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Schweiz

Erneute Corona-Krawalle in den Niederlanden ausgebrochen

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Erneut Corona-Krawalle in den Niederlanden

Am zweiten Abend in Folge sind in mehreren Städten in den Niederlanden Unruhen ausgebrochen. Hunderte gewaltbereite Jugendliche hatten sich nach Polizeiangaben am Montagabend kurz vor Beginn der Ausgangssperre wegen der Corona-Pandemie an mehreren Orten versammelt und die Polizei angegriffen. Krawalle wurden aus mindestens sechs Städten gemeldet – darunter Amsterdam und Rotterdam. Grosse Gruppen vorwiegend junger Leuten würden randalierend durch die Stadtzentren ziehen, hiess es. Mehr als 70 Personen seien bereits festgenommen worden.

 

Bereits zum zweiten Mal in Folge kam es in den Niederlanden am Abend zu Corona-Krawallen. (Bild: Keystone)

Anlass der Unruhen sind die von der Regierung verhängten verschärften Corona-Massnahmen und die seit Samstag geltende Ausgangssperre. Die Polizei geht davon aus, dass sich verschiedene Gruppen an den Krawallen beteiligen – darunter Corona-Leugner und Fussball-Hooligans.

In Rotterdam wurden Polizisten nach Berichten des TV-Senders NOS von rund 100 Randalierern mit Steinen und Feuerwerkskörpern angegriffen. Geschäfte seien geplündert worden. Die mobile Einheit der Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein.

Kalifornien lockert einige Corona-Massnahmen

Kalifornien will die seit Anfang Dezember geltenden strikten Corona-Auflagen für seine rund 40 Millionen Einwohner lockern. Mit Blick auf abnehmende Infektionszahlen und sinkende Krankenhauseinweisungen hat der Staat eine Anordnung zum Zuhausebleiben (Stay at home order) nun wieder aufgehoben. Gouverneur Gavin Newsom sprach am Montag von «Licht am Ende des Tunnels».

Restaurants, die seit Dezember nur Essen zum Abholen anbieten konnten, dürfen jetzt wieder draussen bewirten. Viele Geschäfte, darunter Friseure und Kosmetiksalons, können mit entsprechenden Vorsichtsmassnahmen und begrenzter Kundenanzahl wieder öffnen. Die nächtliche Ausgangsbeschränkung zwischen 22.00 und 5.00 Uhr wird aufgehoben.

Biden erneuert Einreisestopp für Ausländer aus Europa

US-Präsident Joe Biden wird noch an diesem Montag den Einreisestopp für Ausländer aus Europa erneuern. Zudem sollen zum Schutz vor einer neuen Variante des Coronavirus auch Einreisen aus Südafrika gleichermassen begrenzt werden, wie die Sprecherin des Weissen Hauses, Jen Psaki, am Montag bei einer Pressekonferenz erklärte. «Dies ist nicht der richtige Zeitpunkt, um Einschränkungen des internationalen Reiseverkehrs aufzuheben», sagte Psaki.

US-Präsident Joe Biden verlängert den Einreisestopp für Ausländer aus Europa wegen der Corona-Pandemie. (Bild: Keystone)

Der scheidende US-Präsident Donald Trump hatte vor etwa einer Woche ein Ende des Einreisestopps angeordnet. Bidens Team erklärte aber umgehend, dass die Beschränkungen für Reisende aus dem Schengen-Raum, aus Grossbritannien, Irland und Brasilien nach dem Amtsantritt der neuen Regierung wieder eingeführt würden. Trumps Team hatte bei der Ankündigung der Lockerung der Vorschriften darauf verwiesen, dass Einreisen in die USA ab 26. Januar ohnehin nur noch nach Vorlage eines aktuellen und negativen Corona-Tests möglich seien. Psaki hatte die Ankündigung der Trump-Regierung im Namen des neuen Präsidenten sofort zurückgewiesen. Alles dazu lesen Sie hier.

Geiz bei Impfstoffverteilung bringt Billionen Wirtschaftsverluste

Wenn reichere Länder sich den Grossteil der Corona-Impfstoffe sichern und Entwicklungsländer vorerst weitgehend leer ausgehen, kann das die Weltwirtschaft Verluste in Billionen-Höhe kosten. Das berichtete die Internationale Handelskammer (ICC) am Montag. Sie hatte eine Studie dazu in Auftrag gegeben. Wenn Impfstoffe nicht weltweit fair verteilt werden, könne dies die globale Wirtschaftsleistung allein in diesem Jahr um bis zu 9,2 Billionen Dollar (7,6 Billionen Euro) schmälern, heisst es darin. Die Hälfte des Ausfalls betreffe Industrieländer.

«Die Studie zeigt die möglichen Konsequenzen eines Impfstoff-Nationalismus, die deutlich grösser sind als die besten bisherigen Schätzungen», teilte das ICC mit. Sie zeige, dass Investitionen in den ACT-Accelerator sich auszahlten. Der ACT-Accelerator ist das Programm der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die Entwicklung, Produktion und faire Verteilung von Covid-19 Tests, -Medikamenten und -Impfstoffen. Wenn reichere Länder die 27,2 Milliarden Dollar, die in dem Programm noch fehlten, zahlten, sei der Nutzen 166 mal so hoch wie die Investition.

Mexikos Covid-kranker Präsident spricht mit Putin über Impfstoff

Nach seiner Covid-19-Diagnose hat Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin telefoniert und ihn nach Mexiko eingeladen. Bei dem Telefonat am Montag ging es vor allem um eine Bestellung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V durch Mexiko. Er habe Putin für die Zusage gedankt, in den kommenden zwei Monaten 24 Millionen Dosen zu schicken, schrieb López Obrador auf Twitter.

Am Sonntagabend (Ortszeit) hatte Mexikos Staats- und Regierungschef bekanntgegeben, dass er positiv auf das Coronavirus getestet worden war, leichte Covid-19-Symptome habe und medizinisch behandelt werde. Der 67-jährige Linkspopulist hatte die Gefahr durch die Pandemie und den Nutzen des Tragens von Masken immer wieder heruntergespielt. In den vergangenen Tagen war er in Linienfliegern innerhalb des Landes gereist und mit zahlreichen Menschen – darunter der Aussenminister und der Verteidigungsminister – in Kontakt gekommen, ohne eine Maske zu tragen. Derzeit arbeitet López Obrador nach Angaben seiner Regierung von seiner Wohnung im Präsidentenpalast in Mexiko-Stadt aus.

Travail.Suisse verlangt höhere Kurzarbeitsentschädigung

Der Dachverband Travail.Suisse verlangt für eine 100-Prozent-Kompensation der Kurzarbeit höhere Einkommensgrenzen. Die Einkommen müssten bis 4000 Franken im Monat garantiert werden und die Kurzarbeitsentschädigung müsse auf mindestens 5000 Franken erhöht werden, verlangt der Verband.

Für Arbeitnehmende in Kurzarbeit seien nur 80 Prozent des Einkommens gesichert, schreibt Travail.Suisse am Montag nach einem Treffen am Runden Tisch mit Bundespräsident und Wirtschaftsminister Guy Parmelin. Das stelle gerade für tiefere Einkommen eine Existenzbedrohung dar.

Fast vier von fünf über 80-Jährigen in Grossbritannien geimpft

In Grossbritannien haben fast vier von fünf der über 80-Jährigen bereits eine erste Corona-Impfdosis bekommen. 78,7 Prozent dieser Gruppe habe eine Impfung erhalten, teilte Gesundheitsminister Matt Hancock am Montag in London mit. Insgesamt sind im Land mittlerweile 6,6 Millionen Menschen mit der ersten Dosis geimpft worden. Derzeit sei die Lieferung der Impfdosen das grösste Problem, so Hancock. Dennoch waren im Land am Montag mehr als 30 neue Impfzentren eröffnet worden.

Es sei jedoch nicht an der Zeit, den aktuellen harten Lockdown zu lockern. «Es sind derzeit mehr Menschen an Beatmungsgeräten als zu jedem anderen Zeitpunkt in dieser Pandemie», sagte Hancock. Der staatliche Gesundheitsdienst NHS stehe weiter extrem unter Druck. Pro 100’000 Einwohnern zählte Grossbritannien in den vergangenen sieben Tagen rund 390 Neuinfektionen.

UN-Chef warnt vor Corona-Mutation

UN-Generalsekretär António Guterres hat zur Eile bei der weltweiten Verteilung von Corona-Impfstoffen aufgerufen. «Wenn die Industrieländer glauben, dass sie in Sicherheit sind, wenn sie ihre eigenen Leute impfen und dabei die Entwicklungsländer vernachlässigen, liegen sie falsch», sagte Guterres am Montag in einer Videorede beim Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums (WEF). «Es besteht jetzt die klare, reale Gefahr von Mutationen, die das Virus übertragbarer oder tödlicher oder resistenter gegen vorhandene Impfstoffe machen. Wir müssen schnell handeln.»

UN-Generalsekretär António Guterres mahnt, die Corona-Impfungen möglichst schnell voranzutreiben. (Bild: Keystone)

Die weltweiten Produktionskapazitäten der Mittel zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie müssten massiv ausgebaut werden und Lizenzen zur Verfügung gestellt werden, forderte Guterres weiter. Zudem müsse sichergestellt werden, dass die Impfstoffe auch in ärmeren Teilen der Erde erschwinglich sind. «Impfstoffe müssen als globale öffentliche Güter angesehen werden», sagte der UN-Chef und warb für eine bessere Finanzierung der internationalen Corona-Impfinitiative Covax.

Illegale Party in Zürcher Hotel aufgelöst
In Uster ZH löste die Polizei eine illegale Party auf. (Symbolbild: Keystone)

25 Jugendliche und junge Erwachsene haben sich in der Nacht aus Sonntag in einem Hotel in Uster ZH zu einer illegalen Party verabredet. Der Polizei wurde die Feier kurz nach 22 Uhr gemeldet, wie diese mitteilt.

Mit einem grösseren Aufgebot lösten die Einsatzkräfte kurz darauf die Party im betreffenden Self Check-In Hotel in Uster auf. Neben den 25 Feiernden im Hotel hätten sich im  Freien noch weitere Personen aufgehalten. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Wegen Corona weiter keine Spiele der Hurricanes

Die Carolina Hurricanes mit Stürmer Nino Niederreiter müssen weiterhin auf Einsätze in der NHL warten. Nachdem sechs Spieler des Teams auf der Coronavirus-Liste angeführt waren, sind die Hurricanes seit 18. Januar zur Untätigkeit gezwungen. Jetzt wurde auch das Dienstagspiel gegen Tampa Bay Lightning verschoben.

Genf-Servette vorderhand in Quarantäne

Die vorsorgliche Quarantäne von Genève-Servette HC nach einem positiven Coronavirus-Fall wird mindestens bis Mittwoch verlängert. Aus diesem Grund müssen in dieser Woche auch die Spiele gegen Fribourg-Gottéron (Dienstag) und Bern (Donnerstag) verschoben werden. Neu wird für diesen Donnerstag das Nachholspiel zwischen Bern und Fribourg-Gottéron angesetzt.

Kulturbranche fordert Konzept für Neustart des Kulturlebens

Am zweiten Treffen der Kulturbranche mit Bundesrat Alain Berset haben die Kulturschaffenden am Montag Perspektiven für einen planbaren Neustart des kulturellen Lebens in der Schweiz gefordert. Berset zeigte zwar Verständnis, aber den Kulturschaffenden fehlt bisher die Verbindlichkeit.

«Nach 11 Monaten der Ungewissheit braucht es nun Perspektiven», heisst es in einer Mitteilung der Taskforce Culture vom Montag. In dieser Taskforce haben sich letzten März die Verbände des Kulturbereichs zusammengeschlossen.

Sie betonen den dringenden Wunsch, dass das Kulturleben wieder aufgenommen werden müsse. Das Gespräch von Montag betrachten sie als Auftakt für die Arbeiten an einem solchen Neustart. Mehr dazu lesen Sie hier.

Schweiz - In der Schweiz macht sich der Coronavirus-Blues breit

Die Covid-19-Pandemie schlägt den Schweizerinnen und Schweizern aufs Gemüt. Verglichen mit dem Januar vor Jahresfrist fühlen sich im Januar 2021 über ein Drittel schlechter. Besonders auf den Wecker geht die Pandemie den Jungen: Über 40 Prozent der 15- bis 29-jährigen fühlen sich schlechter.

Das fand das Institut Link in einer Online-Umfrage mit 1019 Beteiligten in der Deutsch- und Westschweiz heraus, wie es am Montag mitteilte. Gefragt wurde nach der persönlichen Situation und jener von Familie und Freunden.

Sieht es beim persönlichen Befinden schon düster aus, gibt es auch bei der Einschätzung von Familie und Freunden keine Aufhellung. Bei den Kindern stellte 30 Prozent der Befragten eine Verschlechterung fest, bei den Grosseltern sogar knapp die Hälfte. Mehr dazu lesen Sie hier.

Deutsche Regierung setzt auf verstärkte Schnelltests vor Altenheimen

Die deutsche Regierung will Alten- und Pflegeheime mit mehr Schnelltests und einem Einsatz tausender Soldaten besser vor Infektionen mit dem Coronavirus schützen.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer rief dazu Länder und Kommunen am Montag auf, Angebote der Bundeswehr zur Amtshilfe auch zu nutzen – vor allem mit Blick auf verstärkte Tests. Die Bundeswehr halte 10’000 zusätzliche Soldaten für diese Aufgabe in Bereitschaft, bis die Ausbildungen ziviler Helfer über die Bundesagentur für Arbeit funktioniere.

In deutschen Altersheimen wird verstärkt auf Schnelltests gesetzt. (Bild: Keystone)

«Mit diesen Schnelltests kann verhindert werden, dass man mit Corona infiziert wird», sagte die CDU-Politikerin beim Besuch einer Pflegeeinrichtung im Berliner Nordwesten. «Das bedeutet gerade für viele hochbetagte Menschen, dass es eine Frage von Leben und Tod ist. Das heisst, was wir mit diesen Test tun, ist wirklich auch Leben schützen.»

Knapper Corona-Impfstoff: Brüssel will Erfassung der Exporte

Wegen der Knappheit bei Corona-Impfstoffen sollen alle Exporte solcher Mittel aus der Europäischen Union künftig erfasst und genehmigt werden. Die EU-Kommission schlug dafür am Montag ein sogenanntes Transparenzregister vor.

Zugleich machte die Brüsseler Behörde Druck beim Hersteller Astrazeneca, zugesagte Impfstoffmengen ohne Abstriche und ohne Verzug zu liefern.

Die Kommission steht selbst in der Kritik, weil sie Rahmenverträge mit den Herstellern ausgehandelt hat, vorerst aber nur relativ wenig Corona-Impfstoff in den 27 Ländern ankommt. Die Impfkampagne lahmt, während sich neue Virus-Varianten ausbreiten und die Staaten das tägliche Leben und auch das Reisen weiter einschränken.

Brasilianische Polizei löst Party mit 1200 Gästen in Corona-Krise auf

Im Süden Brasiliens ist inmitten der Corona-Pandemie eine Rave-Party mit rund 1200 Gästen aufgelöst worden.

Dies berichtete am Montag das Nachrichtenportal «G1» unter Berufung auf die Polizei. Dem Bericht zufolge floh der Verantwortliche für die Party nach dem Eintreffen der Polizei.

Schon vor Sonntagabend hatte die Polizei in São José dos Pinhais im Grossraum Curitiba mehrere kleinere Partys aufgelöst. Bei einem Fest mit 400 Gästen nahm die Stadtpolizei dem lokalen Portal «Banda B» zufolge sechs Personen fest.

Unia fordert 100 Prozent Kurzarbeitsentschädigung für tiefe Löhne

Eine Kurzarbeitsentschädigung von 100 Prozent für Löhne bis 5000 Franken und einen Entlassungsstopp bei staatlich unterstützten Unternehmen fordern die Delegierten der Gewerkschaft Unia. In einer am Montag verabschiedeten Resolution verlangen sie ausserdem zusätzliche Schutzmassnahmen und mehr Arbeitsplatzkontrollen.

Die Unia fordert für tiefe Löhne eine Kurzarbeitsentschädigung von 100 Prozent. (Bild: Keystone)

In ihrer Mitteilung vom Montag erinnert die Gewerkschaft daran, dass 2020 ein intensives und anstrengendes Jahr gerade für die Angestellten im Dienstleistungssektor gewesen sei. Viele von ihnen arbeiteten seit gut einem Jahr pausenlos an vorderster Front. Diese Leistungen sollten honoriert werden.

Laut der Resolution sollte zudem ein garantiertes Schul- und Kinderbetreuungsangebot bestehen für alle, die die Grundversorgung sicherstellten. Verlangt wird auch der Verzicht auf eine Deregulierung der Arbeitszeiten und eine Verlängerung der Ladenöffnungszeiten.

Onlinemarkt Ricardo der TX Group erzielt 2020 neue Rekordwerte

Der zur TX Group gehörende Online-Markt Ricardo hat im Geschäftsjahr 2020 dank Corona neue Rekordwerte erzielt. Die Schweizer Bevölkerung blieb mehr zu Hause und kaufte entsprechend öfter online ein. Der Grossteil der über Ricardo gehandelten Artikel betraf Secondhand-Ware. Mehr dazu lesen Sie hier.

Erste Impfungen mit Moderna-Mittel im Kanton Waadt

Seit Montag wird im Kanton Waadt der Impfstoff von Moderna gegen die Covid-19 Erkrankung verwendet. Die Logistik ist anders als bei dem konkurrierenden Impfstoff von Pfizer-Biontech, der bereits im Umlauf ist. Für Moderna ist eine Kühlung zwischen -15° und -25° erforderlich. Eine Ampulle enthält 10 Dosen und hat eine Haltbarkeit von 30 Tagen. In Yverdon wird im Impfzentrum neben dem Spital geimpft.

(Video: Keystone-SDA)

SVP lanciert Petition «Beizen für Büezer»

Tausende von Berufsleuten müssen auch bei Kälte draussen arbeiten. Da wegen der Covid-19-Pandemie die Restaurants geschlossen sind, können sich viele von ihnen über Mittag nicht aufwärmen. Die SVP lanciert eine Petition, die Restaurants ab sofort als «Kantinen» zu öffnen.

Die SVP will, dass Restaurants während des Lockdowns als Kantinen öffnen dürfen. (Bild: Keystone)

Von der Petition «Beizen für Büezer» sollen all jene profitieren, die über Mittag weder in eine geheizte Kantine mit Strom und Toilette noch nach Hause können, teilte die Partei am Montag mit. Mit der Restaurantöffnung hätten sie wieder eine Gelegenheit zu einer warmen Mahlzeit sowie zum Aufwärmen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Tausend Fälle von Ansteckung mit mutierten Viren in der Schweiz

In der Schweiz sind bislang fast 1000 Ansteckungen mit den mutierten und ansteckenderen Formen des Coronavirus entdeckt worden. Der Grossteil davon ist keiner der bekannten Mutationen aus Grossbritannien und Südafrika zuzuschreiben.

Von der britischen Varianten sind bislang 474 Fälle entdeckt worden, von den südafrikanischen deren 16, wie das Bundesamt für Gesundheit BAG) am Montag auf Anfrage von Keystone-SDA mitteilte. 484 Fälle konnten demnach keiner der beiden Varianten zugeordnet werden. Insgesamt waren es am Montag also 974 nachgewiesene Ansteckungen mit mutierten Viren.

Diese breiten sich damit in der Schweiz weiter aus: Am Freitag hatte das BAG Kenntnis von 674 Fällen, am Donnerstag von 582 und am Mittwoch von 479. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Moderna-Impfung nützt auch gegen Mutationen

Der US-Biotechkonzern Moderna geht davon aus, dass sein Covid-19-Impfstoff auch gegen die ansteckendere britische und südafrikanische Variante des Coronavirus schützt. Das Vakzin erzeuge virusneutralisierende Antikörper auch gegen die beiden neuen Varianten, teilte Moderna am Montag mit.

Zwar sei bei der südafrikanischen Variante eine Reduktion neutralisierender Titer festgestellt worden. Ihr Niveau liege aber immer noch deutlich über der Schwelle, die als schützend angesehen werde. Es sei daher zu erwarten, dass der Impfstoff nach der Verabreichung von zwei Dosen gegen die bisher nachgewiesenen Varianten wirke.

Gleichwohl wolle Moderna sicherheitshalber ein klinisches Programm starten, um die Immunität gegen neu auftretende Varianten zu stärken, hiess es. So soll vor allem speziell gegen die südafrikanische Variante ein verstärkter Impfstoff entwickelt werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Die Moderna-Impfung wirke auch gegen die Mutationen aus Grossbritannien und Südafrika, wie das Unternehmen mitteilt. (Bild: Keystone)

Merck&Co stoppt Entwicklung von Covid-19-Impfstoffen

Der US-Pharmakonzern Merck & Co ist bei der Entwicklung eines möglichen Covid-19-Impfstoffs gescheitert. Das Unternehmen wird seine Entwicklung von zwei Impfstoffkandidaten beenden, wie Merck am Montag mitteilte.

(Bild: Keystone)

Die beiden Vakzine hätten in frühen klinischen Studien nur Immunantworten erzeugt, die niedriger ausgefallen seien als die bei ehemaligen Covid-19-Patienten. Die Ergebnisse seien zudem schwächer gewesen als die anderer Covid-19-Impfstoffe in klinischen Studien. Merck will sich nun nur noch auf Medikamente zur Behandlung von Covid-19 konzentrieren.

Die Merck-Aktie drehte nach Bekanntgabe der Nachricht vorbörslich ins Minus. Auch die US-Aktienfutures gerieten leicht unter Druck.

Nächste Impfstoff-Lieferung sollte in den kommenden Tagen kommen

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) erwartet in den kommenden Tagen die nächste Lieferung des Impfstoffs von Pfizer/Biontech. Die Herstellerfirmen haben derzeit mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen. In Zürich musste bereits der Impfplan angepasst werden. Das BAG überwacht die Entwicklung der Produktionskapazität.

Pfizer habe aktuell in ganz Europa Lieferverzögerungen, weil das Unternehmen die Produktionskapazitäten ausbaue, teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Es handle sich aber um eine Verlangsamung und nicht um einen Lieferstopp. Das BAG gehe davon aus, dass diese Lieferverzögerungen im ersten Trimester ausgeglichen sein werden. In den kommenden Tagen sollten die nächsten Dosen eintreffen.

«Reisen Sie nicht»: EU-Kommission empfiehlt weitere Einschränkungen

Um die Verbreitung neuer Varianten des Coronavirus zu bremsen, sollen Reisen innerhalb der EU sowie von ausserhalb nach Ansicht der EU-Kommission weiter eingeschränkt werden.

Die Brüsseler Behörde schlug am Montag vor, für bestimmte Länder und Regionen strengere Test- und Quarantäne-Regeln einzuführen. In Deutschland gelten schon seit Sonntag für mehr als 20 Länder mit besonders hohen Infektionszahlen neue Regeln bei der Einreise. Auch andere Länder wie Frankreich haben ihre Vorgaben verschärft. Belgien verbietet ab Mittwoch zunächst alle nicht notwendigen Reisen.

Die EU-Kommission schlug nun vor, die bestehende EU-Ampel-Karte, auf der Regionen auf Grundlage gemeinsamer Kriterien grün, orange oder rot markiert sind, anzupassen. Demnach soll eine neue «dunkelrote» Kategorie für Hochrisikogebiete mit mehr als 500 Neuinfektionen pro 100’000 Einwohner innerhalb der vergangenen zwei Wochen eingeführt werden.

Von unnötigen Reisen aus diesen Gebieten solle dringend abgeraten werden, sagte EU-Justizkommissar Didier Reynders. Dies gelte nicht nur für grenzüberschreitende Reisen, sondern ebenso für Bewegungen innerhalb eines Landes.

Zahlen vom Montag

Das BAG meldet übers Wochenende 4320 neue Corona-Fälle. Von den 55’071 durchgeführten Tests waren 7,8 Prozent positiv. 129 Personen wurden aufgrund einer Coronavirus-Erkrankung in ein Krankenhaus gebracht. Es kamen 85 Todesfälle hinzu. Lesen Sie hier mehr.

Impfstoff-Streit: Von der Leyen telefoniert mit Astrazeneca-Chef

Die EU-Kommission fordert vom Hersteller Astrazeneca die Lieferung der vertraglich vereinbarten Mengen an Corona-Impfstoff ohne Abstriche und ohne Verzug. Dies habe Präsidentin Ursula von der Leyen am Montag in einem Telefonat mit Firmenchef Pascal Soriot bekräftigt, erklärte die Kommission in Brüssel.

Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides habe zudem in einem Brief Klarstellungen von dem Pharmakonzern gefordert und an Vertragspflichten erinnert.

Der britisch-schwedische Konzern hatte am Freitag mitgeteilt, nach der für diese Woche erwarteten Zulassung zunächst weniger Impfstoff als geplant an die EU liefern zu wollen. Statt 80 Millionen Impfstoffdosen sollen bis Ende März nur 31 Millionen eingeplant sein. Die EU-Kommission ist darüber verärgert und forderte bei einer internen Sitzung am Montagmittag Erklärungen von Astrazeneca.

Über eine Million Menschen in Israel erhält beide Corona-Impfungen

Mehr als eine Million Menschen in Israel hat die beiden nötigen Impfungen gegen das Coronavirus erhalten. Dies teilte Gesundheitsminister Juli Edelstein am Montag bei Twitter mit. Die erste Dosis bekamen bislang rund 2,6 Millionen Menschen verabreicht.

In Israel leben etwas mehr als neun Millionen Menschen. Dem Unternehmen Pfizer zufolge beträgt der Impfschutz eine Woche nach der zweiten Impfung 95 Prozent.

(Bild: Keystone)

Israel steckt in einer dritten Corona-Welle mit hohen Infektionszahlen. Mit 68 wurden am Montag so viele Tote binnen 24 Stunden vermeldet wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie. Das Gesundheitssystem ist nahe der Belastungsgrenze, die Zahl der Schwerkranken liegt sehr hoch. In dem Land infizierten sich bislang offiziell mehr als 600 000 Menschen mit dem Virus.

Verwaltungsdelegation schränkt Zutritt zum Bundeshaus weiter ein

Die Massnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus werden im Bundeshaus weiter verschärft: Es haben wieder weniger Personen Zutritt zum Parlamentsgebäude. Zudem empfiehlt die Verwaltungsdelegation Ratsmitgliedern, die zu den Risikogruppen gehören, sich impfen zu lassen.

Das entschied das Gremium nach einer Aussprache mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) und der Berner Kantonsärztin, wie es in einer Mitteilung vom Montag heisst. Die angespannte epidemiologische Lage erfordere zusätzliche Massnahmen, damit die Frühjahrssession im März durchgeführt werden könne.

Erstens wird der Zutritt zum Parlamentsgebäude weiter eingeschränkt. Die Zahl der Personen, die sich gleichzeitig im Gebäude aufhalten, wird auf ein Minimum reduziert. Zutritt erhalten nur noch Sitzungsteilnehmende, persönliche Mitarbeitende und Medienschaffende mit Dauerausweis. Persönliche Gäste von Ratsmitgliedern und externe Besucherinnen und Besucher werden nicht mehr zugelassen.

Zweitens ersucht die Verwaltungsdelegation ältere Ratsmitglieder und solche mit Vorerkrankungen, sich impfen zu lassen. Sie appelliert an die Kantonsregierungen, die Impfungen für die betroffenen Ratsmitglieder noch vor der Frühjahrssession möglich zu machen.

Drittens empfiehlt die Verwaltungsdelegation den Präsidentinnen und Präsidenten der Kommissionen und Delegationen, in ihrer Sitzungsplanung Prioritäten zu setzen oder Sitzungen nach Möglichkeit per Videokonferenz durchzuführen. Seit der Wintersession können Mitglieder des Nationalrats ihre Stimme auch in Abwesenheit abgeben, falls sie sich aufgrund behördlicher Weisungen wegen Covid-19 in Isolation oder Quarantäne begeben müssen.

Grippe bleibt dank Corona-Schutzmassnahmen bisher aus

Die Grippesaison in der Schweiz fällt bisher aus. Influenzaviren sind landesweit nicht feststellbar. Andere respiratorische Infektionen stehen im Vordergrund. Hier lesen Sie mehr.

Auch international blieb eine Grippeepidemie bisher aus. (Bild: Keystone)
Spekulationen um erneuten Corona-Lockdown in Frankreich

In Frankreich mehren sich die Spekulationen um einen möglichen dritten Lockdown wegen der Corona-Pandemie. Die Sonntagszeitung «Journal du Dimanche» hatte berichtet, dass Präsident Emmanuel Macron noch in dieser Woche landesweite Ausgangsbeschränkungen verkünden könnte.

Frankreichs Regierung betont unterdessen, dass noch nichts entschieden sei. «Es gibt zu diesem Zeitpunkt noch keine Entscheidung», sagte Europa-Staatssekretär Clément Beaune am Montagmorgen im Gespräch mit Radio Classique.

(Bild: Keystone)

Für den Leiter des Wissenschaftlichen Rates, Jean-François Delfraissy, ist es wahrscheinlich, dass Frankreich auf einen weiteren Lockdown zusteuert. Dies sei vor allen Dingen der Mutation des Virus geschuldet. «Aber es steht nicht nur gesundheitlich, sondern auch wirtschaftlich und gesellschaftlich viel auf dem Spiel», sagte er dem Sender BFMTV.

Der Chef der Arbeitgebervereinigung Medef warnte, dass ein neuer Lockdown nicht zu einer «zusätzlichen Katastrophe für die Wirtschaft» werden dürfe. Die Läden sollten dieses Mal geöffnet bleiben, forderte Geoffroy Roux de Bézieux.

Geschlossene Schulen bleiben in der Schweiz die Ausnahme

Schulschliessungen wegen des Coronavirus bleiben in der Schweiz Ausnahmen. Kein Präsenzunterricht findet ab (heutigem) Montag etwa in Wangen an der Aare BE und im Aargau auf der Sekundarstufe II statt. Eine weitere Woche geschlossen bleibt auch die Mittelschule Morbio Inferiore TI. Lesen Sie hier mehr.

Am vergangenen Mittwoch hatten die Erziehungsdirektoren und die wissenschaftliche Corona-Taskforce des Bundes erneut von flächendeckenden Schulschliessungen abgeraten. (Bild: Keystone)
Premier Rutte verurteilt Corona-Krawalle: Kriminelle Gewalt

Am Tag nach den schweren Krawallen in den Niederlanden hat Premier Mark Rutte die Gewalt scharf verurteilt. «Das ist absolut unzulässig, das hat nichts zu tun mit Protesten, sondern ist kriminelle Gewalt», sagte Rutte am Montag in Den Haag.

In mehr als zehn Städten im Land hatte es heftige Ausschreitungen gegeben. Gruppen hatten sich aus Protest gegen verschärfte Corona-Massnahmen und die abendliche Ausgangssperre in verschiedenen Städten versammelt und randaliert.

Corona-Krise kostet Kanton Freiburg eine halbe Milliarde

Die Corona-Krise wird den Kanton Freiburg mindestens eine halbe Milliarde Franken kosten. Davon geht der Staatsrat aus, der am Montag eine Zwischenbilanz zur Covid-19-Lage im Kanton zog.

Um die Auswirkungen der Krise zu mildern, hat die Kantonsregierung bislang Entscheide mit einer Kostenfolge von schätzungsweise 220 Millionen Franken getroffen. Bereits ausbezahlt wurden 40 Millionen für die Unterstützung der Wirtschaft und 56 Millionen für sanitäre Massnahmen.

Belastet wird die Staatskasse zudem durch geringere Steuereinnahmen sowie zusätzlichen Kosten in den Bereichen Gesundheit, Soziales, öffentlicher Verkehr und Betrieb des Staats. Die geschätzte Gesamtsumme für den Staat belaufe sich bisher auf rund 548 Millionen Franken, teilte der Staatsrat mit.

Regierungspräsident Jean-François Steiert erinnerte daran, dass in Kanton Freiburg bislang mehr als 400 Menschen in Zusammenhang mit der Pandemie ums Leben gekommen sind.

Migros-Tochter Denner profitiert stark von Coronakrise

Denner hat seinen Umsatz im Corona-Jahr 2020 um 15,7 Prozent gesteigert und einen Nettoumsatz von 3,8 Milliarden Franken erzielt. Das ist rund eine halbe Milliarde mehr als im Vorjahr. Dabei hat unter anderem der Mehrkonsum im Inland dem Discounter in die Hände gespielt, wie Denner am Montag mitteilte.

Die 570 eigenen Denner-Filialen hätten rund 3 Milliarden zum Umsatz beigetragen und seien um 15,6 Prozent gewachsen, hiess es weiter. Die 268 Partnerbetriebe wuchsen mit 16,2 Prozent und einem Umsatz von 0,8 Milliarden noch etwas stärker. Dieses Wachstum sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Bevölkerung während der Coronakrise mehrheitlich im Inland einkaufte.

(Bild: Keystone)

Die Kundenfrequenz ging zwar laut der Mitteilung um 0,4 Prozent zurück, weil die Kunden weniger oft einkaufen gingen. Sie haben jedoch pro Besuch im Laden deutlich mehr eingekauft. Der Wert des durchschnittlichen Warenkorbs sei entsprechend um 16 Prozent gestiegen.

Schwangere mit Zusatzrisiken sollen sich impfen lassen können

Schwangere mit Zusatzrisiken sollen sich impfen lassen können, wenn sie dies wünschen. Darauf haben sich die Fachgesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe und das Bundesamt für Gesundheit (BAG) geeinigt.

«Zunächst hat das BAG mitgeteilt, dass Schwangere sich gar nicht impfen lassen können. Nun haben wir uns aber so geeinigt, dass Schwangere, wenn sie Zusatzrisiken haben, eine Impfung haben können – nach Abwägung von Vor- und Nachteilen der Impfung» sagte Daniel Surbek, Vorstandsmitglied de Fachgesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG) und Chefarzt für Gynäkologie am Berner Inselspital, am Montag gegenüber Radio SRF.

(Bild: Keystone)

Demnach gilt die Impfempfehlung nur für Schwangere mit Zusatzrisiken. Die Zurückhaltung kommt daher, dass es kaum Daten zu möglichen Nebenwirkungen der neuen Impfung gegen das Coronavirus gibt. Bis im Frühling erhofft sich Surbek verlässliche Daten zur Wirkung des Impfstoffes bei Schwangere. «Wenn diese Daten keine Hinweise zeigen auf unerwünschte Nebenwirkungen, dass sollten auch alle Schwangeren die Möglichkeit haben, sich impfen zu lassen», sagte Surbek.

Jeder dritte Schweizer wünscht sich schärfere Corona-Massnahmen

Ein grosser Teil der Schweizer Bevölkerung spricht sich laut einer Umfrage für strengere Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus aus. Gut ein Drittel (38 Prozent) gibt an, die aktuellen Massnahmen des Bundes und der Kantone gingen zu wenig weit. Hier lesen Sie mehr.

Sollte sich die epidemiologische Lage verschlechtern, ist gut die Hälfte der befragen Personen bereit, die Skigebiete zu schliessen. (Bild: Keystone)
Ärger in Tschechien über verschärfte Testpflicht für Grenzgänger

Die verschärften deutschen Einreiseregeln für Berufspendler aus Tschechien stossen im Nachbarland auf Kritik. Seit Sonntag müssen die Grenzgänger bei jeder Fahrt in die Bundesrepublik einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Hintergrund ist die Einstufung Tschechiens als Hochrisikogebiet. Nur in Sachsen genügen zwei Tests pro Woche. Den grenzüberschreitenden Arbeitskräften und ihren Familien werde das Leben erschwert, sagte Jan Triska von der tschechischen Pendlervereinigung (APCR).

Wer es sich leisten könne, werde sich nach einer neuen Arbeit in Tschechien umsehen. Für viele gehe es indes um ihre Existenz. «Die Unsicherheit ist wahnsinnig gross», sagte Triska. Viele seien der Ansicht, dass die Verschärfung politisch motiviert sei. «Die Politiker in Deutschland schieben die ungünstige Corona-Lage auf die Pendler, auf die Tschechen, auch wenn es dafür keine relevanten Daten gibt», sagte der Vertreter der Interessengruppe.

Nach Schätzungen fahren 35’000 bis 60’000 Tschechen regelmässig zur Arbeit nach Deutschland. Auf ein anderes Problem machte der Präsident der Verwaltungsregion Karlsbad (Karlovy Vary), Petr Kulhanek, im Fernsehsender CT aufmerksam. Die Forderung, die Pendler alle 48 Stunden neu zu testen, sei eine «enorme Belastung» für das Corona-Testsystem. Es drohe, dass echte Verdachtsfälle keinen Termin mehr für einen Test auf das Virus Sars-CoV-2 bekommen würden.

Australien lässt Biontech/Pfizer-Impfstoff zu

Mit dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer hat Australien erstmals ein Vakzin gegen den Erreger Sars-CoV-2 zugelassen. Mit den Impfungen solle gegen Ende Februar begonnen werden, teilte das Büro von Premierminister Scott Morrison am Montag mit. Morrison sprach von einem wichtigen Schritt im Kampf gegen das Coronavirus. Wie die Nachrichtenagentur AAP berichtete, sollen die Impfungen in 30 bis 50 Krankenhäusern beginnen, wo zunächst ältere und behinderte Patienten sowie Gesundheitsarbeiter geimpft werden sollen.

(Bild: Keystone)

Australien ist bisher vergleichsweise glimpflich durch die Corona-Pandemie gekommen. In dem Land mit rund 25 Millionen Einwohnern wurden laut Johns-Hopkins-Universität bisher erst 28 777 Ansteckungen und 909 Todesfälle registriert. Vor Weihnachten hatte es während rund sieben Wochen überhaupt keine nachgewiesenen Neuinfektionen gegeben.

Neuseeland bestätigt ersten Coronafall seit Monaten

In Neuseeland verzeichnen die Behörden erstmals seit Monaten wieder eine Corona-Infektion. Betroffen sei eine 56-Jährige, die am 30. Dezember von einer Auslandsreise zurückgekehrt sei, teilte die Regierung mit.

Während der zweiwöchigen Zwangsquarantäne sei die Frau zunächst zwei Mal negativ getestet worden. Doch nach der Quarantäne sei bei einem weiteren Test die südafrikanische Variante des Virus nachgewiesen worden. 15 engere Kontaktpersonen seien identifiziert und kontaktiert worden. Ihr Ehemann sei negativ getestet worden.

Mexikos Präsident an Covid-19 erkrankt

Der mexikanische Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador ist an Covid-19 erkrankt. Er sei positiv auf das Coronavirus getestet worden, habe leichte Symptome und werde medizinisch behandelt, teilte der 67-jährige Staats- und Regierungschef am Sonntag (Ortszeit) auf Twitter mit. «Ich bin, wie immer, Optimist», schrieb er.

Mexiko ist nach offiziellen Zahlen das Land mit den viertmeisten Todesfällen infolge der Corona-Pandemie – knapp 150’000 Todesopfer wurden bislang registriert.

López Obrador sagte einmal, nicht zu lügen und zu stehlen schütze vor einer Corona-Infektion. Eine Maske werde er erst tragen, wenn in Mexiko die Korruption ausgelöscht sei. Am Wochenende nahm der Linkspopulist an Veranstaltungen in den Bundesstaaten Nuevo León und San Luis Potosí teil. Wie üblich reiste er per Linienflug. Fotos von ihm in den vergangenen Tagen in geschlossenen Räumen mit anderen Menschen, bei denen niemand eine Maske trägt, kursierten in sozialen Medien. Eines davon hatte der Präsident selbst veröffentlicht: Es zeigt ihn am Freitag, neben Aussenminister Marcelo Ebrard sitzend, beim Telefonat mit dem neuen US-Präsidenten Joe Biden.

Viel mehr Notrufe bei britischem Kinderschutzbund während Pandemie

In Grossbritannien gibt es seit Beginn der Corona-Krise deutlich mehr Hinweise auf Gewalt und Missbrauch in der Familie. Die Zahl der Anrufe von um das Kindeswohl besorgten Erwachsenen habe um 53 Prozent im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie zugelegt, teilte die Kinderschutzorganisation NSPCC in der Nacht zum Montag mit. Jeden Tag gingen mehr als 30 Notrufe ein. Die Organisation warnte, die Zahl könne weiter steigen, wenn der Lockdown mit Schulschliessungen sowie weitreichenden Ausgangsbeschränkungen andauere.

«Das Risiko von häuslichem Missbrauch hat in den vergangenen neun Monaten zugenommen, da Familien unter zunehmendem Druck und hinter verschlossenen Türen leben», sagte NSPCC-Vertreterin Anna Edmundson. Ausserdem falle eine Gefährdung von Kindeswohl nun häufiger auf, weil die Nachbarn wegen der Pandemie zu Hause arbeiteten. Es gebe vor allem mehr Hinweise auf stundenlangen Streit und Kindergeschrei.

Israel setzt wegen Corona-Mutanten internationale Flüge aus

Israel stellt wegen der jüngsten Mutanten des Coronavirus seine internationalen Flugverbindungen für fast eine Woche weitgehend ein. Wie das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Sonntag mitteilte, tritt die Flugsperre in der Nacht zum Dienstag um 00.00 Uhr Ortszeit in Kraft und gilt bis zum Sonntag.

«Wir schliessen die Lüfte hermetisch ab, von seltenen Ausnahmen abgesehen», sagte Netanjahu. Die Massnahme solle verhindern, dass Coronavirus-Mutanten ins Land gelangten.

Ausnahmen von dem Flugverbot gelten unter anderem für medizinische Transporte, Warenlieferungen und Einsätze der Feuerwehr. Ein Gremium aus Gesundheitsexperten und Vertretern des Innenministeriums kann im Einzelfall Sondergenehmigungen für Flüge zu «humanitären und persönlichen Zwecken» erteilen.

Mutiertes Virus: In Wangen an der Aare BE schliesst ganze Schule

In Wangen an der Aare BE schliesst wegen des Coronavirus die ganze Schule mit 350 Kindern. Grund dafür sind mehrere Ansteckungen mit dem Coronavirus, darunter auch solche mit dem mutierten Virus aus Grossbritannien.

Wie Schulleiter Andreas Oetliker am Sonntagabend auf Anfrage sagte, hat das bernische Kantonsarztamt drei Klassen in Quarantäne geschickt, aber auch die Schliessung der ganzen Schule angeordnet. Die Massnahme gilt bis zum kommenden Samstag. Oetliker präzisierte damit Informationen auf der Schul-Internetseite der Gemeinde.

Am Montag entfällt der Unterricht für die Schülerinnen und Schüler. Dieser soll ab Dienstag im Fernunterricht wieder aufgenommen werden. Laut der Schulleitung sind die Schülerinnen und Schüler nicht verpflichtet, einen Coronatest zu absolvieren.

(Bild: Keystone)

Die «Berner Zeitung» machte am Sonntagabend auf ihrer Internetseite auf die neuste Entwicklung in Wangen an der Aare aufmerksam. Bereits am Donnerstag hatte die Schulleitung bekannt gegeben, dass mehrere Schülerinnen und Schüler positiv getestet worden seien. Am Freitag wurde bekannt, dass auch eine Lehrperson infiziert ist.

Die betroffenen Schüler befänden sich in Isolation, deren Familie in Quarantäne. In Quarantäne geschickt wurden damals auch zwei Klassen. Nun sind es also drei.

Die Schule Wangen umfasst Kindergarten-, Primar- und Oberstufenklassen an drei Standorten. Schulleiter Andreas Oetliker sagt, er finde die vorsorgliche Schulschliessung richtig.

Nominierter US-Gesundheitsminister: «Das Flugzeug ist im Sturzflug»

Nach dem schleppenden Anlauf der Impfkampagne gegen das Coronavirus in den USA hat der nominierte Gesundheitsminister Xavier Becerra den einzelnen Bundesstaaten mehr Unterstützung aus Washington versprochen. «Man kann den Bundesstaaten nicht einfach sagen: Hier ist der Impfstoff, hier sind Masken, jetzt legt los», sagte Becerra am Sonntag im Nachrichtensender CNN.

Die Regierung des neuen Präsidenten Joe Biden sieht ein zentrales Problem darin, dass unter seinem Vorgänger Donald Trump die Zentralbehörden sich zwar darum gekümmert hätten, die Impfstoffe im Land zu verteilen – den Rest aber den Bundesstaaten überliessen.

Becerra liess auf wiederholte Nachfragen offen, wann jeder Amerikaner die Möglichkeit haben werde, eine Corona-Impfung zu bekommen. Das hänge unter anderem von der Koordination zwischen örtlichen und zentralen Behörden ab – und er wolle erst einen Termin nennen, wenn dieser verlässlich feststehe. «Das Flugzeug ist im Sturzflug – und wir müssen es hochreissen. Das wird nicht über Nacht passieren», sagte Becerra.

Johnsons Corona-Warnung sorgt für Wirbel

Eine Mutation des Coronavirus, eine rasante Verbreitung – und nun auch eine höhere Sterblichkeit? Was wie der Alptraum jedes Virologen klingt, könnte in England wahr werden. So legen es jedenfalls Aussagen von Premierminister Boris Johnson nahe. Demnach ist die in Grossbritannien entdeckte Variante des Coronavirus möglicherweise tödlicher als die bislang vorherrschende. Die Aufregung ist gross. Denn diese Nachricht wurde befürchtet, seit Johnson kurz vor Weihnachten von der raschen Ausbreitung der Mutation mit dem Namen B.1.1.7 berichtet hatte.

«Wir wurden heute darüber informiert, dass es zusätzlich zur schnelleren Ausbreitung einige Hinweise dafür gibt, dass die neue Variante (…) mit einer höheren Sterblichkeit verbunden sein könnte», sagte Johnson am Freitag vor Journalisten. Die Botschaft sandte Schockwellen auch nach Deutschland. «Darauf hat niemand gewartet», twitterte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach.

Doch prompt sah sich Johnson Kritik ausgesetzt. «Ich war ehrlich gesagt ziemlich überrascht, dass die Nachricht auf einer Pressekonferenz mitgeteilt wurde», sagte Mike Tildesley, Mitglied des wissenschaftlichen Expertengremiums Sage, der BBC. «Ich mache mir Sorgen, dass wir Dinge voreilig melden, wenn die Daten noch nicht wirklich besonders aussagekräftig sind.»

R-Wert steigt wieder auf fast 0,9

Die Corona-Pandemie in der Schweiz hat sich nach leichtem Abflauen Mitte Januar wieder verstärkt. Nachdem das BAG am Freitag für den 12. Januar einen Reproduktionswert (R-Wert) von 0,79 gemeldet hatte, gab es am Sonntag einen Wert von 0,89 für den 14. Januar bekannt.

Dies ist der Internetseite des Bundesamts für Gesundheit zu entnehmen. Damit zerschlägt sich die noch am Freitag geäusserte Hoffnung, die Fallzahlen alle zwei Wochen halbieren zu können.

Letztmals unter 0,8 gesunken war der R-Wert zwischen dem 6. und 12. November. Die Reproduktionszahl gibt an, wie viele Menschen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt. Demnach steckten am 14. Januar 100 Infizierte 89 weitere Leute an.

Grenzkontrollen und Einreiseregeln wegen Corona verschärft

Die Bundesregierung hat die Grenzkontrollen und Einreiseregeln verschärft, um die grenzüberschreitende Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Für insgesamt fast 30 Länder mit besonders hohen Infektionszahlen oder besonders gefährlichen Virusvarianten gilt seit Sonntag eine Testpflicht vor der Einreise.

Zu diesen Hochrisikogebieten zählen das Nachbarland Tschechien, die Urlaubsländer Portugal, Spanien und Ägypten sowie die USA. Die Tests werden nach Angaben des Bundesinnenministeriums an den Flug- und Seehäfen systematisch kontrolliert. In den Grenzgebieten zu den EU-Nachbarstaaten und der Schweiz werden Einreisende stichprobenartig überprüft – das nennt man Schleierfahndung.

Niederlande: Krawalle bei erster Ausgangssperre

Die coronabedingte Ausgangssperre hat in den Niederlanden zu Protesten und Krawallen geführt. In der Kleinstadt Urk nördlich von Amsterdam hatten Dutzende Menschen am späten Samstagabend gegen die Sperrstunde protestiert, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Sie hätten Steine und Feuerwerkskörper auf Polizisten geworfen und Polizeiautos demoliert. Jugendliche steckten nach Polizeiangaben ein Corona-Testzentrum des Gesundheitsamtes in Brand. Zwei Personen wurden festgenommen und Dutzende Geldstrafen verhängt.

(Bild: Keystone)

Landesweit hat die Polizei nach eigenen Angaben in der ersten Nacht der Sperrstunde mehr als 3600 Geldstrafen verhängt und 25 Personen festgenommen. Auch in Stein im Süden des Landes gab es Zusammenstösse mit der Polizei, als die Beamten eine illegale Party mit etwa 100 Besuchern beenden wollten.

Am Samstagabend war erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie eine Ausgangssperre in Kraft getreten. Die Bürger müssen von 21.00 bis 4.30 Uhr in ihren Wohnungen bleiben. Verstösse werden mit Geldbussen von je 95 Euro bestraft.

BAG möchte gemäss Verordnungsentwurf breiter testen

Das Bundesamt für Gesundheit fordert in einem Verordnungsentwurf die Kantone auf, regelmässige Corona-Tests in Altersheimen, Schulen und Unternehmen durchzuführen. Das meldete der «SonntagsBLick». Der Verordnungsentwurf liegt der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor.

Vorbild sei der Kanton Graubünden, der ab kommendem Mittwoch solche Tests breitflächig durchführt. Geplant wären laut dem Verordnungsentwurf landesweit 20’000 Tests pro Woche.

(Bild: Keystone)

Das Ziel sei es, aus der Lockdown-Spirale auszusteigen. Wenn es gelänge, 30 Prozent der mobilen Bevölkerung regelmässig zu testen, so könnten die Positivitätsrate und der R-Wert nachhaltig tief gehalten werden.

Die Kantone dürften diese Neuordnung laut GDK-Präsident Lukas Engelberger mittragen. Entscheiden muss der Bundesrat.

Polizei in London geht gegen illegale Party mit 300 Feiernden vor

Mit einer Hundestaffel und einem Hubschrauber ist die Polizei in London gegen eine illegale Party mit 300 Gästen vorgegangen. Die Beamten seien bei der Feier auf Widerstand gestossen und hätten eine Tür aufbrechen müssen, teilte die Polizei am Sonntag mit. Noch an Ort und Stelle seien 78 Teilnehmern Strafen in Höhe von je 200 Pfund (rund 225 Euro) wegen Verstosses gegen die Corona-Regeln aufgebrummt worden. Dutzende Gäste seien über Zäune geflohen.

Einsatzleiter Roy Smith kritisierte die Feiernden scharf. «Die Beamten waren wieder einmal gezwungen, ihre eigene Gesundheit zu gefährden, um es mit einer grossen Gruppe unglaublich egoistischer Menschen aufzunehmen, die auf engstem Raum zusammengepfercht waren», sagte Smith. Auch am vorigen Wochenende hatte die Polizei in London Partys mit Hunderten Teilnehmern aufgelöst.

Wegen der Corona-Pandemie gelten in England weitreichende Ausgangs- und Reisebeschränkungen. Treffen mit Mitgliedern anderer Haushalte sind nur in Ausnahmen erlaubt.

Servette vorsorglich in Quarantäne

Die Mannschaft von Genève-Servette wurde vorsorglich unter Quarantäne gestellt, nachdem ein Teammitglied positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Das für Sonntag angesetzte Auswärtsspiel gegen die SCL Tigers musste verschoben werden.

Der Genfer Kantonsarzt wird nun über eine definitive Quarantäne-Anordnung entscheiden. Die Servettiens mussten in dieser Saison bereits zweimal aufgrund positiver Coronavirus-Fälle in Quarantäne.

Bei einer neuerlichen, längeren Zwangspause müssten auch für die Partien am Dienstag gegen Fribourg-Gottéron, am Donnerstag in Bern sowie am Sonntag zuhause gegen Lausanne ein neuer Termin gefunden werden.

Grossen: Tagestourismus mit negativem Test weiterhin möglich

Von den strengeren Einreisebestimmungen wären praktisch alle Einreisenden betroffen. Das sagte Jürg Grossen, Initiator der Forderung der Parteichefs. Hier lesen Sie mehr.

Nationalrat Jürg Grossen, GLP-BE. (Bild: Keystone)
Fast 25 Millionen Menschen in USA bisher mit Corona infiziert

In den USA haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie vor einem Jahr fast 25 Millionen Menschen mit dem Sars-CoV-2-Virus angesteckt. Die Zahl der bisher registrierten Toten im Zusammenhang mit dem Virus stieg auf knapp 417’500, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore am Sonntagvormittag (MEZ) hervorging.

(Bild: Keystone)

Die Zahl der Toten binnen 24 Stunden erreichte am Samstag demnach 3332. Der bisherige Höchstwert an Corona-Toten wurde am 12. Januar mit 4462 verzeichnet. Zudem registrierten die Behörden für Samstag 172’650 Neuinfektionen. Der bisherige Tagesrekord lag am 2. Januar bei 298’031 neuen Fällen.

Italiens Regierungschef kritisiert Impfstoff-Hersteller

Wegen der verzögerten und verringerten Corona-Impfstoff-Lieferungen hat Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte die Hersteller öffentlich scharf angegriffen. Er nannte Reduzierungen bei Pfizer-Biontech und Astrazeneca besorgniserregend. Auf Facebook schrieb Conte am Samstagabend: «Diese Verlangsamungen der Lieferungen stellen schwere Vertragsverletzungen dar, die in Italien und anderen europäischen Ländern enorme Schäden verursachen (…)». Es gebe «direkte Auswirkungen auf das Leben und die Gesundheit der Bürger» sowie auf Italiens von der Pandemie stark angegriffene Wirtschaft.

(Bild: Keystone)

Nach den Lieferproblemen bei Pfizer-Biontech hatte vergangene Woche der britisch-schwedische Konzern Astrazeneca angekündigt, zunächst weniger Dosen an die EU abzugeben als geplant. Die Zulassung dieses Impfstoffs wird in Kürze erwartet.

Britische Regierung doch nicht sicher bei tödlicher Virus-Variante

Nach überraschenden Aussagen des britischen Premierministers über eine mögliche höhere Sterblichkeit mit einer Coronavirus-Variante rudert die Regierung nun etwas zurück. Es sei «nicht wirklich sicher, wie tödlich» die Mutation B.1.1.7 ist, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock am Sonntag dem Sender Sky News. Studien hätten unterschiedliche Daten ergeben. Das Risiko bestehe aber, dass mehr Menschen wegen der zuerst in Südostengland entdeckten Variante sterben. Erwiesen sei, dass diese sich schneller übertrage.

Johnson hatte am Freitag gesagt, es gebe «einige Hinweise» dafür, dass die neue Variante mit einer höheren Sterblichkeit verbunden sei. Dies betreffe Männer in ihren Sechzigern. Wissenschaftler hatten sich über Johnsons Aussagen verwundert gezeigt. Es lägen noch nicht ausreichend Daten vor.

Israel beginnt mit Corona-Impfung von Jugendlichen

Als eines der ersten Länder weltweit hat Israel mit der Impfung von Teenagern gegen das Coronavirus begonnen. Die ersten Jugendlichen im Alter von 16 bis 18 Jahren wurden am Samstag geimpft, wie israelische Medien am Sonntag berichteten. Erforderlich ist eine Genehmigung der Eltern. Damit soll Schülern, die vor dem Abitur stehen, wieder die Teilnahme an Präsenzunterricht in den Schulen ermöglicht werden.

(Bild: Keystone)

Am Freitag und Samstag – dem Wochenende in Israel – wurden insgesamt 195’000 Menschen geimpft, teilte Gesundheitsminister Juli Edelstein am Sonntag auf Twitter mit. Von den etwa neun Millionen Einwohnern erhielten inzwischen 2,5 Millionen die erste Dosis und fast eine Million bereits die zweite Dosis. Ungeachtet eines mehrwöchigen Lockdowns seien die Infektionszahlen bislang aber nicht stark genug gesunken, so der Minister.

Parteichefs fordern «umfassendes Grenz- und Testsystem»

Sechs Parteichefs haben den Bundesrat in einem gemeinsamen Brief gebeten, wegen der Corona-Pandemie ein «umfassendes Grenz- und Testsystem» einzuführen. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Biontech-Vakzine landen regelmässig im Abfall

Extreme Kühltemperaturen und kurze Verbrauchszeiten: Der Umgang mit dem Impfstoff von Pfizer-Biontech ist nicht unkomliziert. Das Vakzin muss nach einem speziellen Prozedere vorbereitet und innerhalb von sechs Stunden verabreicht werden. Weil diese Bedingungen nicht immer eingehalten werden können, werden einzelne Dosen regelmässig entsorgt. Lesen Sie hier mehr dazu.

(Bild: Keystone)
Tschechische Wirte widersetzen sich Corona-Schliessungen

Mehrere Dutzend Kneipen und Restaurants haben sich in Tschechien den harten Lockdown-Regeln widersetzt. Sie öffneten am Samstag ihre Türen für Gäste, obwohl Speisen eigentlich nur zum Mitnehmen angeboten werden dürfen. Die Polizei führte landesweit verstärkt Kontrollen durch und leitete mehrere Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten ein.

An der Protestaktion beteiligten sich unter anderem die Wirte zweier beliebter Ausflugslokale in Prag und Olomouc (Olmütz). Sie folgten einem Aufruf der Bürgerinitiative «Chcipl pes» (Der Hund ist verreckt) – der Name ist eine Anspielung auf das Corona-Warnstufensystem Pes (Hund) der Regierung. Derzeit gilt die höchste der fünf Risikostufen.

«Das Virus ist schlauer als die Regierung und macht sowieso, was es will», kritisierten die Organisatoren. «Wir müssen zur Normalität zurückkehren.» Im Internet hatten Hunderte Gaststätten ihre Teilnahme angekündigt, die meisten machten indes einen Rückzieher, wie die tschechische Nachrichtenagentur CTK bei Stichproben vor Ort feststellte. Es drohen empfindliche Bussgelder.

Südafrikanische Virusvariante könnte zu erneuten Infektionen führen

Die südafrikanische Coronavirus-Variante 501Y.V2 könnte sich womöglich stärker ausbreiten als die in Europa bisher hauptsächlich verbreitete Sars-CoV-2-Variante. Zudem könnten Antikörper-Therapien und Impfstoffe deutlich an Wirksamkeit gegen diesen Erregertyp einbüssen. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Deutschland kauft neues Antikörper-Mittel

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn hat ein neues Corona-Medikament auf Antikörper-Basis gekauft, wie die «Bild am Sonntag» berichtet.

«Ab nächster Woche werden die monoklonalen Antikörper in Deutschland als erstem Land in der EU eingesetzt, zunächst in Uni-Kliniken. Der Bund hat 200’000 Dosen für 400 Millionen Euro eingekauft», zitiert das Blatt Spahn in dem Vorabbericht.

(Bild: Keystone)

«Sie wirken wie eine passive Impfung. Die Gabe dieser Antikörper kann Risikopatienten in der Frühphase helfen, dass ein schwerer Verlauf verhindert wird.» Mit dieser Form der Antikörper wurde dem Bericht nach auch Ex-US-Präsident Donald Trump nach seiner Corona-Infektion behandelt.

Italiens Corona-Zahlen sinken - Erleichterungen in der Lombardei

Nach etwas sinkenden Corona-Zahlen treten in einigen Teilen Italiens Erleichterungen bei den Covid-Beschränkungen in Kraft. Die wirtschaftsstarke Lombardei mit ihren rund zehn Millionen Einwohnern ist seit Sonntag keine Rote Zone mit strengen Ausgangsverboten mehr, sondern wurde eine Risiko-Stufe herabgesetzt – auf orange. Viele Läden dürfen dort wieder öffnen. Den Erlass dazu hatte Gesundheitsminister Roberto Speranza am Samstag in Rom unterschrieben. Sizilien im Süden und die Autonome Provinz Bozen im Norden bleiben rote Hochrisiko-Gebiete.

In Mailand am 23. Januar 2021. (Bild: Keystone)

Ein Grossteil Italiens gehört ohnehin als Orange Zone ins Mittelfeld. Dort sollen die Menschen in der Regel ihre Orte nicht verlassen. Restaurants und Bars dürfen Gäste nicht mehr am Tisch bedienen, erlaubt ist nur zeitweiser Ausser-Haus-Verkauf.

Brasilien: Funksong mit Bach-Passage wird zur Impfhymne

Brasilien hat seinen eigenen Impfhit: Der Funksong «Bum Bum Tam Tam», in dem Musiker MC Fioti eine Frau dazu auffordert, den Po (Bumbum) zu bewegen, war zunächst in den sozialen Medien ein Erfolg. Am Samstag erschien nun ein eigens produzierter Remix des Songs: «Bum Bum Tam Tam (Remix Vacina Butantan)», in dem der Musiker die Zuhörer bittet, zum Impfen ins «Butantan» zu gehen. Gemeint ist die Forschungseinrichtung «Instituto Butantan» in São Paolo, deren Name ähnlich klingt wie der Songtitel.

(Video: Youtube/Canal KondZilla)

Nachdem die Nationale Behörde für Gesundheitsüberwachung in Brasilien, Anvisa, die Wirksamkeit der Impfung des chinesischen Herstellers Sinovac und dem «Instituto Butantan» im Januar festgestellt hatte, wurde «Bum Bum Tam Tam» in der ursprünglichen Version in Brasilien schnell zum Impfhit. Der Text der neuen Version ist an die Impfthematik angepasst, der dazugehörige Videoclip spielt auch im «Instituto Butantan».

Der Clip war 2018 der erste brasilianische, der auf Youtube eine Milliarde Mal angeschaut wurde. Zum Musikbett gehört eine Flötenpassage aus einem Stück von Johann Sebastian Bach, die MC Fioti aus dem Internet herunterladen hatte.

Schärfere Corona-Kontrollen ab Sonntag am Frankfurter Flughafen

Die Bundespolizei am grössten deutschen Flughafen Frankfurt intensiviert ab Sonntag die Kontrollen bei Flügen aus Hochrisikogebieten der Corona-Pandemie. Dabei werden auch die erforderlichen Einreisevoraussetzungen konsequent überprüft, teilte die Bundespolizeidirektion am Samstagabend in Frankfurt mit. Kontrolliert werden sollen vor allem die Einreiseanmeldungen und der Nachweis über einen aktuellen, negativen Corona-Test. Auch am Flughafen München mobilisiert die Bundespolizei nach Informationen des «Spiegels» deutlich mehr Beamte, um alle landenden Passagiere überprüfen zu können.

(Bild: Keystone)

Die Überprüfungen finden nach Angaben der Bundespolizei in Frankfurt noch vor der eigentlichen Grenzkontrolle statt – und zwar direkt an den Flugzeugen. Am Sonntag sollen davon voraussichtlich 17 Flüge aus fünf Ländern betroffen sein. Alle Massnahmen werden demnach in enger Abstimmung mit den Gesundheitsämtern, der Landespolizei Hessen sowie dem Flughafenbetreiber und den betreffenden Airlines vorgenommen.

Sogenannte Hochinzidenzgebiete sind Länder mit deutlich höheren Infektionszahlen als Deutschland. Der Grenzwert ist in der Regel eine Inzidenz von 200.

Sogenannte Hochinzidenzgebiete sind Länder mit deutlich höheren Infektionszahlen als Deutschland. Dazu zählen in der Regel Länder mit einem Inzidenzwert über 200 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner und Woche (Deutschland derzeit: 115). Es können aber auch weitere Länder unter dieser Marke unter bestimmten Bedingungen zu Hochinzidenzgebieten erklärt werden. In diese ab Sonntag geltende Kategorie fallen neben anderen Ländern auch Spanien, Portugal, die USA, Tschechien, Slowenien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Montenegro, Kosovo, Nordmazedonien und Ägypten.

Polizei löst Kundgebung von Massnahmengegnern vor Bundeshaus auf

Die Berner Kantonspolizei hat am Samstagnachmittag in Bern eine Kundgebung von Gegnern der Corona-Massnahmen aufgelöst. Mehrere Personen, welche der Aufforderung der Polizei nicht nachkamen, den Ort zu verlassen, wurden kontrolliert und verzeigt.

Schätzungsweise hundert Personen waren einem in sozialen Medien verbreiteten Aufruf gefolgt, für ein «Ende aller unbegründeten Massnahmen» zu demonstrieren, wie es im Aufruf hiess.

Die Polizei forderte sie per Lautsprecher dazu auf, den Platz zu verlassen, und rief das Kundgebungsverbot ab fünf Personen in Erinnerung, das in Bern gilt. Zuerst verliessen in einer ersten Phase viele den Bundesplatz, als Polizistinnen und Polizisten den Bundesplatz mit Absperrgittern abriegelten.

Viele blieben dann aber in der Umgebung stehen, Die meisten Kundgebungsteilnehmer trugen keine Gesichtsmasken. Als Kundgebungsteilnehmer durch die Stadt zogen, folgten ihnen Polizisten und kontrollierten auch an anderen Orten der Innenstadt Teilnehmer.

R-Wert steigt wieder auf über 0,8

Die Corona-Pandemie in der Schweiz hat sich nach leichtem Abflauen Mitte Januar wieder verstärkt. Nachdem das BAG am Freitag für den 12. Januar einen Reproduktionswert (R-Wert) von 0,79 gemeldet hatte, gab es am Samstag einen Wert von 0,84 für den 13. Januar bekannt.

Dies ist der Internetseite des Bundesamts für Gesundheit zu entnehmen. Damit zerschlägt sich die noch am Freitag geäusserte Hoffnung, die Fallzahlen alle zwei Wochen halbieren zu können.

(Bild: Keystone)

Letztmals unter 0,8 gesunken war der R-Wert zwischen dem 6. und 12 November. Die Reproduktionszahl gibt an, wie viele Menschen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt. Demnach steckten am 13. Januar 100 Infizierte 84 weitere Leute an.

Erstmals Ausgangssperre in den Niederlanden

Die Niederländer stehen vor der bisher schwersten Anti-Corona-Massnahme. Zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie gilt ab Samstag landesweit eine Ausgangssperre. Von 21.00 bis 4.30 Uhr dürfen Bürger die Wohnungen nicht mehr verlassen. Damit will die Regierung die Verbreitung des Virus stark bremsen. Grosse Sorgen machen sich die Behörden vor allem über die Virus-Mutationen. Daher gilt auch ein Verbot für Passagierflüge aus Grossbritannien, Südafrika und Südamerika.

Verstösse gegen die Sperrstunde werden mit einer Geldbusse von 95 Euro bestraft. Ausnahmen gelten für Personen, die beruflich unterwegs sein müssen, sowie Menschen, die andere pflegen oder Reisende. Auch Gassigehen mit dem Hund ist erlaubt. Die Ausgangssperre gilt vorerst bis zum 9. Februar.

(Bild: Keystone)

Die geschäftsführende Regierung hatte auch Reisebeschränkungen weiter verschärft. Reisende aus Hochrisikogebieten müssen nicht nur einen negativen PCR-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden ist. Sie müssen sich zusätzlich maximal vier Stunden vor Abreise mit Flugzeug, Boot, Zug oder Bus einem Schnelltest unterziehen.

Talkshow-Moderator Larry King ist tot

Der amerikanische Talkshow-Moderator Larry King ist tot. King sei im Alter von 87 Jahren gestorben, berichtete der Nachrichtensender CNN am Samstag unter Berufung auf seinen Sohn. Auch auf dem Twitter-Profil des Moderators wurde die Nachricht bekanntgegeben. Lesen Sie hier mehr.

Britische Corona-Variante - Norwegen verschärft Regeln um Oslo

Norwegens Regierung hat nach dem Ausbruch der britischen Coronavirus-Variante in einem Pflegeheim nahe Oslo die meisten Einkaufszentren in den zehn Gemeinden rund um die Hauptstadt schliessen lassen. Die Massnahme sollte von Samstagmittag bis zunächst 31. Januar gelten.

Bereits am Freitag hatten die Behörden angeordnet, dass alle Schulen, Kindergärten, Fitnessstudios, Schwimmbäder und Sportzentren schliessen müssen. Ausgenommen sind Lebensmittelgeschäfte, Apotheken und Tankstellen. Zuvor waren in einem Pflegeheim in der Gemeinde Nordre Follo zwei Fälle der britischen Corona-Variante nachgewiesen worden.

Es müsse darum gehen, diese Corona-Mutation fern von Oslo zu halten, sagte Gesundheitsminister Bent Høie am Samstag mit Blick auf die vielen Pendler. «Wenn die Virus-Mutation sich in Oslo ausbreitet, wird es sehr schwierig sein, ihr Überspringen auf den Rest des Landes zu verhindern.» Die Bewohner der zehn Gemeinden wurden angehalten, möglichst von zu Hause aus zu arbeiten, nicht erforderliche Reisen zu vermeiden und Kontakte ausserhalb ihres eigenen Haushaltes zu begrenzen.

Expertin: Jeder neunte Österreicher hatte bereits Corona

In Österreich hat nach Ansicht einer Expertin bereits etwa jeder neunte Bürger eine Infektion mit dem Coronavirus durchgemacht. Schon vor drei Monaten hätten 4,7 Prozent der Österreicher eine solche Infektion hinter sich gehabt, sagte die Leiterin des Zentrums für Virologie der MedUni Wien, Elisabeth Puchhammer, am Samstag.

(Bild: Keystone)

Schätzungsweise 60 Prozent der Infektionen verliefen asymptomatisch. «Damit dürften in Österreich jetzt schon mehr als eine Million Österreicher eine Infektion mit SARS-CoV-2 hinter sich haben», sagte die Expertin weiter. Es gilt als sicher, dass die ehemals Infizierten zumindest eine Zeit lang vor einer Erkrankung geschützt sind. In der offiziellen Statistik sind rund 400’000 laborbestätigte Fälle von Corona ausgewiesen.

Mehr als 200 neue Corona-Infektionsfälle in China

In China, wo das Corona-Virus Ende 2019 erstmals aufgetreten war, sind mehr als 200 neue Corona-Infektionsfälle entdeckt worden. 69 der insgesamt 206 Neuinfektionen gab es in den nordöstlichen Provinzen Heilongjiang und Jilin, wie die Behörden am Samstag mitteilten.

Betroffen waren demnach zudem auch die Provinz Hebei mit 15 Fällen. Aus der Hauptstadt Peking und der Millionenmetropole Shanghai wurden je drei Fälle gemeldet. 107 der Infizierten zeigten Symptome, wobei in 17 Fällen das Virus aus dem Ausland nach China gebracht worden sei, wie es weiter hiess.

Madrid verschärft Corona-Massnahmen

Die spanische Hauptstadt Madrid hat angesichts der drastisch steigenden Zahl von Corona-Infektionen die Gegenmassnahmen weiter verschärft. So beginnt die nächtliche Ausgangssperre in der Millionenmetropole ab Montag schon eine Stunde früher um 22.00 Uhr, so wie das in anderen spanischen Regionen schon seit längerem gilt.

Die konservative Regionalregierung hatte sich lange gegen einschneidendere Massnahmen gesträubt. Die hohe Zahl der Neuinfektionen und die Überlastung der Intensivstationen mit Corona-Patienten zwangen die Verantwortlichen nun aber zur Kehrtwende, wie die Zeitung «El País» am Samstag schrieb. Deutschland hatte Spanien neben anderen Ländern wegen der besorgniserregenden Corona-Zahlen am Vortag zum Hochrisikogebiet erklärt, was das Reisen in das beliebte Urlauberland weiter erschweren soll.

Britische Experten verwundert über Johnsons Aussage zu Sterblichkeit

Der britische Premierminister Boris Johnson hält eine Coronavirus-Variante für tödlicher als die bisher vorherrschende. Experten zeigen sich darüber verwundert. Hier lesen Sie mehr.

Der britische Premierminister Boris Johnson. (Bild: Keystone)
Weiter weit über 3000 Corona-Todesfälle in den USA binnen 24 Stunden

In den USA sind 3655 Todesfälle binnen eines Tages im Zusammenhang mit dem Corona-Virus registriert worden. Diese Zahl für Freitag meldete die Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore am Samstagmorgen (MEZ) auf ihrer Internetseite. Der bisherige Höchstwert an Corona-Toten war am 12. Januar mit 4462 verzeichnet worden. Die Anzahl der registrierten Neuinfektionen binnen 24 Stunden erreichte am Freitag 186’891. Der bisherige Tagesrekord wurde am 2. Januar mit 298’031 neuen Fällen verzeichnet.

(Bild: Keystone)
Alle Hotels und Skischulen in St. Moritz und Celerina testen

Alle Hotels in St. Moritz und Celerina testen ihr Personal auf das Coronavirus. Ebenfalls zum Test müssen sämtliche Ski- und Schneesportlehrerinnen und -lehrer, die in den Skigebieten Corviglia und Corvatsch tätig sind. Das teilte die Staatskanzlei am Samstag mit.

Diese erweiterte Untersuchung sei eine Sicherheitsmassnahme, um neuen Ansteckungen und damit Betriebsunterbrüchen vorzubeugen, heisst es in einer Medienmitteilung. Von den Tests ausgenommen seien Personen, die bereits ein negatives PCR-Testresultat vorweisen könnten oder nachweislich an Covid-19 erkrankt gewesen seien.

Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin fordert mehr Sonntagsverkäufe

Die Zürcher Regierungsrätin Carmen Walker Späh (FDP) verlangt, dass der Bund dieses Jahr mehr Sonntagsverkäufe als üblich bewilligt. Damit soll der von der Coronakrise gebeutelte Detailhandel unterstützt werden. Lesen Sie hier mehr.

Auch unabhängig von Corona will die Zürcher Regierungsrätin die Ladenöffnungs- und Arbeitszeiten liberalisieren. (Bild: Keystone)
Simbabwe verliert kurz hintereinander zwei Minister wegen Covid-19

Im südafrikanischen Krisenstaat Simbabwe hat die Regierung innerhalb weniger Stunden zwei Kabinettsmitglieder durch das Coronavirus verloren. Verkehrsminister Joel Matizas Tod wurde am späten Freitagabend von der Regierung bekanntgegeben – Aussenminister Sibusiso Moyo starb weniger als zwei Tage zuvor ebenfalls an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung. Seit Beginn der Pandemie sind insgesamt vier Minister an Covid-19-Komplikationen gestorben. Nach offiziell unbestätigten Medienberichten sollen mehrere weitere Kabinettsmitglieder in einer Privatklinik mit dem Tode ringen.

(Bild: Keystone)
Personenverkehr bei Postauto wegen Corona um 25 Prozent gesunken

Wegen der Corona-Pandemie hat Postauto im letzten Jahr einen Einbruch im Personenverkehr von rund 25 Prozent verzeichnet. Der Rückgang sei vor allem in den Frühlingsmonaten massiv gewesen.

Wie Postauto auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte, ging die Nachfrage (Einsteiger und Personenkilometer) 2020 im Durchschnitt um ungefähr 25 Prozent zurück. Regional gebe es jedoch Unterschiede, die noch ausgearbeitet werden müssten.

Am Freitag hatte Postauto erstmals den Verlust beziffert, der dem Unternehmen durch die Corona-Pandemie im letzten Jahr entstanden war: Und zwar geht Postauto von einem Verlust von 50 Millionen Franken aus. Dieser soll mit den Reserven gedeckt werden.

IOC plant Corona-Impfung für Aktive vor Olympischen Spielen

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) plant in einer Kooperation mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die Olympischen Sommerspiele in Tokio die Impfung aller qualifizierten Athleten gegen das Coronavirus.

Das meldete am Freitag die englische Tageszeitung «The Telegraph». Damit soll trotz der Pandemie die Durchführung der Spiele gesichert werden. Die rasche Impfung der Aktiven habe laut dem Bericht für das IOC oberste Priorität.

Frust in der EU: Astrazeneca will zunächst weniger Impfstoff liefern

Der Pharmakonzern Astrazeneca liefert zunächst weniger Corona-Impfstoff an die EU als geplant. Sollte Astrazeneca die EU-Zulassung erhalten, werde die Menge zu Beginn niedriger sein, sagte eine Sprecherin des britisch-schwedischen Unternehmens am Freitag auf Anfrage. Grund sei eine geringere Produktion an einem Standort in der europäischen Lieferkette.

Nach Angaben von EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides kündigte das Unternehmen die Lieferprobleme am Freitag im Lenkungsausschuss zur EU-Impfstrategie an. Die EU-Kommission und Mitgliedstaaten hätten tiefe Unzufriedenheit darüber geäussert, dass im ersten Quartal weniger Impfstoff geliefert werden solle als geplant, erklärte Kyriakides am Abend.

Man habe darauf bestanden, dass es einen genauen Lieferplan gebe, auf dessen Grundlage die Mitgliedstaaten ihre Impfprogramme planen könnten. Die EU-Kommission werde weiter auf mehr Zuverlässigkeit bei den Lieferungen dringen und auf eine beschleunigte Verteilung der Dosen.

Über die Probleme bei Astrazeneca hatte zunächst die «Bild»-Zeitung berichtet. Wie «Bild» berichtete, muss der Impfstoff nach den Mutationen in einigen Ländern angepasst werden. Bereits auf Halde produzierte Impfstoffmengen könnten deshalb womöglich nicht ausgeliefert werden. Zudem seien die Auswirkungen auf die Produktion nach einem Brand in einem Werk in Indien noch nicht klar.

Furcht vor Corona-Ausbruch: Hongkong schottet ganzen Stadtteil ab

Aus Furcht vor einer sprunghaften Verbreitung des Coronavirus ist ein besonders dicht besiedelter Stadtteil der Millionenmetropole Hongkong im Morgengrauen abgeriegelt worden. Tausende Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Einwanderungsbehörden sind seit Samstagfrüh (Ortszeit) damit beschäftigt, die rund 10000 Bewohner des Jordan-Viertels nach und nach alle auf den Erreger zu testen.

Das betroffene Gebiet mit 150 Wohnblöcken werde zu diesem Zweck für zwei Tage bis voraussichtlich Montagmorgen hermetisch abgeschottet, teilte die Regierung mit. Bis dahin, so die Hoffnung der Behörden, sollen alle Testergebnisse vorliegen.

Es handelt sich um den ersten derartigen Lockdown in Hongkong seit Beginn der Corona-Pandemie vor etwa einem Jahr.

Erster Jahrestag der Abriegelung Wuhans wegen des Coronavirus

In Wuhan hat sich am Samstag die Abriegelung der chinesischen Millionenmetropole wegen des Coronavirus gejährt. In der zentralchinesischen Stadt war das Coronavirus Ende 2019 erstmals bei Menschen festgestellt worden.

Innerhalb weniger Wochen verbreitete es sich massiv in Wuhan aus, am 23. Januar wurde die Stadt von den Behörden abgeriegelt. Elf Millionen Menschen durften 76 Tage lang ihre Häuser nicht mehr verlassen.

(Bild: Keystone)

In den folgenden Tagen wurde die Massnahme auf die gesamte Provinz Hubei ausgedehnt, in der Wuhan liegt. Von China aus verbreitete sich das Virus in die ganze Welt.

Während heute noch zahlreiche Länder gegen die Ausbreitung des Virus kämpfen, erinnert in Wuhan nichts mehr an die Geisterstadt vor einem Jahr. Öffentliche Verkehrsmittel, Parks und Bars waren am Samstag wieder voller Menschen.

«Vergangenes Jahr hatte ich Angst, aber die Dinge haben sich sehr verbessert, seit die Epidemie unter Kontrolle gebracht wurde», sagte Wang, der ohne Maske am Jangtse-Fluss entlang joggte. «Das Leben ist wieder wie früher.» Doch angesichts neuer Infektionsherde im ganzen Land wächst auch in China die Sorge, dass Virus könnte sich erneut ausbreiten.

Südafrikanische Corona-Variante auch in Panama und Kuba nachgewiesen

Erstmals sind in Kuba und Panama Infektionen mit der zuerst in Südafrika aufgetretenen Coronavirus-Variante B.1.351 gemeldet worden. Diese wurde bei jeweils einer Person festgestellt, die aus Südafrika eingereist war, wie die Gesundheitsministerien beider Länder unabhängig voneinander am Freitag mitteilten.

(Bild: Keystone)

Im mittelamerikanischen Panama handelte es sich den Angaben zufolge um einen 40-Jährigen aus Botsuana. Dieser sei seit seiner Einreise am 5. Januar isoliert worden – zunächst in einem Hotel, nach dem positiven Test vergangenen Sonntag dann in einem Krankenhaus. Aus Kuba hiess es, der Reisende habe keine Symptome. Die Menschen, mit denen er Kontakt gehabt habe, seien negativ getestet worden. Es sei jedoch nicht ausgeschlossen, dass das Virus in der mutierten Form bereits auf der Karibikinsel zirkuliere.

Weltgesundheitsorganisation hält Stoffmasken weiterhin für wirksam

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält Stoffmasken trotz der sich ausbreitenden Coronavirus-Mutanten weiterhin für ausreichend.

«Wir haben keinen Hinweis darauf, dass sich die Art der Übertragung verändert hat», sagte die für die Corona-Pandemie zuständige WHO-Expertin Maria Van Kerkhove am Freitag in Genf. Deshalb ändere die WHO ihre Empfehlungen derzeit nicht.

(Bild: Keystone)

Nicht-medizinische Stoffmasken könnten weiterhin von der allgemeinen Bevölkerung unter 60 Jahren ohne gesundheitliche Vorbelastung verwendet werden, erklärte Van Kerkhove. «Es steht den Ländern frei, die Massnahmen zu ergreifen, die sie für notwendig erachten».

Die WHO-Expertin wies darauf hin, dass Stoffmasken aus drei Schichten bestehen sollten, um wirksamen Schutz zu bieten: Die innere Schicht sollte etwa aus Feuchtigkeit absorbierender Baumwolle hergestellt sein, die mittlere sollte aus einem Material wie Polypropylen-Vlies bestehen und als Filter fungieren. Die äusserste Schicht sollte aus wasserabweisendem Material wie Polyester sein.

Biden rechnet mit mehr als 600'000 Corona-Toten in den USA

US-Präsident Joe Biden rechnet damit, dass die Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus bis weit über 600’000 steigen wird. Das Virus verbreite sich weiter stark. Die Zahl der Todesopfer werde von derzeit mehr als 400’000 weiter zunehmen, sagte Biden am Freitag.

In den USA führe die Pandemie dazu, dass Familien Hunger hätten und ihr Dach über dem Kopf verlören, sagte Biden. Die Zahl der Arbeitslosen nehme zu. Der neue Präsident unterzeichnete am Freitag mehrere Anordnungen, mit denen die staatlichen Hilfen für bedürftige Familien in der Corona-Krise ausgebaut werden.

(Bild: Keystone)

Die Corona-Krise und die damit einhergehenden Jobverluste haben die Zahl der US-Bürger, die sich nicht genug zu essen leisten können, in die Höhe schnellen lassen. Allein vergangene Woche meldeten sich laut Arbeitsministerium mehr als 1,3 Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten arbeitslos.

Die Zahl der US-Bürger, die irgendeine Form von Arbeitslosenhilfe vom Staat bekommen, belief sich in der ersten Januar-Woche auf knapp 16 Millionen. Mitte Dezember hatte das US-Handelsministerium gemeldet, 13,7 Prozent der Erwachsenen lebten in Haushalten, in denen es manchmal oder oft nicht genug zu essen gebe.

Häufung von Coronavirus-Mutation an zwei Zürcher Privatschulen

An zwei Privatschulen in der Stadt Zürich häufen sich Ansteckungen mit Covid-19-Mutationen, wie die kantonale Gesundheitsdirektion am Freitagabend bekannt gab. Die Ansteckungen an den beiden jüdischen Schulen Noam mit Primar- und Sekundarstufe und ICZ mit Vorkindergarten und Kindergarten im Stadtkreis 2 haben auch das familiäre Umfeld erfasst: über 30 Personen wurden Coronavirus-positiv getestet.

Beide Schulen hatten bereits am 12. beziehungsweise 18. Januar wegen vereinzelt vorgekommenen Ansteckungen den Unterricht und den Betrieb vorsorglich eingestellt. Beide Schulleitungen hätten nun entschieden, die Schliessung beizubehalten, hiess es aus der Gesundheitsdirektion.

Bill Gates hat sich gegen Corona impfen lassen

Microsoft-Gründer Bill Gates hat eine Corona-Impfung bekommen. «Einer der Vorteile, 65 zu sein, ist der Zugang zum Covid-19-Impfstoff», schrieb Gates am Freitag bei Twitter. Er habe diese Woche die erste der zwei Impfdosen erhalten – «und ich fühle mich grossartig».

Gates steht im Mittelpunkt einiger Verschwörungstheorien rund um das Coronavirus. Eine der unbelegten Behauptungen ist, dass Gates unter dem Vorwand der Impfungen Chips zur Kontrolle über die Menschheit einpflanzen wolle. «Diese verrückten Ideen verbreiten sich irgendwie schneller in den sozialen Medien als die Wahrheit. Ich bin überrascht, dass mein Name in diesen Verschwörungstheorien auftaucht», sagte Gates am September bei «Bild Live».

Rekordinzidenz auf Ibiza: Insel wird abgeriegelt

Wegen den stark steigenden Fallzahlen wird die Ferieninsel Ibiza ab Samstag (22. Januar) komplett abgeriegelt. Erlaubt sind nur noch sogenannte essentiellen Reisen, wie die «Mallorca Zeitung» berichtet. Dazu gehören etwa Arztbesuche oder berufliche Pflichten.

Die Insel hat zurzeit einen 14-Tages-Inzidenz von 1’970 Fälle Fällen pro 100’000 Einwohnern und einen R-Wert von 1,4, schreibt die Zeitung weiter. Noch schlimmer stehe es um die Nachbarsinsel Formentera. Dort sei der R-Wert gar auf etwa 3 hochgeschnellt.

In England entdeckte Virus-Variante womöglich tödlicher als bisherige

Die zuerst in Grossbritannien entdeckte Variante des Coronavirus ist möglicherweise tödlicher als die bislang vorherrschende. Darauf gebe es «einige Hinweise» sagte der britische Premierminister Boris Johnson am Freitag in einer Pressekonferenz im Regierungssitz Downing Street in London. Die hohe Belastung der Krankenhäuser im Land sei zu einem erheblichen Teil auf die neue Virusvariante zurückzuführen, so der konservative Politiker.

Premierminister Boris Johnson äusserte sich am Freitag besorgt über die Britische Virus-Mutation. (Keystone)

Die Mutation war Ende vergangenen Jahres in der südostenglischen Grafschaft Kent aufgetaucht und hatte sich mit rasender Geschwindigkeit in London und Teilen des Landes ausgebreitet.

Grossbritannien ist eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder in Europa. Täglich werden Zehntausende Neuinfektionen und zuletzt jeweils mehr als 1’000 Tote gemeldet. Seit Wochen gilt ein Lockdown mit weitreichenden Ausgangs- und Reisebeschränkungen, Schulen und nicht lebensnotwendige Geschäfte sind geschlossen. Die Massnahmen sollen Mitte Februar überprüft werden. Mehr dazu hier.

Andy Murray nicht am Australian Open

Andy Murray muss wie erwartet auf die Teilnahme am Australian Open verzichten. Der 33-jährige Schotte fand nach seinem positiven Corona-Test keine Möglichkeit, unter Einhaltung der 14-tägigen Quarantäne rechtzeitig vor Beginn des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres am 8. Februar nach Australien zu reisen.

Der fünffache Finalverlierer des Australian Open, aktuell die Nummer 123 der Welt, hätte von einer Wildcard profitiert.

100 Franken Busse für Maskenmuffel im öV

Der Bund hat die Höhe der Bussen bei Verstössen gegen die Covid-19-Verordnung festgelegt. Die entsprechenden Anhörungen bei den Kantonen laufen.

Die Maskentragpflicht gilt nebst allen öffentlich zugänglichen Räumen auch auf den Perrons der Bus-und Tramhaltestellen. (Symbolbild: Keystone)

So können sich die Kantone zur Wiedereinführung von Ordnungsbussen bei Widerhandlungen gegen Massnahmen der Covid-19-Verordnung in der besonderen Lage äussern. Das EDI schlägt namentlich Bussen von 100 Franken vor für das Nichttragen von Gesichtsmasken dort, wo es vorgeschrieben ist. Nicht geahndet werden sollen diesbezüglich Verstösse im öffentlichen Raum. Mehr dazu hier.

Bund will asymptomatische Tests finanzieren

Wie aus den vom Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) auf seiner Webseite aufgeschalteten Verordnungsänderungen hervorgeht, schlägt der Bundesrat den Kantonen vor, im Umfeld von besonders gefährdeten Personen präventiv auf das Coronavirus zu testen. Damit sollen Ausbrüche frühzeitig erkannt beziehungsweise diesen vorgebeugt werden.

Neu dürfen neben Arztpraxen, Apotheken, Spitälern und kantonalen Testinstitutionen auch Alters- und Pflegeheime, sozialmedizinische Institutionen, Organisationen der Krankenpflege und Hilfe zu Hause Antigen-Schnelltests durchführen. (Symbolbild: Keystone)

Der Bund will künftig die Kosten dieser asymptomatischen Tests übernehmen und schlägt andererseits eine Erweiterung der Zahl der Personen und der Institutionen vor, die diese Tests durchführen dürfen. Mehr dazu hier.

Nationalratskommission will mehr Corona-Hilfe für Kulturschaffende

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) will die Corona-Härtefallregelung weiter ausweiten. Sie plädiert dafür, selbstständigen Kulturschaffenden den Zugang zu Geldern zu ermöglichen.

Zum Zug kommen sollen Selbstständigerwerbende in komplizierten Erwerbssituationen. Sie sollen einfach an finanzielle Soforthilfe kommen können. Das empfiehlt die Kommission dem Bundesrat in einem Schreiben, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten.

Bis heute haben laut der WBK-N viele Selbstständige, die Anspruch auf Covid-Hilfe haben, noch keine Vergütung erhalten. (Symbolbild: Keystone)

Als Härtefälle sollen Selbstständigerwerbende gelten, die aufgrund von Massnahmen der Kantone oder des Bundes im Jahr 2020 an mehr als vierzig Tagen direkt oder indirekt an der Arbeit gehindert waren und bei denen die Berechnung des Anspruchs aufgrund der Art ihrer Erwerbstätigkeit kompliziert ist. Das sei etwa bei Personen der Fall, die gleichzeitig selbstständig arbeiteten und auch Arbeitnehmende seien.

Deutschland stuft mehr als 20 Länder als Hochrisikogebiete ein

Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung ab Sonntag erstmals mehr als 20 Länder als Hochrisikogebiete eingestuft, für die dann leicht verschärfte Einreiseregeln gelten.

Wie das Robert Koch-Institut am Freitag auf seiner Internetseite mitteilte, gehören dazu das Nachbarland Tschechien, die Urlaubsländer Portugal, Spanien und Ägypten sowie die USA. Mehr dazu hier.

FFP2-Masken für unter einem Franken

Ab morgen Samstag startet der Discounter Aldi zum weiteren Masken- Preiskampf. Eine 50er-Packung FFP2-Masken ist zum Preis von CHF 49.99 erhältlich, heisst es in einer Mitteilung. Damit liegt der Preis für eine Maske bei unter einem Franken.

Aldi startet am Samstag zum Preiskampf um die FFP2-Masken. (Bild: Aldi Suisse)

«Wir wollen nicht nur unseren Kundinnen und Kunden mehr Schutz zu einem günstigen Preis anbieten. Auch der Schutz unserer Mitarbeitenden liegt uns sehr am Herzen», sagt Jérôme Meyer, Landesgeschäftsführer bei Aldi Schweiz. Seinen Mitarbeitenden stellt der Schweizer Detailhändler die FFP2-Masken daher gar kostenlos zur Verfügung.

Was bisher geschah

Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Covid-19 finden Sie hier.

1 Kommentar

  1. Ich finde es schon sehr bedenklich, wenn man bezüglich der Impfstoff Verteilung wieder mal nur die wirtschaftlichen Folgen in Betracht zieht. Jedoch die Menschen in den ärmeren Ländern, die dabei dann auf der Strecke bleiben bzw. vielleicht sterben, interessiert scheinbar überhaupt nicht. Diese Menschheit hat es in meinen Augen tatsächlich nicht mehr verdient auf dieser Welt zu existieren. Ich hoffe langsam wirklich, dass der Virus uns alle dahinraft und vielleicht eine etwas intelligentere Spezies danach diesen Planeten besiedelt….. 🥴🙏Report

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