Die Kunden wühlten sich am Samstag im La Halle durch die Regale und liessen die Waren auf dem Bodenverstreut zurück. (Bild: Screenshot: «20 Minuten»)
Baselland

Im La Halle bricht vor dem Lockdown das Chaos aus

70 Prozent Rabatt und der baldige Lockdown zogen zahlreiche Kunden ins La Halle in Pratteln. Was bleibt, ist ein Bild der Verwüstung.

Zahlreiche Schweizerinnen und Schweizer strömten am Samstag nochmals in die Läden, um ein letztes Mal vor dem zweiten Lockdown zu shoppen. Im La Halle in Pratteln brach durch den Ansturm das Chaos aus.

Wie viele andere Geschäfte warb das La Halle mit reduzierten Preisen: 70 Prozent Rabatt hatte der Laden angeboten und zog dadurch viele Kundinnen und Kunden an. Ein Leser-Reporter von «20 Minuten» filmte am Samstag den Laden: Das Video zeigt leergeräumte Regale sowie Unterwäsche, Schuhe und leere Kartons, die auf dem Boden liegen.

«Es war total chaotisch. Der Laden sah aus, als wäre der Schwarze Block durchmarschiert», wird der Kunde zitiert. Mehrheitlich Familien hätten sich im Laden aufgehalten. Alle hätten gestresst gewirkt und hätten sich «wie wild durch die Regale gewühlt», schildert der Leser-Reporter. Er könne dieses Verhalten nicht verstehen. «Ich denke dabei an die Mitarbeiter, die das Chaos wohl noch stundenlang aufräumen mussten.»

Gedränge trotz Corona-Regeln

Auch die Corona-Vorschriften seinen von den Besucherinnen und Besuchern nicht mehr eingehalten worden: Im Gedränge seien die Abstands-Regeln missachtet worden. Filialleiterin Françoise Letscher widerspricht in der Zeitung: «An der Kasse wurde der Mindestabstand von 1,5 Meter eingehalten und überprüft.» Wer sich nicht daran gehalten habe, sei auf die Massnahmen aufmerksam gemacht worden.

Auf der restlichen Ladenfläche kam, hätten möglicherweise Verstösse stattgefunden: «Die Situation war sehr unübersichtlich und unsere Mitarbeiterinnen konnten nicht jederzeit überall sein.» Die Filialleiterin betont das Schutzkonzept des Ladens: «Wir dürfen laut BAG-Richtlinien 90 Leute im Laden haben und kontrollieren den Einlass.» Für das Abstandhalten seien die Kunden aber auch selbst verantwortlich.

«In unserem Laden sieht es nicht mal am Black Friday oder kurz vor Weihnachten so aus», so Letscher weiter. Auch sie zeigte sich überrascht. Sie vermutet, dass der anstehende Lockdown zusammen mit dem starken Schneefall der letzten Tage die Gründe für den Ansturm waren. «Die Kunden hatten Angst, dass sie nicht genug warme Kleider zu Hause haben.» Bevor die Läden für sechs Wochen zu sind, hätten sich die Leute noch mit Winterkleidung eindecken wollen. Komplett ausverkauft waren so etwa gefütterte Stiefel.

5 Kommentare

  1. Wenn die Läden zu machen und man Schuhe für die Kinder kaufen muss…. Was bleibt einem übrig…. Ich war nicht dort aber verstehe es zum Teil auch ein bisschen…. Und kommt jetzt nicht mit Onlinekauf…. Alle die Schuhe für ihre Kinder online kaufen müssen, wissen wie schwer das ist…. 😀Report

  2. Man sieht schon länger wie die Leute immer weniger anstand und Respekt haben. Nehmen Kleider Schuheund probieren es und lassen es liegen statt wieder dort hinzutun wo man es genommen hat. Wegen der Verschärfung hat alles noch schlimmer gemacht. Da sieht man Familien wo für die Kinder ein Vorbild sein sollten. Genau diese sollten sich schämen. Die anständigen Kunden dürfen das zertrampelte und ohne Sorgfalt diese Sachen kaufen. Ich nicht! Der Laden muss nicht Werbung machen wenn es klar ist das lockdown kommt. War zu erwarten.Report

  3. Da fehlem einem die Worte!!!! Der Mensch ist und bleibt das dümmste das erschaffen wurde. Kein Wunder das unserer Welt zugrunde geht!!!!!!Report

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