Bettelnde aus Osteuropa sollen in den nächsten zwei Monaten in der Notschlafstelle an der Basler Alemannengasse übernachten. (Bild: Keystone)
Basel

Notschlafstelle wird für osteuropäische Bettelnde geöffnet

Die Männernotschlafstelle soll in den nächsten zwei Monaten osteuropäischen Obdachlosen zur Verfügung stehen. Die Regierung hat dafür 250'780 Franken bewilligt.

Personen, die normalerweise in der Männernotschlafstelle an der Alemannengasse in Basel übernachten, erhalten wegen der Platzknappheit neu eine Unterkunft in einem Hotelzimmer, wie die Basler Regierung am Dienstag mitteilte.

«Mit dem Entscheid will die Regierung sicherstellen, dass bei tiefen Temperaturen niemand draussen schlafen muss, der das nicht ausdrücklich will», sagt Rudolf Illes, Leiter der Basler Sozialhilfe auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Dies gelte, auch wenn man grundsätzlich der Ansicht sei, dass die Obdachlosen aus dem EU-/EFTA-Raum während ihres Aufenthalts selber für ihren Unterhalt aufkommen sollten. Bei tiefen Temperaturen sei es aber gefährlich, draussen zu übernachten.

Illes begründet den Entscheid auch damit, dass Erfahrungen zeigen würden, dass für die Unterbringung von Bettlerinnen und Bettlern aus Osteuropa eine eigene Struktur benötigt werde, welche betreut sei und nicht mit anderen Gruppierungen durchmischt werde. «Am einfachsten umsetzbar ist das, wenn die Männernotschlafstelle komplett geräumt wird, damit die Bettlerinnen und Bettler dort untergebracht werden können.»

Zimmer in mehreren Hotels gemietet

Die Männer, welche sich aktuell in der Notschlafstelle aufhalten, würden während dieser Zeit in Hotelzimmern untergebracht. «Wir können auf diese Weise etwa 30 Bettlerinnen und Bettler aus Osteuropa getrennt von den hiesigen Obdachlosen unterbringen», sagt Illes. Gleichzeitig könne man so einigen Obdachlosen für eine begrenzte Zeit den Aufenthalt im Hotel ermöglichen.

Der bewilligte Maximalbetrag von 250’780 Franken wird gemäss Illes hauptsächlich für die Anmietung von zusätzlichen Hotelzimmern, für Dolmetscher und Sicherheitspersonal in der Notschlafstelle verwendet.

Das Angebot für Bettelnde aus Osteuropa startet frühestens im Verlauf der nächsten Woche und ist auf maximal zwei Monate befristet.

Laut Illes werden die Zimmer in mehreren Hotels angemietet. Wo sich diese befinden, will Illes mit Rücksicht auf die Betriebe und den Datenschutz für die obdachlosen Menschen nicht bekanntgeben.

6 Kommentare

  1. Seit letztem Sommer werden die Stimmen immer lauter, dass doch das Bettelverbot wieder eingeführt werden soll. Nun bewilligt unsere Regierung doch sage und schreibe 250’780 Franken, damit eben diese die nächsten zwei Monate in der Notschlafstelle verbringen können? Was kommt als Nächstes? Es befinden sich ja jetzt bereits mehr als 30 BettlerInnen in der Stadt, und es kommen noch mehr…Report

  2. Liebe Basler Regierung, ich finde es super das unsere eigenen Obdachlosen etwas Luxus gefönt wird. Aber warum mietet man nicht Busr und bringt die Fremden Bettler nachhause fährt, das wäre sicher billiger als das was jetzt gemacht wird. Den wen die raus gehen müsst ihr noch alles entlausen und das wird teuer. GrußReport

  3. Ist doch wunderschön was diese Super Basler Regierung alles macht für Bettler aus Osteuropa,jetzt kommen garantiert noch viel mehr😆,habe gemeint Wäsche Wascher Dürr sei weg,Aber leider sind jetzt noch mehr👎👎in der Regierung!mein Vorschlag an die wo das wünschen,nehmen Sie doch Persönlich,Privat ein paar von denen auf, natürlich auf eigene Kosten!Aber dazu sind Sie zu feige!!Report

  4. Sehr schön! Weiter so! Gaaanz grooose Klasse. Basel-Stadt ist für mich als Einkaufsort seit Wochen erledigt. Ich habe gerade gestern für 380Euro im Internet Gewürze und anderes bestellt. Dann muss ich mir dieses Stadtbild nicht antun.Report

  5. Ich finde nicht in Ordnung, dass wir jetzt für die ausländischen Bettler die Notschlafstelle öffnen. Finanziert mit unseren Steuergeldern. Ich kann das nicht verstehen. Da werden noch mehr kommen. Es würde vielleicht viele abschrecken, wenn sie wüssten, dass sie im Winter im Freien übernachten müssen. Von mir aus gesehen, müssten wir alle diese Leute in die Herkunftsländer zurückschicken. Die haben hier absolut nichts verloren! Ich bin nicht fremdenfeindlich. Aber wenn man in die Stadt geht, sind sie fast an allen Ecken. Wir sollten besser für unsere eigenen Leute schauen. Da hat es auch sehr viel Armut. Ich bekomme jedes Mal eine grosse Wut, wenn ich diese Leute sehe.Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel