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Der Telebasel Talk vom 20. Januar 2021.
Basel

Was machen Sie danach, Herr Dürr?

Abgewählt! Am 29. November musste Regierungsrat Baschi Dürr diesen bitteren Bescheid hinnehmen. Im Talk spricht er über seine Amtszeit, seine Pläne und die FDP.

Baschi Dürr hat sich für das bürgerliche Viererticket ins Zeug gelegt, am Ende hatte er, der «Bisherige», gegen die Newcomerin Stephanie Eymann das Nachsehen – ausgerechnet Eymann, die für Baschi Dürrs einstige Partei LDP kandidierte. Noch schlimmer: Die «alte», wie es heisst «staatstragende», FDP mit einem seit Jugendtagen von der Politik Infizierten und Aktiven verlor gegen die «neuen» Grünliberalen mit einer Frau, Esther Keller, die erst seit einem Jahr im Parlament mitwirkte. 27’000 Wahlstimmen sind nicht schlecht, Keller holte einfach deren 1’500 mehr.

Historischer Tiefpunkt

Die FDP nicht mehr in der Basler Regierung, erstmals seit 1881 – was ist da passiert? Das Formtief der Partei spielt eine grosse Rolle bei der Abwahl von Baschi Dürr. Am 18. Januar 2021 gab Präsident Luca Urgese seinen Rücktritt bekannt: «Die FDP ist an einem historischen Tiefpunkt». Auch national. Die «bz» fasste zusammen: 1983 besetzte die FDP in den Städten mit mehr als 100’000 Einwohnern 31 Prozent aller Exekutivmandate – das war die Spitzenposition. Heute hält sie nur noch 14 Prozent der Regierungssitze der grössten Städte.

Kriminalität, Demos, Teslas

Baschi Dürr wurde im November 2012 im zweiten Wahlgang in die Basler Regierung gewählt (auch vier Jahre später musste er in die zweite Runde). Ende Januar 2021 endet seine Amtszeit. Seit 2013 war er Vorsteher des Sicherheitsdepartements.

Vor allem bis Mitte seiner Amtszeit gaben die hohen Kriminalitätszahlen, insbesondere die Gewalt in den Strassen, zu reden. Stets ertönte auch aus der politischen Rechten, aber auch aus Gewerbekreisen der Ruf nach mehr Härte gegen Demonstrationen, die teilweise im Wochentakt jeweils am Samstag Nachmittag durch die Innenstadt zogen.

Mit Stolz vertrat Baschi Dürr gegen Nörgler, einer Reihe von Medienberichten und interne Gegner den Erwerb von Tesla-Pikettfahrzeugen: Das Basler Polizeikorps war eines der ersten, das die hippen Elektrofahrzeuge einsetzte.

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