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Schweiz

PCR-Tests schlagen auch bei bekannten Mutationen an

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
EDK-Präsidentin Steiner will derzeit keinen Fernunterricht

Die Bildungsdirektorin des Kantons Zürich und Präsidentin der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren EDK, Silvia Steiner, hat vor einer vorschnellen Einführung von Fernunterricht gewarnt. Dies sagte sie in Interviews mit dem Zürcher «Tages-Anzeiger» sowie den «Zeitungen der CH-Media» vom Donnerstag. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Schwarzenegger hat sich gegen Covid-19 impfen lassen

«Terminator» Arnold Schwarzenegger hat sich gegen Covid-19 impfen lassen. Dazu veröffentlichte der 73-Jährige Hollywood-Star am Mittwoch (Ortszeit) auf Twitter ein Video, in dem er – offenbar in einem Corona-Impfzentrum – in einem Auto sitzend zu sehen ist, bevor er von einer jungen Frau einen Piks in seinen Arm bekommt. Er habe gerade sein Vakzin bekommen, das könne er jedem empfehlen, sagt der frühere Gouverneur von Kalifornien. Und schreibt dazu: «Heute war ein guter Tag. Ich war noch nie so glücklich, in einer Schlange zu warten. Wenn Du berechtigt bist, schliesse Dich mir an und melde Dich an, um Deinen Impfstoff zu bekommen. Komm mit mir, wenn Du leben willst!»

Der Republikaner Schwarzenegger war von 2003 bis 2011 Kaliforniens Gouverneur. Er hatte bereits im Sommer in einem Video mit vier seiner Amtsvorgänger und -nachfolger zum Tragen einer Maske in der Corona-Krise aufgerufen. «Eine Maske zu tragen, schützt die Leute in Ihrem Umfeld. Es ist nicht politisch. Es ist nicht schwach», hatte der frühere Bodybuilder mitgeteilt.

Oxford-Wissenschaftler überarbeiten Impfstoff wegen Mutationen

Wissenschaftler der Universität Oxford überarbeiten den zusammen mit dem Konzern AstraZeneca entwickelten Coronavirus-Impfstoff. Damit solle dieser gezielt gegen die neuen, hochansteckenden Coronavirus-Mutationen eingesetzt werden können.

(Bild: Keystone)

Dies berichtet die britische Zeitung «Telegraph» in der Nacht auf Donnerstag. Die Wissenschaftler erstellten eine Machbarkeitsstudie zur Umgestaltung des Coronavirus-Impfstoffes, hiess es.

PCR-Tests schlagen auch bei bekannten Corona-Mutationen an

Die Coronavirus-Tests von Qiagen schlagen nach Angaben des Pharmaunternehmens auch bei den bekannten Coronavirus-Mutationen an. Bei den identifizierten Virus-Varianten sei Effektivität und Genauigkeit der drei PCR-Tests von Qiagen nicht verringert.

(Bild: Keystone)

Dies teilte die Firma in der Nacht auf Donnerstag mit. Es werde weiterhin zudem regelmässig geprüft, ob die Coronavirus-Tests alle neu auftretenden Mutationen entdeckten, hiess es.

Söder offen für EU-Corona-Impfpass

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder ist offen für einen EU-Impfpass für Personen, die gegen Corona geimpft sind. «Wenn er funktioniert, ist das eine Idee. Gut wäre, wenn er dann fälschungssicher ist», sagte der CSU-Chef Söder in der ARD-Talksendung «Maischberger. Die Woche», die am Mittwochabend ausgestrahlt wurde.

(Bild: Keystone)

An diesem Donnerstag beraten die 27 EU-Staaten bei einem Videogipfel, ob und wie sie ein gemeinsames Dokument zum Nachweis von Corona-Impfungen einführen. Dass sie jetzt schon Privilegien wie einfacheres Reisen an einen solchen EU-Impfpass knüpfen, ist aber unwahrscheinlich. Bislang ist unter anderem unklar, ob Geimpfte andere weiterhin anstecken können.

Schwangere werden in Israel prioritär geimpft

In Israel werden auch schwangere nun vorrangig geimpft. Dies berichtet NTV. Laut dem nationalen Pandemie-Koordinator sei der Entscheid mit der Einschätzung verbunden, dass durch die Impfung keine Risiken für die Frauen und den Fötus bestünden. Israel impft seit dem 19. Dezember seine Bevölkerung und legt dabei einen Fokus auf Ältere, Personen mit erhöhten Gesundheitsrisiken und medizinischem Rettungspersonal. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung soll mittlerweile den den Impfstoff von Biontech/Pfizer erhalten haben.

In Israel werden prioritär auch Schwangere geimpft. (Bild: Keystone)
Russland will EU-Zulassung für Corona-Impfstoff «Sputnik V»

Russland strebt eine Registrierung seines Corona-Impfstoffes «Sputnik V» in der Europäischen Union an. Ein entsprechender Antrag sei bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA eingereicht worden, teilte der staatliche Direktinvestmentfonds am Mittwoch in Moskau mit, der das Vakzin mitfinanziert und im Ausland vermarktet. Mit einer Prüfung werde im nächsten Monat gerechnet. Bereits von diesem Freitag an will sich Russland die Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit von «Sputnik V» von der Weltgesundheitsorganisation WHO beurteilen lassen.

Russland will den Corona-Impfstoff «Sputnik V» in der EU zulassen. (Bild: Keystone)

Der Wirkstoff war Mitte August als weltweit erster für eine breite Anwendung in der Bevölkerung freigegeben worden, obwohl bis dahin wichtige Tests ausgestanden hatten. Das hatte international Kritik ausgelöst. Unabhängige Studien sind bisher nicht bekannt. In Russland laufen Impfungen mit «Sputnik V» bereits seit Anfang Dezember – parallel zur Testphase III. Bis zum Sommer sollen nach dem Willen der russischen Regierung 60 Prozent der Bevölkerung geimpft sein. Bislang haben mehr als anderthalb Millionen Menschen das Vakzin erhalten.

Papst betet für Präsident Biden – «Frieden in den USA vorantreiben»

Papst Franziskus hat Joe Biden zur Vereidigung zum neuen Präsidenten der USA Kraft und Weisheit für das Amt gewünscht. «Mögen die Amerikaner unter ihrer Führung weiter Kraft aus den hohen politischen, ethischen und religiösen Werten schöpfen, die die Nation seit ihrer Gründung inspiriert haben», schrieb das Oberhaupt der katholischen Kirche in einer Nachricht an das Weisse Haus am Mittwoch.

Der Pontifex wolle dafür beten, dass Biden für eine Gesellschaft mit «echter Gerechtigkeit und Freiheit» sorge und vor allem an die Rechte und Würde der Armen, Verwundbaren und derjenigen denke, die keine Stimme hätten. Er bitte Gott, seine Bemühungen zu leiten, das Verständnis, die Versöhnung und den Frieden in den USA und unter den Ländern der Welt weiter voranzutreiben. Mit der Vereidigung ist der bekennende Katholik Joe Biden der 46. Präsident der Vereinigten Staaten.

Studierende in Frankreich prangern schwierige Lage wegen Corona an

In Frankreich haben am Mittwoch zahlreiche Studierende gegen corona-bedingte Einschränkungen an Universitäten protestiert. Kundgebungen gab es in Städten wie Strassburg und Paris. Die Studentinnen und Studenten fordern unter anderem die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts. Viele fühlen sich ungerecht behandelt, weil es – anders als an Schulen – an Frankreichs Universitäten aktuell grösstenteils keinen Präsenzunterricht gibt. Geklagt wird auch über psychische und finanzielle Probleme – vor allem, weil viele Studentenjobs derzeit wegfallen.

Premierminister Jean Castex hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass Präsenzunterricht etwa in Tutorien für Studienanfänger Ende Januar mit Einschränkungen wieder aufgenommen werden könne. Sollte es die Corona-Lage zulassen, werde das ausgeweitet. Präsident Emmanuel Macron will am Donnerstag eine Universität bei Paris besuchen.

Tschechischer Präsident Zeman gegen Corona geimpft
Tschechiens Präsident Milos Zeman ist gegen das Coronavirus geimpft worden. (Bild: Keystone)

Der tschechische Staatspräsident Milos Zeman ist gegen das Coronavirus geimpft worden. Der 76-Jährige habe die erste von zwei Dosen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer erhalten, teilte sein Sprecher am Mittwoch mit. Zeman werde noch zwei Tage in einem Militärkrankenhaus in Prag bleiben, um eine Reihe von Vorsorgeuntersuchungen zu absolvieren. Der Präsident leidet nach früheren Angaben an Diabetes und einer Nervenerkrankung.

Aktuell sorgt das Tempo der Impfungen in Tschechien für Unmut in der Bevölkerung. Viele sind der Meinung, dass nicht schnell genug geimpft wird. In dem Land mit 10,7 Millionen Einwohnern wurden bisher 130’000 Impfdosen verabreicht. Seit Beginn der Pandemie gab es in Tschechien mehr als 900’000 bestätigte Corona-Infektionen und 14’820 Todesfälle.

1820 Corona-Tote in Grossbritannien binnen 24 Stunden

Grossbritannien hat am Mittwoch den zweiten Tag in Folge einen Höchstwert an Corona-Todesfällen registriert: Innerhalb von 24 Stunden wurden 1820 Todesfälle gemeldet. Wie die Regierung in London weiter mitteilte, lag die Zahl der Neuinfektionen mit 38 905 Fällen etwas höher als am Vortag. Auch die Einweisungen ins Krankenhaus (3887) blieben auf hohem Niveau. Die Krankenhäuser sind insbesondere in England unter enormem Druck. Inzwischen haben in Grossbritannien aber auch bereits 4,6 Millionen Menschen eine erste Impfdosis erhalten.

Insgesamt wurden bisher knapp 96’000 Sterbefälle registriert, bei denen Covid-19 auf dem Totenschein erwähnt wurde. Andere Berechnungen besagen, dass bereits mehr als 108 000 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben sind.

Biden: Wir können das Coronavirus besiegen

Der neue US-Präsident Joe Biden hat sich zu Beginn seiner Amtszeit zuversichtlich gezeigt, dass die USA die Coronavirus-Pandemie hinter sich lassen können. «Wir können das todbringende Virus besiegen», sagte Biden nach seiner Vereidigung vor dem Kapitol in Washington. Die USA müssten der Pandemie als geschlossene Nation begegnen, appellierte er. Biden will die Amerikaner unter anderem aufrufen, zunächst 100 Tage lang Masken in der Öffentlichkeit zu tragen.

US-Präsident spricht bei seiner Rede zum Amtsantritt auch über das Coronavirus. (Bild: Keystone)

Die diesjährige Amtseinführung steht unter dem Eindruck der Corona-Pandemie: Anders als üblich gibt es für Biden kein Massenpublikum. Wegen der Erstürmung des Kapitols durch gewalttätige Anhänger seines Vorgängers Donald Trump vor zwei Wochen wurden zudem die Sicherheitsvorkehrungen erheblich verschärft. Trump blieb der Vereidigung als erster scheidender Präsident seit 1869 fern. Die ehemaligen Präsidenten Barack Obama, George W. Bush und Bill Clinton waren anwesend. Eine Zusammenfasstung zur Amtseinführung lesen Sie hier. Alle Neuigkeiten zu den US-Wahlen gibt es derweil hier.

11 weitere mutmassliche Corona-Mutationen an Tessiner Schule

Elf von 25 positiven Coronavirus-Tests weisen auf die britische Mutation hin: Dies ist das vorläufige Ergebnis des flächendeckenden Tests an der inzwischen geschlossenen Mittelschule im Südtessin, wie das Tessiner Departement für Gesundheit und Soziales am Mittwoch mitteilte. Die definitive Bestimmung der Coronavirus-Proben steht jedoch noch aus.

Elf weitere Fälle des mutierten Coronavirus wurden an einer Tessiner Schule entdeckt. (Bild: Keystone)

Insgesamt seien 460 Personen getestet worden. Von den 25 positiv ausgefallenen Coronavirus-Tests bestehe bei elf der «dringende Verdacht» auf die britische Virus-Mutation, schreibt das Departement für Gesundheit und Soziales in einem am Mittwoch verschickten Communiqué.

Rund 500 Schüler sowie 70 Lehrkräfte der Mittelschule Morbio Inferiore hatten sich am vergangenen Wochenende in Quarantäne begeben müssen, nachdem von 13 positiven Coronavirus-Tests mindestens zwei der britischen Variante zugeordnet worden waren. Mehr dazu lesen Sie hier.

Fünf Fälle von mutiertem Virus im Kanton Jura

Im Kanton Jura sind fünf Infektionen mit dem mutierten Coronavirus aus Grossbritannien identifiziert und bestätigt worden. Die jurassische Regierung ruft die Bevölkerung zur äussersten Wachsamkeit auf.

 

Das mutierte Coronavirus wurde höchstwahrscheinlich unter anderem aus Skigebieten in den Kanton Jura eingeschleppt. (Bild: Keystone)

Bei den fünf infizierten Personen hätten drei verschiedene Ansteckungsquellen identifiziert werden können, teilte die Staatskanzlei am Mittwoch mit. Drei der Betroffenen hätten sich höchstwahrscheinlich in Skigebieten infiziert.

Die Regierung ruft die Bevölkerung auf, sich strikt an die vom Bundesrat festgelegten Massnahmen zu halten. Um eine dritte Welle zu vermeiden, sei es notwendig, Reisen und Begegnungen einzuschränken. Des Weiteren solle sich die Bevölkerung bereits bei geringsten Symptomen testen lassen.

Bisher 500'000 Schweizerinnen und Schweizer geimpft

Laut dem Bundesrat hat die Schweiz bisher rund 500’000 Impfdosen erhalten. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) sei daran, zusätzliche Impfdosen zu kaufen und Verträge mit weiteren Impfstoffproduzenten abzuschliessen. In der Schweiz komme der Impfrhythmus langsam in Gang, sagte Bundespräsident Parmelin. Er rief die Bevölkerung dazu auf, sich impfen zu lassen. Man könne sich auf Wartelisten eintragen. Es gehe darum, Angehörige zu schützen und sich solidarisch zu zeigen. Parmelin zeigte sich erfreut darüber, wie die Bevölkerung in der Schweiz die neuen, drastischen Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus respektiert.

Bundesrat erweitert Corona-Unterstützung durch Kurzarbeit

Der Bundesrat weitet in der Corona-Krise die Unterstützung im Bereich Kurzarbeit aus. Neu sind auch Lernende und Personen mit befristeten Arbeitsverhältnissen anspruchsberechtigt. Ausserdem wird auf die gesetzliche Wartezeit (Karenzzeit) verzichtet.

Die wirtschaftlichen Massnahmen in der Corona-Krise basierten auf drei Säulen, sagte Wirtschaftsminister Guy Parmelin am Mittwoch vor den Bundeshausmedien: Kurzzeitarbeit, Erwerbsausfall und Härtefallregeln. Der Bundesrat überlege sich zudem, das Solidarbürgschaftsgesetz mit den Covid-Krediten zu reaktivieren. Zu diesem Thema seinen Beratungen im Gange, erklärte Parmelin. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Gesuche für Fixkostenbeiträge im Aargau ab Montag möglich

Von den Behörden in der Corona-Krise geschlossene Aargauer Unternehmen können ab kommendem Montag beim Kanton Gesuche für Beiträge an die Fixkosten einreichen. Erste Auszahlungen sollen bis Ende Januar erfolgen.

Neben den bisher gewährten Liquiditätshilfen bei Umsatzeinbussen stehe im Aargau mit den Fixkostenbeiträgen ein neues Unterstützungsinstrument zur Verfügung, teilte die Staatskanzlei am Mittwoch mit. Von Schliessungen betroffene Unternehmen würden schnell und unbürokratisch nicht rückzahlbare Beiträge an ihre Fixkosten wie Mieten, Pachtzinsen oder Versicherungen erhalten.

Der Kanton verspricht, dass die Prüfung und Bewilligung von Anträgen sehr schnell erfolgen sollen. «Den Prozess für einen Antrag haben wir so unbürokratisch wie möglich gestaltet», wurde Martin Bopp, Leiter des Hightech-Zentrums Aargau und verantwortlich für die technische Umsetzung der Härtefallmassnahmen, in der Mitteilung zitiert.

 

Viele Unternehmen seien durch die Schliessung existenziell bedroht, wurde der Aargauer Volkswirtschaftsdirektor Dieter Egli in der Mitteilung zitiert. (Archivbild: Keystone)

Aargauer Schüler der Sekundarstufe II lernen im Fernunterricht

Die Sekundarstufe II im Aargau mit den Mittel- und Berufsfachschulen wird vom kommenden Montag bis Ende Februar im Fernunterricht geführt. Der Aargauer Regierungsrat will damit in der Corona-Krise die Mobilität senken.

Die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II seien derzeit zahlreich in den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, teilte die Staatskanzlei des Kantons Aargau am Mittwoch mit. Mit dem Fernunterricht könne der ÖV entlastet werden.

Wegen der Corona-Mutation bleiben Aargauer Schüler der Sekundarstufe II vorerst im Fernunterricht. (Bild: Keystone)

In den fünf Wochen bis Ende Februar seien zwei Wochen Sportferien enthalten. Die Präsenzzeit, die nun ausfalle, halte sich deshalb in Grenzen. Die Schulen hätten signalisiert, dass die Umstellung auf Fernunterricht für sie und die Schüler machbar sei. Anders als im Frühling letzten Jahres seien die Schulen ausserdem auf einen möglichen Fernunterricht vorbereitet. Nach den Weihnachtsferien waren die Schulen der Sekundarstufe II mit einer Woche Fernunterricht gestartet. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Niederlande verhängen erneut Flugverbote für Grossbritannien

Aus Sorge vor der schnellen Verbreitung der Virus-Mutationen verschärfen die Niederlande die Corona-Massnahmen drastisch und verhängen ein Flugverbot für Passagiermaschinen aus Grossbritannien, Südafrika und Südamerika.

Das Verbot gelte ab kommenden Samstag, teilte Ministerpräsident Mark Rutte am Mittwoch in Den Haag an. In den Gebieten seien die besonders ansteckenden Virus-Varianten stark verbreitet. Das Flugverbot gelte bis eine Quarantäne-Pflicht für Reisende aus diesen Ländern geregelt sei.

Die Niederlande wollen auch eine abendliche Ausgangssperre einführen. Vermutlich ab dem Wochenende sollen Bürger zwischen 20:30 und 04:30 Uhr nur noch in dringenden Fällen ihre Wohnungen verlassen dürfen, kündigte der Premier an. Seit Ausbruch der Pandemie hatte es nicht so eine schwerwiegende Massnahme gegeben.

Erstes mutiertes Coronavirus bereits im Oktober

Die britische Mutation des Coronavirus ist bereits im Oktober erstmals in der Schweiz aufgetaucht, und zwar im Kanton Waadt. Unterdessen registrierte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) bis Mittwoch in der Schweiz und in Liechtenstein 4479 Infektionen mit mutierten Coronaviren.

Bereits im Oktober ist das mutierte Coronavirus in der Schweiz aufgetaucht. (Bild: Keystone)

Mit der britischen Mutation B1.1.7 steckten sich 281 Personen an, wie das BAG auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Der südafrikanischen Variante B1.351 liessen sich zwölf Infektionen zuordnen. Zudem zählte das Bundesamt 186 Ansteckungen durch ein Coronavirus mit ungeklärter Mutationslinie.

Am meisten Ansteckungen mit Mutationen des Virus gab es mit 109 im Kanton Bern. Die Mutationen sind in 18 Kantonen und im Fürstentum Liechtenstein verbreitet.

Biontech: Corona-Impfstoff schützt wohl auch vor Variante

Der Impfstoff von Biontech und Pfizer dürfte auch vor der Corona-Variante B.1.1.7 schützen. Darauf deutet eine Labor-Studie der beiden Unternehmen hin.

Ein deutscher Experte findet die Daten überzeugend, bislang wurden sie aber nicht in einem begutachteten Fachjournal veröffentlicht.

In vielen Ländern geht die Angst um, dass ansteckendere Mutanten des Coronavirus die Infektionslage massiv verschlechtern könnten. In Grossbritannien hatte sich die Variante B.1.1.7 rasch verbreitet. Die Mutante zeichnet sich durch mehrere Veränderungen am sogenannten Spike-Protein aus. Dieses Bauteil ermöglicht es dem Virus, an Körperzellen zu binden und in diese einzudringen. Alles dazu lesen Sie hier.

Parmelin bedankt sich bei der Bevölkerung für Disziplin
Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin bedankt sich bei der Bevölkerung für ihre Disziplin. (Bild: Keystone)

Bundespräsident Guy Parmelin ist erfreut darüber, wie die Bevölkerung in der Schweiz die neuen, drastischen Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus respektiert. «Natürlich ist noch nicht alles perfekt, aber das ist normal.» Das Land meistere die Krise trotz Hindernissen gut.

«Ich danke der Bevölkerung für ihren Einsatz», sagte Parmelin am Mittwoch vor den Bundeshausmedien. Es sei nicht immer einfach, es gebe gegenwärtig viele Hindernisse und Schwierigkeiten. Die Bevölkerung halte sich aber an das harte Regime.

Die Fallzahlen gehen laut Parmelin zwar etwas zurück. Es gebe aber immer noch zu viele Neuinfektionen. Die Schweiz beobachte die Lage weiter – auch im Ausland: «Wir verfolgen, was um uns passiert.» Alles zur Medienkonferenz vom Mittwoch finden Sie hier.

Kanton Freiburg lässt Wahlkampf-Veranstaltungen bis 50 Personen zu

Im Hinblick auf die Gemeindewahlen vom 7. März lässt der Kanton Freiburg auf seinem Territorium Wahlveranstaltungen bis zu 50 Personen zu. Damit gleicht der Staatsrat die Regeln an diejenigen im Kanton Waadt an, wo ebenfalls kommunale Erneuerungswahlen stattfinden.

In Innenräumen dürfen sich für Wahlveranstaltungen bis zu 50 Personen versammeln, sofern das Schutzkonzept vom zuständigen Oberamtmann genehmigt wurde. An Informationsständen im Freien sind Ansammlungen von bis 20 Personen erlaubt. Essen und Trinken sind aber verboten.

Mit diesen Massnahmen wolle man ein Gleichgewicht finden zwischen der freien Meinungsbildung und der Bekämpfung der Pandemie, teilte der Freiburger Staatsrat am Mittwoch mit. Die Veranstaltungen zur politischen Meinungsbildung gehören zu den vom Bundesrat in der Covid-Verordnung erlaubten Ausnahmen vom Veranstaltungsverbot.

BAG meldet 2'727 neue Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 2’727 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 70 neue Todesfälle und 137 Spitaleinweisungen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Türkei impft in sieben Tagen eine Million Menschen mit CoronaVac

Die Türkei hat innerhalb von sieben Tagen mehr als eine Million Menschen gegen Corona geimpft. Die Marke wurde am Mittwoch überschritten, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums hervorging.

In der Türkei haben die Massenimpfungen mit CoronaVac begonnen. (Bild: Keystone)

Die Türkei hatte am vergangenen Donnerstag mit Massenimpfungen mit dem Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac begonnen – an diesem Tag liess sich auch Präsident Recep Tayyip Erdogan impfen. Gesundheitsminister Fahrettin Koca hatte sich sogar schon einen Tag vor dem offiziellen Start der Kampagne eine Spitze geben lassen.

Bundesrat und Kantone verzichten vorerst auf Schulschliessungen

Die Erziehungsdirektoren und die wissenschaftliche Corona-Taskforce des Bundes raten derzeit von flächendeckenden Schulschliessungen ab. Das Innendepartement (EDI) prüft nun mögliche Szenarien für die Sekundarstufen I und II – falls sich die Lage verschlechtert. «Mit den bisher ergriffenen Massnahmen konnten an den Schulen grössere Ausbrüche verhindert werden», schreibt der Bundesrat in einer Mitteilung vom Mittwoch. Es seien sich aber alle Akteure einig, dass weitere Massnahmen in den Schulen nötig werden könnten, falls sich die neuen Virusvarianten stark ausbreiteten.

Ein Verbot des Präsenzunterrichts habe weitreichende negative Folgen auf die psychische Gesundheit der Kinder und Jugendlichen sowie auf deren Bildungsverläufe, hält die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) gemäss der Mitteilung fest. Auch für die Taskforce überwiegen die Vorteile einer Umstellung auf Fernunterricht deren Nachteile erst bei einer gefährlichen oder sehr gefährlichen epidemiologischen Situation und nur auf Sekundarstufe I und II.

BAG setzt Brasilien auf die Quarantäneliste

Das BAG setzt neu Brasilien auf die Quarantäneliste. Dies wegen einer ansteckenderen Variante des Coronavirus aus Brasilien. Für Brasilien gelte deshalb ausserdem ein Einreiseverbot. Dies teilt der Bund am Mittwoch mit. Alles dazu lesen Sie hier.

19'000 geplante Eingriffe in zweiter Corona-Welle verschoben

Landesweit sind seit November bei etwa 19’000 Patientinnen und Patienten geplante medizinische Eingriffe verschoben worden. Grund ist die zweite Welle der Covid-19-Pandemie. Diese brachte die Intensivstationen an die Grenze.

Normalisieren dürfte sich die Lage bei den Intensivbetten erst ab dem 10. Februar, wie die wissenschaftliche Corona-Task-Force des Bundes in einem Bericht vom Mittwoch festhält. Üblicherweise liegen etwa 600 Patienten auf den Intensivstationen. Dieser Durchschnitt überschnitt im November die Schwelle von 865.

(Symbolbild: Keystone)

Damit überstieg er die Zahl der in der Schweiz zertifizierten Intensivbetten mit garantierter Versorgungsqualität. Zur Bewältigung der Pandemie stellten die Spitäler zusätzliche, nicht zertifizierte Betten bereit. So verfügt die Schweiz aktuell gemäss der Task Force über rund 1’400 betriebsfähige Betten.

Historisch ist nicht erwiesen, dass die Intensivstationen eine solche Belegung bewältigen können. Den Erkenntnissen gemäss funktionieren die Spitäler seit einigen Monaten am Rande der Auslastung.

Zwei Fälle mit britischer Virus-Variante erstmals in Peking entdeckt

Zwei Fälle mit der britischen Virus-Variante sind erstmals in Peking entdeckt worden. Wie das Gesundheitsamt nach Angaben von Staatsmedien am Mittwoch, 20. Januar, berichtete, handelt es sich nach ersten Untersuchungen um importierte Infektionen. Sie seien im südlichen Stadtteil Daxing identifiziert worden, wo auch der neue internationale Flughafen der chinesischen Hauptstadt liegt. Die Genom-Analyse deute darauf hin, dass es sich um die Mutation B.1.1.7 handele, wurde mitgeteilt.

Die Entdeckung alarmierte die Behörden Pekings, das vor seinen Toren gerade den seit Monaten grössten Ausbruch mit dem Coronavirus in China erlebt. In der Provinz Hebei gab es seit Anfang Januar rund 1’000 Infektionen. Für mehr als 20 Millionen Menschen wurden Ausgangssperren verhängt – unter anderem in Shijiazhuang, Xingtai und Langfang, das an den Stadtteil Daxing grenzt.

Vatikan impft 25 Obdachlose gegen Covid-19

Der Vatikan hat eine Gruppe obdachloser Menschen gegen Covid-19 geimpft. 25 Leute hätten im Zuge des Impfprogramms des Heiligen Stuhls in der Vatikanischen Audienzhalle eine erste Impfung verabreicht bekommen, teilte Vatikan-Sprecher Matteo Bruni am Mittwoch mit. Die Obdachlosen seien in den Einrichtungen der Apostolischen Almosenverwaltung des Kirchenstaates untergebracht. Der Vatikan will in den kommenden Tagen weitere Menschen immunisieren.

Am vergangenen Donnerstag hatte die Kirche mitgeteilt, dass Papst Franziskus und der emeritierte Papst Benedikt XVI. ihre Impfdosen erhalten hätten. Franziskus hatte zuvor immer wieder gefordert, Impfstoffe gerecht zu verteilen und allen zugänglich zu machen. Man müsse sich impfen lassen, denn man spiele sonst nicht nur mit dem eigenen Leben, sondern auch mit dem Leben anderer, hatte der 84-Jährige unlängst im italienischen Fernsehen gesagt.

Der Covid-19-Antigen-Schnelltest für Zuhause

Neu gibt es den Covid-19-Antigen-Schnelltest auch für Zuhause. Online bei Viselio bestellt, wird er per A-Post direkt nach Hause geliefert, kann innert 15 Minuten per Videoanruf mit einem Gesundheitsexperten selber durchgeführt und innert maximal vier Stunden von einem Arzt validiert werden.

So funktioniert der Schnelltest:

(Video: Keystone-sda)
Biontech/Pfizer-Impfstoff wirksam gegen britische Mutation

Wie die «Financial Times» berichtet, sei der Biontech/Pfizer-Impfstoff auch gegen die britische Mutation des Coronavirus wirksam. Das habe eine labor-basierte Studie der beiden Pharma-Unternehmen ergeben.

Richemont trotzt im Weihnachtsquartal dem Corona-Einbruch in Europa

Der Uhren- und Schmuckkonzern Richemont hat im Weihnachtsquartal trotz erneuter Lockdowns in Europa weltweit mehr verkauft als im Jahr zuvor. Besonders gut lief das Geschäft in China und vor allem wurden Schmuckstücke von Cartier und Van Cleef & Arpels rege gekauft.

Dabei waren die Aussichten auf das für Richemont so wichtige Weihnachtsgeschäft eigentlich schlecht gewesen. Europa wurde von der zweiten Coronawelle erfasst und wie im Frühling mussten etwa in Frankreich, Italien, Grossbritannien oder Deutschland Läden just in der Vorweihnachtszeit während Wochen schliessen. Zudem reisten nach wie vor kaum Tourismus aus Asien nach Europa.

(Bild: Keystone)
Interne Kritik: Corona-Regelverstösse Ultraorthodoxer in Israel

In Israel wächst angesichts zahlreicher Verstösse strengreligiöser Juden gegen die Corona-Regeln der Zorn auch innerhalb der ultraorthodoxen Gemeinschaft. Ein bekannter Vertreter der Strengreligiösen, Jehuda Meschi Zahav vom Rettungsdienst Zaka, warf führenden Rabbinern im Gespräch mit der Nachrichtenseite ynet vor, für viele Corona-Todesfälle verantwortlich zu sein. Meschi Zahavs 80-jährige Mutter war zuvor nach einer Corona-Infektion gestorben.

Die Nachrichtenseite berichtete am Mittwoch, erneut seien Tausende strengreligiöse Schüler in Bnei Brak bei Tel Aviv trotz einer Schliessungsanweisung zur Schule gegangen.

(Symbolbild: Keystone)

Nach Medienberichten gehören inzwischen 40 Prozent der Corona-Neuinfizierten dem tiefreligiösen Sektor an. Gleichzeitig lassen sich im Vergleich zum Rest der Gesellschaft weniger Ultraorthodoxe gegen das Coronavirus impfen. Meschi Zahav beklagte am Dienstag viele Todesfälle innerhalb der Gemeinschaft. «Es gibt kein einziges Wohnviertel, Gebäude oder Heim ohne mindestens ein Opfer.»

Viele Ultraorthodoxe fühlen sich nicht vom Staat Israel vertreten. Sie leben teilweise in einer Art Parallelwelt und folgen eher Vorgaben ihrer Rabbiner als denen des Staates. In ultraorthodoxen jüdischen Wohnvierteln leben häufig grössere Familien auf engem Raum zusammen.

Indien gibt Impfstoffe kostenlos an andere Länder

Indien will eigens produzierte Corona-Impfstoffe kostenlos an andere Länder abgeben. Zunächst sollen die Nachbarländer Bhutan, Malediven, Bangladesch, Nepal und Myanmar sowie die Seychellen ab Mittwoch mit den Hilfsgütern beliefert werden, hiess es aus dem Aussenministerium in Neu Delhi. Aussenminister Subrahmanyam Jaishankar twitterte entsprechend: «Die Apotheke der Welt wird liefern, um die Covid-Herausforderung zu meistern.»

Indien wird oft – wie einst Deutschland – als die «Apotheke der Welt» bezeichnet, da im zweitbevölkerungsreichsten Land nach eigenen Angaben rund die Hälfte aller Impfstoffe weltweit hergestellt werden. Viele gehen in ärmere Länder. Für diese Staaten werden die Produkte aus Indien auch jetzt von grosser Bedeutung sein, denn anders als Deutschland und andere reiche Länder konnten sie sich nicht direkt viele Dosen sichern.

Zunächst sollen nun laut dem indischen Aussenministerium zwei Millionen Dosen nach Bangladesch, 150’000 ins Königreich Bhutan und 100’000 auf die Malediven gehen. Für weitere Lieferungen nach Sri Lanka, Afghanistan und Mauritius brauche es noch einige regulatorische Freigaben. In den Empfängerländern wolle Indien auch das Impfpersonal schulen, heisst es in einer Mitteilung.

In Indien sind bislang zwei Impfstoffe zugelassen, die vor Ort produziert werden. Allerdings gibt es um einen der beiden eine Kontroverse. Er wurde von der einheimischen Firma Bharat Biotech mit Unterstützung der Regierung entwickelt. Diese hatte ihm eine Zulassung erteilt, obwohl er sich noch in Phase drei der klinischen Studien befindet und noch keine Daten zur Wirksamkeit vorliegen. Ausserdem ist in Indien der von AstraZeneca gemeinsam mit der Universität Oxford entwickelte Impfstoff zugelassen.

Verlängerter Lockdown dämpft deutsche Konjunktur noch mehr

Die verschärften Lockdown-Beschlüsse dürften Ökonomen zufolge die Konjunktur in Deutschland bremsen, aber nicht abwürgen. «Natürlich belastet der verlängerte Lockdown die Wirtschaft massiv – vor allem den Einzelhandel und die kontaktintensiven Dienstleistungen», sagte Commerzbank-Chefökonom Jörg Krämer am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.

«Die Wirtschaftsleistung ist während der Gültigkeit des Lockdowns schätzungsweise vier Prozent niedriger als ohne Beschränkungen.» Das «ökonomisch Schlimmste» sei vermieden worden, erklärte LBBW-Chefvolkswirt Uwe Burkert. «Die beschlossenen Massnahmen greifen stärker in das Wirtschaftsgeschehen ein, aber die Träger der konjunkturellen Erholung – insbesondere die Industrie – bleiben weitgehend verschont.»

Die Verlängerung des Lockdowns drücke die Wachstumsperspektiven für das erste Quartal nochmals etwas, sagte DekaBank-Experte Andreas Scheuerle. «Die Verschärfungen blieben aber weit hinter den ersten Meldungen zurück.» Aus ökonomischer Sicht seien insbesondere das Herunterfahren des Personenverkehrs, ein möglicher Lockdown für die Industrie und Grenzschliessungen eine Gefahr gewesen. «Diese sind vorerst vom Tisch.»

Covid-19 Task Force: Anteil Corona-Mutationen steigt kontinuierlich

Der Anteil der Corona-Mutationen an allen Infektionen hat laut der Covid-19-Task Force seit dem ersten Nachweis kontinuierlich zugenommen. In der vergangenen Woche wurde die Häufigkeit der Variante B.1.1.7 in der Schweiz auf etwa vier Prozent geschätzt.

Laut der Science Task Force reflektiert die Schätzung das Infektionsgeschehen etwa zehn Tage früher. In der Schweiz sind die ursprünglich in Grossbritannien und Südafrika beschriebenen Varianten B.1.1.7 und 501.V2 erstmals in Kalenderwoche 51 des Jahres 2020 identifiziert worden.

In einer aktuellen epidemiologischen Lagebeurteilung stellt die Task Force erneut fest, dass epidemiologische Analysen und Daten aus der Kontaktverfolgung darauf hinweisen, dass diese Varianten eine höhere Übertragungsrate haben als die bislang bekannten Stämme von Sars-CoV-2.

(Symbolbild: Keystone)
Swissmem-Präsident spricht sich gegen Home-Office-Pflicht aus

Der neue Swissmem-Präsident Martin Hirzel ist nicht besonders glücklich mit der bundesrätlichen Corona-Politik. «Wir sind optimistisch ins 2021 gestartet. Mit der Impfung gibt es jetzt ein Licht am Ende des Tunnels», sagte er im Interview mit der NZZ vom Mittwoch, 20. Januar. «Und nun verfügt der Bundesrat einen harten Lockdown, der zu einer grossen Verunsicherung in der Bevölkerung und in den Firmen führt sowie natürlich auch das Investitionsklima verschlechtert», sagte Hirzel weiter.

Der neue Swissmem-Präsident Martin Hirzel ist nicht besonders glücklich mit der bundesrätlichen Corona-Politik. (Bild: Keystone)

Als ingenieurlastige Branche sei man es gewohnt, zahlen-, fakten- und evidenzbasiert zu handeln. «Da sind wir schon etwas überrascht über die letzten Entscheide des Bundesrats», so Hirzel weiter. Er spricht sich auch gegen die Home-Office-Pflicht aus. «Da waren wir immer dagegen.» Erstens, weil in den Betrieben der Branche vieles nicht von daheim aus erledigt werden könne. Und zweitens, weil man denke, dass mit den Schutzkonzepten die Mitarbeitenden am Arbeitsplatz oft besser geschützt seien als zu Hause.

Sauerstoff aus Venezuela erreicht Amazonas-Metropole Manaus

Nach dem Zusammenbruch des Gesundheitssystems in Manaus sind in der brasilianischen Amazonas-Metropole mehrere Lastwagen mit Sauerstoffzylindern aus dem benachbarten Venezuela angekommen. Wie das Nachrichtenportal «Portal do Holanda» am Dienstagabend berichtete, transportierte der Konvoi mehr als 100’000 Kubikmeter Sauerstoff. Dies entspricht den Angaben zufolge dem Bedarf von eineinhalb Tagen.

Nach dem Zusammenbruch des Gesundheitssystems in Manaus sind in der brasilianischen Metropole mehrere Lastwagen mit Sauerstoffzylindern aus Venezuela angekommen. (Bild: Keystone)

Die venezolanische Regierung hatte die Lieferung angekündigt, nachdem den Krankenhäusern in Manaus wegen der enormen Zunahme an Covid-19-Patienten der Sauerstoff ausgegangen war. Die Lastwagen fuhren von der Stadt Puerto Ordaz ab, die etwa 1’500 Kilometer von Manaus entfernt in Venezuela liegt. Die brasilianische Regierung von Präsident Jair Bolsonaro erkennt allerdings nicht den autoritär regierenden sozialistischen Präsidenten Nicolás Maduro, sondern den Oppositionsführer und selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó als legitimen Staatschef Venezuelas an. Der rechtsgerichtete Bolsonaro hatte gesagt, dass er dennoch den Sauerstoff von Maduro annehmen werde. Allerdings könnte auch Maduro seiner Bevölkerung «Nothilfe leisten».

Venezuela steckt in einer tiefen Krise. Aus Mangel an Devisen und wegen zahlreicher US-Sanktionen kann es kaum noch Lebensmittel, Medikamente und Dinge des täglichen Bedarfs importieren. Selbst Benzin ist in dem Land mit den grössten Ölreserven der Welt Mangelware. Millionen Venezolaner haben ihre Heimat verlassen.

«Ozzies» mit Herz und Haus: Australier adoptieren Backpacker in Not

Nach einigen Monaten auf Reisen quer durch Australien wollte Nicole Pern aus Unna bei Dortmund sich an der Westküste eigentlich Arbeit suchen. Die 20-Jährige war mit einem Working-Holiday-Visum in «Down Under» – aber dann kam Corona, und mit dem Virus der Lockdown.

«Das hat mich komplett aus dem Nichts getroffen», sagt Pern. Eine Weile zog sie mit ihrem Freund noch von Campingplatz zu Campingplatz, bis auch die schliessen müssen. Dann entdeckte sie auf Facebook zufällig eine Seite namens «Adopt a Backpacker» (Adoptiere einen Rucksacktouristen) – und kam die nächsten zwei Monate mietfrei bei einem Australier nahe Mandurah unter. «Das war eine so wundervolle Zeit», schwärmt Nicole.

Wie ihr ging es vielen jungen Menschen, die mit einem Ferien-Arbeits-Visum einen längeren Aufenthalt in Australien geplant hatten. Plötzlich standen sie ohne Geld und Gelegenheitsjobs da. Als eine gute Freundin wegen dieser Situation unvermittelt aus Australien abreisen musste «und all ihre Träume direkt vor unseren Augen zerplatzten», kam der Holländerin Nikki de Weerd (25) und dem Philippiner Miguel Fuentes (35) eine Idee.

Um Backpackern aus aller Welt zu helfen, die Krise möglichst kostensparend und sicher zu überstehen, gründeten sie Ende März 2020 die erste «Adopt A Backpacker»-Facebookseite. Nach dem Start in Westaustralien verbreitete sich die Initiative wie ein Lauffeuer: Schon nach einer Woche gab es in jedem australischen Bundesstaat eine eigene Gruppe, wenige Monate später auch in Neuseeland und Kanada, mittlerweile sogar in Frankreich und Grossbritannien. «Unser Netzwerk hat mittlerweile 35’000 Mitglieder weltweit», erzählt Nikki.

Lockdown kostet Deutschland im Januar 60 Milliarden Euro

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet allein im Januar mit deutlichen Spuren des Coronavirus-Lockdowns im Bruttoinlandprodukt BIP für Deutschland. Dies geht aus einem Interview hervor.

«Wir haben berechnet, dass durch diesen zweiten Lockdown bis Ende Januar die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr 1,8 Prozent weniger beträgt – also knapp 60 Milliarden Euro weniger Wirtschaftsleistung.» Dies sagte DIW-Chef Marcel Fratzscher im Online-Portal der «Bild»-Zeitung am Mittwoch. Nach seinen Angaben hat das DIW aber noch nicht berechnet, um welche Summe die Verluste in Deutschland durch die Verlängerung des Coronavirus-Lockdowns bis Mitte Februar steigen, hiess es weiter.

(Bild: Keystone)
Dreijähriges Corona-Hilfsprojekt für Kinder in Afrika gestartet

Im Rahmen der Corona-Hilfe für Afrika startet ein Zusammenschluss der sechs weltweit grössten Kinderhilfsorganisationen ein dreijähriges Projekt für den Schutz von Mädchen und Jungen vor Gewalt. Es erhält nach Angaben der Organisationen zehn Millionen Euro von der Europäischen Union, um Kinder in fünf afrikanischen Ländern vor Gewalt und Ausbeutung zu schützen.

In Äthiopien, Kenia, Mali, Senegal und Uganda sollen in den kommenden drei Jahren rund 718’000 Kinder in Flüchtlingslagern, städtischen Elendsvierteln, Konfliktregionen und Grenzgebieten davon profitieren. Das Projekt «Joining Forces for Africa – Schutz von Kindern vor Gewalt während der COVID-19-Krise und darüber hinaus» (JOFA) steht unter der Leitung von Plan International Deutschland.

(Symbolbild: Keystone)

«Unter den negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie leiden die Kinder am stärksten, sie sind die verborgenen Opfer dieser Krise» sagte Maike Röttger, Vorsitzende der Geschäftsführung von Plan International Deutschland. Durch die Ausgangsbeschränkungen seien Mädchen und Jungen einem hohen Risiko von häuslicher und sexueller Gewalt ausgesetzt.

Neben Plan International und World Vision sind auch ChildFund International, Save the Children, Terre des Hommes und SOS-Children’s Villages International an dem Projekt beteiligt.

WHO warnt vor Krankenhaus-Kollaps in Amerika

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor einem Kollaps der Krankenhäuser in Nord- und Südamerika. «In der ganzen Region arbeiten viele Klinken an der Grenze oder nahe der Grenze ihrer Kapazitäten», sagte die Direktorin der Pan-Amerikanischen Gesundheitsorganisation (Paho), Clarissa Etienne, am Dienstag, 19. Januar. Sorgen bereiteten ihr vor allem die hohen Belegungszahlen der Betten auf Intensivstationen und der Mangel an medizinischem Sauerstoff in bestimmten Regionen.

«In der vergangenen Woche haben wir über 2,5 Millionen neue Covid-19-Fälle in der Region registriert – mehr als die Hälfte aller Fälle weltweit. Im gleichen Zeitraum haben wegen der Pandemie 42’000 Menschen in Nord- und Südamerika ihr Leben verloren», sagte Etienne. Mit den USA, Brasilien und Mexiko liegen drei der am stärksten betroffenen Länder in der Region.

Die USA sind eines der am stärksten betroffenen Länder.(Bild: Keystone)

«Unsere Region und die Welt scheitern bei dem Versuch, das Coronavirus zu kontrollieren. In zu vielen Ländern passen die politischen Massnahmen nicht zum Ernst der Lage», sagte Etienne. «Und zu viele von uns haben die Massnahmen gelockert, von denen wir wissen, dass sie funktionieren, die uns gesund und die Kliniken am Laufen gehalten haben.» Die Paho ist die Regionalorganisation der WHO in Nord- und Südamerika.

Gedenkzeremonie für Corona-Tote am Abend vor Biden-Vereidigung

Am Abend vor ihrer Vereidigung haben der künftige US-Präsident Joe Biden und die künftige Vizepräsidentin Kamala Harris mit einer Gedenkzeremonie an die Hunderttausenden Corona-Toten im Land erinnert. «Um zu heilen, müssen wir uns erinnern», sagte Biden am Dienstagabend bei der kurzen Zeremonie in der US-Hauptstadt Washington. Es sei wichtig, als Nation zu gesunden.

Harris sagte, über viele Monate hätten die Amerikaner alleine getrauert. An diesem Abend trauere die Nation zusammen. Sie hoffe, dass das Land mit der Erkenntnis aus der Krise hervorgehe, die einfachen Momente mehr wertzuschätzen und sich füreinander zu öffnen.

Joe Biden (rechts) mit Jill Biden und Kamala Harris (zweite von links) mit ihrem Ehemann Doug Emhoff bei der Gedenkzeremonie an die Hunderttausenden Corona-Toten. (Bild: Keystone)

Biden und Harris sollen am Mittwoch, 20. Januar, in Washington vereidigt werden. Für die Zeremonie, an der die beiden gemeinsam mit ihren Ehepartnern teilnahmen, war das Reflexionsbecken am Lincoln Memorial in Washington beleuchtet. Auch in anderen US-Städten gab es Lichtinstallationen an öffentlichen Gebäuden im Gedenken an die Opfer der Pandemie in den USA.

Am Dienstag hatten die Vereinigten Staaten in der Corona-Krise einen weiteren düsteren Meilenstein überschritten: Mehr als 400’000 Menschen sind dort seit Beginn der Pandemie nach einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 gestorben, wie aus neuen Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorging. Die Zahl der täglich nachgewiesenen Neuinfektionen bewegen sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern weiter auf hohem Niveau. In den vergangenen Tagen wurden mehrfach mehr als 3’000 Tote und mehr als 200’000 Neuansteckungen binnen 24 Stunden verzeichnet. In absoluten Zahlen gemessen sind die USA das Land mit den meisten nachgewiesenen Ansteckungen und Todesfällen.

Deutschland verlängert Corona-Lockdown bis Mitte Februar

Der bis Ende Januar befristete Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland wird angesichts weiter hoher Infektions- und Todeszahlen bis Mitte Februar verlängert. Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Dienstag bei ihrer Schaltkonferenz beschlossen. Zugleich vereinbarten sie, die Maskenpflicht zu verschärfen. So müssen künftig in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften sogenannte OP-Masken oder Mund-Nase-Bedeckungen der Standards KN95/N95 oder FFP2 getragen werden. Normale Alltagsmasken sind dort dann nicht mehr zugelassen.

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Merkel: Gefahr des mutierten Virus vorbeugen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Verlängerung des Lockdowns bis Mitte Februar mit der Gefahr des mutierten Coronavirus begründet. «Wir müssen jetzt handeln», sagte Merkel am Dienstagabend nach den Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder. Es sei nun noch Zeit, der Gefahr vorzubeugen. Sonst könnten die Zahlen stark steigen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin, im Bundeskanzleramt bei der Videokonferenz. (Bild: Keystone)

Zwar zeigten die harten Einschnitte Wirkung, sagte Merkel. Diesen Bemühungen drohe aber «ernsthafte Gefahr», die man heute klarer sehe. Merkel verwies auf die Mutation des Virus, die vor allem in Grossbritannien und Irland aufgetaucht sei. Bisherige Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass dieses mutierte Virus sehr viel ansteckender sei. In Deutschland seien bereits einzelne Fälle bekannt.

Mehr als 400'000 Corona-Tote in den USA

Ein Jahr nach dem ersten gemeldeten Corona-Fall in den USA hat das Land einen weiteren düsteren Meilenstein passiert: Mehr als 400’000 Menschen sind seit Beginn der Pandemie bereits nach einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 gestorben, wie aus den Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore am Dienstag hervorging.

90 Armeeangehörige müssen zehn Tage in Quarantäne

Bei einem Angehörigen der Schweizer Armee ist die englische Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Deshalb müssen nun rund 90 Angehörige der 2. Kompanie des Schützenbataillons 14 in Quarantäne. Weitere 170 warten noch auf ihre Testresultate.

Wie das VBS am Dienstagabend mitteilte, war eine Verschiebung von Teilen dieser Kompanie von Wengen BE nach Crans-Montana VS geplant, zur Unterstützung der dortigen Ski-Weltcup Rennen. Darum wurden die Angehörigen der Einsatzkompanie vorsorglich auf das Coronavirus getestet.

(Symbolbild: Keystone)

Bei einem Angehörigen dieser Truppe wurde dabei die englische Variante des Coronavirus nachgewiesen. Die Armee habe deshalb die geplante Verschiebung gestoppt und die ganze Kompanie vorsorglich in Quarantäne versetzt, heisst es in der Mitteilung.

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Niederlande bereiten Verschärfung des Lockdowns vor

Aus Sorgen vor der schnellen Verbreitung der Coronavirus-Varianten wollen die Niederlande den Lockdown deutlich verschärfen. Die Regierung will nach Medienberichten unter anderem eine abendliche Ausgangssperre verhängen. «Es ist notwendig, dass wir in kürzester Zeit extra Massnahmen ergreifen», schrieb Gesundheitsminister Hugo de Jonge am Dienstag dem Parlament. Eine Ausgangssperre gab es bisher noch nicht. Darüber will die Regierung am Mittwoch entscheiden.

Die Niederlande befinden sich bereits seit Mitte Dezember im Lockdown. Bis zunächst 9. Februar sind Geschäfte, Schulen und Gaststätten geschlossen, und persönliche Kontakte stark eingeschränkt.

Grossbritannien verzeichnet so viele Coronatote wie noch nie

Grossbritannien hat einen neuen Höchststand an Coronatoten verzeichnet. Innerhalb von 24 Stunden wurden in dem Land 1’610 Todesfälle gemeldet, wie die Gesundheitsbehörde Public Health England am Dienstag mitteilte. Das ist die höchste Zahl seit Beginn der Coronavirus-Pandemie im vergangenen Frühjahr.

(Bild: Keystone)

Die Anzahl der Neuinfektionen lag mit 33’355 Fällen niedriger als in den vergangenen Tagen. Ein Zeichen dafür, dass die Lockdown-Massnahmen langsam greifen. Doch ähnlich wie bei den Todesfällen zeigt die Tendenz bei der Zahl der Krankenhauseinweisungen weiterhin nach oben. Knapp 4’000 Fälle wurden zuletzt innerhalb von 24 Stunden gemeldet – die Zahl hinkt den Todesfällen und Infektionen jedoch immer etwas hinterher. Sie stammt vom Freitag vergangener Woche. Die Krankenhäuser sind insbesondere in England unter enormem Druck.

Logitech profitiert stark von Home Office und Home Schooling

Webcams, Tastaturen, Computermäuse oder Tablets haben in Zeiten von Corona Hochkonjunktur und lassen bei Logitech die Kassen klingeln. An der Börse steigt der Kurs des Computerzubehörherstellers zunächst, gab dann aber deutlich ab und schloss tief im Minus.

Die Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie produzieren nicht nur Verlierer, es gibt in der Krise auch Gewinner. Einer von ihnen ist Logitech. In den Monaten Oktober bis Dezember schoss der Umsatz der Gruppe laut Mitteilung vom Dienstag um satte 85 Prozent auf 1,67 Milliarden US-Dollar in die Höhe.

Das ist der höchste Quartalsumsatz, den Logitech je erzielt hat und er reiht sich nahtlos in das starke Wachstum der vorangegangen Quartale ein. Die Treiber heissen Homeoffice und Home Schooling. Mit Blick auf die nächsten Corona-Wellen haben die Menschen rund um den Globus ihr Zuhause technisch aufgerüstet.

Corona-Fallzahlen in Bulgarien gehen zurück - Impfpass eingeführt

In Bulgarien geht die Zahl der Corona-Neuinfektionen nach fast zwei Monaten im Teil-Lockdown amtlichen Angaben zufolge kontinuierlich zurück. Bis 00.00 Uhr am Dienstagmorgen galten in dem Balkanland 39’563 Menschen als aktuell infiziert. Binnen 24 Stunden gab es zuletzt 570 Neuinfektionen. Regierungschef Boiko Borissow beauftragte Gesundheitsminister Kostadin Angelow, eine weitere Lockerung des Teil-Lockdowns für das Land mit 6,9 Millionen Einwohnern vorzuschlagen.

Minister Angelow stellte unterdessen den bulgarischen Corona-Impfpass vor. In dem Balkanstaat ist es sonst nicht üblich, dass nach Impfungen Bescheinigungen ausgestellt werden. Landesweit wurden bisher fast 20’000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Minister Angelow hatte sich als erster Bulgare immunisieren lassen.

Migros stockt Kurzarbeitsentschädigung weiterhin auf 100 Prozent auf

Die Migros wird ihren von Kurzarbeit betroffenen Mitarbeitenden weiterhin den vollen Lohn bezahlen. Die grösste Arbeitgeberin der Schweiz nimmt Abstand von der Idee, die Differenz zwischen dem ursprünglichen Lohn und der Kurzarbeitsentschädigung nicht mehr zu berappen.

Angesichts der «positiven Entwicklung im Genossenschaftlichen Detailhandel» habe die Migros entschieden, den betroffenen Mitarbeitenden weiterhin die Differenz von 20 Prozent zur gesetzlich vorgegebenen Kurzarbeitsentschädigung von 80 Prozent auszugleichen, erklärte das Unternehmen am Dienstag.

(Archivbild: Keystone)

Auf 20 Prozent des Lohne müssen «nur» die rund 2000 Hotelplan-Mitarbeitenden verzichten. Die Angestellten des Reiseunternehmens erhalten bereits seit Juli nur noch die gesetzliche vorgeschriebene Abdeckung für Kurzarbeit.

Öffentlicher Verkehr für Tagesreisen 60 Prozent weniger genutzt

Der öffentliche Verkehr wird für Tagesreisen 60 Prozent weniger genutzt als im Januar vor einem Jahr. Damals war die Corona-Pandemie noch kein Thema.

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Gesamtes Schulhaus in Kilchberg ZH in Quarantäne

In «Dorf» in Kilchberg ZH wurde ein Primarschüler positiv auf das mutierte Virus aus Grossbritannien getestet. Deshalb muss das gesamte Schulhaus in Quarantäne, wie «Blick» berichtet.

Auch Geschwister sämtlicher Schüler und Personen, die mit dem infizierten Kind in Kontakt waren, dürfen nicht mehr aus dem Haus. Ausserem gilt für alle Schüler der 4. bis 6. Klasse ab sofort auf allen Schulanlagen eine Maskenpflicht.

Wie viele Kinder betroffen sind, ist noch nicht bekannt.

Antrag auf Härtefallunterstützung im Kanton Solothurn einfacher

Solothurner Unternehmen können ab Mittwoch leichter einen Antrag auf Härtefallunterstützung in der Corona-Krise stellen. Der Kanton hat das Online-Gesuchsformular vereinfacht.

Mit dem neuen Formular müssten von den Behörden geschlossene Unternehmen wesentlich weniger Nachweise erbringen, teilte die Solothurner Staatskanzlei am Dienstag mit. Es steht auf der Corona-Website des Kantons zur Verfügung.

Der Regierungsrat hat am Dienstag laut der Mitteilung seine Verordnung über Härtefallmassnahmen im Zusammenhang mit Covid-19 angepasst, «um die dringend benötigte Unterstützung der Betriebe auszubauen». Der Kanton folge dem Bund und lockere die Anspruchsvoraussetzungen im Härtefallprogramm erheblich.

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Tessin bringt Impfung in die Nähe der älteren Menschen

Das Tessin geht bei der Covid-19-Impfung neue Wege: Seit Dienstag können sich über 80-Jährige bei der eigenen Gemeinde für eine Impfung in ihrer Nähe anmelden. Gemeinde und Ärzte organisieren gemeinsam für die älteren Menschen den Transport an einen nahegelegenen «Impfposten».

Bereits 5000 Personen hätten sich für eine «Impfung in der Nähe» angemeldet, erklärte Kantonsapotheker Giovan Maria Zanini am Dienstag vor den Medien.

Afrika bereitet sich auf erste Corona-Impfkampagnen vor

In Afrika rüsten sich die Staaten für die ersten Corona-Impfkampagnen. Auch angesichts der Ausbreitung einer neuen Virusvariante im Süden des Kontinents hoffen sie dadurch auf eine schrittweise Rückkehr zur Normalität.

(Bild: Keystone)

Als Beschaffungsinstrument dient eine Initiative der Afrikanischen Union (AU) namens AVATT.

Über sie wurden der südafrikanischen AU-Präsidentschaft zufolge 270 Millionen Impfdosen beschafft. 50 Millionen sollen zwischen April und Juni zur Verfügung stehen, hatte Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa kürzlich erklärt und den Produzenten Biontech erwähnt.

Kantonsspital Aarau schränkt Besuche ein

Das Kantonsspital Aarau (KSA) schränkt ab Mittwoch wegen der Corona-Pandemie die Besuche ein. Neu gilt in den ersten drei Tagen des Spitalaufenthalts ein Besuchsverbot.

Vom Verbot ausgenommen seien Eltern von hospitalisierten Kindern, Partner von Gebärenden und nahe Angehörige von sterbenden Menschen oder unterstützungsbedürftigen Patientinnen und Patienten, teilte das KSA am Dienstag mit. Ab dem vierten Tag ihres Aufenthalts dürfen alle Patienten zwischen 14.00 und 20.00 Uhr eine erwachsene Person empfangen. Diese muss namentlich bestimmt werden und erhält einen Besucherpass.

Ab dem vierten Tag des Aufenthalts im Kantonsspital Aarau ist eine bestimmte Person als Besucherin oder Besucher zugelassen. (Archivbild: Keystone)

Die neuen Vorschriften seien in Absprache mit dem Kanton getroffen worden und würden bis auf Weiteres gelten, schrieb das KSA weiter. Bisher durften Patienten im KSA pro Tag maximal einen Besucher empfangen.

Geschlossene Schulen in Belgien wegen Rückreisender aus der Schweiz

Durch das Missachten von Corona-Regeln hat eine Schweiz-Urlauberin nach der Rückkehr nach Belgien für geschlossene Schulen und Tausende Quarantäne-Anordnungen gesorgt.

Mehr als 2’000 Schüler und Lehrer an zwei Schulen im Grossraum Antwerpen seien ausserdem auf das Coronavirus getestet worden, berichtete der belgische Sender RTBF am Dienstag. Die Urlauberin war dem Bericht zufolge positiv auf die britische Mutation des Coronavirus getestet worden.

Über Weihnachten hatte die Frau demnach einige Tage zum Ski-Urlaub in der Schweiz verbracht.

Maskenpflicht an Schulen für unter 12-Jährige wird geprüft

Die Kantone prüfen derzeit, ob auch Kinder unter 12 Jahren in Schulen Masken tragen sollen. Erste Erfahrungen aus dem Kanton Basel-Landschaft sollen ausgewertet werden.

Der Bund will prüfen, ob eine Maskenpflicht für Schüler unter 12 Jahren sinnvoll ist. (Symbolbild: Keystone)

Bis heute waren Bund und Kantone der Auffassung, dass Kinder ab 12 Jahren Masken tragen sollen, jüngere Kinder nicht. Dies sei nun mit der neuen Virusvariante in Diskussion, sagte am Dienstag Rudolf Hauri, Zuger Kantonsarzt und Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte, in Bern vor den Medien.

Seco: Keine zusätzlichen Schutzmassnahmen in Industrie und Handwerk

Auch nach der Verpflichtung zum Homeoffice sind vom Seco keine zusätzlichen Schutzmassnahmen für Beschäftigte in Industrie und Handwerk vorgesehen.

Wie Pascal Richoz, Leiter Leistungsbereich Arbeitsbedingungen im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), am Dienstag in Bern vor den Medien erklärte, geht es darum, die bestehenden Massnahmen streng umzusetzen.

BAG überarbeitet wegen Mutanten Teststrategie

Das BAG überarbeitet aufgrund der mutierten Coronaviren die Teststrategie. Es gebe Überlegungen, alle Menschen zu testen, die aus dem Ausland kommen.

Tests am Flughäfen würden aber noch nicht vorbereitet, sagte Virginie Masserey, Leiterin der Sektion Infektionskontrolle beim BAG, am Dienstag vor den Medien in Bern. Es geht auch darum, gewisse Zielgruppen gezielt zu testen. Die Empfehlungen seien in Vorbereitung, das BAG wolle demnächst kommunizieren.

Betreffend Grenzschliessungen sagte Masserey, es gebe bereits Quarantäne-Bestimmungen, etwa für Grossbritannien, Irland und Südafrika. Man werde die Situation weiterhin beobachten – auch, was in anderen Ländern geschehe – und allenfalls neu entscheiden. Eine Grenzschliessung sei ihres Wissens nicht vorgesehen.

Impfungen in allen Kantonen angelaufen – Gesamtsicht fehlt noch

Laut Nora Kronig, Vizedirektorin des BAG, ist noch unklar, wann der Bund erste schweizweite Impfzahlen kommunizieren kann. Klar sei, dass alle Kantone bereits Impfungen anböten. «Die Zahl der Impfungen steigt täglich.» Der Bund arbeite an einer Gesamtsicht, die etwa die Analyse nach Kantonen erlauben würde. Kronig gab zu bedenken, dass es bis dahin keinen Sinn habe, Zahlen zu kommunizieren, die nicht gesichert seien. Der Bund hatte vergangene Woche angekündigt, dass er am Dienstag erstmals gesamtschweizerische Zahlen vorlegen werde.

Die ersten Zahlen zu den Impfungen seien noch Ankündigungen und müssten noch genauer mit den Kantonen angeschaut werden, sagte Kronig. Entsprechend sei die Zahl von rund 110’000 bereits durchgeführten Corona-Impfungen quasi eine Schätzung.

(Bild: Keystone)
Kantone müssen immer schneller immer grössere Quarantänen anordnen

Wegen der Ausbreitung der britischen Variante des Coronavirus müssen die Kantone immer schneller immer grössere Quarantänen anordnen. Vor allem ganze Schulen müssen immer öfter unter Quarantäne gestellt werden. Dies sei eine Herausforderung für die Kantone, sagte Rudolf Hauri, Zuger Kantonsarzt und Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte, am Dienstag in Bern vor den Medien. Mit dieser neuen Entwicklung müsse auch die Teststrategie des Bundes angepasst werden. Die Teste müssten nun auch grossflächig bei asymptomatischen Symptomen eingesetzt werden.

Der Zuger Kantonsarzt Rudolf Hauri. (Bild: Keystone)

Innerhalb der nächsten Woche dürften sich laut Hauri die Zahlen der Impfungen in den Kantonen angleichen. Eine unausgeglichene Belieferung könne eventuell später eingeführt werden, wenn es in einem Kanton zu viel Impfstoff habe. «Ein Wettbewerb unter den Kantonen ist nicht angezeigt.»

Anders als von den Behörden befürchtet, haben die Festtage nicht zu einer stärkeren Ausbreitung des Virus geführt. Die Massnahmen seien trotz der Feiertage offensichtlich eingehalten worden, sagte Hauri. Trotzdem dürfe man nun nicht nachlassen. «Es hängt von ihnen und uns allen ab, wie wir den Sommer geniessen können.»

Pro Senectute ruft Menschen ab 50 zum Impfen auf

Pro Senectute ruft alle Menschen im Alter ab 50 Jahren auf, sich möglichst bald gegen Covid-19 impfen zu lassen. Damit leisteten sie sowohl einen Beitrag an die eigene Gesundheit, als auch an die Wirtschaft und die Generationensolidarität. «Ab Alter 50 spricht nichts dagegen, sich impfen zu lassen», sagte alt Bundesrätin und Stiftungspräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf am Dienstag vor den Medien. Denn einerseits sei das Immunsystem ab diesem Zeitpunkt nachweislich weniger leistungsfähig, andererseits würden im Alter zusätzliche Krankheiten auftreten.

Pro Senectute Stiftungspräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf ruft zum impfen auf. (Bild: Keystone)

Das Impfen ab Alter 50 ist aus Sicht von Pro Senectute «ein Akt der Solidarität» mit der jüngeren und erwerbstätigen Bevölkerung, welche die Massnahmen zum Schutz der besonders gefährdeten Menschen mittrage. Seit Beginn der Corona-Pandemie war es für Pro Senectute zentral, dass ältere Menschen nicht aufgrund ihres Alters diskriminiert oder ausgeschlossen werden. Zugleich machte sich die Organisation stark für die Solidarität zwischen Jung und Alt.

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Hohe Testbereitschaft von Einheimischen und Gästen in St. Moritz

Einheimische und Gäste im Nobelferienort St. Moritz sind am Dienstagmorgen bereitwillig zum Coronavirus-Test angetreten. Bis um die Mittagszeit wurden über 2’500 Anmeldungen registriert. Die Testbereitschaft sei sehr erfreulich und um einiges grösser als noch beim Flächentest im letzten Dezember, teilten die Bündner Behörden mit. Der neuerliche Flächentest wird kostenlos durchgeführt.

Schon am Montag war in den beiden St. Moritzer Fünf-Sterne-Hotels Badrutt’s Palace und Kempinski getestet worden. 435 Mitarbeitende und 113 Gäste hatten sich einem PCR-Speicheltest unterzogen. Die Resultate sollten laut Behördenangaben am Dienstagabend vorliegen.

Ergebnisse des Flächentests von Einheimischen und Gästen sollten nach der Laboranalyse bis am Mittwochabend bekannt sein. Erst danach werde das Gesundheitsamt die Auswertung vornehmen können und allfällige Massnahmen zur Eindämmung des Virus prüfen, hiess es.

(Bild: Keystone)
Rund 110'000 Impfungen sind laut dem Bund verabreicht

Bis am Montagabend sind rund 110’000 Menschen in der Schweiz gegen Covid-19 geimpft worden. Das gab Nora Kronig, Vizedirektorin des BAG, am Dienstag vor den Bundeshausmedien in Bern bekannt. Detaillierte Zahlen zu den Kantonen gebe es noch nicht, sagte Kronig. Man sei daran, alles zusammenzutragen. Es gebe «erste positive Rückmeldungen».

(Bild: Keystone)

Vergangene Woche hatte die Schweiz die 200’000 ersten Impfdosen des US-Herstellers Moderna erhalten. Zusammen mit den Dosen des Herstellers Pfizer/Biontech hat die Schweiz im Januar fast eine halbe Million Impfdosen zur Verfügung. Pro Person sind für den vollständigen Schutz zwei Dosen nötig, bei beiden Impfstoffen.

Die Lieferung von Pfizer/Biontech, die am Montag in der Schweiz eingetroffen ist, wurde aufgrund von Problemen beim Hersteller gekürzt, wie Kronig ausführte. «Wir haben aber die Zusicherung, dass wir die Mengen bekommen werden, die gekauft sind und auch vorgesehen sind.»

Masserey: Leichte Entspannung, Situation aber weiterhin bedenklich

Die Schweiz verzeichnet bei den Zahlen zur Corona-Pandemie in der Schweiz einen leichten Rückgang. Das sei ermutigend, gebe aber noch keine Sicherheit, sagte Virginie Masserey, Leiterin der Sektion Infektionskontrolle beim BAG, am Dienstag vor den Medien in Bern. Die Situation bleibe bedenklich.

Die Situation erfordere weiterhin Anstrengungen zur Reduktion der Zahlen, insbesondere betreffend der Mutationen, die sich in der Schweiz ausbreiten. 388 Mutationen seien in der Zwischenzeit entdeckt worden, der Grossteil davon trug die britische Variante, nur 13 davon konnten der südafrikanischen Variante zugeordnet werden.

(Bild: Keystone)

Es müsse also weiterhin viel getestet werden, sagte Masserey. Die Labors seien angehalten, möglichst viele Sequenzierungen vorzunehmen. Derzeit könnten etwa ein Drittel der Proben auf die Mutationen untersucht werden.

Übertragungen müssten unbedingt verhindert werden, wiederholte Masserey. Auch wegen der Impfung der Bevölkerung, die parallel laufe. Dies, weil erkrankte Personen nicht geimpft werden könnten. Das Ziel sei weiterhin, allen den Zugang zur Impfung zu ermöglichen, die dies wollten. Die Vulnerablen stünden weiterhin an erster Stelle. Bis heute gebe es keine Meldungen von schweren Nebenwirkungen der Impfung, sagte Masserey. Das werde eng beobachtet.

Schulschliessungen wieder im Fokus in der Schweiz

Mit den Meldungen zur Ausbreitung der mutierten Corona-Viren auch an Schulen steht die Frage nach Schulschliessungen wieder im Fokus. Thomas Minder, der Präsident des Verbands der Schulleiterinnen und -leiter, spricht sich aber klar dagegen aus. Lernen sei mehr als das Übermitteln von Informationen.

Das menschliche Wesen bestehe aus mehr als daraus, Botschaften weiterzugeben, sagte Thomas Minder am Montag in der Sendung «Tagesgespräch» von Radio SRF. Es sei das gegenseitige Wahrnehmen über alle Sinne. Das falle im Fernunterricht komplett weg, sei aber sehr wichtig. Zudem sei die Qualität im Präsenzunterricht grundsätzlich besser als im Fernunterricht.

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BAG meldet 2260 Neuinfektionen in der Schweiz und Liechtenstein

Das Bundesamt für Gesundheit meldet am Dienstag 2260 Neuinfektionen in der Schweiz und Liechtenstein innerhalb der letzten 24 Stunden. Zudem sind 75 weitere Personen an einer Covid-19 Erkrankung verstorben. Aktuell werden 129 Personen hospitalisiert.

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Lockdown in Deutschland wird wohl verlängert und verschärft

In Deutschland zeichnet sich vor dem Bund-Länder-Treffen zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie an diesem Dienstag eine Fortsetzung des Lockdowns bis in den Februar hinein ab. Über die genauen Verschärfungen herrscht zum Teil aber noch grosse Uneinigkeit.

Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr, meldeten SPD-Länder eine Reihe von Änderungen an einer Beschlussvorlage an, die zuvor an mehrere Länder verschickt worden war. Entsprechende Papiere lagen der dpa vor. Vor den von 14 Uhr an geplanten Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel gab es noch Vorgespräche.

Diskutiert wurden unter anderem eine schärfere Maskenpflicht in Bussen und Bahnen sowie in Geschäften. Daneben erwägen Bund und Länder, mehr Druck auf Arbeitgeber zu machen, um mehr Homeoffice zu ermöglichen.

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In einer Experten-Anhörung am Montagabend hatten mehrere Wissenschaftler für härtere Lockdown-Massnahmen plädiert. Sie hätten die drohende Gefahr durch das mutierte Virus beschrieben, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Die Gesundheitsämter meldeten dem staatlichen Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstagmorgen 11’369 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Darüber hinaus wurden 989 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie das RKI bekanntgab. Vor genau einer Woche hatte das RKI 12’802 Neuinfektionen und 891 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Britische Ärzte: Priorisierung von Minderheiten bei Impfungen

Britische Ärzte haben sich für eine Berücksichtigung ethnischer Minderheiten bei der Corona-Impfreihenfolge ausgesprochen. «Wir sind besorgt, weil Berichte zeigen, dass Menschen aus den schwarzen und asiatisch geprägten Communities nicht nur mit grösserer Wahrscheinlichkeit schwer von dem Virus betroffen sind, sondern auch weniger wahrscheinlich eine Corona-Impfung in Anspruch nehmen», sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbands Royal College of General Practitioners, Martin Marshall, dem «Guardian».

Marshall forderte das Gesundheitsministerium auf, Angehörige ethnischer Minderheiten bei der Impfreihenfolge zu berücksichtigen. Ausserdem hätten Hausärzte das Recht, auf Besonderheiten ihrer lokalen Gemeinden zu achten und so gegebenenfalls zu priorisieren, erklärte Marshall.

Israels Gynäkologen empfehlen Corona-Impfung für Schwangere

Der Verband israelischer Frauenärzte hat eine Empfehlung zur Impfung schwangerer und stillender Frauen gegen Covid-19 veröffentlicht. Zuletzt hatte es in Israel eine Reihe schwerer Covid-19-Erkrankungen bei Schwangeren gegeben. Der Corona-Beauftragte Nachman Asch sagte dem Armeesender am Dienstag, man prüfe noch, ob es sich um einen neuen Trend oder Einzelfälle handele. Israel hat die höchste Geburtenrate der westlichen Welt – mit durchschnittlich drei Kindern pro Frau.

Der israelische Gynäkologenverband schrieb am Dienstag: «Die Covid-19-Erkrankung kann während der Schwangerschaft Schaden anrichten, bei Schwangeren einen schwereren Krankheitsverlauf auslösen und Frühgeburten verursachen – deshalb ist es wichtig, sich impfen zu lassen.» Man empfehle eine Impfung aller Schwangeren, die dies wünschten, «besonders wenn sie gefährdet sind, mit dem Virus in Kontakt zu kommen oder Vorerkankungen haben, die das Risiko für einen schweren Verlauf erhöhen».

(Symbolbild: Keystone)

Auch Gili Regev-Jochai, Leiterin der Abteilung für Infektionskrankheiten im Schiba-Krankenhaus bei Tel Aviv, sprach eine solche Empfehlung aus. Es sei «ganz klar, dass man sich impfen lassen sollte», vor oder während der Schwangerschaft. Der Corona-Impfstoff sei nicht gefährlicher «als andere Impfstoffe, die wir bereits während der Schwangerschaft geben, zum Beispiel die Grippeimpfung oder die Impfung gegen Keuchhusten».

Corona-Mutation bei zwei Schülern in Cham ZG nachgewiesen

Zwei Primarschüler in Cham ZG haben sich mit einer mutierten Variante des Coronavirus angesteckt. Die 38 Kinder der betroffenen 4. und 5. Klasse sowie acht Lehrpersonen sind in Quarantäne und müssen einen Covid-Test machen.

Die Schule sei am Montagabend über die beiden Infektionen orientiert worden, teilte die Gemeinde Cham am Dienstag mit. Die nachgewiesene Virusvariante sei deutlich ansteckender als die bisherigen Virenstämme. Weitere Angaben zu den beiden Infizierten machte die Schule aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht.

(Symbolbild: Keystone)

Der Kantonsarzt habe empfohlen, den Schulbetrieb für die anderen Klassen in den betroffenen Schulhäusern unter Beachtung der Schutzkonzepte weiterzuführen. Das Rektorat habe zusätzliche Sofortmassnahmen beschlossen.

Kritik an anfänglichen Massnahmen Chinas und der WHO

Eine unabhängige Untersuchungskommission zum internationalen Umgang mit der Corona-Pandemie kritisiert, dass die anfänglichen Massnahmen Chinas und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu schleppend angelaufen seien. Die Experten stellten in dem am Dienstag in Genf veröffentlichten Bericht fest, dass China im Januar 2020 stärkere Massnahmen zur Eindämmung des Virus hätte umsetzen können. Zudem hätte die WHO schon vor dem 30. Januar 2020 einen Gesundheitsnotstand ausrufen können.

Die Experten befürchten generell, dass das internationale Frühwarn- und Reaktionssystem derzeit seinen Zweck nicht ordnungsgemäss erfüllen könne. «Es scheint aus einer früheren analogen Ära zu kommen und muss in die digitale Zeit geführt werden», hiess es in dem Bericht.

Die Kommission wird von der früheren Premierministerin Neuseelands Helen Cark und der früheren Präsidentin Liberias Ellen Johnson Sirleaf geleitet. Der Bericht ist ein Zwischenstand der Untersuchungen. Für Mai ist die Präsentation des vollständigen Berichts im Rahmen der Weltgesundheitsversammlung geplant.

«Tischlein deck dich» kann wegen Corona weniger Lebensmittel retten

Auch für das Hilfsprojekt «Tischlein deck dich» bringt die Corona-Pandemie erschwerte Bedingungen mit sich. So konnte der Verein zum ersten Mal seit 20 Jahren nicht mehr Lebensmittel retten als im Vorjahr.

Insgesamt kamen im vergangenen Jahr knapp 4’008 Tonnen zusammen. Das ist ein Minus von rund 11 Prozent gegenüber 2019, wie der Verein am Dienstag mitteilte. Im Frühling musste «Tischlein deck dich» vorübergehend alle Abgabestellen schliessen. Davon waren tausende sozial schwache Menschen betroffen, die dann keine Lebensmittelspenden mehr erhielten.

Mit pandemiekonformen Schutzkonzepten für alle – von der Geschäftsstelle über die regionalen Logistiklager bis zu den 134 von Freiwilligen betreuten Lebensmittel-Abgabestellen – nahm der Verein dann seine Arbeit wieder auf.

Lindt&Sprüngli mit bitterem Ergebnis wegen Corona

Rückschlag für Lindt&Sprüngli: Der Schokoladenhersteller kann Corona nicht so schnell abhaken wie erhofft. Die Schutzmassnahmen bremsen den Verkauf von Lindorkugeln und Pralinés. Das durch Corona verursachte Einnahmenloch bei Lindt&Sprüngli betrug 2020 fast eine halbe Milliarde Franken oder 11 Prozent. Lindt setzte noch rund 4 Milliarden Franken um, wie der sonst so erfolgsverwöhnte Schokoladenhersteller am Dienstag mitteilte. Zwar geht ein Teil der Einbussen auf Wechselkursverluste zurück. Doch auch zu konstanten Wechselkursen gab der Umsatz organisch um 6,1 Prozent nach.

Damit hat Lindt zwar die Einbusse von 8,1 Prozent aus dem ersten Halbjahr etwas eingrenzen können. Es war die erste organische Umsatzeinbusse seit über 25 Jahren.

(Archivbild: Keystone)
Gewerbeverband fordert offene Berufsschulen

Die Berufsschulen sollen auch bei einer Schliessung der übrigen Sekundarstufe II offen bleiben. Praxiswissen lasse sich nicht im Fernunterricht vermitteln, begründet der Schweizerische Gewerbeverband (SGV) seine Forderung. Für mehrere Jahrgänge von Lehrlingen würde eine Schliessung zur Hypothek werden, hält der Verband in einer Mitteilung vom Dienstag fest. Die jungen Berufsleute sollten ihre Lehrabschlussprüfung regulär ablegen können und nicht durch eine vom SGV so genannte «Corona-Lehre» belastet werden.

Die Wirtschaft bleibe in der Krise auf Fachkräfte angewiesen. Darum dürften auch in der höheren Berufsbildung die praktischen Studiengänge und Vorbereitungskurse nicht einfach im Fernunterricht durchgeführt werden, fordert der Verband weiter.

Die Befürchtung, dass es krisenbedingt zu wenige Lehrstellen gibt, bewahrheitete sich nicht. Vielmehr zeigten sich nach dem Lockdown in Frühling Probleme wegen der unterbrochenen Berufswahlprozesse in den Volksschulen. Auch Berufsmessen fanden nicht statt.

Schwyz unterbricht Impf-Registrierung wegen IT-Problemen

Der Kanton Schwyz hat die Registrierung für Corona-Impfungen vorerst gestoppt wegen technischer Probleme der Impfplattform des Bundes. Auch andere Kantone hatten Störungen gemeldet. Bis der Bund die technischen Probleme behoben habe, könne sich niemand für die Impfung registrieren, teilte das Schwyzer Departement des Inneren am Dienstag mit. Man habe die Anmeldung kurzfristig ausgesetzt, damit der Frust bei den Impfwilligen nicht so gross sei, hiess es beim Kanton auf Anfrage.

Es bestünden offenbar verschiedene Probleme, sagte die Schwyzer Kantonsapothekerin gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. So seien keine Termine mehr vergeben worden, obwohl solche noch verfügbar gewesen seien, was auf ein Schnittstellenproblem hinweise.

Weiter habe ein Link nicht funktioniert, den Registrierte per SMS erhalten hätten. Weiter seien bei den Terminverschiebungen Termine gelöscht worden. Der Kanton Schwyz wies darauf hin, dass die vergebenen Impftermine wahrgenommen werden können.

Die Kantone haben keinen Einfluss auf die IT-Lösung hinter der Registrierungsplattform. Das Problem sei dem Bund bekannt.

Grossbritannien verzeichnet weltweit höchste Corona-Todesquote

Grossbritannien verzeichnet derzeit relativ zur Bevölkerung die weltweit höchste Anzahl von Corona-Todesfällen. Im gleitenden Sieben-Tage-Durchschnitt waren es zuletzt mehr als 16,5 Tote pro einer Million Menschen.

Das geht aus einer aktuellen Auswertung der Universität Oxford hervor, die sich auf Daten der Johns-Hopkins-Universität bezieht. Damit liegt Grossbritannien knapp vor Tschechien und Portugal und deutlich vor Deutschland und den USA, die beide in diesem Zeitraum im Schnitt mehr als neun Todesopfer pro einer Million Einwohner verzeichneten.

Curaviva fordert strammen Impf- und Test-Fahrplan

Der Heimverband Curaviva fordert von den Kantonen bei der Impfung gegen das Coronavirus eine konsequente Bevorzugung der Alters- und Pflegeheime. Das Heimpersonal soll regelmässig getestet werden und der Bund die Kosten dafür tragen. Die Lage in den Heimen sei weiterhin angespannt, teilte der Verband am Dienstag mit. Das Personal komme an die Grenzen. Die Herausforderung müsse differenziert betrachtet werden. Schutzkonzepte nämlich stossen laut Curaviva an Grenzen, wenn zur Pflege Nähe nötig ist und Bewohnerinnen und Bewohner das legitime Bedürfnis nach Kontakt zu ihren Familien haben.

(Symbolbild: Keystone)

Curaviva verlangt zusätzliche Daten über die Leistungen der Heime. Reine Sterbedaten seien nicht zielführend. Tatsache sei, dass 44 Prozent aller Verstorbenen ihre letzten Tage in einer Pflegeeinrichtung verbringen würden.

Die Raten liessen sich nur in Relation mit den Heimeintritten betrachten. Viele an Covid-19 erkrankte Heimbewohnerinnen und -bewohner würden auf einen Übertritt ins Spital verzichten. Das entlaste die Spitäler, beeinflusse aber die Todesfallzahlen in den Heimen.

Post verzeichnet Allzeitrekord von 182,7 Millionen Paketen im 2020

Noch nie zuvor stellte die Schweizerische Post so viele Pakete zu wie im Corona-Jahr 2020. Die Mitarbeitenden der Post verarbeiteten 182,7 Millionen Pakete. Das sind im Vergleich zum Vorjahr (148 Millionen) 23,3 Prozent mehr Pakete. Das schreibt die Post in einer Mitteilung vom Dienstag.

Grund für diesen deutlichen Anstieg sei vor allem der Lockdown mit den geschlossenen Läden und die Menschen gewesen, die vermehrt zuhause blieben. Bei den Kleinwarensendungen aus dem Ausland verzeichnet die Post mit 29,6 Millionen Paketen einen leichten Rückgang von 2 Prozent. Der rückläufige Trend im Briefmarkt setzte sich mit 1’706 Millionen adressierten Briefsendungen (2019: 1’807 Millionen) oder –5,6 Prozent fort.

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