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Schweiz

Boris Johnson warnt: Britische Virus-Mutation könnte doch tödlicher sein

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Häufung von Coronavirus-Mutation an zwei Zürcher Privatschulen

An zwei Privatschulen in der Stadt Zürich häufen sich Ansteckungen mit Covid-19-Mutationen, wie die kantonale Gesundheitsdirektion am Freitagabend bekannt gab. Die Ansteckungen an den beiden jüdischen Schulen Noam mit Primar- und Sekundarstufe und ICZ mit Vorkindergarten und Kindergarten im Stadtkreis 2 haben auch das familiäre Umfeld erfasst: über 30 Personen wurden Coronavirus-positiv getestet.

Beide Schulen hatten bereits am 12. beziehungsweise 18. Januar wegen vereinzelt vorgekommenen Ansteckungen den Unterricht und den Betrieb vorsorglich eingestellt. Beide Schulleitungen hätten nun entschieden, die Schliessung beizubehalten, hiess es aus der Gesundheitsdirektion.

Bill Gates hat sich gegen Corona impfen lassen

Microsoft-Gründer Bill Gates hat eine Corona-Impfung bekommen. «Einer der Vorteile, 65 zu sein, ist der Zugang zum Covid-19-Impfstoff», schrieb Gates am Freitag bei Twitter. Er habe diese Woche die erste der zwei Impfdosen erhalten – «und ich fühle mich grossartig».

Gates steht im Mittelpunkt einiger Verschwörungstheorien rund um das Coronavirus. Eine der unbelegten Behauptungen ist, dass Gates unter dem Vorwand der Impfungen Chips zur Kontrolle über die Menschheit einpflanzen wolle. «Diese verrückten Ideen verbreiten sich irgendwie schneller in den sozialen Medien als die Wahrheit. Ich bin überrascht, dass mein Name in diesen Verschwörungstheorien auftaucht», sagte Gates am September bei «Bild Live».

Rekordinzidenz auf Ibiza: Insel wird abgeriegelt

Wegen den stark steigenden Fallzahlen wird die Ferieninsel Ibiza ab Samstag (22. Januar) komplett abgeriegelt. Erlaubt sind nur noch sogenannte essentiellen Reisen, wie die «Mallorca Zeitung» berichtet. Dazu gehören etwa Arztbesuche oder berufliche Pflichten.

Die Insel hat zurzeit einen 14-Tages-Inzidenz von 1’970 Fälle Fällen pro 100’000 Einwohnern und einen R-Wert von 1,4, schreibt die Zeitung weiter. Noch schlimmer stehe es um die Nachbarsinsel Formentera. Dort sei der R-Wert gar auf etwa 3 hochgeschnellt.

In England entdeckte Virus-Variante womöglich tödlicher als bisherige

Die zuerst in Grossbritannien entdeckte Variante des Coronavirus ist möglicherweise tödlicher als die bislang vorherrschende. Darauf gebe es «einige Hinweise» sagte der britische Premierminister Boris Johnson am Freitag in einer Pressekonferenz im Regierungssitz Downing Street in London. Die hohe Belastung der Krankenhäuser im Land sei zu einem erheblichen Teil auf die neue Virusvariante zurückzuführen, so der konservative Politiker.

Premierminister Boris Johnson äusserte sich am Freitag besorgt über die Britische Virus-Mutation. (Keystone)

Die Mutation war Ende vergangenen Jahres in der südostenglischen Grafschaft Kent aufgetaucht und hatte sich mit rasender Geschwindigkeit in London und Teilen des Landes ausgebreitet.

Grossbritannien ist eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder in Europa. Täglich werden Zehntausende Neuinfektionen und zuletzt jeweils mehr als 1’000 Tote gemeldet. Seit Wochen gilt ein Lockdown mit weitreichenden Ausgangs- und Reisebeschränkungen, Schulen und nicht lebensnotwendige Geschäfte sind geschlossen. Die Massnahmen sollen Mitte Februar überprüft werden. Mehr dazu hier.

Andy Murray nicht am Australian Open

Andy Murray muss wie erwartet auf die Teilnahme am Australian Open verzichten. Der 33-jährige Schotte fand nach seinem positiven Corona-Test keine Möglichkeit, unter Einhaltung der 14-tägigen Quarantäne rechtzeitig vor Beginn des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres am 8. Februar nach Australien zu reisen.

Der fünffache Finalverlierer des Australian Open, aktuell die Nummer 123 der Welt, hätte von einer Wildcard profitiert.

100 Franken Busse für Maskenmuffel im öV

Der Bund hat die Höhe der Bussen bei Verstössen gegen die Covid-19-Verordnung festgelegt. Die entsprechenden Anhörungen bei den Kantonen laufen.

Die Maskentragpflicht gilt nebst allen öffentlich zugänglichen Räumen auch auf den Perrons der Bus-und Tramhaltestellen. (Symbolbild: Keystone)

So können sich die Kantone zur Wiedereinführung von Ordnungsbussen bei Widerhandlungen gegen Massnahmen der Covid-19-Verordnung in der besonderen Lage äussern. Das EDI schlägt namentlich Bussen von 100 Franken vor für das Nichttragen von Gesichtsmasken dort, wo es vorgeschrieben ist. Nicht geahndet werden sollen diesbezüglich Verstösse im öffentlichen Raum. Mehr dazu hier.

Bund will asymptomatische Tests finanzieren

Wie aus den vom Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) auf seiner Webseite aufgeschalteten Verordnungsänderungen hervorgeht, schlägt der Bundesrat den Kantonen vor, im Umfeld von besonders gefährdeten Personen präventiv auf das Coronavirus zu testen. Damit sollen Ausbrüche frühzeitig erkannt beziehungsweise diesen vorgebeugt werden.

Neu dürfen neben Arztpraxen, Apotheken, Spitälern und kantonalen Testinstitutionen auch Alters- und Pflegeheime, sozialmedizinische Institutionen, Organisationen der Krankenpflege und Hilfe zu Hause Antigen-Schnelltests durchführen. (Symbolbild: Keystone)

Der Bund will künftig die Kosten dieser asymptomatischen Tests übernehmen und schlägt andererseits eine Erweiterung der Zahl der Personen und der Institutionen vor, die diese Tests durchführen dürfen. Mehr dazu hier.

Nationalratskommission will mehr Corona-Hilfe für Kulturschaffende

Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) will die Corona-Härtefallregelung weiter ausweiten. Sie plädiert dafür, selbstständigen Kulturschaffenden den Zugang zu Geldern zu ermöglichen.

Zum Zug kommen sollen Selbstständigerwerbende in komplizierten Erwerbssituationen. Sie sollen einfach an finanzielle Soforthilfe kommen können. Das empfiehlt die Kommission dem Bundesrat in einem Schreiben, wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten.

Bis heute haben laut der WBK-N viele Selbstständige, die Anspruch auf Covid-Hilfe haben, noch keine Vergütung erhalten. (Symbolbild: Keystone)

Als Härtefälle sollen Selbstständigerwerbende gelten, die aufgrund von Massnahmen der Kantone oder des Bundes im Jahr 2020 an mehr als vierzig Tagen direkt oder indirekt an der Arbeit gehindert waren und bei denen die Berechnung des Anspruchs aufgrund der Art ihrer Erwerbstätigkeit kompliziert ist. Das sei etwa bei Personen der Fall, die gleichzeitig selbstständig arbeiteten und auch Arbeitnehmende seien.

Deutschland stuft mehr als 20 Länder als Hochrisikogebiete ein

Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung ab Sonntag erstmals mehr als 20 Länder als Hochrisikogebiete eingestuft, für die dann leicht verschärfte Einreiseregeln gelten.

Wie das Robert Koch-Institut am Freitag auf seiner Internetseite mitteilte, gehören dazu das Nachbarland Tschechien, die Urlaubsländer Portugal, Spanien und Ägypten sowie die USA. Mehr dazu hier.

FFP2-Masken für unter einem Franken

Ab morgen Samstag startet der Discounter Aldi zum weiteren Masken- Preiskampf. Eine 50er-Packung FFP2-Masken ist zum Preis von CHF 49.99 erhältlich, heisst es in einer Mitteilung. Damit liegt der Preis für eine Maske bei unter einem Franken.

Aldi startet am Samstag zum Preiskampf um die FFP2-Masken. (Bild: Aldi Suisse)

«Wir wollen nicht nur unseren Kundinnen und Kunden mehr Schutz zu einem günstigen Preis anbieten. Auch der Schutz unserer Mitarbeitenden liegt uns sehr am Herzen», sagt Jérôme Meyer, Landesgeschäftsführer bei Aldi Schweiz. Seinen Mitarbeitenden stellt der Schweizer Detailhändler die FFP2-Masken daher gar kostenlos zur Verfügung.

Bund will asymptomatische Tests finanzieren und Bussenhöhe regeln

Der Bund will nun auch asymptomatische Corona-Tests fördern und finanzieren. Zudem hat er die Höhe der Bussen bei Verstössen gegen die Covid-19-Verordnung festgelegt. Die entsprechenden Anhörungen bei den Kantonen laufen.

298 Personen in Bremgarten BE aus Quarantäne entlassen

In Bremgarten bei Bern sind 298 Personen aus der Quarantäne entlassen worden. Es handelt sich um Kontaktpersonen zweiten Grades von zwei Schülern, die sich in den Skiferien in Wengen BE mit dem mutierten Coronavirus aus Grossbritannien ansteckten.

Wie der Mediensprecher der bernischen Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion am Freitag auf Anfrage sagte, gilt die Quarantäne nun noch für rund 60 Personen. Bei ihnen handelt es sich um die Eltern, Geschwister und Klassenkameraden der beiden Kinder, wie Sprecher Gundekar Giebel sagte, also Kontaktpersonen ersten Grades.

Mutierte Viren breiten sich weiter aus: 674 Fälle gemeldet

Die mutierten Varianten des Coronavirus breiten sich in der Schweiz weiter aus. Am Freitag hatte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) Kenntnis von 674 Fällen, nach 582 am Donnerstag und 479 am Mittwoch.

Mit der britischen Mutation B1.1.7 (oder 501Y.V1) steckten sich seit ihrem ersten Auftreten im Oktober in der Waadt 336 Personen an, wie das BAG auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Der südafrikanischen Variante B1.351 (501Y.V2) liessen sich 13 Infektionen zuordnen.

Das Bundesamt für Gesundheit zählte 325 Ansteckungen durch Viren mit ungeklärter Mutationslinie. (Symbolbild: Keystone)

Am meisten Fälle der britischen Mutation gab es demnach im Kanton Bern mit 88, gefolgt vom Kanton Genf mit 73 und der Waadt mit 51. Die Mutationen mit ungeklärter Linie traten am meisten im Kanton Graubünden auf mit 65, im Kanton Genf mit 51, im Kanton Zürich mit 50 und im Kanton Tessin mit 43.

Das BAG weist darauf hin, dass diese Angaben «nicht repräsentativ» und nur «als deskriptive Information zu gebrauchen» seien. Vor allem in Kantonen, in denen nur wenig oder kein Material sequenziert wurde, würden die Zahlen stark unterschätzt.

Vier Prozent der neu eingerückten Rekruten positiv getestet

4 Prozent der rund 8500 Rekruten und Kaderleute, die am Montag in die Rekrutenschulen eingerückt sind, sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Rund 450 Armeeangehörige waren nach Angaben der Armee am Freitag in Isolation und in Quarantäne.

Die Betroffenen werden während zehn Tagen in einem Bereich auf den Waffenplätzen untergebracht, der für die restliche Truppe abgesondert ist, heisst es in der Mitteilung der Armee.

ie Rekrutinnen und Rekruten, die in Quarantäne sind, sollen in dieser Zone weiter ausgebildet werden. Die positiv Getesteten sind isoliert. (Symbolbild: Keystone)

Die eingerückten Armeeangehörige seien innerhalb der ersten 48 Stunden auf das Virus getestet worden, schreibt die Armee. Konkret stehen 181 Angehörige der Armee in Isolation und 273 in Quarantäne. Bis auf Einzelfälle hätten die eingerückten Armeeangehörigen keine Symptome. Kranke Personen seien angewiesen worden, nicht einzurücken. Mehr dazu hier.

Bisher 42 Fälle von erwarteten unerwünschten Impf-Nebenwirkungen

Bei der grössten Impfaktion in der Geschichte der Schweiz sind bisher 42 Fälle von vermuteten unerwünschten Nebenwirkungen gemeldet worden, wie Swissmedic mitteilt. 16 davon sind schwerwiegend. Fünf Meldungen standen in Zusammenhang mit einem tödlichen Verlauf.

Zwar gebe es bei diesen Fällen eine «zeitliche Assoziation» mit der Impfung, schrieb das Heilmittelinstitut Swissmedic weiter. Aber bei keinem bestehe «der konkrete Verdacht, dass die Impfung die Ursache für den Todesfall war». Die Patienten seien zwischen 84 und 92 Jahre alt gewesen und an Erkrankungen verstorben, die in diesem Lebensalter häufig vorkämen.

Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Laut Swissmedic besteht bei keinem der fünf Todesfälle der konkrete Verdacht, dass die Impfung die Ursache war. (Symbolbild: Keystone)
Biden will per Erlass neue Hilfen in Corona-Krise durchsetzen

Der neue US-Präsident Joe Biden will per Erlass neue Hilfen für die Bevölkerung in der Corona-Krise einführen, während Pläne für ein neues riesiges Konjunkturpaket auf Widerstand im Senat treffen.

Dazu gehört eine bessere Versorgung Bedürftiger mit Lebensmitteln, wie das Weisse Haus am Freitag mitteilte. Ausserdem wolle Biden durchsetzen, dass Arbeitnehmer, die ihre Jobs wegen Corona-Risiken aufgeben, Arbeitslosengeld bekommen. Zudem werde er das Finanzministerium anweisen, die Übermittlung beschlossener Direktzahlungen an Einwohner zu verbessern.

Bei den Lebensmittelhilfen geht es unter anderem um die Versorgung einkommensschwacher Familien. Nach Angaben des Weissen Hauses sind in den USA etwa 29 Millionen Erwachsene und 12 Millionen Kinder von einer «Hungerkrise» betroffen. Viele Kinder aus ärmeren Haushalten sind auf Schulessen angewiesen – was ihnen nun fehlt, weil Bildungseinrichtungen wegen der Pandemie geschlossen sind. Ausserdem will Biden dafür sorgen, dass mehr Bundesbeschäftigte mindestens 15 Dollar pro Stunde bekommen.

Der neue US-Präsident Joe Biden will bedürftige Familien in der Corona-Krise per Erlass stärker unterstützen. (Bild: Keystone)
Zwei Unternehmer wegen Missbrauch von Covid-Krediten verhaftet

Die Tessiner Strafverfolgungsbehörden haben zwei italienische Unternehmer verhaftet. Sie werfen ihnen Betrug und Urkundenfälschung vor im Zusammenhang mit der Vergabe von Covid-19-Krediten. Die Deliktsumme beträgt über 1,5 Millionen Franken.

Die mutmasslichen Betrüger sind im Sottoceneri wohnhaft, wie die Tessiner Behörden am Freitag mitteilten. Die beiden stünden im dringenden Verdacht, in der zweiten Jahreshälfte 2020 mehrfach falsche Angaben gemacht zu haben, um in den Genuss von Covid-Krediten zu gelangen.

Die beiden hätten das Geld nicht nach den Bestimmungen der Covid-19-Verordnung verwendet, sondern mutmasslich für persönliche Bedürfnisse ausgegeben. Die Staatsanwaltschaft habe eine Untersuchung eingeleitet. Weitere Angaben zum Fall machten die Tessiner Behörden nicht.

Britische Regierung dementiert 500-Pfund-Prämie für Corona-Positive

Die britische Regierung hat Medienberichte zurückgewiesen, denen zufolge alle positiv auf Corona getesteten Menschen in England je 500 Pfund (gut 604 Franken) erhalten sollen.

Es sei keine Ausweitung der Sonderzahlung geplant, sagte ein Sprecher des Premierministers Boris Johnson am Freitag. Derzeit bekommen Menschen, die Sozialleistungen erhalten und nicht von zu Hause arbeiten können, 500 Pfund bei einer Corona-Erkrankung.

Mehrere Zeitungen hatten berichtet, die Regierung wolle mit der Sonderzahlung für eine bessere Einhaltung der Selbstisolation sorgen. Es handele sich dabei um die «bevorzugte Position» des Gesundheitsministeriums.

Das Ministerium wollte die Berichte nicht kommentieren, denen zufolge eine Ausweitung zusätzlich bis zu 453 Millionen Pfund in der Woche kosten würde, zwölf Mal so viel wie bisher. Offenbar war der Widerstand des Finanzministeriums zu gross: «Das wird nicht passieren», zitierte die Nachrichtenagentur PA aus Ministeriumskreisen.

Berset besucht WHO und Universitätsspital in Genf

Bundesrat Alain Berset hat sich am Freitag in Genf mit dem Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, getroffen. Dabei unterstrich der Gesundheitsminister, dass die internationale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie fundamental sei.

Zusammen mit der WHO engagiere sich die Schweiz für die Covax-Initiative für einen weltweit gleichmässigen und gerechten Zugang zu Covid-19-Impfstoffen, schrieb Berset auf seinem Twitter-Account.

Der Schweizer Gesundheitsminister besuchte am Freitagmorgen zudem das künftige Impfzentrum am Universitätsspital Genf (HUG) und tauschte sich mit Staatsratspräsidentin Anne Emery-Torracinta und Regierungsrat Mauro Poggia aus.

Berset zeigte sich beeindruckt vom Einsatz und der Flexibilität des Gesundheitspersonals seit Ausbruch der Pandemie vor fast einem Jahr. Erfreulich sei zudem die zunehmende Bereitschaft der Bevölkerung und des Gesundheitspersonals, sich impfen zu lassen.

Ab Februar werde die Schweiz deutlich mehr Impfdosen erhalten, betonte Berset. Dementsprechend werde auch die Zahl der Impfungen erhöht werden. So sollten ab Februar in allen Kantonen täglich 525 Dosen pro 100’000 Einwohner verabreicht werden, dies an sieben Tagen pro Woche. Im Juni müsse die Impfkapazität dann drei Mal höher sein.

Frankreichs Europa-Staatssekretär verteidigt neue Einreisepolitik

Der französische Europa-Staatssekretär Clément Beaune hat die neuen Einreiseregeln für Europäer in Frankreich verteidigt. «Wir machen keine Grenzpolitik, sondern Gesundheitspolitik», sagte Beaune am Freitag dem Sender Europe 1.

Es gebe kein «Grenztabu», die Massnahme sei wegen der Virus-Mutationen sinnvoll, so Beaune weiter. Man habe sich dafür in Abstimmung mit den europäischen Partnern entschieden. Die Regelung dürfte auch Reisende aus europäischen Ländern, die nicht der Europäischen Union angehören, betreffen. Ein entsprechendes Dekret sollte am Samstag erlassen werden.

Ab Sonntag müssen Reisende aus europäischen Ländern einen negativen Corona-Test vorweisen. Dieser PCR-Test darf nicht älter als 72 Stunden sein. Viele Details waren aber noch offen. Beaune bestätigte, dass es Ausnahmen für Grenzgänger und den Warenverkehr geben werde. Ob noch weitere Gruppen als Sonderfall gelten werden, war zunächst unklar. Eine Quarantäne ist Beaune zufolge zunächst nicht vorgesehen.

2'156 neue Coronavirus-Ansteckungen innert 24 Stunden gemeldet

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) innert 24 Stunden 2’156 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Zudem registrierte das BAG gemäss Mitteilung vom Freitag 92 Spitaleinweisungen und 62 neue Todesfälle.

Mehr zu den aktuellen Fallzahlen hier.

(Bild: Keystone)
Wechsel im Leitungsteam der Covid-19-Taskforce

In der über 70-köpfigen wissenschaftlichen Taskforce des Bundes hat es in den letzten Wochen unbemerkt von der Öffentlichkeit prominente Wechsel gegeben. Lesen Sie hier mehr.

Der ETH-Ökonom Jan-Egbert Sturm stösst Ende Monat zum Leitungsteam der Covid-19-Taskforce. Bild: Keystone)
VW erwartet für 2020 trotz Corona milliardenhohen Betriebsgewinn

Die Corona-Folgen schmälern auch bei Volkswagen das Ergebnis erheblich. Faktoren wie die «Dieselgate»-Kosten aussen vor gelassen, soll nach 2020 dennoch ein Milliardengewinn übrig sein. Der ist aber nur etwa halb so gross wie 2019 – und es gibt weitere Unsicherheiten.

Wolfsburg (awp/dpa) – Volkswagen rechnet für das abgelaufene Jahr nach starken Absatzverlusten in der Coronakrise mit einem etwa noch halb so hohen Gewinn im laufenden Geschäft. Wie die Wolfsburger am Freitag mitteilten, wird ein Wert von rund 10 Milliarden Euro für das operative Ergebnis erwartet.

Dies gelte auf Basis vorläufiger Zahlen und vor Sondereinflüssen wie Rechtskosten vor allem zur Bewältigung der Dieselkrise. Ende Februar sollen dann die abschliessenden Daten folgen. Konkrete Angaben zum Nettogewinn 2020 machte VW noch nicht, die «Dieselgate»-Belastungen waren zuletzt aber spürbar gesunken.

Im Jahr 2019 hatte der Konzern im Tagesgeschäft noch ein bereinigtes Betriebsergebnis von gut 19,3 Milliarden Euro verbucht.

Corona-Verstoss: Londoner Polizei beendet Hochzeit mit 400 Gästen

Bei einem der wohl schwersten Verstösse gegen die Corona-Regeln in Grossbritannien hat die Polizei in London eine Hochzeit mit etwa 400 Gästen aufgelöst.

Viele Menschen seien aus der Schule, in der die Feier stattfand, beim Eintreffen der Beamten geflüchtet, teilte die Polizei am Freitag mit. Dem Veranstalter droht eine Geldstrafe von 10’000 Pfund (rund 12’000 Franken). Fünf Gästen wurden am Donnerstagabend noch an Ort und Stelle je 200 Pfund Strafe aufgebrummt. Um neugierige Blicke abzuhalten, waren die Fenster des Gebäudes abgeklebt worden. In England sind derzeit wegen der Pandemie keine Treffen mit Menschen anderer Haushalte erlaubt.

(Bild: Keystone)

«Es handelt sich um einen völlig inakzeptablen Gesetzesbruch», sagte der örtliche Polizeichef Marcus Barnett. Die Massnahmen seien in Kraft, um den Gesundheitsdienst NHS zu entlasten. Etwa 100’000 Menschen sind in Grossbritannien bereits an oder mit Covid-19 gestorben. «Es ist eine tödliche und sehr gefährliche Krankheit», betonte Barnett. «Im ganzen Land bringen Menschen Opfer, indem sie Hochzeiten und andere Feiern absagen oder verschieben, und es gibt keine Entschuldigung für dieses Verhalten.» Erst am Vorabend hatte Innenministerin Priti Patel angekündigt, die Strafen für Erstverstösse gegen die Corona-Regeln auf 800 Pfund zu vervierfachen.

Swissmedic: AstraZeneca-Zulassung in den nächsten Wochen möglich

Nach Angaben des Schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic könnte auch der dritte Coronavirus-Impfstoff von AstraZeneca «in den nächsten Wochen» zugelassen werden. Die schwedisch-britische Firma hatte ihr Gesuch bereits Anfang Oktober des letzten Jahres eingereicht.

(Bild: Keystone)

Swissmedic warte aber noch auf «wichtige Daten», sagte Mediensprecher Lukas Jaggi am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Wenn diese rechtzeitig einträfen und zufriedenstellend ausfielen, könne man in den nächsten Wochen mit einer Zulassung rechnet.

Zidane mit Coronavirus infiziert

Zinédine Zidane, der Trainer von Real Madrid, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies gab sein Klub bekannt, ohne weitere Details zu nennen. Der Franzose wird den Königlichen damit am Samstag im Auswärtsspiel gegen Alaves fehlen.

(Bild: Keystone)

Real liegt in der Tabelle als erster Verfolger von Leader Atlético Madrid bereits sieben Punkte hinter dem Stadtrivalen zurück. Am Mittwoch war Zidane mit seinem Team in den Cup-Sechzehntelfinals am Drittligisten Alcoyano gescheitert.

Swiss und Lufthansa verschärfen Maskenpflicht auf Deutschlandflügen

Die Lufthansa-Gruppe verschärft die Maskenpflichten auf ihren Flugzeugen. Fluggäste der Swiss, der Lufthansa und der anderen Airlines der deutschen Gruppe müssen auf den Flügen von und nach Deutschland ab Anfang Februar eine medizinische Maske tragen.

Passagiere und Crewmitglieder müssen ab kommenden Montag entweder eine OP-Maske oder eine FFP2-Maske beziehungsweise Maske mit dem Standard KN95/N95 tragen, wie die Lufthansa am Freitag mitteilte. Alltagsmasken seien dann nicht mehr erlaubt.

(Bild: Keystone)

Eine Maskenpflicht auf Flügen der Swiss gilt bereits seit dem vergangenen Sommer. Mit der neuen Anpassung der Regelung greife die Lufthansa-Gruppe nun einen Beschluss der deutschen Behörden von Anfang dieser Woche auf, heisst es in der Mitteilung.

Deutscher Gesundheitsminister über Corona: «Es ist noch nicht vorbei»

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn hat um Verständnis für die Verlängerung des landesweiten Corona-Lockdowns geworben. Die aktuellen Zahlen seien in den letzten Tagen ermutigend und gingen in die richtige Richtung, sagte der Christdemokrat am Freitag in Berlin.

Aber sie seien immer noch auf einem zu hohen Niveau, so Spahn weiter. Knapp 5000 Covid-19 Patienten seien für das Gesundheitswesen unter Anspannung machbar, aber das könne kein Dauerzustand sein. «Es ist noch nicht vorbei, auch nach einem Jahr nicht, obwohl wir es uns alle wünschen.»

(Bild: Keystone)

Spahn warnte vor zu frühen Lockerungen und wies wie Kanzlerin Angela Merkel auf Risiken durch neue Virusvarianten hin. Man wolle die Verbreitung soweit es geht minimieren und nicht zulassen. Der Gesundheitsminister sagte, es gebe Hoffnung. Das sei die Impfkampagne. «Wir befinden uns zwar auf dem Höhepunkt der Pandemie, und gleichzeitig haben wir den Weg raus aus der Pandemie begonnen».

Karneval in Rio fällt wegen Corona komplett aus

Der weltberühmte Karneval in Rio de Janeiro fällt wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr ganz aus.

Eine zunächst ins Auge gefasste Verschiebung der Sambaschulen-Umzüge auf Juli sei nicht machbar, teilte der Bürgermeister der brasilianischen Metropole, Eduardo Paes, am Donnerstag (Ortszeit) mit. «Es macht gegenwärtig keinen Sinn zu glauben, dass wir die Voraussetzungen haben werden, um den Karneval im Juli stattfinden zu lassen», schrieb er auf Twitter.

Er sei sich auch der wirtschaftlichen Bedeutung des Karnevals für die Stadt am Zuckerhut bewusst. Dieser zieht jedes Jahr Millionen Touristen an. Es sei derzeit aber unmöglich, die enormen Vorbereitungen zu stemmen, die für die Veranstaltung nötig seien. «Sicher werden wir 2022 (alle ordnungsgemäss geimpft) das Leben und unsere Kultur mit der ganzen Intensität feiern können, die wir verdienen», ergänzte Paes.

(Bild: Keystone)

Eigentlich sollte der Karneval in Rio im Februar stattfinden. Angesichts der Pandemie hatte die Stadt bereits den Strassenkarneval abgesagt, die berühmten Umzüge der Sambaschulen im Sambodrom aber lediglich verschoben. Der Verband der Sambaschulen (LIESA) hoffte auf einen Karneval im Juli und hatte Ende 2020 bereits bekannt gegeben, um was es bei den einzelnen Umzügen gehen solle. Der Verband äusserte nun jedoch angesichts der Ungewissheit über die Impfkampagne Verständnis für die Entscheidung, berichtete das Portal UOL.

Kinderbetreuungsbranche beklagt Vernachlässigung in Corona-Pandemie

Der Verband Kinderbetreuung Schweiz (Kibesuisse) fordert von der Politik ein Corona-Massnahmenpaket, das der Systemrelevanz der Branche angepasst ist. Die Branche werde bisher weder bei finanziellen Lösungen noch bei der Impfstrategie erwähnt, kritisiert der Verband.

Die durch die Virus-Mutanten verschärfte Lage werde zu Engpässen beim Fachpersonal führen, so dass vermehrt wieder die berufstätigen Eltern bei der Kinderbetreuung in die Bresche springen müssten, teilte Kibesuisse am Freitag mit. Der Verband fordert deshalb, dass der Staat Eltern direkt und unkompliziert entschädigt, die vorübergehend zur Entlastung der Betreuungsbetriebe ihre Kinder wieder selber betreuen.

Entschädigt werden sollen auch Einrichtungen, die wegen Personalausfällen aufgrund von Quarantäne-Anordnungen oder Krankheit Kinder nicht mehr betreuen können und dadurch weniger einnehmen. Jeder Kanton müsse eine zentrale Stelle bezeichnen, an die betroffene Eltern sich wenden könnten, heisst es in der Mitteilung.

Bisher rund 170'000 Impfungen verabreicht

In der Schweiz sind bis am Donnerstag rund 170’000 Impfungen gegen das Coronavirus verabreicht worden. Das teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag mit. Geliefert wurden demnach bisher insgesamt 459’7000 Impfdosen der Hersteller Pfizer/Biontech und Moderna. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Medien: Britische Regierung plant 500 Pfund für alle Corona-Positiven

Alle positiv auf Corona getesteten Menschen in England sollen Regierungsplänen zufolge je 500 Pfund (gut 605 Franken) erhalten. Mit der Sonderzahlung wolle die Regierung für eine bessere Einhaltung der Selbstisolation sorgen, berichteten britische Medien am Freitag.

Es handele sich dabei um die «bevorzugte Position» des Gesundheitsministeriums. Das Ministerium wollte die Berichte nicht kommentieren. Medien zitierten eine Regierungsquelle, wonach es sich bisher nur um eine Überlegung handele.

(Bild: Keystone)

Wie der «Guardian» unter Berufung auf interne Regierungsdokumente schrieb, lassen sich nur 17 Prozent der Menschen mit Corona-Symptomen testen, nur jeder vierte positiv Getestete hält sich an die Vorschriften und bleibt zehn Tage in Quarantäne. 15 Prozent der Betroffenen gingen einfach weiter zur Arbeit – aus Angst, ihren Job zu verlieren.

Derzeit bekommen nur Menschen, die Sozialleistungen erhalten und nicht von zu Hause arbeiten können, 500 Pfund bei einer Corona-Erkrankung. Falls die Unterstützung auf alle Fälle ausgeweitet würde, rechne die Regierung mit zusätzlichen Kosten von bis zu 453 Millionen Pfund in der Woche, zwölf Mal so viel wie bisher.

Rekord in Israel: 224'000 Corona-Impfungen an einem Tag

In Israel ist ein Rekord an Impfungen gegen das Coronavirus verzeichnet worden. Wie Gesundheitsminister Juli Edelstein am Freitag bei Twitter schrieb, wurden am Vortag 224’000 Dosen verabreicht.

Insgesamt erhielten in dem Land mit seinen neun Millionen Einwohnern seit dem 19. Dezember rund 2,4 Millionen Menschen eine erste und etwa 850’000 Menschen auch schon die zweite Impfung.

(Bild: Keystone)

In Israel gibt es ausreichend Impfstoff. Die Regierung hat früh entsprechend viele Dosen bestellt. In einer Kooperation mit dem Unternehmen Pfizer stellt das Land zudem im Gegenzug für Impfstofflieferungen Datenmaterial zur Verfügung. Experten führen den Erfolg der Impfkampagne auch auf das starke und digitalisierte öffentliche Gesundheitssystem zurück.

Mehr als 50'000 Corona-Tote in Deutschland seit Pandemiebeginn

In Deutschland sind seit Beginn der Pandemie mehr als 50’000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

Die deutschen Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 859 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden, wie das RKI am Freitagmorgen bekanntgab. Damit stieg die Gesamtzahl der Todesfälle auf 50’642. Vor genau einer Woche waren 1113 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet worden. Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden.

Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI ausserdem 17’862 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Vor genau einer Woche hatte das RKI 22’368 Neuinfektionen verzeichnet. Der Höchststand von 33’777 registrierten Neuinfektionen binnen 24 Stunden war am 18. Dezember gemeldet worden – darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Fast 4000 Corona-Tote binnen 24 Stunden in den USA

In den USA sind fast 4000 Menschen binnen eines Tages im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gestorben.

Mit 3955 Toten lag die Zahl am Donnerstag aber unter dem bisherigen Höchstwert von 4462, der am 12. Januar verzeichnet worden war, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Freitagmorgen (MEZ) hervorging. Die Anzahl der registrierten Neuinfektionen erreichte demnach am Donnerstag 188’952. Der bisherige Tagesrekord wurde am 2. Januar mit 298’031 neuen Fällen registriert.

(Bild: Keystone)

In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bislang rund 24,6 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, mehr als 410’000 Menschen starben. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Glarner Kantonalbank stellt ein neues Covid-19 Hilfspaket bereit

Die Glarner Kantonalbank hat ein neues Covid-19 Hilfspaket für ihre KMU-Kunden geschnürt. Mit einem Volumen von bis zu 10 Millionen Franken soll es bei der Überbrückung von Liquiditätsengpässen helfen, wie die Kantonalbank am Freitag mitteilte.

Damit reagiere man auf die grossen Herausforderungen, mit denen sich viele Unternehmen durch die Pandemie konfrontiert sehen. In den besonders betroffenen Branchen seien teilweise die Existenzen der Unternehmen bedroht.

(Bild: Keystone)

Das neue 10 Millionen Franken Hilfspaket der GLKB sei primär dafür gedacht, Unternehmen mit Liquiditätsengpässen schnell und unkompliziert zu unterstützen, bis die Härtefallgelder des Bundes- und Kantonsprogramms ausbezahlt werden. Man stelle die Gelder für bestehende Kunden bereit.

Mit den Mitteln soll überlebensfähigen Unternehmen geholfen werden, was gleichzeitig dazu beitrage, die Leistungsfähigkeit der Glarner Wirtschaft aufrechtzuerhalten.

Wohneigentumspreise dürften trotz Pandemie weiter steigen

Die Risiken auf dem Schweizer Immobilienmarkt haben sich zum Ende des Jahres 2020 etwas entspannt. Die Immobilienpreise dürften derweil weiter steigen. Vor allem bei Einfamilienhäusern an peripheren Lagen ist mit höheren Preisen zu rechnen.

Der von 0 bis 6 Punkte reichende Real Estate Risk Index (RERI) sei im vierten Quartal 2020 um weitere 0,3 auf 3,5 Indexpunkte gesunken. Dies sei ein Rückgang auf ein „mittleres Risiko“ von einem «leicht erhöhten Risiko», schreibt der Hypotheken-Vergleichsdienst Moneypark in einer Mitteilung vom Freitag. Dies sei der tiefste Stand seit Mitte 2019.

Für die Abschwächung der Risiken sind laut Moneypark die stark verbesserten Zahlen und Aussichten der Schweizer Export-Wirtschaft sowie der stabile Inlandkonsum hauptverantwortlich. Allerdings dürfte der weitgehende Shutdown ab dem 18. Januar den Privatkonsum schwächen. Auch dürfte der Industriesektor die weltweit grassierende dritte Covid-19-Welle zu spüren bekommen.

Corona-Test bei Reise nach Frankreich wird auch für EU-Bürger Pflicht

Auch europäische Reisende müssen bei der Einreise nach Frankreich künftig einen negativen Corona-Test vorweisen. Dieser PCR-Test dürfe nicht älter als 72 Stunden sein, hiess es am späten Donnerstagabend nach einem EU-Videogipfel aus Élyséekreisen. Die Regelung gelte ab Sonntag um 0 Uhr. Ausnahmen seien für «essenzielle» Reisen vorgesehen – das betreffe vor allem Grenzgänger und den Warenverkehr. Ob noch weitere Reisegründe als Ausnahme gelten, war zunächst unklar.

Wegen der neuen Coronavirus-Varianten hatte Frankreich zuletzt schon die Grenzkontrollen verschärft. So gilt bereits, dass bei der Einreise nach Frankreich von Ländern ausserhalb der Europäischen Union ein negativer Corona-Test fällig wird. Die Reisenden sollen sich ausserdem für sieben Tage isolieren. Frankreich hatte bereits Anfang der Woche betont, sich beim digitalen EU-Gipfel für Gesundheitskontrollen an den inner-europäischen Grenzen einsetzen zu wollen.

US-Experte - Anzeichen für Abflachung der Zahl der Neuinfektionen

Die jüngsten Sieben-Tages-Durchschnitte bei der Zahl der Neuinfektionen deuten dem US-Experten Anthony Fauci zufolge möglicherweise auf eine bevorstehende Verlangsamung bei den Neuinfektionen hin. Er glaube weiterhin, dass die meisten US-Bürger bis Jahresmitte geimpft sein dürften, sagte Fauci am Donnerstag (Ortszeit) weiter.

Sollte die Coronavirus-Impfquote bis Ende des Sommers 70 bis 80 Prozent erreichen, könne bis zum Herbst ein gewisse Normalität des Lebens in den USA wiedererlangt werden, hiess es weiter. Dem US-Regierungsberater Anthony Fauci zufolge ist die zunächst in Grossbritannien nachgewiesene, ansteckendere Variante des Coronavirus bereits in gut 20 Bundesstaaten zu finden. Die ursprünglich in Südafrika gefundene Virus-Mutation sei dagegen wohl noch nicht in den USA angekommen. Es sei diese britische Variante, die etwas mehr Anlass zur Sorge gebe.

Pfizer und BioNTech beliefern Impfstoff-Initiative Covax

Pfizer und BioNTech wollen sich an dem von der WHO angeführten Covax-Programm beteiligen, das einen weltweit gleichmässigen und gerechten Zugang zu Coronavirus-Impfstoffen garantieren soll. Dies geht aus Insider-Informationen vom Donnerstag (Ortszeit) hervor.

Die beiden Firmen wollten ihre Teilnahme am heutigen Freitag bekanntgeben, sagen mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Antikörperstudie: Wahrscheinlich sechs Monate Schutz

SARS-CoV-2 neutralisierende Antikörper vermitteln bei ausreichendem Vorhandensein mit grosser Wahrscheinlichkeit Schutz für zumindest sechs Monate nach einer Covid-19-Erkrankung. Ausschlaggebend seien Antikörper gegen jenen Anteil des Virus-Spike-Oberflächenproteins, mit dem die Erreger an den ACE2-Rezeptoren von Zellen binden. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Amazonas-Metropole Manaus setzt Corona-Impfung aus

Die unter einem Kollaps ihres Gesundheitssystems leidende Amazonas-Metropole Manaus in Brasilien hat die Corona-Impfkampagne für mindestens 24 Stunden unterbrochen. Dies berichtete «CNN Brasil» unter Berufung auf die Stadtverwaltung von Manaus am Donnerstag (Ortszeit). In einer Mitteilung der Stadt hiess es demnach: «Aufgrund der geringen Menge an Impfdosen, die die Regierung des Bundesstaates Amazonas weitergegeben hat – 40’072 von 282’000 -, musste die Stadtverwaltung den Impfplan überarbeiten.»

(Bild: Keystone)

Für Aufsehen sorgte in Manaus auch der Fall zweier Schwestern, denen vorgeworfen wurde, allein aufgrund familiärer Verbindungen geimpft worden zu sein – sie sind Töchter einer bekannten Universitätsdirektorin. Das Nachrichtenportal «G1» berichtete, in mindestens elf Bundesstaaten und dem Hauptstadtbezirk Brasília seien Politiker, Unternehmer und Beamte geimpft worden, obwohl sie nicht zu den dafür Vorranggruppen gehörten. Ausser in Manaus wurde die Impfung demnach auch in Tupã im Bundesstaat Sao Paulo ausgesetzt.

Höchststand für einen Tag: 1803 neue Corona-Tote in Mexiko

Mexiko hat zum wiederholten Male innerhalb weniger Tage einen neuen Höchststand an Corona-Todesfällen gemeldet. Es wurden dort nach Zahlen der Regierung vom Donnerstag (Ortszeit) binnen 24 Stunden 1803 neue Todesopfer im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung registriert. Mexikos bisheriger Rekord von 1584 Todesfällen stammte vom Dienstag. Die offizielle Gesamtzahl seit Ausbruch der Pandemie stieg damit auf 146’174 – die vierthöchste weltweit.

(Bild: Keystone)

Auch die Zahl der am Donnerstag gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus – 22’339 – war ein Höchststand. In Deutschland, das etwa zwei Drittel so viele Einwohner hat wie Mexiko, wurden am Donnerstag vergangener Woche mit 1244 Corona-Todesfällen die bislang meisten innerhalb von 24 Stunden registriert.

EU arbeitet an Impf-Zertifikat - Vorerst keine Vorteile für Geimpfte

Die 27 EU-Staaten wollen an einem gemeinsamen Corona-Impfpass arbeiten – die Diskussion über mögliche Vorteile für Geimpfte jedoch erst später führen. «Wir denken, dass wir in der Lage sein sollten, uns auf gemeinsame Elemente zu verständigen, die in das Zertifikat für medizinische Zwecke aufgenommen werden», sagte EU-Ratschef Charles Michel am Donnerstag nach Videoberatungen mit den EU-Staats- und Regierungschefs. Zu einem späteren Zeitpunkt könne man schauen, ob und wie das Zertifikat noch anderweitig genutzt werden könne. Zum jetzigen Zeitpunkt sei es jedoch unrealistisch, die Konsequenzen vollständig abzuschätzen.

Vor dem EU-Videogipfel hatten besonders Urlaubsländer wie Malta, Griechenland und Spanien für einen einheitlichen Impfpass und damit verbundene Vorteile wie freies Reisen für Geimpfte geworben. Kanzlerin Angela Merkel lehnte diese Diskussion als verfrüht ab.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen sagte am Donnerstagabend, man müsse differenzieren: Die Dokumentierung des Impfens sei eine medizinische Notwendigkeit, und mit dem gelben Impf-Zertifikat der Weltgesundheitsorganisation gebe es einen weltweiten Standard. Die zweite Frage sei, wofür man das Zertifikat nutzen könne. Dies müsse vorsichtig abgewogen werden, da manches noch unklar sei.

Frankreich will bis Ende August gesamte Bevölkerung impfen können

Frankreichs Regierung geht davon aus, bis Ende August die gesamte französische Bevölkerung impfen zu können. «Wir sind in der Lage, (…) 70 Millionen Menschen, die gesamte französische Bevölkerung, bis Ende August zu impfen (…), wenn alle bestellten Impfstoffe von den europäischen und weltweiten Gesundheitsbehörden genehmigt werden», sagte Gesundheitsminister Olivier Véran am Donnerstagabend im Interview mit dem Sender TF1.

Er gehe davon aus, dass bis Ende Januar «wahrscheinlich» 1,3 bis 1,4 Millionen Menschen geimpft würden, Ende Februar würde die Zahl auf vier Millionen steigen. Bis zum Donnerstag wurden mehr als 800’000 Menschen in Frankreich geimpft. Der Impfstart im Land verlief zunächst mehr als schleppend. Nach massiver Kritik zog die Regierung dann nach, eröffnete Impfzentren und erweiterte die Personengruppe, die sich aktuell bereits impfen lassen kann. In Frankreich herrscht eine verhältnismässig grosse Impfskepsis. Véran schloss erneute landesweite Ausgangsbeschränkungen nicht aus, wenn es die Situation erfordere.

EU-Videogipfel zu Corona beendet

Der Videogipfel der EU-Staats- und Regierungschef zur Corona-Krise ist am Donnerstagabend zu Ende gegangen. Das teilte der Sprecher von Charles Michel am Donnerstagabend auf Twitter mit. Thema der Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel und ihre EU-Kollegen war der Kampf gegen die Ausbreitung der gefürchteten neuen Varianten des Coronavirus. Zudem ging es um gemeinsames EU-Impfzertifikat und die Beschleunigung der Impfkampagne in den 27 EU-Staaten. Ratschef Charles Michel und Kommissionschefin Ursula von der Leyen wollten sich in Kürze in einer Pressekonferenz äussern.

Biden: Schwelle von 500'000 Corona-Toten wohl im Februar erreicht

Der neue US-Präsident Joe Biden hat die Amerikaner auf eine weitere Verschlimmerung der Corona-Lage im Land eingestimmt. Wahrscheinlich werde die Zahl der Corona-Toten im Februar eine halbe Million erreichen, sagte Biden am Donnerstag im Weissen Haus. «Die Dinge werden sich weiter verschlechtern, bevor es besser wird», mahnte er und versprach zugleich: «Wir werden das durchstehen.»

US-Präsident Joe Biden rechnet damit, dass die USA im Februar die Schwelle von 500’000 Corona-Toten erreicht ist. (Bild: Keystone)

Die Ausbreitung des Virus ist in den USA weiterhin ausser Kontrolle. Mehr als 400’000 Menschen sind bereits im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Mehr als 24 Millionen Infektionen mit dem Virus wurden insgesamt USA-weit gemeldet. In absoluten Zahlen liegen die Vereinigten Staaten damit weltweit an der Spitze.

Die Eindämmung der Pandemie ist eines der Hauptanliegen des neuen Präsidenten, der am Mittwoch vereidigt wurde. Noch in den ersten Stunden im Amt hatte Biden am Mittwoch eine Maskenpflicht unter anderem in Regierungsgebäuden angeordnet. Am Donnerstag unterzeichnete er mehrere weitere Verfügungen, um den Kampf gegen die Corona-Krise voranzutreiben.

13 Corona-Fälle in Hotel im Waadtländer Skigebiet Villars-Gryon

Mitten in der Ski-Saison sind in einem Waadtländer Wintersportgebiet 13 Mitarbeitende in einem Hotel angesteckt worden. (Bild: Keystone)

In einem Hotel im Waadtländer Skigebiet von Villars-Gryon/Les Diablerets haben sich 13 Hotelangestellte mit dem Coronavirus angesteckt. Sie wurden isoliert und in Quarantäne gesetzt. Von den Hotelgäste blieben alle verschont.

Ein mobiles Team nahm am Donnerstagmorgen Schnelltests bei den Gästen im Hotel «RoyAlp» vor, nachdem am Vortag die Fälle im Personal festgestellt worden waren, wie die Waadtländer Behörden am Donnerstagabend mitteilten.

Gäste der vergangenen Woche seien benachrichtigt worden. Im Ort selbst wurde bislang kein weiterer Coronavirus-Cluster, keine Ballung von Fällen, entdeckt.

Niederlande: Ausgangssperre ab Samstag

Um die schnelle Verbreitung von Virus-Mutationen zu stoppen, verhängen die Niederlande erstmals eine Ausgangssperre. Ab Samstag dürfen Bürger von 21 bis 4:30 Uhr ihre Wohnungen nicht mehr verlassen. Nach einer heftigen Debatte stimmte das Parlament am Donnerstagabend in Den Haag der Massnahme zu. Seit Ausbruch der Pandemie hatte es nicht so eine schwerwiegende Massnahme gegeben.

Die Regierung hatte bereits persönliche Kontakte reduziert. Mitglieder eines Haushaltes dürfen pro Tag nur noch eine Person empfangen. Ausserdem wurde ein Flugverbot aus Grossbritannien, Südafrika und Südamerika angeordnet. In den Regionen sollen die Virus-Mutationen besonders verbreitet sein.

EU-Staaten wollen Corona-Schnelltests gegenseitig anerkennen

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sollen die Ergebnisse bestimmter Corona-Schnelltests künftig in allen EU-Staaten anerkannt werden. Auch für den bevorzugten Einsatz dieser Tests wurden gemeinsame Kriterien entwickelt, wie der Rat der EU-Staaten am Donnerstagabend mitteilte. Eine entsprechende Ratsempfehlung sei einstimmig verabschiedet worden – rechtlich bindend ist sie aber nicht.

Der gemeinsame Rahmen für den Gebrauch der Corona-Tests sowie die Anerkennung von Ergebnissen sei ein zentrales Instrument, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen und zu einem funktionierenden Binnenmarkt beizutragen, hiess es. Die Anerkennung der Testergebnisse sei wesentlich, um grenzüberschreitenden Verkehr zu erleichtern.

Armee entschuldigt sich wegen schwachem Start von Distance Learning
Die Armee entschuldigt sich für die System-Fehler beim RS-Start. (Bild: Keystone)

Wegen technischer Probleme hat das Distance Learning für Rekruten nach Angaben der Armee «keinen wunschgemässen Start» hingelegt. Dafür entschuldige sich die Armee, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstagabend. Man arbeite an einer Verbesserung des Systems.

Mit einer dreiwöchigen Phase im Distance Learning für rund 40 Prozent der Absolventen der Rekrutenschule 1/2021 habe die Schweizer Armee Neuland betreten. Positiv sei, dass mehr als 80 Prozent dieser rund 5000 Rekruten sich im Learning Management System (LMS) angemeldet und erste Lektionen bereits absolviert hätten. Alles dazu gibt es hier.

Corona-Notstand in Tschechien wird bis Mitte Februar verlängert

Das Parlament in Tschechien hat einer Verlängerung des Corona-Notstands bis zum 14. Februar zugestimmt. Dafür votierten am Donnerstagabend 53 Abgeordnete; dagegen waren 19. Der Ausnahmezustand ermöglicht es der Regierung, Grundrechte wie die Versammlungsfreiheit auszusetzen und Soldaten in Krankenhäusern einzusetzen. Die Regierung unter Ministerpräsident Andrej Babis hatte sich für eine Befristung bis zum 21. Februar starkgemacht. Gesundheitsminister Jan Blatny begründete dies unter anderem mit der Gefahr durch neue Virusvarianten. Zuletzt war erstmals die als ansteckender geltende britische Variante in Tschechien nachgewiesen worden.

Argentiniens Präsident erhält Sputnik-V-Impfung gegen Coronavirus

Der argentinische Präsident Alberto Fernández hat sich mit dem russischen Vakzin Sputnik V gegen das Coronavirus impfen lassen. Er erhielt am Donnerstag in einem Krankenhaus in einem Vorort von Buenos Aires die erste Dosis des Impfstoffs, wie das Präsidialamt mitteilte. Am Tag zuvor war Sputnik V in Argentinien auch für Menschen über 60 Jahre zugelassen worden. «Sich impfen zu lassen, hilft dabei, immun gegen das Coronavirus zu werden. Lasst es uns tun», schrieb der 61-Jährige auf Twitter.

Sputnik V ist derzeit der am häufigsten in Argentinien verwendete Impfstoff. Bislang wurden in dem südamerikanischen Land über 240’000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Später soll auch der von der Universität Oxford und dem Pharmakonzern Astrazeneca entwickelte Wirkstoff zum Einsatz kommen.

Südafrikanischer Tycoon liess sich im Thurgau impfen

Der südafrikanische Unternehmer Johann Rupert ist in Frauenfeld gegen das Coronavirus geimpft worden. Im Thurgau werden die Impfzentren von der Hirslanden-Gruppe betrieben. Rupert ist über ein Firmengeflecht mitbeteiligt an der Hirslanden-Gruppe.

Johann Rupert habe weder einen Wohnsitz im Kanton Thurgau, noch erfülle er beim Alter die Kriterien für eine Impfung gegen das Coronavirus in dieser ersten Phase. Trotzdem habe er sich vor dem offiziellen Start der Impfkampagne in Frauenfeld impfen lassen können, heisst es in den Online-Ausgaben der Tamedia-Zeitungen vom Donnerstag. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Die Aktion löste nicht nur in der Schweiz eine Welle der Kritik aus. Auch international wird der Vorfall diskutiert:

England vervierfacht Strafen für erste Corona-Verstösse

Die britische Regierung vervierfacht die Strafen für Corona-Verstösse in England. Künftig sollen 800 Pfund (gut 900 Euro) statt 200 fällig werden, wenn Menschen trotz Verbots Partys besuchen, wie Innenministerin Priti Patel am Donnerstag ankündigte. «Diese schweren Verstösse kosten Leben», sagte Patel. Die Strafe verdoppele sich bei jedem weiteren Verstoss bis zu einem Höchstbetrag von 6400 Pfund.

Der ranghohe Polizist Martin Hewitt betonte, Partys seien «gefährlich, unverantwortlich und völlig inakzeptabel». Die Polizei werde nicht ihre Zeit damit verschwenden, mit Menschen darüber zu argumentieren. Solche Leute gefährdeten die Leben anderer, sagte Hewitt. Als Beispiele nannte er eine Feier auf der Londoner Szenenmeile Brick Lane mit 40 Menschen, die sich feindselig gegenüber der Polizei verhalten hätten, sowie eine Party mit 150 Menschen in der Grafschaft Hertfordshire.

Airbus fährt Flugzeugproduktion langsamer hoch als gedacht

Der Flugzeugbauer Airbus will die Produktion seiner Mittelstreckenjets wegen der Verschärfung der Corona-Krise langsamer hochfahren wie zunächst gedacht. Ab dem dritten Quartal soll die Produktion der Modellfamilie A320 von derzeit 40 auf dann 43 Maschinen pro Monat steigen, teilte der Konzern überraschend am Donnerstagabend mit.

Im vierten Quartal soll es dann auf monatlich 45 Exemplare nach oben gehen. Zuletzt hatte das Management schon für Juli eine Ausweitung auf 47 Jets ins Auge gefasst.

Lettland verlängert Corona-Beschränkungen bis 7. Februar
Lettlands Regierung hat die wegen der Coronavirus- Pandemie verhängten Beschränkungen erneut um zwei weitere Wochen bis zum 7. Februar verlängert. Bis dahin soll in dem baltischen EU-Land auch die am Wochenende geltende nächtliche Ausgangssperre weiter bestehen. Das beschloss das Kabinett in Riga am Donnerstag.

Lettland mit seinen knapp 1,9 Millionen Einwohnern kämpft seit dem Herbst mit einer steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen. „Die epidemiologische Situation in Lettland stabilisiert sich leicht. Es ist jedoch noch nicht möglich, die geltenden Schutzmassnahmen abzuschaffen oder zu lockern“, teilte die Staatskanzlei in Riga mit.

Nordirland verlängert Corona-Lockdown bis 5. März
Der Lockdown in Nordirland wird bis 5. März verlängert. (Bild: Keystone)

Die britische Provinz Nordirland verlängert den Lockdown wegen der Corona-Pandemie bis zum 5. März. Das entschied die Regionalregierung in Belfast am Donnerstag. «Wir haben Fortschritte gemacht, aber unser Krieg und Kampf gegen Covid ist noch nicht gewonnen», sagte Regierungschefin Arlene Foster. Die hart erkämpften Gewinne dürften nicht durch voreilige Lockerungen riskiert werden.

Zu den Massnahmen gehören die Schliessung von Schulen und nicht lebensnotwendigen Geschäften sowie weitreichende Ausgangs- und Reisebeschränkungen. Die Restriktionen sollen am 18. Februar überprüft werden. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass sie sogar bis Ostern in Kraft bleiben, wie die Zeitung «Belfast Telegraph» berichtete.

Heftiges Gerangel bei Corona-Debatte im tschechischen Parlament

Die Debatte im tschechischen Parlament über eine Verlängerung des Corona-Notstands ist am Donnerstag eskaliert. Nachdem ihm wegen persönlicher Beleidigungen das Mikrofon ausgeschaltet worden war, lieferte sich der Abgeordnete Lubomir Volny ein heftiges Gerangel mit dem Sitzungspräsidenten Tomas Hanzel. Andere Parlamentarier kamen diesem sofort zu Hilfe. «Wenn du hierher kommst, kriegst du Prügel», schrie Volny einen von ihnen an. Als gewählter Vertreter des Volkes habe er das Recht, sich äussern zu können: «So bringt ihr mich nicht zum Schweigen!»

Sehen Sie hier die Szenen aus dem tschechischen Parlament vom Donnerstag. (Video:Youtube, Český rozhlas)

Die Sitzung war live im Fernsehen zu sehen. Volny wurde nach dem Zwischenfall des Saales verwiesen. Er ist Vorsitzender der ultrarechten Bewegung «Die Einigen – Alternative für Patrioten». Der 47-Jährige war bereits zuvor aufgefallen, weil er im Rednersaal anders als die übrigen Abgeordneten keine Maske trug. Die Polizei prüft nach eigenen Angaben, ob eine Ordnungswidrigkeit wegen Verstosses gegen die Hygieneregeln vorliegt.

Corona-Krise lässt Umsatz von Trumps Unternehmen einbrechen

Das Firmen- und Immobilien-Imperium des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump hat im vergangenen Jahr stark gelitten. Die Corona-Krise liess die Umsätze der meisten seiner Hotels und Golfanlagen kräftig einbrechen.

Der Umsatz von Donald Trumps Unternehmen bricht mit der Corona-Pandemie ein. (Bild: Keystone)

Das geht aus Finanzdokumenten hervor, die am späten Mittwoch (Ortszeit) von der Ethikbehörde der US-Regierung in Washington veröffentlicht wurden. Laut einer Auswertung der «New York Times» wurden die Einnahmen der Trump Organization mit mindestens 278 Millionen Dollar angegeben, das wäre ein Rückgang um fast 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mehr dazu lesen Sie hier.

So läuft eine Corona-Impfung ab

Die Impfkampagne für die Zürcher Heime läuft seit Mittwoch auf Hochtouren. Rund 40’000 Personen sollen bis im Februar geimpft werden. Dazu gehören alle Bewohner und Mitarbeiter der Zürcher Alters-, Pflege- und Behindertenheime. Die Impfung ist freiwillig, man rechnet mit einer Impfquote von 70 Prozent. Keystone-SDA konnte beim Impftag für die Mitarbeiter des Pflegezentrums Embrach vor Ort einen Augenschein nehmen.

(Video: Keystone-SDA)
Bund und Kantone drücken bei Impfungen aufs Gas

Die Kantone sollen laut Gesundheitsminister Alain Berset bei den Impfungen vorwärts machen. Er hat sich am Donnerstag mit den Kantonen ausgetauscht und abgeklärt, was die Lieferengpässe bei Pfizer/Biontech bedeuten.

 

Bund und Kantone wollen, dass die Schweizer Impfkampagne schneller voran geht. (Bild: Keystone)

Mit Lieferverzögerungen beim Impfstoff habe immer gerechnet werden müssen, sagte Berset am Donnerstag vor den Bundeshausmedien. Bei den Impfungen gebe es nun eine Verlangsamung. Das sei aber nicht nur in der Schweiz so, sondern ganz Europa sei betroffen.

Deswegen habe der Bund von Anfang an auf verschiedene Impfstoffe gesetzt. Alles zur Medienkonferenz lesen Sie hier.

Kanton Solothurn setzt mobile Teams für Corona-Tests ein

Der Kanton Solothurn setzt ab sofort mobile Teams für Corona-Tests nach Ausbrüchen in Unternehmen und nach privaten Treffen ein. Ausserdem empfiehlt der Kanton allen Alters- und Pflegeheimen, bei den Mitarbeitenden regelmässig Schnelltests durchzuführen.

Schon bisher führe die Lungenliga Tests vor Ort in den Heimen und weiteren Gesundheitseinrichtungen durch, teilte die Solothurner Staatskanzlei am Donnerstag mit. Dieses Angebot werde weitergeführt und nun auf Bereiche ausserhalb des Gesundheitswesens ausgeweitet. Damit sollen Ausbrüche bereits in der Anfangsphase unterbunden und unentdeckte Fälle von Personen ohne Symptomen identifiziert werden.

 

Ein positives Testresultat (zwei Streifen) auf dem Teststreifen eines Corona-Schnelltests. (Archivbild: Keystone)

Dramatische Corona-Lage in Portugal: Regierung schliesst Schulen

Wegen der sich drastisch zuspitzenden Corona-Krise werden in Portugal alle Kindertagesheime, Schulen und Universitäten geschlossen. Die Massnahme werde ab Freitag und für die nächsten zwei Wochen gelten, erklärte Ministerpräsident António Costa am Donnerstag in Lissabon. Costa begründete die umstrittene Schliessung mit dem starken Anstieg der Ansteckungen im Zusammenhang mit der in Grossbritannien aufgetretenen Virus-Mutation. Nach amtlichen Angaben macht diese derzeit 13 Prozent der Neuinfektionen aus.

Die Zahlen Portugals seien «besonders dramatisch», hatte Costa zuvor gesagt. Das Land mit rund 10,3 Millionen Einwohnern hatte am Mittwoch einen neuen Höchstwert an Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Die 14’647 neuen Fälle würden auf Deutschland umgerechnet, das etwa acht Mal so viele Einwohner hat, knapp 120’000 Ansteckungen an einem einzigen Tag bedeuten. Am Donnerstag wurden in Portugal 13’544 Neuinfektionen gemeldet. Wegen der schlimmen Lage waren zuletzt auch Forderungen nach einer Verlegung der für Sonntag angesetzten Präsidentenwahl laut geworden.

KLM streicht weitere 1000 Stellen
KLM streicht weitere 800 bis 100 Stellen. (Bild: Keystone)

Die niederländische Fluggesellschaft KLM wird wegen der Corona-Krise weitere 800 bis 1000 Stellen streichen. Bereits im vergangenen Jahr waren 5000 Mitarbeiter entlassen worden.

Das habe sich als nicht ausreichend erwiesen, erklärte das Unternehmen am Donnerstag in Amsterdam. Vor allem durch Reisebeschränkungen und internationale Massnahmen dauere die Erholung vor allem auf den Langstrecken länger als erwartet. Die Fluggesellschaft bekam bislang 3,4 Milliarden Euro staatliche Unterstützung in der Corona-Krise.

«Diese Reduzierung ist noch unabhängig von den neuen Massnahmen der Regierung der vergangenen 48 Stunden», erklärte KLM-Chef Pieter Elbers. Die Regierung hatte am Mittwoch die Corona-Massnahmen drastisch verschärft. So wurde ein Verbot für Passagierflüge aus Grossbritannien, Südafrika und Südamerika verhängt. Ausserdem müssen Reisende aus Hochrisiko-Gebieten künftig nicht nur ein negatives Testergebnis vorweisen, sondern sich vor jedem Flug einem Schnelltest unterziehen.

Johnson: Mehr als 5 Millionen Impfdosen in Grossbritannien verabreicht

Im Kampf gegen das Coronavirus sind in Grossbritannien nach Angaben von Premierminister Boris Johnson bisher mehr als fünf Millionen Impfdosen verabreicht worden.

«Stich für Stich schützen wir die Verletzlichsten und kommen dem Sieg über das Virus näher», twitterte Johnson am Donnerstag. Gesundheitsminister Matt Hancock sagte, das Pflegepersonal impfe 200 Menschen in der Minute.

Die Regierung hatte angekündigt, bis Mitte Februar die am meisten gefährdeten Menschen wie über 70-Jährige, Pflegeheimbewohner und medizinisches Personal zu impfen, insgesamt etwa 15 Millionen Menschen.

Eli-Lilly-Antikörper senkt Covid-19-Risiko bei Pflegheimbewohnern

Ein Antikörper-Medikament von Eli Lilly soll das Risiko einer Covid-19-Erkrankung bei Pflegeheimbewohnern um 80 Prozent senken. (Bild: Keystone)

Ein Antikörper-Medikament von Eli Lilly hat einer Studie zufolge das Risiko einer Covid-19-Erkrankung bei Pflegeheimbewohnern um 80 Prozent gesenkt. An der Studie nahmen 965 Personen teil – 299 Bewohner und 666 Mitarbeiter -, die negativ auf das Coronavirus getestet wurden.

Sie wurden entweder mit dem Antikörper-Mittel bamlanivimab behandelt oder erhielten ein Placebo. Nach acht Wochen war die Wahrscheinlichkeit, dass die Studienteilnehmer Covid-19 entwickeln, um 57 Prozent geringer, wenn sie mit dem Mittel behandelt wurden. Der Nutzen für die Pflegeheimbewohner habe sogar bei 80 Prozent gelegen, teilte Lilly am Donnerstag mit. Alles zum Themen lesen Sie hier.

Bundespensionskasse Publica macht im Corona-Jahr 4 Prozent Rendite

Die Bundespensionskasse Publica hat im vergangenen Jahr geschätzte 4,2 Prozent Rendite auf ihrem Vermögen von über 42,1 Milliarden Franken gemacht. Das ist zwar weniger als 2019, aber angesichts der Corona-Pandemie «ein unerwartet erfreuliches Ergebnis», wie die Kasse schreibt.

Am besten abgeschlossen haben Obligationen. Mit einem Renditeplus von 3,0 Prozent steuerten sie einen positiven Betrag von 1,8 Prozent an das konsolidierte Gesamtvermögen von Publica bei, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. Insbesondere die Staatsanleihen aus den USA und aus Europa rentierten.

Kauflaune in der Euro-Zone trübt sich zu Jahresbeginn ein

Die Stimmung der Konsumenten im Euro-Raum hat sich zu Jahresbeginn inmitten der Lockdowns verschlechtert. Das Barometer für das Konsumentenvertrauen im Januar fiel um 1,7 Punkte auf minus 15,5 Zähler, wie aus den am Donnerstag veröffentlichten Daten der EU-Kommission hervorgeht.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf minus 15 gerechnet. Das Barometer lag damit unter seinem langjährigen Durchschnitt von minus 11,0 Punkten.

Die Wirtschaft in der Währungsunion war zwar im dritten Quartal im Rekordtempo gewachsen. Aber angesichts der Lockdowns in vielen Ländern haben sich die Konjunkturperspektiven wieder eingetrübt. EZB-Chefin Christine Lagarde rechnet damit, dass die Wirtschaftsleistung in der Euro-Zone Ende 2020 geschrumpft ist und die Pandemie-Folgen auch die Konjunktur zum Auftakt des laufenden Jahres belasten.

Lufthansa-Chef: Brauchen Staatshilfe vielleicht nicht komplett

Die Lufthansa braucht im Kampf gegen die Corona-Krise die 9 Milliarden Euro Staatshilfe womöglich nicht vollständig. Bisher seien erst 3 Milliarden abgerufen worden, sagte Konzernchef Carsten Spohr.

Die Lufthansa braucht die Staatshilfe über 9 Milliarden Euro wohl nicht komplett, wie der Chef des Unternehmens sagt. (Bild: Keystone)

Es könnte sein, dass die Lufthansa die Summe nicht ganz brauche, sagte er am Donnerstag bei einer Online-Veranstaltung mit der europäischen Flugsicherungsbehörde Eurocontol. Der Swiss-Mutterkonzern musste im vergangenen Jahr mit Krediten und Kapitalspritzen von Deutschland, Österreich, Belgien und der Schweiz vor einer Insolvenz bewahrt werden, weil der Luftverkehr in der Corona-Krise weitgehend einbrach.

Zum Höhepunkt der Krise flossen bei der Lufthansa im vergangenen Frühjahr 1 Million Euro pro Stunde ab. Noch immer sei es 1 Million Euro alle zwei Stunden, bekräftigte Spohr. Das erste Quartal werde mit weniger als 20 Prozent der angebotenen Kapazität bei den Passagierflügen so verlaufen wie geplant, erklärte der Vorstandschef weiter.

Algarve-Rundfahrt in den Mai verschoben

Die Algarve-Rundfahrt wird wegen der Corona-Pandemie statt im Februar vom 5. bis 9. Mai ausgetragen. Portugal hatte zuletzt wieder stark ansteigende Corona-Zahlen.

Die Verschiebung trifft die Veranstalter empfindlich. Die Algarve-Rundfahrt gehört zwar nicht zur UCI World Tour, dennoch war sie in den letzten Jahren stets gut besetzt, weil sie im Februar im Rennkalender als Vorbereitungstour gut positioniert war.

Wenn die Algarve-Rundfahrt in diesem Jahr vom 5. bis 9. Mai ausgetragen wird, sind die grossen Klassiker bereits durch und ist auch der Giro d’Italia schon im Gange.

Bundespräsident Parmelin bespricht sich mit Bundeskanzlerin Merkel

Bundespräsident Guy Parmelin hat in einem Telefongespräch mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel über die Zusammenarbeit der beiden Länder gesprochen. Vereinbart worden sei, in engem Kontakt zu bleiben.

«Soeben konnte ich am Telefon mit Bundeskanzlerin Merkel über die Zusammenarbeit unserer Länder sprechen», gab Parmelin am Donnerstagnachmittag im Kurznachrichtendienst Twitter bekannt. Die Schweiz und Deutschland würden in dieser heiklen Phase der Corona-Krise entschlossen vorgehen, schrieb er.

Umfrage zeigt deutliche Zunahme von schweren Depressionen

Verglichen mit dem ersten Shutdown im Frühling ist die Zahl der Personen, die unter schwer depressiven Symptomen leiden, stark angestiegen. Im April gaben bei einer Befragung 9 Prozent an, unter depressiven Symptomen zu leiden. Im November waren es 18 Prozent. Am stärksten betroffen sind Menschen zwischen 14 und 24 Jahren.

Das Stressniveau ist in der Schweiz im Vergleich zum ersten Shutdown im April 2020 deutlich gestiegen, wie die jüngste Umfrage der wissenschaftlichen Covid-Taskforce des Bundes zeigt, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Mehr dazu lesen Sie hier.

Leichter Rückgang bei den Erstanträgen auf US-Arbeitslosenhilfe

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist etwas gesunken. Insgesamt stellten vorige Woche 900’000 Bürger einen Antrag auf staatliche Stütze, wie das Arbeitsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte.

In den sieben Tagen zuvor waren es 926’000. Von Reuters befragte Ökonomen hatten einen Rückgang auf 910’000 Anträge auf dem Zettel.

In der Corona-Krise gingen in den USA mehr als 22 Millionen Jobs verloren, von denen bislang nur gut zwölf Millionen zurückgewonnen wurden. Die Krise am Arbeitsmarkt gilt als grösste Herausforderung für die Notenbank Fed und die Regierung des neuen US-Präsidenten Joe Biden.

Paula Badosa positiv auf das Coronavirus getestet

Die spanische Tennisspielerin Paula Badosa (WTA 67) ist am siebten Tag ihrer Quarantäne in einem Hotel in Melbourne positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie die 23-Jährige auf Twitter mitteilte, sei sie in ein anderes Hotel transferiert worden, wo sie medizinisch betreut werde. «Ich weise Symptome auf und hoffe, so schnell wie möglich wieder gesund zu werden.»

Badosa ist die erste öffentlich identifizierte Spielerin, die nach ihrer Ankunft in Australien positiv auf das Coronavirus getestet worden ist. Laut den australischen Gesundheitsbehörden hatten sich zuvor bereits vier Spielerinnen oder Spieler mit dem Virus infiziert.

EZB-Chefin: Pandemie lastet auch zu Jahresbeginn auf Konjunktur

Die Corona-Pandemie lastet laut EZB-Präsidentin Christine Lagarde weiter schwer auf der Konjunktur der Euro-Zone. Angesichts der Lockdown-Massnahmen in vielen Ländern sei die Wirtschaftsaktivität gestört, sagte sie am Donnerstag in Frankfurt auf der Pressekonferenz nach der Zinssitzung.

Die Konjunktur wird noch immer von der Corona-Pandemie belastet, so EZB-Chefin Christine Lagarde. (Bild: Keystone)

Dies zeige sich insbesondere im Servicesektor: Die Wirtschaftsleistung in der Euro-Zone dürfte demnach im vierten Quartal 2020 geschrumpft sein, sagte die Französin. Die Folgen der Pandemie dürften überdies auch das erste Quartal 2021 konjunkturell belasten.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte im Dezember wegen der zweiten Pandemiewelle und neuer Eindämmungsmassnahmen in den Euro-Ländern ihre Konjunkturprognose für das laufende Jahr deutlich auf 3,9 Prozent gesenkt. Zuvor hatte sie für 2021 noch 5,0 Prozent erwartet.

Merkel: Grenzkontrollen als letztes Mittel
Angela Merkel schliesst erneute Grenzkontrollen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie nicht aus. (Bild: Keystone)

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel möchte neuerliche Grenzkontrollen in der Corona-Pandemie möglichst verhindern, schliesst sie aber weiter nicht aus.

Deutschland suche einen «kooperativen Ansatz», schliesse Kontrollen als «Ultima ratio» aber nicht aus, sagte die Regierungschefin am Donnerstag vor Beratungen der europäischen Staats- und Regierungschefs.

Lange Staus an den Grenzen wie bei ersten Schliessungen im Frühjahr werde es nicht geben, versicherte Merkel. «Der freie Warenverkehr steht jetzt hier überhaupt nicht zur Debatte». Es gehe vielmehr um die Frage, was in Grenzregionen mit vielen Pendlern geschehe. Deutschland werde dazu beitragen, dass Pendler getestet werden könnten. Dazu sei man auch im Gespräch mit den Herkunftsländern.

Neue Massnahmen in Solothurner Schulen
Der Kanton Solothurn beschliesst eine Maskenpflicht ab der 5. Klasse. (Symbolbild: Keystone)

Aufgrund der weiterhin angespannten Situation im Kanton Solothurn sowie der unsicheren Entwicklung der Pandemie hat das kantonale Bildungsdepartement neue Massnahmen beschlossen: An den Volksschulen gilt ab kommenden Montag Maskenpflicht ab der 5. Klasse, Kantons- und Berufsschulen gehen in den Fernunterricht. Dies vom Montag, 25. Januar, bis Freitag, 26. Februar. Dies Maskenpflicht gilt dabei bis mindestens Ende Februar. Ski- und Schullager dürfen bis zu den Frühlingsferien nicht durchgeführt werden.

«Die Lage im Kanton Solothurn hat sich auf hohem Niveau stabilisiert, das Gesundheitssystem ist weiterhin sehr angespannt. Neue Virus-Mutationen sorgen zusätzlich für Unsicherheit», wie die Behörden mitteilen. «Aufgrund der weiterhin angespannten Situation hat Bildungsdirektor Remo Ankli beschlossen, gezielt einen Beitrag zur Reduktion der Mobilität und Kontakte und damit der Ansteckungsrisiken zu leisten.» Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Ab 17 Uhr live: Wie weiter in den Schulen?

Bundesrat Alain Berset trifft am Donnerstag die Gesundheitsvertreter der Kantone. Die anschliessende Medienkonferenz zeigt Telebasel im Live-Stream. Diesen finden Sie hier.

Bisher 582 Ansteckungen mit Mutationen des Coronavirus

Bis am Donnerstag sind in der Schweiz und in Liechtenstein 582 Infektionen mit einem mutierten Coronavirus aufgetreten. Das gab das Bundesamt für Gesundheit bekannt. Am Mittwoch lag die Zahl bei 479.

Bis am Donnerstag sind in der Schweiz und in Liechtenstein 582 Infektionen mit einem mutierten Coronavirus aufgetreten. (Symbolbild: Keystone)

Mit der britischen Mutation B1.1.7 (oder 501Y.V1) steckten sich seit ihrem ersten Auftreten im Oktober in der Waadt 306 Personen an, wie das BAG auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Der südafrikanischen Variante B1.351 (oder 501Y.V2) liessen sich zwölf Infektionen zuordnen und damit gleich viel wie am Vortag. Mehr dazu lesen Sie hier.

Trotz Mutationen deutlich weniger Ansteckungen in der Schweiz

Trotz 31,3 Prozent weniger laborbestätigter Corona-Fälle als in der Vorwoche ist die Lage wegen der Mutationen schwierig einzuschätzen – das zeigt der epidemiologische Wochenbericht des Bundesamts für Gesundheit (BAG) vom Donnerstag.

Die zunehmend entdeckten Fälle mit den Sars-CoV-2-Varianten würden nach wissenschaftlichen Erkenntnissen erhöhte Zahlen erwarten lassen. Insgesamt wurden in der Woche vom 11. bis 17. Januar aber lediglich 15’178 laborbestätigte Fälle gezählt gegenüber 22’093 in der Vorwoche – ein Rückgang um knapp ein Drittel.

Mehr dazu hier.

Biden stoppt WHO-Austritt – Hilfe beim globaler Corona-Impfkampagne

Mit der Rückkehr zur Weltgesundheitsorganisation WHO wollen sich die USA auch an der globalen Impfkampagne Covax gegen die Corona-Pandemie beteiligen. Das kündigte der angesehene Immunologe Anthony Fauci für die US-Delegation per Video-Schalte bei der Sitzung des WHO-Exekutivrates in Genf an. US-Präsident Joe Biden wollte laut Fauci am Donnerstag eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnen.

Anthony Fauci kündigte an, dass sich die USA an der globalen Impfkampagne Covax beteiligen wollen. (Archivbild: Keystone)

Biden hatte den von Donald Trump eingeleiteten Austritt aus der WHO gestoppt. Der Schritt wäre Anfang Juli wirksam geworden. «Ich bin stolz zu verkünden, dass die Vereinigten Staaten ein Mitglied der WHO bleiben», so Fauci.

BAG meldet 2205 neue Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag innerhalb von 24 Stunden 2205 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 47 neue Todesfälle und 93 Spitaleinweisungen.

Studie: Corona-Fallzahlen in England sinken trotz Lockdowns nicht

Trotz des Lockdowns in Grossbritannien nimmt die Zahl der Corona-Infektionen einer neuen Studie zufolge nicht ab, sondern hat zuletzt sogar noch zugelegt.

Demnach wurde im grössten Landesteil England zwischen dem 6. und 15. Januar jeder 63. Mensch positiv getestet, wie die Forscher des Imperial College London am Donnerstag mitteilten. Das waren 50 Prozent mehr als Anfang Dezember. Die Wissenschaftler werteten nach eigenen Angaben Abstriche von etwa 143’000 Menschen aus.

«Während der ersten zehn Tage des dritten Covid-Lockdowns in England im Januar 2021 war die Verbreitung von Sars-CoV-2 ohne Anzeichen eines Rückgangs sehr hoch», betonten die Forscher. Der Infektiologe Steven Riley sagte dem Sender Sky News zufolge, der Lockdown mit weitreichenden Ausgangs- und Reisebeschränkungen sei offenbar nicht so wirkungsvoll wie noch im Frühjahr 2020. Die Ergebnisse zeigten zudem, dass die in Grossbritannien entdeckte Virus-Variante schneller übertragen werde.

Feuer beim weltgrössten Impfstoffproduzenten in Indien

In einem Gebäude des weltgrössten Impfstoffproduzenten in Indien ist ein Feuer ausgebrochen. Wie auf Fernsehbildern zu sehen war, brannte es am Donnerstag in einem Gebäude des Serum Institutes. Dieses befinde sich zurzeit im Bau, berichtet der örtliche Fernsehsender NDTV.

Der Impfstoffproduzent in der Stadt Pune stellt auch den Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca für Indien und andere Märkte unter dem Namen Covishield her. NDTV zufolge sei es aber unwahrscheinlich, dass das Feuer die Corona-Impfstoff-Produktion beeinträchtige. Warum der Brand ausbrach, war zunächst unklar.

Merkel: Mühen des Lockdowns beginnen sich auszuzahlen

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht ein «gespaltenes Bild» bei der Entwicklung der Corona-Pandemie. Hier lesen Sie mehr.

Es zeigt im Grunde, dass die Mühe sich lohnt», sagte Merkel am Donnerstag bei einer Medienkonferenz in Berlin. (Bild: Keystone)
Spitex-Personal wünscht raschen Zugang zu Tests und Impfung

Spitex-Mitarbeitende, die täglich engen Kontakt mit Risikogruppen sowie mit Covid-positiven Menschen haben, sollen rasch und unentgeltlich getestet und in erster Priorität geimpft werden. Diese Forderung hat der Dachverband Spitex Schweiz am Donnerstag erhoben.

Gerade während der Pandemie seien ambulante Pflege und Unterstützung durch die Spitex wichtiger denn je, heisst es in einer Medienmitteilung. Mit breit angelegten Tests und Impfungen des Spitex-Personals könne dazu beigetragen werden, dass die spital-externe Gesundheitsversorgung zu Hause weiterhin sichergestellt sei.

Es brauche rechtliche Bestimmungen, die ein unkompliziertes und regelmässiges Testen des Personals ermöglichten. Die Kosten müssten von den ordentlichen Finanzierern übernommen werden und seien nicht durch das Personal oder die Betriebe zu decken.

Einige EU-Staaten drängen auf Corona-Impfzertifikat

Die EU-Chefs diskutieren am Sondergipfel am Donnerstag über die Corona-Krise. Der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis brachte vorgängig die Einführung eines Impfzertifikats für Reisende ins Spiel. Das muss auch die Schweiz als Schengen-Land interessieren. Lesen Sie hier mehr.

Würde jedoch die EU dereinst das Reisen innerhalb des EU/Schengen-Raumes mit einem Impfzertifikat erleichtern, könnte das auch die Schweiz betreffen. (Symbolbild: Keystone)
Maskenpflicht in Zürcher Schulen ab der 4. Klasse

Im Kanton Zürich müssen Schülerinnen und Schüler ab der 4. Klasse künftig Schutzmasken tragen. An den Mittelschulen soll die Zahl der anwesenden Schüler um die Hälfte reduziert werden.

Mit den verstärkten Schutzmassnahmen wolle man die Ausbreitung neuer Coronavirus-Varianten eindämmen, teilte die Bildungsdirektion des Kantons Zürich am Donnerstag mit. Beide Massnahmen gelten ab kommendem Montag.

(Bild: Keystone)

Der Kanton Aargau kündigte gestern noch strengere Massnahmen im Schulbereich an: Die Sekundarstufe II mit den Mittel- und Berufsfachschulen muss vom kommenden Montag bis Ende Februar im Fernunterricht geführt werden. Der Aargauer Regierungsrat will damit in der Corona-Krise die Mobilität senken.

Bundesrat schlägt verkürzte Quarantäne bei negativen Tests vor

Nach dem Kontakt zu einem Coronavirus-Infizierten gilt eine Quarantänepflicht von zehn Tagen. Der Bundesrat will sie nun auf sieben Tage verkürzen, wenn der Test auf das Virus negativ ausfällt. Das gleiche soll für die Einreise-Quarantäne gelten. Lesen Sie hier mehr.

Der Bundesrat denkt über eine Verkürzung der Quarantäne nach. (Symbolbild)
53 Coronafälle in St. Moritz - mutiertes Virus bei Hotelpersonal

Umfangreiche Tests im Nobelferienort St. Moritz haben ergeben, dass sich etwa ein Prozent der Bevölkerung mit dem Coronavirus angesteckt hat. Bei den Angestellten zweier Fünf-Sterne-Hotels beträgt die Ansteckungsquote vier Prozent.

Fast 3200 Tests auf das Coronavirus wurden von Montag bis Mittwoch in St. Moritz durchgeführt. Die Corona-Herde seien erfolgreich isoliert worden, meldeten die Bündner Behörden am Mittwoch.

(Bild: Keystone)

Gemäss den Ergebnissen der Tests steckte sich ein Prozent der Bevölkerung von St. Moritz mit dem Coronavirus an. Bei den Mitarbeitenden und Gästen zweier Fünf-Sterne-Hotels beträgt die Infektionsrate vier Prozent. Insgesamt wurden 53 Virusinfektionen festgestellt, 31 davon betreffen die mutierte Form.

Corona: Deutlicher Rückgang bei den Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Deutschland zuletzt deutlich gesunken. So gab das staatliche Robert Koch-Institut (RKI) die sogenannte 7-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 119,0 an – das ist der niedrigste Wert seit dem 1. November.

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche, war in den vergangenen zehn Tagen kontinuierlich gesunken. Ihren bisherigen Höchstwert hatte sie kurz vor Weihnachten (22.12.) mit 197,6 erreicht.

(Bild: Keystone)

Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch gross: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 225,0 und Brandenburg mit 203,3. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 76,6.

Die deutschen Gesundheitsämter meldeten dem RKI am Donnerstagmorgen zudem 20’398 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Ausserdem wurden 1013 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet.

USA mit zweithöchstem Tageswert bei Corona-Toten

In den USA hat die Zahl der an einem Tag erfassten Corona-Toten den zweithöchsten Stand seit Beginn der Pandemie erreicht. Am Mittwoch lag die Zahl mit 4231 Toten nur knapp unter dem am 12. Januar verzeichneten Höchstwert von 4462, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Donnerstagmorgen (MEZ) hervorging.

Die Anzahl der registrierten Neuinfektionen war am selben Tag mit 178’255 vergleichsweise niedrig. Der bisherige Tagesrekord wurde am 2. Januar mit 298’031 neuen Fällen registriert.

(Bild: Keystone)

In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bislang rund 24,4 Millionen Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, mehr als 406’000 Menschen starben. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Galenica übertrifft 2020 trotz Corona eigenes Umsatzziel leicht

Galenica hat im Geschäftsjahr 2020 Wort gehalten und den Umsatz wie erwartet gesteigert. Für den Gewinn geht der Apotheken- und Gesundheitskonzern weiterhin davon aus, diesen auf Vorjahresniveau zu halten.

Den Gruppenumsatz beziffert Galenica in einer Medienmitteilung vom Donnerstag auf knapp 3,5 Milliarden Franken, ein Plus von 5,4 Prozent. Damit hat Galenica sowohl die Erwartungen der Analysten als auch die eigenen Ziele hauchdünn übertroffen.

Die einzelnen Geschäftsbereiche seien dabei unterschiedlich stark von der Covid-19-Pandemie und den damit einhergehenden Massnahmen beeinflusst worden, teilte Galenica weiter mit. So habe der Bereich Services mit einem Umsatzplus von 7,8 Prozent besonders stark zum Unternehmenswachstum beigetragen. Der Geschäftsbereich Services beinhaltet vor allem Logistikleistungen für den Schweizer Gesundheitsmarkt.

Viele Covid-Patienten sterben an unerkannter Blutvergiftung

Viele Menschen, die nach einer Infektion mit dem Coronavirus erkranken, sterben nach Darstellung von Experten an einer unerkannten Blutvergiftung (Sepsis). «Ein grosses Problem ist, dass viele Patienten, die sich mit einer unkomplizierten Covid-19-Erkrankungen zu Hause kurieren wollen, nicht rechtzeitig bemerken, wenn diese in eine Sepsis übergeht.»

Dies sagte der Chef der deutschen Sepsis-Stiftung, Konrad Reinhart, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland am Donnerstag. Es gebe eine weit verbreitete Unkenntnis über Blutvergiftungen in der Bevölkerung, aber zum Teil auch beim medizinischen oder pflegerischen Personal, hiess es weiter.

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Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Covid-19 finden Sie hier.

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