(Symbolbild: Keystone)
Schweiz

Bund will asymptomatische Tests finanzieren

Der Bund will nun auch asymptomatische Corona-Tests fördern und finanzieren. Zudem sollen mehr Personen und Institutionen Tests durchführen dürfen.

Wie aus den vom Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) auf seiner Webseite aufgeschalteten Verordnungsänderungen hervorgeht, schlägt der Bundesrat den Kantonen vor, im Umfeld von besonders gefährdeten Personen präventiv auf das Coronavirus zu testen. Damit sollen Ausbrüche frühzeitig erkannt beziehungsweise diesen vorgebeugt werden.

Der Bund will künftig die Kosten dieser asymptomatischen Tests übernehmen und schlägt andererseits eine Erweiterung der Zahl der Personen und der Institutionen vor, die diese Tests durchführen dürfen. Neu dürfen neben Arztpraxen, Apotheken, Spitälern und kantonalen Testinstitutionen auch Alters- und Pflegeheime, sozialmedizinische Institutionen, Organisationen der Krankenpflege und Hilfe zu Hause Antigen-Schnelltests durchführen.

Ansteckungsherde frühzeitig ersticken

Die Kantone sollen wiederholt Tests ganz gezielt an Personengruppen anordnen können, wenn die Situation ein erhöhtes Übertragungsrisiko erwarten lässt. Das kann in Schulen, Ausbildungsstätten und Betrieben geschehen, aber auch nach einem unkontrollierten Ausbruch in einem Hotspot. Im Fokus sind auch asymptomatische Mitarbeitende und Besucher von Gesundheitseinrichtungen.

Das EDI hofft, dass mit dieser Massnahme eine höhere Bereitschaft zur Durchführung solcher Tests geschaffen werden kann. Von den Kantonen erwartet das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ein entsprechendes Konzept.

Die Anpassung erfolgt aufgrund der Annahme, dass die Hälfte der Coronavirus-Übertragungen durch Personen stattfindet, die keine Symptome zeigen, aber infiziert sind. Bisher haben aber nur wenige Kantone sowie Alters- und Pflegeheime mit regelmässigen Tests begonnen.

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