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Der Telebasel News-Beitrag vom 19. Januar 2021.
Schweiz

Das dürfen die Läden noch verkaufen

Warenhäuser sind derzeit gezwungen, Teile ihre Sortiments abzusperren. Das sorgt für Verwirrung.

Kleider, Accessoires, Schmuck und Schuhe gehören nicht zu den Gütern für den täglichen Gebrauch. Aus diesem Grund müssen Warenhäuser, die diese Produkte anbieten, ihr Sortiment teilweise absperren. Das kann zu verwirrter Kundschaft führen.

Drei Viertel des Sortiments abgesperrt

Im Warenhaus Manor am Claraplatz sind die oberen Etagen seit Montag geschlossen. «Wir verkaufen einfach Artikel des täglichen Bedarfs, etwa für die Arbeit im Home Office, Haushalts- und Hygieneartikel», erklärt Fabian Wermelinger, Filialleiter der Manor in Basel.

Fast drei Viertel des Warenhauses sind geschlossen. «Wir nehmen die Situation, wie sie ist. Wir waren alle sehr enttäuscht, dass wir das Warenhaus runterfahren, gar fast komplett schliessen, mussten», so Fabian Wermelinger.

Ein grosser Teil der Mitarbeitenden ist in Kurzarbeit. «Unser Supermarkt ist offen, da haben wir die gesamte Mannschaft, das ganze Team im Einsatz», ansonsten kann das Warenhaus nur im Erdgeschoss vereinzelt Personal einsetzen.

Click & Collect und Abholstationen als Alternativen

Um trotz Absperrung, das gesamte Sortiment anbieten zu können, setzt Manor auf das Click & Collect-Angebot, ein Dienst, der den Einkauf von waren aus dem gesamten Sortiment ermöglicht – auf Distanz.

«Der Kunde hat die Möglichkeit, die Verfügbarkeit von Waren zu prüfen. Wenn er sieht, dass wir im Warenhaus Basel das Produkt verfügbar haben, kann er es bestellen und das Produkt bis drei Stunden vor Ladenschluss abholen kommen», wie Wermelinger erklärt. Diesen Dienst nun in den Vordergrund zu rücken, war eine Reaktion auf die Einschränkungen.

«Man hat erwartet, dass das in einer zweiten oder dritten Etappe kommt. Die Geschäfte haben aber trotzdem sehr gut reagiert», schätzt Mathias F. Böhm, Geschäftsleiter von Pro Innerstadt Basel, die Lage ein.

Läden stehen noch relativ gut da

Laut Mathias F. Böhm sei es noch immer möglich, die lokalen Läden zu unterstützen. «Auf der einen Seite im Online-Bereich, mit Click & Collect, oder auch mittels Abhohlstationen oder Take-Away. Ich denke, man kann lokale Geschäfte immer noch sehr gut unterstützen», so Böhm.

Vergleiche man die Situation mit der Kultur- oder Gastrobranche, stünden die Läden immer noch gut da: «Es ist tragisch, doch die Läden sind noch immer in einer relativ guten Position», so Böhm. Die Situation der Läden sei trotz vieler Angestellten in Kurzarbeit nicht so drastisch.

«Ich denke, wichtig für die Unternehmen ist, dass sie jetzt ihre Liquidität checken, aber auch, dass sie die nötigen Mittel wie Kurzarbeit, Unterstützungsgelder, und Härtefallregelungen beanspruchen», was laut Mathias F. Böhm durchaus legitim wäre. «Das soll man auch unbedingt machen, um den Standort längerfristig zu stärken», fügt er hinzu.

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