aber wir müssen uns auf unsere Leistungen und unsere Spiele konzentrieren», sagte Ciriaco Sforza nach dem Spiel gegen den FCZ.

An Konzentration und Konstanz fehlt es dem FCB genauso wie dem BSC YB, weshalb auch keiner der beiden locker durch die Saison marschiert. So muss man Ciriaco Sforza also recht geben: YB ist noch nicht Meister.

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