FC Basel-Goalie Heinz Lindner musste gegen den FCZ vier Treffer hinnehmen. (Bild: Key)
Basel

Historischer Sieg des FCZ in Basel

Statt die Jagd auf Leader YB neu zu beginnen, nimmt der FCB einen weiteren Rückschlag hin. Die Basler verlieren gegen den FC Zürich daheim mit 1:4.

Das Ergebnis hat für den FCZ Historisches. Erstmals seit August 2013 gewannen die Zürcher ein Meisterschaftsspiel in Basel. Und erstmals seit April 2016 erzielten sie in der Super League im St.-Jakob-Park wieder Tore. Die letzten sechs Klassiker in Basel hatten sie mit insgesamt 0:17 Toren allesamt verloren.

Schlechte zweite Halbzeit

Auch die Basler ihrerseits müssen etwas Seltenes registrieren. Erst zum zweiten Mal in der Ära der Super League, seit 2003/04, hat der FCB aus drei aufeinanderfolgenden Heimspielen nur einen Punkt geholt. Die Spiele im Dezember gegen die Young Boys und St. Gallen endeten 0:2 respektive 0:0.

Immerhin beendete Arthur Cabral mit dem zeitweiligen Anschlusstor zum 1:2 eine 264 Minuten dauernde Basler Torlosigkeit in Heimspielen.

Der Sieg des FCZ, der in den letzten drei Meisterschaftsspielen nicht getroffen hatte, kam einerseits überraschend, war andererseits aber nach den Leistungen der zweiten Halbzeit – der FC Zürich dominierte, Basel enttäuschte schwer – mehr als nur verdient.

Zwei Treffer der Zürcher wurden als Eigentore gewertet, aber die jeweiligen Angriffe schienen diese Eigentore zu provozieren. «Echte» Zürcher Torschützen waren Lasse Sobiech und – mit einem Foulpenalty in der Nachspielzeit – Antonio Marchesano.

Blerim Dzemaili mit guten Einstand

Der 34-jährige Blerim Dzemaili drängte bei seinem Comeback für den FC Zürich den hoffnungsvollen U21-Internationalen Toni Domgjoni aus dem defensiven Mittelfeld. Zusammen mit Innenverteidiger Lasse Sobiech organisierte Blerim Dzemaili das Defensivspiel über längere Zeit geschickt und wirkungsvoll. Er war immer zu sehen, trug ein entscheidendes Zuspiel bei und hatte grossen Anteil am Sieg der Mannschaft von Trainer Massimo Rizzo.

Nur gegen Ende der ersten Halbzeit mussten sich die Zürcher stark dominieren lassen. In dieser Zeit musste Goalie Yanick Brecher in wenigen Minuten dreimal in höchster Not klären, zweimal davon nach Schüssen von Arthur Cabral.

Für die Mannschaft von Trainer Ciriaco Sforza war die Partie wohl in jeder Hinsicht eine Enttäuschung. Abgesehen von den paar Minuten in der ersten Halbzeit glückten den Baslern kaum je zwingende Angriffe, und in der Defensive offenbarten sie Schwächen noch und noch.

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