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Schweiz

Post verzeichnet Allzeitrekord von 182,7 Millionen Paketen im 2020

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Kritik an anfänglichen Massnahmen Chinas und der WHO

Eine unabhängige Untersuchungskommission zum internationalen Umgang mit der Corona-Pandemie kritisiert, dass die anfänglichen Massnahmen Chinas und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu schleppend angelaufen seien. Die Experten stellten in dem am Dienstag in Genf veröffentlichten Bericht fest, dass China im Januar 2020 stärkere Massnahmen zur Eindämmung des Virus hätte umsetzen können. Zudem hätte die WHO schon vor dem 30. Januar 2020 einen Gesundheitsnotstand ausrufen können.

Die Experten befürchten generell, dass das internationale Frühwarn- und Reaktionssystem derzeit seinen Zweck nicht ordnungsgemäss erfüllen könne. «Es scheint aus einer früheren analogen Ära zu kommen und muss in die digitale Zeit geführt werden», hiess es in dem Bericht.

Die Kommission wird von der früheren Premierministerin Neuseelands Helen Cark und der früheren Präsidentin Liberias Ellen Johnson Sirleaf geleitet. Der Bericht ist ein Zwischenstand der Untersuchungen. Für Mai ist die Präsentation des vollständigen Berichts im Rahmen der Weltgesundheitsversammlung geplant.

«Tischlein deck dich» kann wegen Corona weniger Lebensmittel retten

Auch für das Hilfsprojekt «Tischlein deck dich» bringt die Corona-Pandemie erschwerte Bedingungen mit sich. So konnte der Verein zum ersten Mal seit 20 Jahren nicht mehr Lebensmittel retten als im Vorjahr.

Insgesamt kamen im vergangenen Jahr knapp 4’008 Tonnen zusammen. Das ist ein Minus von rund 11 Prozent gegenüber 2019, wie der Verein am Dienstag mitteilte. Im Frühling musste «Tischlein deck dich» vorübergehend alle Abgabestellen schliessen. Davon waren tausende sozial schwache Menschen betroffen, die dann keine Lebensmittelspenden mehr erhielten.

Mit pandemiekonformen Schutzkonzepten für alle – von der Geschäftsstelle über die regionalen Logistiklager bis zu den 134 von Freiwilligen betreuten Lebensmittel-Abgabestellen – nahm der Verein dann seine Arbeit wieder auf.

Lindt&Sprüngli mit bitterem Ergebnis wegen Corona

Rückschlag für Lindt&Sprüngli: Der Schokoladenhersteller kann Corona nicht so schnell abhaken wie erhofft. Die Schutzmassnahmen bremsen den Verkauf von Lindorkugeln und Pralinés. Das durch Corona verursachte Einnahmenloch bei Lindt&Sprüngli betrug 2020 fast eine halbe Milliarde Franken oder 11 Prozent. Lindt setzte noch rund 4 Milliarden Franken um, wie der sonst so erfolgsverwöhnte Schokoladenhersteller am Dienstag mitteilte. Zwar geht ein Teil der Einbussen auf Wechselkursverluste zurück. Doch auch zu konstanten Wechselkursen gab der Umsatz organisch um 6,1 Prozent nach.

Damit hat Lindt zwar die Einbusse von 8,1 Prozent aus dem ersten Halbjahr etwas eingrenzen können. Es war die erste organische Umsatzeinbusse seit über 25 Jahren.

(Archivbild: Keystone)
Gewerbeverband fordert offene Berufsschulen

Die Berufsschulen sollen auch bei einer Schliessung der übrigen Sekundarstufe II offen bleiben. Praxiswissen lasse sich nicht im Fernunterricht vermitteln, begründet der Schweizerische Gewerbeverband (SGV) seine Forderung. Für mehrere Jahrgänge von Lehrlingen würde eine Schliessung zur Hypothek werden, hält der Verband in einer Mitteilung vom Dienstag fest. Die jungen Berufsleute sollten ihre Lehrabschlussprüfung regulär ablegen können und nicht durch eine vom SGV so genannte «Corona-Lehre» belastet werden.

Die Wirtschaft bleibe in der Krise auf Fachkräfte angewiesen. Darum dürften auch in der höheren Berufsbildung die praktischen Studiengänge und Vorbereitungskurse nicht einfach im Fernunterricht durchgeführt werden, fordert der Verband weiter.

Die Befürchtung, dass es krisenbedingt zu wenige Lehrstellen gibt, bewahrheitete sich nicht. Vielmehr zeigten sich nach dem Lockdown in Frühling Probleme wegen der unterbrochenen Berufswahlprozesse in den Volksschulen. Auch Berufsmessen fanden nicht statt.

Schwyz unterbricht Impf-Registrierung wegen IT-Problemen

Der Kanton Schwyz hat die Registrierung für Corona-Impfungen vorerst gestoppt wegen technischer Probleme der Impfplattform des Bundes. Auch andere Kantone hatten Störungen gemeldet. Bis der Bund die technischen Probleme behoben habe, könne sich niemand für die Impfung registrieren, teilte das Schwyzer Departement des Inneren am Dienstag mit. Man habe die Anmeldung kurzfristig ausgesetzt, damit der Frust bei den Impfwilligen nicht so gross sei, hiess es beim Kanton auf Anfrage.

Es bestünden offenbar verschiedene Probleme, sagte die Schwyzer Kantonsapothekerin gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. So seien keine Termine mehr vergeben worden, obwohl solche noch verfügbar gewesen seien, was auf ein Schnittstellenproblem hinweise.

Weiter habe ein Link nicht funktioniert, den Registrierte per SMS erhalten hätten. Weiter seien bei den Terminverschiebungen Termine gelöscht worden. Der Kanton Schwyz wies darauf hin, dass die vergebenen Impftermine wahrgenommen werden können.

Die Kantone haben keinen Einfluss auf die IT-Lösung hinter der Registrierungsplattform. Das Problem sei dem Bund bekannt.

Grossbritannien verzeichnet weltweit höchste Corona-Todesquote

Grossbritannien verzeichnet derzeit relativ zur Bevölkerung die weltweit höchste Anzahl von Corona-Todesfällen. Im gleitenden Sieben-Tage-Durchschnitt waren es zuletzt mehr als 16,5 Tote pro einer Million Menschen.

Das geht aus einer aktuellen Auswertung der Universität Oxford hervor, die sich auf Daten der Johns-Hopkins-Universität bezieht. Damit liegt Grossbritannien knapp vor Tschechien und Portugal und deutlich vor Deutschland und den USA, die beide in diesem Zeitraum im Schnitt mehr als neun Todesopfer pro einer Million Einwohner verzeichneten.

Curaviva fordert strammen Impf- und Test-Fahrplan

Der Heimverband Curaviva fordert von den Kantonen bei der Impfung gegen das Coronavirus eine konsequente Bevorzugung der Alters- und Pflegeheime. Das Heimpersonal soll regelmässig getestet werden und der Bund die Kosten dafür tragen. Die Lage in den Heimen sei weiterhin angespannt, teilte der Verband am Dienstag mit. Das Personal komme an die Grenzen. Die Herausforderung müsse differenziert betrachtet werden. Schutzkonzepte nämlich stossen laut Curaviva an Grenzen, wenn zur Pflege Nähe nötig ist und Bewohnerinnen und Bewohner das legitime Bedürfnis nach Kontakt zu ihren Familien haben.

(Symbolbild: Keystone)

Curaviva verlangt zusätzliche Daten über die Leistungen der Heime. Reine Sterbedaten seien nicht zielführend. Tatsache sei, dass 44 Prozent aller Verstorbenen ihre letzten Tage in einer Pflegeeinrichtung verbringen würden.

Die Raten liessen sich nur in Relation mit den Heimeintritten betrachten. Viele an Covid-19 erkrankte Heimbewohnerinnen und -bewohner würden auf einen Übertritt ins Spital verzichten. Das entlaste die Spitäler, beeinflusse aber die Todesfallzahlen in den Heimen.

Post verzeichnet Allzeitrekord von 182,7 Millionen Paketen im 2020

Noch nie zuvor stellte die Schweizerische Post so viele Pakete zu wie im Corona-Jahr 2020. Die Mitarbeitenden der Post verarbeiteten 182,7 Millionen Pakete. Das sind im Vergleich zum Vorjahr (148 Millionen) 23,3 Prozent mehr Pakete. Das schreibt die Post in einer Mitteilung vom Dienstag.

Grund für diesen deutlichen Anstieg sei vor allem der Lockdown mit den geschlossenen Läden und die Menschen gewesen, die vermehrt zuhause blieben. Bei den Kleinwarensendungen aus dem Ausland verzeichnet die Post mit 29,6 Millionen Paketen einen leichten Rückgang von 2 Prozent. Der rückläufige Trend im Briefmarkt setzte sich mit 1’706 Millionen adressierten Briefsendungen (2019: 1’807 Millionen) oder –5,6 Prozent fort.

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(Symbolbild: Keystone)
UBS-Ökonomen erwarten robustes Wirtschaftswachstum für die Schweiz

Die Ökonomen der UBS gehen davon aus, dass die Schweizer Wirtschaft 2021 die Corona-Krise überwinden und zu einem robusten Wachstum zurückfinden wird. Wie stark die Erholung ausfällt, hänge allerdings davon ab, wie rasch die breite Bevölkerung am Impfprogramm teilnimmt, schreiben die Experten in einer Mitteilung von Dienstag.

«Eine Impfung ist im Moment der einzig gangbare Weg zu einer nachhaltigen Erholung der Schweizer Wirtschaft», sagte Chefökonom Daniel Kalt in einer Telefonkonferenz. Wenn das Impfprogramm an Breite gewinne, werde dies zu einer deutlichen Konjunkturbeschleunigung führen. Ab dem Frühjahr sollten die Behörden ihre Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie stufenweise zurückfahren, was der Konjunktur Schwung verleihe, so die Experten weiter.

Vor diesen Hintergrund rechnen die Ökonomen der UBS für 2021 unverändert mit einem Wachstum des Schweizer Bruttoinlandprodukts (BIP) von 3,6 Prozent und für 2022 von 3,0 Prozent, nachdem 2020 das BIP um 3,2 Prozent zurückgegangen sein dürfte.

Berner Bordelle weiter offen – Zahl der Prostituierten steigt stark

In der Stadt Bern hat die Zahl der Prostituierten innert Kürze stark zugenommen. Grund: Im Kanton Bern sind die Bordelle weiterhin geöffnet, während umliegende Kantone Verbote erlassen haben. «Wir verzeichnen seit letztem Montag in der Stadt Bern eine Verdoppelung der Personen im Sexgewerbe von rund 90 auf etwa 180», sagte Alexander Ott, Leiter der städtischen Fremdenpolizei, am Dienstag auf Anfrage. Er bestätigte damit eine Meldung der «Berner Zeitung».

Der Bund erlaubt – anders als im ersten Lockdown letzten Frühling – zurzeit den Betrieb von Bordellen, wenn auch mit eingeschränkten Öffnungszeiten. Um 19 Uhr ist Betriebsschluss. Der Kanton Bern sah keine Anlass, von dieser Regelung abzuweichen. Verbote erlassen haben dagegen etwa die Kantone Zürich, Aargau, Genf, Luzern, Solothurn und Thurgau.

(Symbolbild: Keystone)

Die unterschiedlichen Regelungen führen zu «interkantonalem Sextourismus», wie die «Berner Zeitung» schreibt. Sie berichtete von einem Saunaclub im Seeland, der am Montagmittag «sehr gut ausgelastet» gewesen sei. Etwa 40 Autos seien vor dem Gebäude gezählt worden.

Die jüngste Entwicklung sei problematisch, sagt der Stadtberner Fremdenpolizei-Chef Ott. Durch die Schliessung der Bordelle in anderen Kantonen hätten viele Prostituierte ihre Unterkunft und ihren Verdienst verloren. Darum wollten sie jetzt bei den Kolleginnen im Kanton Bern leben.

EU-Kommissarin beklagt mehr als 400'000 Corona-Tote in der EU

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sind inzwischen mehr als 400’000 Menschen in der Europäischen Union gestorben. Die Zahl nannte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am Dienstag im Europaparlament. Angesichts der neuen ansteckenderen Virusvarianten sei Europa auch weit davon entfernt, die Pandemie hinter sich zu lassen.

Doch seien die Corona-Impfstoffe ein «machtvolles Instrument in unserer Hand», sagte Kyriakides. «Weitere zugelassene Impfstoffe werden, so hoffe ich, in den nächsten Wochen kommen.» Sie verwies auf den Antrag des britisch-schwedischen Herstellers Astrazeneca, über den die EU-Arzneimittelagentur EMA Ende Januar entscheiden könnte.

Kyriakides versprach den Europaabgeordneten mehr Informationen über die von der Kommission geschlossenen Lieferverträge mit Impfstoffherstellern. «Ich habe Ihren Ruf nach Transparenz laut und klar gehört», versicherte sie. Mit Curevac habe sich ein Hersteller bereit erklärt, Einblicke zuzulassen. Sie hoffe, dass weitere folgen würden.

Die Gesundheitskommissarin bekannte sich zur internationalen Verantwortung der EU, auch Nachbarländer und Partner zu Impfstoffen zu verhelfen. Es gehe um einen raschen und gleichen Zugang im Sinne globaler Solidarität.

Viele Skilager wegen Corona abgesagt – Alternativen in Vorbereitung

Zahlreiche Schulen haben ihre jährlichen Skilager wegen der Corona-Krise abgesagt. Die Schneesportinitiative «GoSnow», die die Skilager organisiert, arbeitet nun an einem Alternativangebot für den Frühsommer. «185 der geplanten 250 Skilager sind bereits abgesagt», sagte Ole Rauch, Geschäftsführer der Schneesportinitiative «GoSnow» gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Er bestätigte damit, was er bereits am frühen Morgen zu Radio SRF gesagt hatte: Für die übrigen Skilager sehe es nicht gut aus, «wir gehen davon aus, dass diese Lager abgesagt werden müssen».

Dabei müsse man jedoch jedes Lager einzeln anschauen, sagte Rauch gegenüber Keystone-SDA. Nicht empfehlenswert sei ein Lager für ein ganzes Schulhaus oder wenn etwa alle achte Klassen eines Schulhauses gemeinsam ein Lager wollten. Da sei die Durchmischung der Kinder zu gross. Anders sei es, wenn man als Klasse mit den rund 20 Kindern, die ohnehin zusammen in der Schule sind, ins Lager wolle. Da sei das Ansteckungsrisiko nicht viel grösser als im normalen Schulbetrieb.

(Archivbild: Keystone)

Einige der Schulen, die noch nicht abgesagt haben, wollen ihre Lager gemäss Rauch Ende Februar bis Ende März durchführen. In einigen Kantonen wie zum Beispiel im Kanton Zürich gilt bis Ende Februar ein Lagerverbot. Die Schulen warteten daher noch ab, ob sich daran etwas ändere, sagte Rauch. Er ist jedoch wenig zuversichtlich.

Migros erreicht Rekord-Umsatz trotz Corona

Die Migros erreichte 2020 einen Umsatz in der Höhe von 29,8 Milliarden Franken. Detailhandel und Online-Handel fingen Wegbrüche in anderen Bereichen auf.

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(Bild: Keystone)
Neuartige Masken zerstören Viren auf Knopfdruck

Forschende der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) haben gemeinsam mit dem Schweizer Unternehmen Osmotex eine wiederverwendbare Maske entwickelt, die Viren auf Knopfdruck unschädlich macht. Das teilte die ZHAW am Dienstag, 19. Januar, mit. Einwegmasken müssen nach jedem Tragen gewechselt, Stoffmasken gewaschen werden. Eine bequemere Alternative präsentieren nun die Forschenden um den ZHAW-Chemiker Chahan Yeretzian.

So sieht die Hightech-Maske aus. (Bild: ZHAW)

Der Aufbau der neuartigen Maske gleicht einem Sandwich: Zwischen einer Schicht aus leitenden Textilien befindet sich eine isolierende Membran. Und über eine aufladbare Batterie wird eine elektrische Spannung von wenigen Volt angelegt. Der Clou: Kommen die dadurch gebildeten reaktiven Sauerstoffmoleküle in Kontakt mit Viren, werden diese innerhalb von wenigen Minuten direkt zerstört.

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Corona-Pandemie dämpft Preisanstieg in Deutschland stark

Der Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland hat sich im Corona-Jahr 2020 deutlich verlangsamt. Die Inflationsrate lag im Jahresschnitt bei 0,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Eine niedrigere Rate habe es zuletzt in der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 gegeben (+0,3 Prozent). Vor allem stark gefallene Energiepreise und die vorübergehenden Mehrwertsteuersenkung dämpften die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr. Zum Vergleich: Im Jahresschnitt 2019 hatte die Inflationsrate noch 1,4 Prozent betragen.

Im Dezember lagen die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Gegenüber November stiegen sie um 0,5 Prozent. Damit bestätigten die Statistiker vorläufige Daten.

Mit der Corona-Krise und dem globalen Wirtschaftseinbruch waren die Rohölpreise auf den Weltmärkten stark gesunken – das schlug sich in gesunkenen Energiepreisen nieder. Von Juli bis Ende 2020 galten zudem niedrigere Mehrwertsteuersätze in Deutschland. Damit wollte die Bundesregierung in der Corona-Krise den Konsum als wichtige Stütze der Konjunktur ankurbeln.

Israel verzeichnet Rekorde bei Corona-Impfungen und -Neuinfektionen

In Israel sind in der Corona-Krise Höchststände sowohl bei den Neuinfektionen als auch bei den Impfungen registriert worden. Der Corona-Beauftragte des Landes, Nachman Asch, sagte am Dienstag dem Armeesender, am Vortag seien erstmals mehr als 10’000 neue Fälle gemeldet worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums waren es 10’021. Positiv fielen demnach 10,2 Prozent der Tests aus. Seit Beginn der Pandemie hatte die Zahl der Neuinfektionen pro Tag zuvor erst fünf Mal den Wert von 9’000 überstiegen, vier Mal davon in der vergangenen Woche.

Israel steckt inmitten einer dritten Corona-Welle. Das Gesundheitssystem hat die Belastungsgrenze erreicht. Das Land hat etwas mehr als neun Millionen Einwohner, Deutschland etwa neunmal so viele. Dort wurden binnen 24 Stunden zuletzt 11 369 neue Fälle registriert. Seit knapp zwei Wochen gilt in Israel ein Lockdown mit strikten Einschränkungen. Man darf das eigene Haus oder die eigene Wohnung nur in einem Umkreis von 1’000 Metern verlassen. Am Dienstag wollte die Regierung über eine Verlängerung beraten.

Nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wurde am Montag zugleich ein Impfrekord erreicht. Wie der Regierungschef via Twitter mitteilte, wurden an dem Tag 186’000 Menschen geimpft. Insgesamt bekamen demnach bislang 2,2 Millionen Menschen eine erste Spritze. Nach Angaben von Gesundheitsminister Juli Edelstein erhielten 422’000 Menschen bereits eine zweite Dosis. Bis Ende März sollen in Israel im Zuge einer massiven Impfkampagne alle Impfwilligen über 16 Jahren geimpft werden. Ende März stehen in dem Land Neuwahlen an.

Nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wurde am Montag ein Impfrekord erreicht. (Bild: Keystone)
St. Galler Schüler streiken

Rund 60 Schüler des Berufsbildungszentrums GBS in St. Gallen traten in den Streik. Sie fordern Fernunterricht, heisst es bei «20 Minuten». Sie seien nicht zum Unterricht erschienen, obwohl am Montag der Präsenzunterricht an den Mittelschulen wieder begonnen habe.

«Wir kommen uns vor wie im Zirkus», sagt eine Schülerin (24) gegenüber dem News-Portal. Man sei mit 19 anderen Personen eng in einem Raum, es gebe Risikopatienten unter den Lehrern und Eltern und trotzdem beharre die Schule auf Präsenzunterricht. Ausserdem müssen die Fenster bei Minus-Temperaturen geöffnet bleiben. Deshalb hätten sich am Wochenende mehrere Klassen dazu entschieden, dem Unterricht in der Schule fern zu bleiben. «Alle Lehrpersonen haben sehr verständnisvoll reagiert und uns Homeschooling angeboten», sagte die Schülerin gegenüber «20 Minuten».

Auch der Rektor der Schule habe Verständnis für diesen Entscheid. Jedoch: «Eine einheitliche Lösung wie Fernunterricht ist nicht für alle gleich sinnvoll», so Daniel Kehl.

Hotel-Restaurants sind beliebt

Derzeit übernachten viele Menschen in Hotels, um von den geöffneten Hotel-Restaurants zu profitieren. Das berichtet die «BaZ» am Dienstag, 19. Januar. Im Gegensatz zu «normalen» Restaurants müssen Hotel-Restaurants zurzeit nicht geschlossen sein.

«Alle Gäste, die wir im Moment bewirten, nutzen unser Restaurant und unseren Wellnessbereich sehr bewusst», sagt Patrik Erne, Inhaber des Hotels Blume in Bade AG, gegenüber der Zeitung. Es laufe zwar besser als befürchtet, doch die Umsätze seien trotzdem deutlich tiefer als vor einem Jahr. Auch Ernst Wyrsch, Präsident der Bündner Sektion von Hotelleriesuisse, bestätigt diesen Trend: «Ich erhalte von vielen Hoteliers in den Berggebieten die Rückmeldung, dass sie viele Gäste haben, die vor allem für die Restauration kommen.»

Trend zu Home Office beflügelt Logitech

Die Logitech-Gruppe, die Peripherie-Geräte für Computer anbietet, profitiert stark vom Trend zum Home Office in der Corona-Pandemie. Massiv zugenommen haben namentlich die Verkäufe von Zubehör für die Übertragung von Videokonferenzen. Der Umsatz mit PC-Webcams, mit Tablets und anderem Zubehör sowie mit Produkten der Video-Übertragung kletterte im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2020/2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um jeweils mehr als 100 Prozent, wie Logitech am Dienstagmorgen bekanntgab.

(Bild: Keystone)

Der Umsatz mit Computermäusen, dem traditionellen Produkt von Logitech, nahm um 38 Prozent zu, während der Verkauf von Tastaturen um 40 Prozent zulegte. Doch nicht nur die Arbeit am Computer, sondern auch das Gaming (+78 Prozent) kamen nicht zu kurz.

Insgesamt stiegen die Umsätze der Gruppe im dritten Quartal um 85 Prozent auf 1,67 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn schoss mit einer Zunahme um 248 Prozent auf 448 Millionen Dollar in die Höhe. Der Cashflow stieg auf 530 (Vorjahreszeitraum 181) Millionen Dollar.

Sorge vor Pandemie-Risiken nimmt unter Managern sprunghaft zu

Corona hat nicht nur die Gesellschaft und die Politik auf dem falschen Fuss erwischt, auch die Geschäftswelt hatte das Pandemie-Risiko zu wenig auf dem Radar. Das ist nun nicht mehr so, wie eine Studie des Versicherers Allianz zeigt. In der jüngsten, weltweit bei Managern durchgeführten und am Dienstag, 19. Januar, veröffentlichten Umfrage dominieren mit Betriebsunterbrüchen, Pandemie-Ausbruch und Cyber-Vorfällen drei Risikogruppen das Allianz-Rating, die mit Covid-19 eng verbunden sind. Dem Pandemie-Risiko gelang gar der Sprung von der Bedeutungslosigkeit in die Top-3.

«Noch vor einem Jahr wurde eine Pandemie von den befragten Managern nicht zu den wichtigsten Geschäftsrisiken gezählt», erklärte Christoph Müller, Schweiz-Chef von Allianz Global Corporate & Specialty. Im weltweiten Ranking ist das Pandemie-Risiko nun von Platz 17 auf Rang 2 und in der Schweiz von 14 auf 3 geklettert.

EU-Kommission: 70 Prozent Impfrate bis zum Sommer

Bis zum Sommer sollen aus Sicht der EU-Kommission 70 Prozent der Erwachsenen in der Europäischen Union gegen das Coronavirus geimpft sein. Den Vorschlag will die Brüsseler Behörde am Dienstag veröffentlichen, wie die Deutsche Presse-Agentur vorab erfuhr. Bis März laute das Zwischenziel, 80 Prozent der Menschen über 80 Jahre und der Beschäftigten im Gesundheitswesen zu immunisieren.

Die Ziele sind nach dpa-Informationen Teil eines Diskussionspapiers für den EU-Videogipfel am Donnerstag. Dort sollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die übrigen Staats- und Regierungschefs nach dem Willen von Ratschef Charles Michel auch die Frage erörtern, ob es einen EU-Impfpass und gegebenenfalls damit verbundene Privilegien geben soll. In Deutschland gibt es darüber eine kritische Diskussion.

Die EU-Kommission will nach dpa-Informationen zwar für ein möglichst genaues und in allen EU-Staaten anerkanntes Impfdokument plädieren. Daraus soll erkennbar sein, wer wann in welchem EU-Staat welchen Impfstoff bekommen hat. Dies soll auch helfen, etwaige Nebenwirkungen zurückzuverfolgen. Ob Geimpfte Vorteile geniessen – zum Beispiel Zugang zu Restaurants und Kinos oder erleichterte Urlaubsreisen – soll jedoch den EU-Staaten überlassen bleiben.

(Symbolbild: Keystone)

Angesichts der besonders ansteckenden Mutationen des Coronavirus will die EU-Kommission die Mitgliedsstaaten drängen, mehr zur Erkennung der neuen Virusformen zu tun. Nötig ist dafür die sogenannte Sequenzierung der bei Tests entnommenen Virusproben. Die allermeisten EU-Staaten seien weit von den wünschenswerten Zahlen bei der Sequenzierung entfernt, hiess es in Brüssel. Somit würden Virusvarianten eher zufällig entdeckt – anders als in Grossbritannien, wo systematischer gesucht worden sei.

EU-Ratschef Michel hatte am Montagabend sein Einladungsschreiben für den Videogipfel am Donnerstag veröffentlicht, bei dem sich die 27 Staaten im Kampf gegen die Pandemie abstimmen wollen. Neben den Themen Impfpass und Impfprivilegien soll es auch um die Mutationen gehen. Topthema ist das Impfen: «Die Beschleunigung der Impfungen in der EU ist unsere absolute Priorität», schrieb Michel.

Brasilien startet Impfkampagne früher als geplant

Nach der Notfallzulassung der Corona-Impfstoffe von Sinovac und Astrazeneca hat die brasilianische Regierung ihre landesweite Impfkampagne gestartet. Diese begann in zehn Bundesstaaten, wie das «Jornal Nacional» von «TV Globo» am Montagabend berichtete. In Rio de Janeiro etwa bekam die 80-jährige Terezinha da Conceição als erste eine Dosis Impfstoff am Fusse der Christusstatue, einem Postkartenmotiv der Stadt. Zuvor war bereits als erste Frau in Brasilien überhaupt eine 54-Jährige in São Paulo geimpft worden.

Bislang haben sich in Brasilien rund 8,5 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Mehr als 210’000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. (Bild: Keystone)

Der Impfbeginn war von Komplikationen geprägt, auch weil die Regierung in Brasília unter öffentlichem Druck kurzfristig beschlossen hatte, früher als vorgesehen zu starten. Die Nationale Behörde für Gesundheitsüberwachung in Brasilien, Anvisa, hatte die Notfallzulassungen erst am Sonntag erteilt. Die landesweite Impfung sollte laut Gesundheitsminister Eduardo Pazuello ursprünglich fünf Tage danach beginnen. Brasilien, einem 210-Millionen-Einwohner-Staat, stehen zunächst sechs Millionen Dosen Coronavac des chinesischen Unternehmens Sinovac zur Verfügung, mit dem der Bundesstaat São Paulo ein Abkommen hat. Präsident Jair Bolsonaro hatte sich immer wieder verächtlich über den chinesischen Impfstoff geäussert. Ein Versuch der brasilianischen Regierung, zwei Millionen Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca aus Indien zu holen, war zuletzt jedoch gescheitert. Daraufhin erhob die Bolsonaro-Regierung Anspruch auf den Impfstoff von Sinovac. Der Gouverneur des Bundesstaates São Paulo, João Doria, einer der ärgsten Widersacher des Präsidenten, behielt wie gesetzlich geregelt rund 1,5 Millionen Dosen ein; die anderen circa 4,5 Millionen verteilt nun die Regierung.

Bevorzugt geimpft werden unter anderem Mitarbeiter im Gesundheitswesen, über 60-Jährige in Heimen und Indigene in geschützten Gebieten. Brasilien ist einer der Brennpunkte der Corona-Pandemie.

108-jährige Italienerin nach Infektion gegen Corona geimpft

Nachdem sie eine Corona-Infektion überlebt hat, ist eine 108-jährige Italienerin als einer der weltweit ältesten Menschen gegen das Virus geimpft worden. Fatima Negrini erhielt die Impfung am Montag zusammen mit anderen Bewohnern ihres Pflegeheims in Mailand. Die Ankunft des Impfstoffs bedeute für die Bewohner einen ersten Schritt zur Rückkehr in den friedlichen Alltag, sagte der Sprecher des Heims, Matteo Tessarollo.

Negrini, die im vergangenen Jahr erfolgreich gegen das Virus gekämpft hatte, wurde von der italienischen Zeitung «Corriere della Sera» damals mit den Worten «Gott hat mich vergessen» zitiert.

Wie die 108-Jährige erhielt auch der 90-jährige Holocaust-Überlebende Sami Modiano am Montag in Rom seine erste Impfdosis. Der Regionalpräsident im Latium und Vorsitzende der Demokratischen Partei (PD), Nicola Zingaretti, veröffentlichte ein Foto von Modiano bei Twitter.

Italien hat am 27. Dezember mit den Impfungen gegen das Coronavirus begonnen und bislang 1,15 Millionen Menschen geimpft.

Disneyland Paris verschiebt Wiedereröffnung auf April

Das Disneyland bei Paris bleibt wegen der Corona-Pandemie länger geschlossen als geplant. Die für den 13. Februar vorgesehene Wiedereröffnung sei abgesagt worden, teilte der Freizeitpark am Montag, 18. Januar, mit. Stattdessen werde nun der 2. April angepeilt. Aber auch dieses Datum stehe unter Vorbehalt, hiess es mit Blick auf die weitere Entwickelung der Pandemie. Der Park hatte nach vier Monaten Zwangspause während der ersten Corona-Welle Mitte Juli wieder seine Pforten geöffnet. Ende Oktober musste er aber wieder schliessen.

Disneyland Paris hatte 2015 fast 15 Millionen Besucher verzeichnet, seitdem wurden keine Zahlen mehr mitgeteilt. Der Freizeitpark ist nach eigenen Angaben die grösste private Touristenattraktion in Europa.

(Bild: Keystone)
Trump will Einreisestopp aus Europa aufheben – Biden widerspricht

Der scheidende US-Präsident Donald Trump hat ein Ende des Einreisestopps für Ausländer aus weiten Teilen Europas angeordnet – sein Nachfolger Joe Biden lehnt die Lockerung mitten in der Pandemie aber ab. In einer am Montagabend, 18. Januar, vom Weissen Haus verbreiteten Verfügung Trumps hiess es, die Beschränkungen für Reisende aus dem Schengen-Raum, aus Grossbritannien und aus Irland sowie aus Brasilien würden zum 26. Januar aufgehoben. Trump verwies darauf, dass von diesem Datum an bei allen Flügen in die USA vor Abreise der Nachweis eines negativen Corona-Tests vorgeschrieben ist.

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(Bild: Keystone)
Yellen sieht Staat in der Coronakrise in der Verantwortung

Die designierte US-Finanzministerin Janet Yellen sieht ein beherztes Vorgehen des Staates als notwendig zur Überwindung der Coronavirus-Pandemie. Sie wie auch der zukünftige Präsident Joe Biden seien sich zwar der Schuldenlast bewusst, erklärt die ehemalige Notenbank-Chefin in vorab veröffentlichten Bemerkungen für eine Anhörung im Kongress am Dienstag.

«Angesichts der historisch niedrigen Zinsen ist allerdings genau jetzt das Klügste was wir tun können: gross zu handeln.» Yellen muss sich Fragen des Finanzausschusses im Senat stellen, bevor die ganze Kongresskammer über ihre Nominierung entscheiden kann. Biden soll am Mittwoch vereidigt werden und will schnell ein neues Hilfspaket in Höhe von 1,9 Billionen Dollar verabschieden.

EU-Gipfel soll über Impfpass und Impf-Privilegien beraten

Die Frage eines europäischen Corona-Impfpasses und möglicher Privilegien für Geimpfte wird Thema beim EU-Videogipfel am Donnerstag. «Der Prozess des Impfens eröffnet die Debatte über Zertifikate», schrieb EU-Ratschef Charles Michel am Montag in seinem Einladungsschreiben an Bundeskanzlerin Angela Merkel und die übrigen Staats- und Regierungschefs. «Wir werden die Angemessenheit eines gemeinsamen Vorgehens diskutieren sowie, falls das passend ist, die Frage, unter welchen Umständen Ausweise genutzt werden könnten.»

Ob Geimpfte praktische Vorteile haben sollen – etwa Zutritt zu Kinos oder Restaurants oder vereinfachtes Reisen – ist unter anderem in Deutschland umstritten. Griechenland hatte sich dafür stark gemacht, einen in ganz Europa anerkannten Impfpass einzuführen und Geimpften Urlaubsreisen zu erleichtern. Andere EU-Staaten sehen das skeptisch, solange Impfstoff knapp ist und erst wenige Menschen den schützenden Piks bekommen können.

New Yorks Gouverneur fragt Pfizer direkt nach Corona-Impfdosen

Angesichts einer schleppenden Verteilung bei den Corona-Impfdosen will New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo Nachschub direkt beim Pharmariesen Pfizer kaufen. Zwar habe Washington neue grosse Lieferungen der Vakzine versprochen, schrieb Cuomo in einem am Montag veröffentlichten Brief an Pfizer-Chef Albert Bourla. «Bis heute hat die Bundesregierung ihr Versprechen allerdings nicht eingehalten. Tatsächlich wird New York diese Woche nur 250’000 Dosen erhalten, 50’000 weniger als in der Vorwoche.»

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo. (Archivbild: Keystone)

Da Pfizer und der deutsche Hersteller Biontech nicht Teil des US-Programms «Warp Speed» sind, habe die Firma nach Ansicht Cuomos die Möglichkeit, das begehrte Mittel auch direkt an Bundesstaaten zu verkaufen. Bislang sind offiziellen Angaben zufolge eine Million Impfungen im Staat New York verabreicht worden – das entspricht etwa jedem Zwanzigsten der knapp 20 Millionen Menschen. Die Behörden befürchten, dass zäh eintrudelnder Nachschub der Impfungen die langsam an Fahrt aufnehmende Kampagne behindern könnte.

Spanien mit Höchstwert von mehr als 84'000 Corona-Neuinfektionen

In Spanien ist die Zahl der Neuinfektionen an einem Wochenende auf einen Höchstwert von 84’287 gestiegen. Von Freitag bis Montag seien zugleich 455 Menschen an oder mit Corona gestorben, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Montagabend weiter mit. Am Wochenende zuvor waren noch 61’422 Infektionen und 401 Todesopfer gezählt worden. Die Zahl der Neuinfektionen je 100’000 Einwohner binnen sieben Tagen stieg auf knapp 380. In Deutschland lag dieser Wert am Montag bei 134.

Vier Millionen Menschen in Grossbritannien gegen Corona geimpft

In Grossbritannien haben mittlerweile mehr als vier Millionen Menschen eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Derzeit werde doppelt so viel geimpft wie in jedem anderen Land in Europa, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock am Montag in London. Mehr als die Hälfte der über 80-Jährigen und die Hälfte der Pflegeheimbewohner habe bereits eine Dosis erhalten. «Wir wissen, dass jede Spritze zählt», sagte Hancock. Premierminister Boris Johnson betonte allerdings bei einem Besuch des Impfstoffherstellers Astrazeenca, das Land befinde sich weiterhin in einer «ziemlich brenzligen» Lage.

(Bild: Keystone)

Die Regierung will bis Mitte Februar alle Risikogruppen wie Ältere, Pflegeheimbewohner und besonders gefährdetes Pflegepersonal impfen, das sind etwa 15 Millionen Menschen. Mitte Februar könne eine Bestandsaufnahme erfolgen.

Hotelplan schliesst bis Ende Februar Grossteil seiner Reisebüros

Der Reiseveranstalter Hotelplan Suisse macht vorübergehend 75 seiner 86 Filialen dicht. Ein Grund dafür sei die Homeoffice-Pflicht, sagte Sprecherin Bianca Gähweiler gegenüber der Nachrichtenagentur AWP. Sie bestätigte damit einen Bericht des Branchenportals «Travelnews».

Die Reisebranche – und damit auch Hotelplan – ist von der Coronakrise hart getroffen worden. (Bild: Keystone)

Eine Rolle bei dem Entscheid spielte aber auch die Tatsache, dass derzeit sehr wenig laufe. Offen bleiben 11 Filialen: Genf Balexert, Bulle, Lugano, Thun Oberland, Schönbühl, Buchs AG, Steinhausen, Glattzentrum, Abtwil sowie Tourisme Pour Tous Sion und Signature Voyages Lausanne. Die geschlossenen Filialen blieben aber telefonisch erreichbar, so Gähweiler.

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Britische Corona-Mutation erstmals in Tschechien nachgewiesen

Die in Grossbritannien entdeckte Coronavirus-Mutation ist in Tschechien angekommen. Die Variante sei in ersten Proben nachgewiesen worden, teilten die Gesundheitsbehörden in Prag am Montag mit. «Es scheint, dass derzeit etwa zehn Prozent aller Proben, die wir untersuchen, diese Virusvariante enthalten», sagte Gesundheitsminister Jan Blatny.

Mutierte Viren breiten sich in der Schweiz aus

Zuerst Verbier im Kanton Wallis, dann Wengen im Kanton Bern und jetzt St. Moritz im Kanton Graubünden: Die ansteckenderen Mutationen des Coronavirus aus Grossbritannien und Südafrika breiten sich in der Schweiz aus, knapp 300 wurden bisher gefunden. In Bremgarten im Kanton Bern wurden deshalb am Montag 120 Kinder in Quarantäne geschickt.

Insgesamt wurden in der Schweiz bislang 297 Ansteckungen mit einer mutierten Form des Coronavirus bekannt, wie das BAG Keystone-SDA auf Anfrage mitteilte.

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Mutierte Viren breiten sich in der Schweiz aus - auch an Schulen

Zuerst Verbier im Kanton Wallis, dann Wengen im Kanton Bern und jetzt St. Moritz im Kanton Graubünden: Die ansteckenderen Mutationen des Coronavirus aus Grossbritannien und Südafrika breiten sich in der Schweiz aus, knapp 300 wurden bisher gefunden. In Bremgarten im Kanton Bern wurden deshalb am Montag 120 Kinder in Quarantäne geschickt. 

Auch in St. Moritz tauchte eine der Mutationen auf, dort aber jene aus Südafrika. Das Gesundheitsamt des Kantons Graubünden stellte zwei Fünf-Sterne-Hotels unter Quarantäne, wie die Staatskanzlei Graubünden bekanntgab.

Insgesamt wurden in der Schweiz bislang 297 Ansteckungen mit einer mutierten Form des Coronavirus bekannt, wie das BAG Keystone-SDA auf Anfrage mitteilte. 208 sind der britischen Variante zuzuordnen und 13 der südafrikanischen. Bei 76 Fällen kann nicht genau bestimmt werden, ob es sich um eine der beiden oder um eine andere Variante handel

Tessiner Regierung fordert Schliessung kleiner Grenzübergänge

Die Tessiner Regierung hat den Bundesrat gebeten, an der Südgrenze erneut systematische Kontrollen durchzuführen. Der aktuelle Grenzverkehr überschreite das übliche Mass des Berufsverkehrs, schreibt die Regierung am Montag in einer Mitteilung.

An der Tessiner Südgrenze sollen systematische Kontrollen durchgeführt werden. (Bild: Keystone)

Auch wenn sich die epidemiologische Lage im Südkanton verbessert habe, sei die Kantonsregierung besorgt, heisst es im Communiqué. Anlass zur Sorge gebe die britische Coronavirus-Mutation, schreibt der Regierungsrat weiter. Diese war in den letzten Tagen zuerst in einem Altersheim und dann an einer Tessiner Mittelschule bestätigt worden.

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Aargauer Apotheken helfen bei der Anmeldung zur Covid-19-Impfung

Aargauerinnen und Aargauer ohne Internetzugang und Mobiltelefon können sich ab kommendem Mittwoch in den Apotheken für die Covid-19-Impfung anmelden. Laut dem Kanton erhalten Interessierte auf diese Weise aber keinen früheren Impftermin.

Das Anmeldeverfahren mit der Software des Bundes bleibe dasselbe wie für alle anderen Personen, teilte das Departement Gesundheit und Soziales (DGS) am Montag mit. Mit der Software können sich Menschen im Aargau seit Montag für die Impfung anmelden. Dafür sind ein Internetzugang und ein Mobiltelefon nötig.

Mitarbeitende der Aargauer Apotheken helfen Personen ohne Internetzugang und Mobiltelefon bei der Impfanmeldung. (Symbolbild: Keystone)

Wer dies nicht hat, findet nun also Hilfe in seiner nächsten Apotheke. Einen Termin muss man dafür nicht vereinbaren. Für die Anmeldung braucht die Apotheke die Personalien, Angaben zu allfälligen Vorerkrankungen und eine Festnetz-Telefonnummer. Auf diese erhalten die Interessierten einen Anruf, wenn ein Impftermin verfügbar ist.

Hochkonjunktur für Homeoffice

Ab dem (heutigen) Montag gilt die Homeoffice-Pflicht. Bei einigen Grossfirmen arbeiteten pandemiebedingt bereits viele Mitarbeitende zuhause, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur AWP zeigt. Dennoch wurden nun noch einige Angestellte mehr ins Homeoffice geschickt.

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Homeoffice-Pflicht macht sich auf Schiene und Strasse bemerkbar

Kaum noch Staus auf der A1 rund um Zürich und im Raum Bern, und etwas weniger Menschen in den Zügen: Die Homeoffice-Pflicht, die für Pendlerinnen und Pendler seit Montag gilt, macht sich im Verkehr bemerkbar.

(Bild: Keystone)

An neuralgischen Stellen, etwa am Gubrist bei Zürich, bei Härkingen SO oder auf der A6 bei Bern, hätten sich die Fahrzeuge am Morgen kaum gestaut, sagte Barbara Roelli vom Verkehrsinformationsdienst Viasuisse der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Lediglich Pannen und Unfälle hätten kurze Staus verursacht.

Norwegen lockert Corona-Massnahmen für Kinder und Jugendliche

Norwegen behält die meisten seiner Corona-Massnahmen bei, lockert aber einige Beschränkungen für Kinder und Jugendliche. Unter anderem können Jüngere im Alter bis zu 20 Jahren nun wieder wie normal zum örtlichen Training oder zu anderen Freizeitaktivitäten gehen – in der Halle oder unter freiem Himmel.

Das gab Ministerpräsidentin Erna Solberg am Montag bekannt. Wettkämpfe sollten dagegen noch nicht wieder stattfinden.

Personal von Rettungsdiensten bei Impfung höher priorisieren

Die Gesellschaft für Notfall- und Rettungsmedizin (SGNOR) fordert, dass Rettungssanitäterinnen und Notärzte möglichst rasch geimpft werden können. Die Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) müsse «umgehend» ein klares und schweizweit einheitliches Vorgehen festlegen.

Das Personal auf den Notfall- und Intensivstationen, in den Covid-Abteilungen, die Mitarbeitenden der Rettungsdienste und andere exponierte Covid-Fachpersonen im Gesundheitswesen seien in ihrem Berufsalltag dem Virus besonders exponiert, schreibt die SGNOR am Montag in einer Mitteilung.

Louvre: 72 Prozent weniger Besucher und 90 Millionen Verlust

Der Pariser Louvre verzeichnet für das Jahr 2020 einen Besucherrückgang von 72 Prozent. Damit ist die Zahl der Besucher von 9,6 Millionen im Jahr 2019 aufgrund der sechsmonatigen corona-bedingten Schliessung auf 2,7 Millionen gefallen.

Davon stammten rund 70 Prozent aus Frankreich, wie die Einrichtung bestätigte. Der Louvre wird gewöhnlich von einem Publikum besucht, das zu 75 Prozent aus dem nicht europäischen Ausland stammt, darunter vor allem aus Amerika und China.

Der Pariser Louvre verliert im Corona-Jahr 2020 90 Millionen Euro an Einnahmen. (Bild: Keystone)

Aufgrund der Reisebeschränkungen in Folge der Corona-Krise beschränkte sich 2020 der Teil der ausländischen Besucher auf Deutschland, den Niederlanden, Spanien, Grossbritannien und Italien. Die meisten Besucher zog die grosse Leonardo da Vinci-Ausstellung an, die bis zum 24. Februar 2020 zu sehen war. Wegen der Pandemie musste der Louvre ab 17. März schliessen. Insgesamt war das Museum 2020 rund sechs Monate geschlossen, davon knapp vier Monate im Frühling und zwei Monate im Winter.

Guide Michelin zeichnet Lokal in Marseille mit drei Sternen aus

Der Gastronomieführer Guide Michelin hat mitten in der Corona-Krise ein neues Spitzenrestaurant im Stammland Frankreich mit einem dritten Stern ausgezeichnet.

«AM» von Alexandre Mazzia bekam die Bestnote der Feinschmeckerbibel, wie deren Chef Gwendal Poullennec am Montag in Paris angekündigte. Die Vorstellung der Ausgabe für 2021 fand wegen der Corona-Beschränkungen ohne Publikum auf dem Pariser Eiffelturm statt und wurde über soziale Netzwerke übertragen.

Die Zahl der Edellokale mit drei Sternen in Frankreich und Monaco erhöht sich auf nunmehr 30. Herabstufungen blieben in der gastronomischen Topliga aus.

Corona-Justizfall Ischgl: Erste Verhandlung vor Gericht im April

Im Justizstreit um Corona-Ansteckungen im Tiroler Skiort Ischgl ist für April vor einem Wiener Gericht die erste mündliche Verhandlung angesetzt. Das teilte der Vorsitzende des Verbraucherschutzvereins (VSV) Peter Kolba am Montag mit.

Bis dahin würden weitere 100 Amtshaftungsklagen gegen die Republik Österreich eingereicht, so Kolba: «Wir sind für jahrelange Verfahren gerüstet, ob die Marke Ischgl jahrelangen Streit aushält, muss Tirol beurteilen.» Die Kläger wollen Schadenersatz. Bei der Verhandlung sollen auch Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz sowie zwei Minister als Zeugenaussagen.

Trotz Pandemie kein grosser Einbruch bei Organspenden

Im vergangenen Jahr haben 146 verstorbene Personen ein oder mehrere Organe gespendet, das sind elf weniger als im Vorjahr. 1457 Menschen warteten Ende 2020 noch auf ein lebensrettendes Organ.

Nach Angaben der Nationalen Stiftung für Organspende und Transplantation Swisstransplant erhielten 519 Personen mindestens ein Organ, 2019 waren es 582 Personen. Zu den verstorbenen Spendern kommen 83 Personen, die zu Lebzeiten beispielsweise einen Teil ihrer Nieren oder ihrer Leber spendeten. Aufgrund der Corona-Pandemie hat mussten Transplantationsprogramme teilweise komplett eingestellt werden.

Am häufigsten wurde eine Niere transplantiert, nämlich 196 Mal. 135 Personen erhielten eine Leber, 45 Mal wurde ein Herz und 44 Mal eine Lunge transplantiert. 21 Personen erhielten eine Bauchspeicheldrüse und eine Person einen Dünndarm.

BAG meldet 4703 neue Corona-Fälle

Das  BAG meldet 4703 neue Corona-Fälle in der Schweiz und in Liechtenstein seit Freitag. 121 weitere Menschen starben nach einer Infektion. 203 Menschen mussten wegen einer Corona-Erkrankung in den letzten drei Tagen ins Spital.

Die Positivitätsrate für die vergangenen zwei Wochen lag bei 13,2 Prozent. Im gleichen Zeitraum wurden pro 100’000 Einwohnerinnen und Einwohner 426,33 laborbestätigte Coronavirus-Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl R, die angibt, wie viele Personen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, lag am 8. Januar bei 0,81. Mehr dazu lesen Sie hier.

Baumeister: Planung und Aufträge trotz Homeoffice nicht verzögern

Bauprojekte sollen trotz Homeoffice in den öffentlichen Verwaltungen forciert geplant und Arbeiten rasch vergeben werden. Das fordert der Schweizerische Baumeisterverband, um den Verlust von Jobs zu verhindern. Denn die Arbeitsvorräte der Firmen seien abgearbeitet.

Der Baumeisterverband erinnert in einer Mitteilung vom Montag an den Lockdown im Frühjahr 2020. Das Planen, das Veröffentlichen von Ausschreibungen und auch das Erteilen von Baubewilligungen sei über Wochen hinweg eingeschränkt gewesen oder gar ganz eingestellt worden.

Mutiertes Virus in Bremgarten BE: 120 Schüler in Quarantäne

Zwei Schulkinder aus Bremgarten bei Bern BE sind nach der Rückkehr aus den Skiferien in Wengen BE positiv auf das mutierte Coronavirus aus Grossbritannien getestet worden. Nun sind alle Personen, welche in Kontakt zu den Kindern standen, in Quarantäne geschickt worden.

Wie der Bremgartener Gemeindepräsident Andreas Schwab am Montagmittag im «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF sagte, sind das 120 Schülerinnen und Schüler der Primarschule und des Kindergartens von Bremgarten. Auch die Familie der beiden Kinder und Kontaktpersonen der Familie befinden sich in Quarantäne.

(Symbolbild: Keystone)

Die genaue Zahl der insgesamt in Quarantäne geschickten Personen ist laut Schwab noch nicht bekannt. Am vergangenen Freitagnachmittag hatten die Gemeindebehörden vom positiven Coronatest der beiden Kinder erfahren. Sie gehen in die zweite und dritte Klasse.

Mehr dazu hier.

Corona-Warnapp erweist sich laut ersten Studien als wirksam
 

Die Swiss-Covid-App ist wirksam, so das Fazit der Experten. (Bild: Keystone)

Kontaktpersonen schnell warnen und das manuelle Contact-Tracing entlasten: Diese Vorteile zählt die Swiss-Covid-App. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Pandemiebekämpfung, wie Viktor von Wyl, UZH-Professor für Digital and Mobile Health, in einem Beitrag schreibt. Doch das digitale Hilfsmittel birgt auch einige Fallstricke.

Schweizer Forschende analysierten in mehreren Studien die Wirksamkeit der Swiss-Covid-App, die gegenwärtig über 1,8 Millionen Menschen nutzen.

Eine der Arbeiten basiert auf Personen, die durch das Contact-Tracing des Kantons Zürich als Kontakte von infizierten Personen identifiziert wurden. Dabei zeigte sich, dass Kontaktpersonen mit einem Ansteckungsrisiko ausserhalb des eigenen Haushaltes sich etwa einen Tag früher in Quarantäne begaben, wenn sie einen Alarm der App erhielten – im Vergleich zu Personen ohne Warnung. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Einblicke in den zweiter Schweizer Lockdown

Seit Montag um Mitternacht gelten in der Schweiz strengere Massnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie. Läden, die keine Güter des täglichen Bedarfs verkaufen, müssen schliessen. Es gilt eine Homeoffice-Pflicht, und höchstens noch fünf Personen dürfen sich treffen. Die neuen Massnahmen traten am Montag um Mitternacht in Kraft und gelten vorerst bis 28. Februar.

Im Gegensatz zum Lockdown im Frühjahr 2020 bleiben aber die Schulen offen, und in den Läden dürfen etwas mehr Waren verkauft werden. Der Verkaufsbereich des Warenhauses LOEB in Bern ist für Kundinnen und Kunden nur im Erd- und Untergeschoss zugängig. Verkäuferinnen und Verkäufer der Uhren- und Schmuckabteilung sind lediglich für Online-Bestellungen anwesend. Ihre Bereiche wurden mit mobilen Wänden abgesperrt.

(Video: Keystone-SDA)

WHO: Bisher erst 25 Impfdosen in armen Ländern gespritzt
Klagt die ungerechte Verteilung der Corona-Impfdosen an: Tedros Adhanom Ghebreyesus. (Bild: Keystone)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erneut die gewaltige Kluft bei den Corona-Impfungen zwischen den reichen und den armen Ländern scharf kritisiert.

Während in mindestens 49 wohlhabenden Staaten inzwischen 39 Millionen Dosen verabreicht worden seien, liege die Zahl der gespritzten Dosen in den armen Ländern bei gerade einmal 25, sagte der WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag zum Auftakt einer mehrtägigen Sitzung des WHO-Exekutivrates. «Ich muss unverblümt sagen: Die Welt steht am Rand eines katastrophalen moralischen Versagens.» Mehr dazu lesen Sie hier.

England lädt mit Über-70-Jährigen zweite Gruppe zum Impfen ein

In England sollen nun auch die Über-70-Jährigen sowie medizinisch besonders gefährdete Menschen eine Einladung zur Corona-Impfung erhalten.

Premierminister Boris Johnson bezeichnete die Einladung der mehr als fünf Millionen zählenden Gruppe am Montag als «signifikanten Meilenstein» im Kampf gegen die Pandemie.

Mehr als die Hälfte der Über-80-Jährigen in Grossbritannien haben nach Angaben der Regierung bereits ihre erste Impfdosis erhalten. Die übrigen sollen bei Terminen weiterhin Priorität geniessen, genauso wie Personal in Pflegeheimen oder medizinischen Berufen. Um die bestehenden Kapazitäten bestmöglich auszunutzen, solle aber bereits die nächste Gruppe für Termine kontaktiert werden. In einigen Regionen Englands haben bereits grosse Teile der Bevölkerung über 80 eine Impfung erhalten.

Oberste Lehrerin schlägt Maskenpflicht ab 5. Klasse vor

Für Schülerinnen und Schüler ist eine Maskenpflicht ab der fünften Klasse zumutbar. Das sagte Dagmar Rösler, die oberste Lehrerin der Schweiz, am Montagmorgen in den Nachrichten von Radio SRF.

Die Fälle an den Schulen wie aktuell in Oberwil BL würden zeigen, dass auch Kinder und Jugendliche von der Coronavirus-Pandemie betroffen seien, sagte die Präsidentin des Dachverbandes Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH). Handeln sei angezeigt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Japans Regierungschef hält an Olympia-Planung fest

Japans Regierungschef Yoshihide Suga hat ungeachtet der andauernden Corona-Pandemie seine Entschlossenheit zur Ausrichtung der Olympischen Spiele im Sommer in Tokio abermals bekräftigt.

In Japan wird mit der Olympia-Planung fortgefahren. (Bild: Keystone)

Die grosse Mehrheit der japanischen Bevölkerung ist laut jüngsten Umfragen allerdings dafür, dass die Spiele abgesagt oder erneut verschoben werden. Die Bedenken sind gerechtfertigt, denn inzwischen hat die Regierung für den Grossraum Tokio sowie weitere Präfekturen erneut den Notstand verhängt, weil die Zahlen der Neuinfektionen auf immer neue Höchstwerte gestiegen waren. Japan hat bisher mehr als 330’000 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt und rund 4500 Tote gemeldet. Mehr dazu lesen Sie hier.

Kultur-Neustart: Florenz öffnet wieder die Uffizien

Florenz feiert die Neueröffnung der «Loggia dei Lanzi» an der Piazza della Signoria. Der Arkadenbau, der zwischen 1376 und 1382 im gotischen Stil erbaut wurde und zum Museumskomplex der Uffizien gehört, ist seit Montag wieder offen.

Am Dienstag werden die ebenfalls zu den Uffizien gehörenden Boboli-Gärten Besuchern wieder zugänglich sein. Der 34 Hektar grosse Garten hinter dem Renaissance-Palast der Pitti zählt zu den beliebtesten Touristenzielen in Italien.

Homeoffice-Pflicht ist auf Strassen bemerkbar

Kaum noch Staus auf der A1, rund um Zürich und im Raum Bern: Die Homeoffice-Pflicht, die für Pendlerinnen und Pendler seit Montag gilt, macht sich im Strassenverkehr bemerkbar.

An neuralgischen Stellen, etwa am Gubrist bei Zürich, bei Härkingen SO oder auf der A6 bei Bern, hätten sich die Fahrzeuge am Morgen kaum gestaut, sagte Barbara Roelli vom Verkehrsinformationsdienst Viasuisse der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Kurze Staus hätten lediglich Pannen und Unfälle verursacht.

Fehlstart für Rekrutenschule im Homeoffice

Die Rekrutenschule im Homeoffice hat am Montag einen Fehlstart hingelegt. Die 40 Prozent der nicht in die Kasernen eingerückten angehenden Wehrleute konnten sich nicht ins System einloggen. Grund war ein technisches Problem.

Die Armee arbeitete am Morgen an einer Lösung. Über die Dauer der Störung liess sich zunächst nichts sagen. Im Learning Management System sei eine technische Störung aufgetreten, sagte Armeesprecher Stefan Hofer auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

 

Eigentlich sollt heute Montag die RS für zahlreiche Rekruten virtuell starten. Die hatten aber Probleme beim Einloggen. (Symbolbild: Keysotne)

Mit 60 Prozent der erwarteten 12’000 angehenden Soldatinnen und Soldaten sei aber das Gros eingerückt. Ausgebildet werden sie von rund 2800 Kadern. Sie alle würden am Montag oder am Dienstag in der sanitarischen Eintrittsmusterung auf das Coronavirus getestet, sagte Hofer. Die Armee sieht vor, dass alle ihre Angehörigen sich dem Test unterziehen, wenn sie mehr als fünf Tage Dienst leisten.

Studie zeigt erste Erfolge bei Israels Corona-Impfkampagne
In Israel konnte man mit der Impf-Kampgane gegen das Coronavirus erste Erfolge feiern. (Bild: Keystone)

Einen Monat nach Beginn der massiven Corona-Impfkampagne in Israel zeigen erste Studienergebnisse, dass das Vakzin die Zahl von Neuinfektionen deutlich senkt.

Bereits zwei Wochen nach der ersten Dosis des Biontech-Pifzer-Impfstoffs war die Zahl der positiven Corona-Tests bei über 60-Jährigen signifikant niedriger, wie eine Studie der grössten Krankenkasse des Landes ergab. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Griechenland wagt weitgehende Öffnung der Geschäfte

Nach monatelangem Lockdown haben in Griechenland die Geschäfte am Montag wieder geöffnet. Eine leichte Lockerung hatte es zuvor seit November nur über die Weihnachtsfeiertage gegeben.

Die Regierung in Athen begründet den Schritt mit der niedrigen Zahl der Neuinfektionen, appelliert aber die Bürger, sich weiterhin an die strengen Massnahmen zu halten. «Wenn die Regeln nicht eingehalten werden, haben wir keine andere Wahl, als die Geschäfte wieder zu schliessen», warnte Vize-Regierungschef Adonis Georgiadis im Fernsehsender Skai am Montagmorgen.

Werden Altersheim-Bewohner genügend geschützt?

Im Tessiner Balerna haben sich drei Viertel der Altersheimbewohner mit der Coronavirus-Mutation aus Grossbritannien angesteckt. Innert kürzester Zeit soll sich die hochansteckende Variante des Virus in der Residenz verbreitet haben.

Das lässt sorgen: Bisher war jeder zweite Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus vorgefallen. In diversen Kantonen sind es aber deutlich mehr: Unter anderem im Baselbiet, wo 80 Prozent der Corona-Todesfälle sich in Altersheimen ereigneten. Hinzu kommt die Dunkelziffer all derer, die zwar in einem Heim lebten, dann aber im Spital sterben, wie die «Basler Zeitung» berichtet. Trotz den hohen Zahlen haben der Bundesrat und die Kantone noch kein Testobligatorium für die Pflegekräfte in Altersheimen verfügt. Alles zum Thema lesen Sie hier.

USA 169’000 Neuinfektionen und mehr als 1700 Tote

In den USA ist die Zahl der Corona-Infektionen in den letzten 24 Stunden um mindestens 169’641 auf 23,9 Millionen gestiegen. Das berichtet die «New York Times».

Mindestens weitere 1730 Menschen starben zudem nach einer Erkrankung mit dem Virus. Insgesamt wurden bisher 397’612 Todesfälle notiert. Die USA weisen nach wie vor weltweit die höchsten Zahlen bei den Ansteckungen und Todesfällen auf.

Einreise nach Grossbritannien nur noch mit negativem Corona-Test

Für Reisen nach Grossbritannien ist seit Montagmorgen ein negativer Test vor der Einreise notwendig. Dieser darf nicht mehr als 72 Stunden zurückliegen, wie die britische Regierung in der vergangenen Woche mitgeteilt hatte. Trotzdem müssen sich Einreisende nach ihrer Ankunft in eine zehntägige Quarantäne begeben – egal, aus welchem Land sie kommen. Diese Selbstisolation kann frühestens ab dem fünften Tag durch einen weiteren negativen Corona-Test beendet werden. Die Regelung soll bis mindestens Mitte Februar gelten.

Die Regierung hat die Einreiseregeln verschärft, um sich effektiver vor der Einschleppung neuer Corona-Varianten aus anderen Ländern zu schützen. Für Brasilien, wo neue Varianten entdeckt wurden, und mehrere andere südamerikanische Länder sowie Portugal gilt sogar ein Einreiseverbot.

Australien will Grenzen für Reisende auch 2021 geschlossen halten

Australien wird seine Grenzen für internationalen Reiseverkehr voraussichtlich auch 2021 nicht öffnen. «Ich denke, das ist die grosse Frage. Aber ich glaube, die Antwort ist Nein», sagte der Chefmediziner der australischen Regierung, Brendan Murphy, am Montag. Selbst wenn ein grosser Teil der Bevölkerung gegen das Coronavirus geimpft sei, könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Geimpften es weiterhin an andere übertragen könnten. «Ich denke, dass es den grössten Teil dieses Jahres immer noch erhebliche Grenzbeschränkungen geben wird», so Murphy.

Vorerst dürfen auch 2021 keine ausländischen Touristen nach Australien reisen. (Bild: Keystone)

Das Land hat seine Landesgrenzen seit März 2020 geschlossen. Auch wegen dieser Massnahme ist Australien mit seinen 25 Millionen Einwohnern bislang vergleichsweise sehr glimpflich durch die Pandemie gekommen. Es wurden insgesamt bisher knapp 29 000 Infektionen verzeichnet, rund 900 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Das Leben ist vielerorts mittlerweile wieder relativ normal. Für zahlreiche Reiseunternehmen, Fluggesellschaften und Familien, die Angehörige im Ausland haben, seien die Pläne aber eine bittere Nachricht, so das Nachrichtenportal news.com.au.

Zahl der Corona-Toten in Israel steigt auf mehr als 4000

Die Zahl der Corona-Toten in Israel hat die Marke von 4000 überstiegen. Wie das Gesundheitsministerium am Montag mitteilte, starben seit Beginn der Pandemie bislang 4005 Menschen an oder mit einer Infektion. Binnen 24 Stunden seien zudem 5616 Neuinfektionen registriert worden, 9,1 Prozent der Tests seien positiv ausgefallen.

Zum Vergleich: Israel hat etwas mehr als neun Millionen Einwohner, Deutschland etwa neunmal so viele. Dort stieg die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, zuletzt auf 46 633. Binnen 24 Stunden wurden 7141 Neuinfektionen registriert. Israel gilt als sehr junges Land. Fast ein Drittel der Einwohner sind unter 16 Jahre alt.

Trump-Regierung behauptet erneut, Coronavirus stamme aus dem Labor

Die US-Regierung erneuert in den letzten Tagen ihrer Amtszeit die Vorwürfe gegen China, dass das Coronavirus aus dem Labor stamme. Dafür gebe es neue Beweise, so Aussenminister Mike Pompeo.

«Das Virus könnte auf natürliche Weise durch den Kontakt von Menschen mit infizierten Tieren entstanden sein und sich in einem Muster ausbreiten, das einer natürlichen Epidemie entspricht», heisst es. «Alternativ könnte ein Laborunfall einem natürlichen Ausbruch ähneln, wenn die anfängliche Exposition nur wenige Personen umfasste und durch eine asymptomatische Infektion verstärkt wurde.»

US-Aussenminister Mike Pompeo behauptet erneut, das Coronavirus stamme aus einem chinesischen Labor. (Bild: Keystone)

Peking halte «heute weiter entscheidende Informationen zurück, die die Wissenschaftler brauchen, um die Welt vor diesem tödlichen Virus und vor dem nächsten zu schützen», kritisierte Pompeo. Zudem wirft er den Chinesen vor, in besagtem Labor versteckte Militärforschung zu betreiben.

FIS-Renndirektor Waldner positiv getestet

FIS-Renndirektor Markus Waldner wird bei den Hahnenkamm-Rennen in dieser Woche in Kitzbühel nicht vor Ort sein. Der Südtiroler hat am Wochenende nach den zwei Weltcup-Slaloms in Flachau einen positiven Corona-Test abgeliefert und sich in Selbstisolation begeben.

Ist am Coronavirus erkrankt: FIS-Renndirektor Markus Waldner. (Bild: Keystone)

Nach dem positiven Befund sind alle Waldner nahestehenden Personen, vorab sein Mitarbeiterstab, ein weiteres Mal auf das Virus getestet worden. Die Ergebnisse sind negativ ausgefallen.

In Kitzbühel, wo zwei Abfahrten und ein Super-G im Programm stehen, wird Waldner durch seine Assistenten Emmanuel Couder und Hannes Trinkl vertreten.

Corona-Krise wirft Frankfurter Flughafen auf Niveau von 1984 zurück

Der Einbruch des Flugverkehrs durch die Corona-Pandemie hat den Frankfurter Flughafen 2020 im Passagiergeschäft deutlich zurückgeworfen. Das Passagieraufkommen habe mit knapp 18,8 Millionen Fluggästen 73,4 Prozent niedriger gelegen als im Rekordjahr 2019, teilte der Flughafenbetreiber Fraport am Montag in Frankfurt mit.

Das entspreche dem Niveau aus dem Jahr 1984. Im Dezember zählte Deutschlands grösster Flughafen rund 892 000 Passagiere und damit 81,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Deutlich besser lief es im Cargo-Geschäft. Im Dezember legte das Aufkommen an Fracht und Luftpost um 8,9 Prozent auf 182 568 Tonnen zu. Für das Gesamtjahr stand allerdings immer noch ein Rückgang von 8,5 Prozent auf gut 1,9 Millionen Tonnen zu Buche.

Weiterhin deutlich weniger Stelleninserate im Jahresvergleich

Die Lage am Schweizer Arbeitsmarkt bleibt angespannt – das zeigt auch die Entwicklung der Stelleninserate. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Minus weiterhin zweistellig, gegenüber der Jahresmitte 2020 hat sich die Situation allerdings klar verbessert.

Insgesamt nahmen die Stelleninserate im vierten Quartal 2020 in der Schweiz im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 15 Prozent ab, wie der am Montag veröffentlichte Swiss Job Market Index zeigt. Dieser wird vom Arbeitsvermittler Adecco in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich quartalsweise erhoben. Alles dazu lesen Sie hier.

Reproduktionszahl in der Schweiz auf 0,82 gesunken

Die Reproduktionszahl (R-Wert), die angibt, wie viele Menschen eine mit dem Coronavirus infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, ist in der Schweiz und in Liechtenstein auf 0,82 gesunken. Das meldet das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf seiner Internetseite.

Die am Sonntag aufgeschaltete Zahl bezieht sich auf den 7. Januar. Am Samstag war für den 6. Januar ein Wert von 0,83 gemeldet worden. Liegt die Reproduktionszahl (R-Wert) über 1, nimmt die Summe aller angesteckten Personen zu. Mehr dazu lesen Sie hier.

 
Der R-Wert in der Schweiz sinkt weiter. (Bild: Keystone)
«Völlig banalisiert»: Erneut volle Strände in Rio trotz Corona

Trotz weiter steigender Corona-Zahlen sind die Strände der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro voll. Dicht an dicht drängten sich die Besucher zwischen den bunten Sonnenschirmen an den weltberühmten Stränden von Copacabana und Ipanema, wie auf Fotos vom Sonntag zu sehen war.

Viele trugen keine Maske. Am Sonntag wurden die Strassen entlang der Strände von Copacabana, Ipanema und Leblon und der Park Aterro do Flamengo wieder für den Fahrzeugverkehr geschlossen und zu Freizeitgebieten für die Bewohner Rios umgewandelt. Der Januar ist in Brasilien Ferienzeit. Die Menschen hätten die Pandemie inzwischen «völlig banalisiert», zitierte das Nachrichtenportal «G1» die Wissenschaftlerin Chrystina Barros von der Bundesuniversität Rio de Janeiro angesichts der Bilder. «Es ist Sommer, also sind sie (der Einschränkungen) müde und die Anziehungskraft der Strände ist sehr gross. Leider geht’s nicht mehr. Wir sehen keine Möglichkeit zu glauben, dass wir das Gewissen der Menschen gewinnen können.»

Brasilien, ein Staat mit 210 Millionen Einwohnern, ist derzeit einer der Brennpunkte der Corona-Pandemie. Bislang haben sich in dem grössten Land Lateinamerikas rund 8,5 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Mehr als 209’000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Rio de Janeiro ist einer der am meisten betroffenen Bundesstaaten.

Zwei St. Moritzer Hotels unter Quarantäne gestellt
 

 Die Gäste zweier Hotels in St. Moritz wurden unter Corona-Quarantäne gestellt. (Bild: Keystone)

Das Gesundheitsamt des Kantons Graubünden stellt zwei Hotelbetriebe in St. Moritz unter Quarantäne, nachdem sich das mutierte Coronavirus dort gehäuft ausgebreitet hatte.

In beiden Hotels, die unter Quarantäne gestellt worden sind, ordnete das Gesundheitsamt Massentests an, wie die Staatskanzlei Graubünden am Montagmorgen bekanntgab. Darüber hinaus werden in St. Moritz die Schulen sowie die Skischulen bis auf weiteres geschlossen. Auf dem gesamten Gemeindegebiet besteht neu eine Maskentragpflicht. Alles dazu lesen Sie hier.

Die Schweiz ist im Lockdown

Ab heute, 18. Januar, ist die Schweiz im zweiten Lockdown der Corona-Pandemie. Der Bundesrat hat am vergangenen Mittwoch nicht nur die geltenden Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus um fünf Wochen verlängert: Mit einem erneuten Lockdown wurden weitere einschneidende Massnahmen beschlossen. Eine Übersicht über die Lage, was in der Schweiz ab heute, dem 18. Januar, noch möglich ist und was nicht, finden Sie hier.

Chinas Wirtschaft wächst 2020 um 2,3 Prozent

Trotz der Belastungen durch die Corona-Pandemie hat Chinas Wirtschaft im Jahr 2020 ein deutliches Wachstum geschafft. Wie das Pekinger Statistikamt am Montag mitteilte, wuchs die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt im letzten Jahr um 2,3 Prozent.

Die chinesische Wirtschaft wuchs 2020 um 2,3 Prozent. (Bild: Keystone)

Das Wachstum fiel damit grösser aus, als viele Analysten erwartet hatten. China ist damit laut Prognosen die einzige grosse Volkswirtschaft, die 2020 nicht geschrumpft ist.

Laut der offiziellen Zahlen hatte die Wirtschaft Chinas zuletzt weiter Fahrt aufgenommen. Nach einem Plus von 4,9 Prozent im dritten Quartal, legte sie im vierten Quartal um 6,5 Prozent im Vorjahresvergleich zu. Mehr dazu lesen Sie hier.

Slowakei verschärft Ausgangsbeschränkungen und beschliesst Massentests

Die Slowakei verschärft im Kampf gegen die Corona-Pandemie ihre Ausgangsbeschränkungen. Wie der populistisch-konservative Ministerpräsident Igor Matovic am Sonntagabend nach einer Sondersitzung der Regierung bekannt gab, werden schon ab diesem Montag wieder Corona-Massentests im ganzen Land durchgeführt. Danach werde auch der Weg zur Arbeit nur mehr mit einem negativen Corona-Test erlaubt sein. Bisher zählte der Weg zur Arbeit zu den wichtigsten Ausnahmen von einem grundsätzlichen Verbot, die eigene Wohnung zu verlassen.

Gesundheitsminister Marek Krajci konkretisierte, die «freiwillige» Testmöglichkeit werde bis 26. Januar bestehen. Die Verschärfung der Ausgangsbeschränkungen für Personen ohne negativen Corona-Test trete ab dem 27. Januar in Kraft und gelte vorerst bis 7. Februar.

Brasilien erteilt Sinovac und AstraZeneca Notfallzulassung

Nach der Notfallzulassung der Corona-Impfstoffe von Sinovac und AstraZeneca durch die Nationale Behörde für Gesundheitsüberwachung in Brasilien, Anvisa, ist die erste Brasilianerin geimpft worden. Dies ging aus einer Mitteilung der Regierung des Bundesstaates São Paulo am Sonntag hervor. Demnach bekam die Krankenschwester Mônica Calazans, 54, in dem Hospital das Clínicas in São Paulo den Impfstoff Coronavac des chinesischen Unternehmens Sinovac gespritzt, mit dem der Bundesstaat São Paulo ein Abkommen hat.

Fünf Direktoren der Anvisa hatten zuvor in einer live übertragenen, fünf Stunden dauernden Sitzung am Sonntag geschlossen für die Notfallzulassungen gestimmt. Von dem Impfstoff von Sinovac sind sechs Millionen Dosen verfügbar. Ein Versuch der brasilianischen Regierung, zwei Millionen Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca aus Indien zu holen, war am Freitag zunächst gescheitert. Der Gouverneur des Bundesstaates São Paulo, João Doria, kündigte in einer Pressekonferenz am Sonntag an, der Regierung mehr als 4,5 Millionen Dosen Coronavac zu liefern.

(Bild: Keystone)
15 Menschen an Katzen-Geburtstagsparty mit Corona infiziert

In Chile hat eine Geburtstagsparty für eine Katze einen Corona-Ausbruch verursacht. Das berichtet die chilenische Plattform «biobiochile». Der Vorfall habe sich in Santo Domingo zugetragen, einer kleinen Stadt am Meer in Zentralchile.

Eine Geburtstagsfeier für eine Katze sorgte in Chile dafür, dass sich 15 Personen mit dem Coronavirus ansteckten. (Symbolbild: Keystone)

ts vor einigen Monaten kam es zum Ausbruch. «Obwohl es unglaublich klingt und beinahe, als wäre es Fiktion, passieren diese Dinge in unserem Land», wird der örtliche Gesundheitsminister Francisco Álvarez zitiert. «Es gibt keinen Zweifel, dass die Leute mit allen möglichen Entschuldigungen aufwarten, um sich zu treffen.» Alles dazu lesen Sie hier.

Wasserwerfer und Schlagstöcke: Polizei in Amsterdam löst Kundgebung auf

Die niederländische Polizei hat am Sonntag in Amsterdam eine Demonstration gegen die Regierung aufgelöst und dabei auch Wasserwerfer, Hunde und Schlagstöcke eingesetzt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur ANP und des Senders NOS hatten sich trotz eines Verbots mehrere Hundert Menschen vor dem Reichsmuseum im Stadzentrum versammelt, unter dem Motto «Nie mehr für das Kabinett Rutte stimmen» sowie «Niederlande im Widerstand».

Auf einem Spruchband stand «Covid-Impfung = Gift», auf einem anderen «Trump». Nur wenige Demonstranten trugen Corona-Schutzmasken; der geforderte Mindestabstand von 1,5 Meter wurde meist ignoriert. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Am Sonntag hatten sich hunderte Holländer zu einer illegalen Kundgebung in Amsterdam eingefunden. (Bild: Keystone)

Gesundheitsmitarbeitende gründen Anti-Impfverband

In der Schweiz gibt es zwar keine Impf-Pflicht für Mitarbeitende im Gesundheitspersonal, dennoch haben sich nun Angestellte aus dem Gesundheitsbereich gegen diese Möglichkeit zusammengeschlossen.

Bund, Kantone und Berufsverbände sprachen sich mehrfach gegen ein Obligatorium aus. Curaviva rechnet damit, dass sich mittelfristig eine deutliche Mehrheit des Pflegepersonals freiwillig impfen lassen wird.

Dennoch bleibt die Skepsis gross. Mehr als 200 Impfverweigerer haben sich laut «Blick» über den Messengerdienst Telegram zusammengeschlossen, um einen Berufsverband zu bilden. Die meisten der Mitglieder würden im Gesundheitsbereich arbeiten und aus dem Umfeld der Corona-Skeptiker-Szene, wie die Zeitung berichtet. Alle Hintergründe lesen Sie hier.

Massentests in Wengen BE: 7 von knapp 1000 positiv

Bei den Massentests in Wengen BE ist das Coronavirus bislang bei sieben Personen nachgewiesen worden. Ob sie sich mit der britischen Virus-Variante infiziert haben, ist noch offen.

Die Tests befänden sich in der Sequenzierung, sagte Gundekar Giebel, Sprecher der bernischen Gesundheitsdirektion, am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Bis Samstagabend wurden demnach in Wengen 970 Personen getestet.

Am Montag wird in Lauterbrunnen ein zweites Testzentrum für die Gemeinde eröffnet, wie Giebel weiter bekanntgab. Der Kanton Bern hatte zu Beginn der vergangenen Woche beschlossen, die Testkapazitäten im Tourismusort hochzufahren.

Lockdown ab Mitternacht

In der Nacht auf Montag treten in der Schweiz neue Massnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie in Kraft. Läden, die keine Güter des täglichen Bedarfs verkaufen, müssen schliessen. Es gilt eine Homeoffice-Pflicht, und höchstens noch fünf Personen dürfen sich treffen.

Der Bundesrat beschloss die Massnahmen am vergangenen Mittwoch. Anlass waren weniger die aktuellen Fallzahlen als die neuen, stärker ansteckenden Virusvarianten, die aus Grossbritannien und Südafrika in die Schweiz gelangt sind. Es gehe darum, eine starke dritte Welle im Februar zu verhindern, sagte Gesundheitsminister Alain Berset. Mehr dazu lesen Sie hier.

Die Schweiz geht in der Nacht auf Montag in den zweiten Lockdown. (Bild: Keystone)

Corona-Ausbruch mit mutierter Variante in Belgien

In einem Altenheim Belgien sind zahlreiche Bewohner mit dem zuerst in England entdeckten mutierten Coronavirus infiziert worden. In dem Heim «De Groene Verte» in Merkem im Westen Flanderns seien 75 Menschen – zwei Drittel aller Bewohner – positiv auf den neuen Virustyp getestet worden, meldete die Nachrichtenagentur Belga am Sonntag.

Alle gesellschaftlichen Aktivitäten in der Gemeinde seien nun untersagt. Nur Schulen, Kitas und medizinische Dienste blieben geöffnet. Im übrigen Gebiet der Gemeinde stieg die Zahl der Fälle auf 53 an. «Der Ursprung des Ausbruchs ist noch unbekannt, aber wir sind jetzt bei der Kontaktnachverfolgung», sagte Bürgermeister Joris Hindryckx nach Angaben von Belga.

Nach wochenlangem Rückgang sind die täglichen Corona-Fallzahlen in Belgien zuletzt wieder deutlich gestiegen.

Wie die Corona-Lage in Irland eskalierte

Lange schien es, als habe Irland einfach alles richtig gemacht. «Das irische Volk, die irische Wissenschaft, die Regierung, sie alle haben ihren Teil beigetragen und es geschafft», lobte Michael Ryan von der Weltgesundheitsorganisation WHO. Bewundernd bis neidisch richteten sich noch Anfang Dezember die Augen auf den Inselstaat, während in vielen Ländern Europas die Corona-Infektionszahlen explodierten. Doch dann, ausgerechnet zu Weihnachten, der Wendepunkt: Die Kurve der Neuinfektionen in Irland schoss in die Höhe. Das alarmierte sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel, die ihrem Regierungssprecher zufolge die Lage im Land besorgt verfolgte. Aber: Was ist in Irland schief gegangen? Antworten finden Sie hier.

Reproduktionszahl in der Schweiz auf 0,83 gesunken

Die Reproduktionszahl (R-Wert), die angibt, wie viele Menschen eine mit dem Coronavirus infizierte Person im Durchschnitt ansteckt, ist in der Schweiz und in Liechtenstein auf 0,83 gesunken. Das meldet das Bundesamt für Gesundheit (BAG) auf seiner Internetseite.

Die Zahl bezieht sich auf den 6. Januar. Am Freitag war für den 5. Januar ein Wert von 0,84 gemeldet worden. Liegt die Reproduktionszahl (R-Wert) über 1, nimmt die Summe aller angesteckten Personen zu.

Die Schweiz verzeichnet erneut eine tiefere Reproduktionszahl. Der R-Wert sank mit Stand 6. Januar auf 0,83. (Bild: Keystone)

Einen R-Wert von über 1 vermeldete das BAG am Sonntag nur noch für den Kanton Obwalden. Unter 0,8 lag der Wert im Tessin, in Nidwalden und in Liechtenstein.

Kitzbühel-Rennen finden statt

Die Weltcup-Rennen Männer von kommendem Freitag bis Sonntag in Kitzbühel sollen planmässig stattfinden. Das teilte der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter mit.

Die Durchführung der 81. Hahnenkammrennen war wegen den im Bezirk Kitzbühel aufgetretenen Verdachtsfällen auf die britische Coronavirus-Mutation in Jochberg fraglich geworden. Mit PCR-Tests verschaffte man sich inzwischen einen Überblick über das Infektionsgeschehen. Es gebe keinen Verdacht auf weitere Fälle der Virus-Mutation, hiess es in einem Schreiben.

Nach der Absage der Lauberhornrennen waren zunächst für dieses Wochenende in Kitzbühel zwei Slaloms geplant gewesen, die dann nach Flachau verlegt wurden. Am kommenden Wochenende stehen zwei Abfahrten sowie ein Super-G auf dem Programm. Zwar wurde der Lockdown in Österreich wegen der Corona-Pandemie bis mindestens 7. Februar verlängert, Spitzensportveranstaltungen dürfen aber weiterhin ohne Publikum stattfinden.

Schweiz auf Moderna-Impflieferlisten in Spitzengruppe

Der Europa-Chef der Biotechfirma Moderna versteht die Kritik an der Beschaffungsstrategie des Bundesrates für Impfstoffe gegen das Coronavirus nicht. Anfangs Januar war Kritik laut geworden, der Bund habe zu spät und zu wenig Impfdosen bestellt. Die Landesregierung habe das prima jedoch gelöst und müsse sich keine Vorwürfe gefallen lassen, findet Dan Staner.

Die Schweiz werde laut einer Meldung vom «SonntagsBlick» im ersten Halbjahr 2021 bei der Versorgung ihrer Bevölkerung mit dem Coronavirus-Impfstoffen von Moderna in der internationalen Spitzengruppe liegen. (Foto: Keystone)

«Die Schweiz hat auf die richtigen Pferde gesetzt. Mit Moderna und Pfizer/Biontech sind zwei Impfstoffe auf dem Markt, die bereits im Einsatz stehen», sagte Staner in einem Interview mit dem «Sonntagsblick». Alles dazu lesen Sie hier.

Zwei Corona-Fälle bei Milan

Der Serie-A-Leader AC Milan muss bis auf weiteres ohne Hakan Calhanoglu und Theo Hernandez auskommen. Der türkische Spielmacher und der französische Aussenverteidiger wurden positiv auf Corona getestet.

Die Tests seien am Samstag bei der gesamten Mannschaft gemacht worden, teilten die Rossoneri mit. Calhanoglu und Hernandez hätten keine Symptome gezeigt und befänden sich in häuslicher Quarantäne. Bei Napoli schlug derweil ein Test bei Fabian Ruiz an.

Jonas Schelker nun doch an der WM

Die Schweizer Handballer erhalten an der WM in Ägypten Verstärkung. Jonas Schelker ist am Sonntag nachgereist. Der 21-jährige Regisseur musste zunächst in der Schweiz bleiben, nachdem er am Mittwoch positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Zwei weitere Tests am Donnerstag und Samstag fielen nun negativ aus, sodass er die Kriterien des Weltverbandes IHF erfüllt. Schelker flog von München direkt nach Kairo. Am Montag bekommen es die Schweizer im letzten Vorrundenspiel mit dem sechsfachen Weltmeister Frankreich zu tun.

500 Tessiner Schüler müssen in Quarantäne
Fertig Präsenzunterricht: An einer Tessiner Schule müssen alle 500 Schülerinnen und Schüler in Quarantäne. (Bild: Keystone)

Nachdem die britische Corona-Mutation in einer Mittelschule in Morbio Inferiore im Kanton Tessin nachgewiesen wurde, muss die ganze Schule in Quarantäne. Dies teilt der Kanton Tessin mit.

Namentlich wurden 13 Personen positiv auf das Coronavirus getestet, zwei davon waren an der britischen Mutation erkrankt. Insgesamt 500 Schülerinnen und Schüler sowie 70 Lehrpersonen müssen per sofort in Quarantäne. Bis zum 29. Januar wird nun im Fernunterricht gelehrt und gelernt.

Die Schule befindet sich nicht weit von Balerna entfernt, wo im Tessin in einem Pflegeheim am vergangenen Donnerstag erstmals die britische Virusvariante bestätigt worden war. Als Vorsichtsmassnahme beschloss der Tessiner Staatsrat, im Bezirk Mendrisio alle sportlichen Aktivitäten mit Körperkontakt sowie in Innenräumen für Kinder bis 16 Jahre zu verbieten.

Österreich verschärft Massnahmen

Bundeskanzler Sebastian Kurz tritt am Sonntag vor die Medien: «Die Virus-Mutation aus Grossbritannien und Südafrika verschärfen für uns die Situation noch einmal deutlich.» Die Situation sei für viele schwierig. Die Einschränkungen und auch die Ungewissheit würde alle an den Rat der Belastungsgrenze führen.

Wegen der mutierten Coronavirus-Situation wird der Lockdown in Österreich verschärft. (Bild: Keystone)

«Wir haben noch zwei bis drei harte Monate vor uns», so Kurz. Man wolle verhindern, dass die Ansteckungszahlen wie in Irland oder Grossbritannien explosionsartig ansteigen. «Viele wollen mutig einen Öffnungsschritt wagen. In diesem Fall wäre das nicht mutig, sondern fahrlässig.» Südtirol kehre heute nach zehn Tagen in den vollständigen Lockdown zurück. Öffnungen für wenige Tage bringe auch niemanden weiter. Deshalb habe die Regierung mit den Experten entschieden, dass aufgrund der höheren Ansteckungsgefahr die Regeln verschärft werden. So müssen weitere Abstände eingehalten, eine Pflicht für FFP2-Masken eingeführt, die Ausgangssperren verlängert sowie eine Home-Office-Pficht eingeführt. Gastronomische und touristische Betrieben können in Österreich zumindest bis Ende Februar nicht öffnen.

Trotz der schwierigen Planbarkeit will der Kanzler vorausschauen und mit der Bevölkerung die Analysen, die der Politik vorliegen, teilen. Kurz versichert: «Bis Sommer wird sich die Situation auf jeden Fall normalisieren». Weiter würde eine Überlastung der Spitäler auch bei höheren Fallzahlen vermeidbar werden. Mit der aktuellen Situation und den aktuell zugelassen Impfstoffen im Land könne man allen Risikopatienten bis spätestens Mai geimpft haben.

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Beatmung unterbrochen: Corona-Patient in Israel gestorben

Ein 47-jähriger Corona-Intensivpatient ist in Israel gestorben, nachdem die Verbindung mit seinem Beatmungsgerät unterbrochen wurde, ohne dass das medizinische Personal dies bemerkte. Das Ichilov-Krankenhaus in Tel Aviv begründete dies am Sonntag mit sehr hoher Arbeitsbelastung. «Der Beatmungsschlauch hatte sich abgetrennt», sagte ein Sprecher. «Angesichts einer grossen Menge gleichzeitiger Alarme auf der Intensivstation war das Team mit der Behandlung anderer Fälle beschäftigt und hat dies erst nach einigen Minuten bemerkt».

Weil das Spitalpersonal überlastet war, merkte es in Israel nicht, als die Beatmung eines Patienten ausfiel. (Symbolbild: Keystone)

Der Mann hatte fünf Kinder. Die Klinik will nun die Zahl der Betten auf der Corona-Station verringern und mehr Personal einsetzen. Israel hat gegenwärtig mit der heftigsten Erkrankungswelle seit Beginn der Pandemie zu kämpfen. Die Zahl der Neuinfektionen lag zuletzt bei mehr als 8000 bis 9000 am Tag. Insgesamt wurden bisher nach Angaben des Gesundheitsministeriums bei mehr als 543 000 Menschen eine Corona-Infektion nachgewiesen. 3959 starben. Israel hat etwas mehr als neun Millionen Einwohner.

Was hat es mit den FFP2-Masken auf sich?

Immer mehr Länder und Regionen greifen auf die FFP-2-Masken zurück. Alles rund um die Hochsicherheitsmasken. Alles dazu lesen Sie hier.

Österreich plant Verlängerung des harten Lockdowns

Österreich soll seinen harten Lockdown um zwei weitere Wochen bis zum 7. Februar verlängern, wie die Nachrichtenagentur APA Samstagabend aus Verhandlerkreisen erfuhr. Handel und Gastronomie blieben demnach weiter geschlossen, Schulen bieten weiter Distanzunterricht an.

Aufgrund der mittlerweile auch in Österreich festgestellten und wohl ansteckenderen Virus-Mutation aus Grossbritannien haben Experten eindringlich vor zu frühen Öffnungsschritten gewarnt. Bundeskanzler Sebastian Kurz kündigte für Sonntagvormittag eine Pressekonferenz an.

Taskforce-Tanner fordert mehr Massnahmen an Schulen

Wegen des Auftretens der viel ansteckenderen Coronavirus-Mutationen in der Schweiz sollte an Primarschulen mehr getestet werden. Ältere Schüler sollten wieder in den Fernunterricht. Das fordert der Epidemiologe Marcel Tanner von der Covid-Taskforce des Bundes.

Bisher gebe es zwar kaum grössere Ausbrüche in Schulen. Und es sei noch unklar, wie stark die Übertragung von der Schule in die Gesellschaft gehe oder umgekehrt, sagte Tanner in einem Interview mit der «Sonntagszeitung».

Gesichert sei jedoch, dass sich Jugendliche genauso infizieren wie Erwachsene. Und eine neue Untersuchung in Genf zeige, dass auch jüngere Kinder eine etwa gleich hohe Infektionsrate haben wie die Erwachsenen in ihrer Umgebung.

Deutsche Bahn prüft FFP2-Maskenpflicht

Die Deutsche Bahn prüft einem Zeitungsbericht zufolge die Einführung einer FFP2-Maskenpflicht in ihren Regional- und Fernzügen. Demnach seien bis April bereits vorsorglich zehn Millionen Masken bei Herstellern bestellt worden, wie die «Bild am Sonntag» unter Berufung auf einen internen Bericht schreibt.

Bisher gilt in den Zügen der Deutschen Bahn nur die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. FFP2-Masken sind dichter als herkömmliche Mund-Nase-Masken und bieten daher mehr Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus.

Eine Mitarbeiterin einer Apotheke mit FFP2-Maske. (Bild: Keystone)
Grossdemonstration von Schutz-Gegnern in Wien

Rund 10’000 Menschen, darunter viele aus der rechten Szene, haben am Samstag in Wien gegen die Massnahmen der österreichischen Regierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie demonstriert.

Die Polizei Wien teilte mit, dass es bis zum frühen Abend fünf Festnahmen gab. Zudem wurden zahlreiche Teilnehmer angezeigt, weil sie sich etwa nicht an Abstandsregelungen gehalten und keinen Mund-Nasen-Schutz getragen haben.

Auch der FC Luzern muss in Quarantäne

Nach Servette muss mit dem FC Luzern eine zweite Super-League-Mannschaft in Quarantäne. Bei einer zweiten Corona-Testserie ergaben sich weitere positive Fälle, nachdem bereits zu Beginn der Woche vier Luzerner Spieler positiv getestet worden waren.

Nach den Tests am Samstag wurde in Absprache mit dem zuständigen Kantonsarzt entschieden, auch den nicht positiv getesteten Teammitgliedern eine häusliche Quarantäne zu verordnen. Die positiv getesteten Spieler befinden sich in Isolation.

Wie bereits für Servette, das sich seit Freitag in Quarantäne befindet, wird sich damit auch für Luzern die Wiederaufnahme der Meisterschaft verzögern. Die verordnete Quarantäne dauert zehn Tage. Damit dürften die Partien gegen Lugano (am Sonntag, 24. Januar) und in St. Gallen (am Mittwoch 27. Januar) verschoben werden.

Die Partien von Servette wurden bereits offiziell verschoben. Sie betreffen die gleichen Gegner: St. Gallen (am Sonntag, 24. Januar) und Lugano (am Donnerstag, 28. Januar).

Zakopane übernimmt für Peking

Zakopane wird am Wochenende vom 13. und 14. Februar die Weltcup-Skispringen von Peking übernehmen. Die Olympia-Hauptprobe war wegen der Coronavirus-Krise abgesagt worden.

Shoppingfans stürmen Zürcher Läden am letzten offenen Tag vor dem Lockdown

Ab Montag ist Schluss mit Shopping. Wegen der Corona-Pandemie muss ein Grossteil der Läden in der Zürcher Innenstadt für sechs Wochen schliessen. Am letzten Shoppingtag vor dem Lockdown war die Zürcher Innenstadt darum trotz kalten Temperaturen besonders voll. Vor einigen Läden bildeten sich lange Schlangen. Am längsten waren die Schlangen einmal mehr bei Luxusmarken wie Louis Vuitton oder Chanel. Viele Läden boten zusätzliche Lockdown-Rabatte.

(Video: Keystone-SDA)

Schottland macht Arbeit im Homeoffice – wo möglich – verpflichtend

In Schottland ist das Arbeiten im Homeoffice – soweit die Tätigkeit es zulässt – seit Samstag verpflichtend. «Unter den aktuellen Regeln brauchen Sie eine ernsthafte Entschuldigung, Ihr Zuhause zu verlassen. Arbeit zählt nur dazu, wenn sie nicht von zuhause aus erledigt werden kann», heisst es in einer Verschärfung der Corona-Massnahmen der schottischen Regierung, die am Samstag in Kraft getreten ist. Schottische Arbeitgeber sind demnach gesetzlich dazu verpflichtet, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die Ausbreitung des Coronavirus zu minimieren. Dazu gehöre es, Beschäftigte ins Homeoffice zu schicken, wenn ihre Tätigkeiten dies zuliessen. Von zuhause aus zu arbeiten, müsse der Standard sein.

In Deutschland fordern unter anderem die Grünen, das Arbeiten im Homeoffice für Bürojobs verpflichtend in den Corona-Verordnungen festzuschreiben. Die Kritiker argumentieren, der Staat schränke private Treffen rigoros ein, lasse am Arbeitsplatz aber viele Kontakte zu und beschränke sich auf Appelle. Umfragen zufolge gehen trotz der extrem angespannten Infektionslage noch immer deutlich mehr Menschen täglich ins Büro als im ersten Lockdown im Frühjahr.

Frankreich zieht nächtliche Ausgangssperre vor

Franzosen müssen sich beim abendlichen Einkaufen beeilen: Im ganzen Land gilt wegen der Corona-Krise ab Samstag eine nächtliche Ausgangssperre bereits von 18 Uhr an. Auch Geschäfte müssen dann schliessen. Bei Verstössen drohen Geldstrafen und im schlimmsten Fall auch Haftstrafen, wie das Innenministerium mitteilte.

Premierminister Jean Castex hatte am Donnerstag angekündigt, dass die Regelung mindestens 15 Tage für das Festland gelten solle.

Zuvor war das ursprünglich von 20 Uhr bis 6 Uhr geltende Ausgehverbot bereits in einzelnen besonders betroffenen Départements des Landes vorverlegt worden. Den Menschen ist es während dieser Zeit nicht mehr gestattet, spazieren zu gehen, Sport zu treiben oder einzukaufen. Sie dürfen aber zum Beispiel zur Arbeit fahren oder wegen zwingender familiärer Gründe vor die Türe gehen.

Die Pandemie hat Frankreich mit seinen rund 67 Millionen Menschen schwer getroffen. Rund 70’000 Bürger starben im Zusammenhang mit einer Infektion.

Ab 18 Uhr muss man zu Hause sein: Frankreich verhängt kurzfristig eine Ausgangssperre, die ab Samstagabend gilt. (Bild: Keystone)
Pieksen in der Kirche: Englische Kathedralen werden zu Impfzentren

In England sind die ersten Menschen in Kirchen gegen das Coronavirus geimpft worden. In der Kathedrale im nordenglischen Lichfield haben die Impfungen in der ungewöhnlichen Kulisse bereits am Freitag begonnen, in der berühmten Kathedrale in Salisbury in Südengland sollte ab Samstag zu den Klängen der Orgel gepikst werden. In den meisten Regionen finden Gottesdienste derzeit nur online statt, sodass die Gotteshäuser, die teilweise viel Platz bieten, leer stehen.

Der Abgeordnete von Lichfield, Michael Fabricant, bezeichnete die Kirche seiner Stadt, vor der am Freitag bereits viele Senioren Schlange standen, auf Twitter als «glamourösestes Impfzentrum Grossbritanniens». Der Dekan der Kirche, Adrian Dorber, sagte der Nachrichtenagentur PA: «Ich hoffe, es ist ein Symbol dafür, wie Gemeinden gemeinsam helfen können, diesen grossartigen Impfstoff zu verteilen.»

Der in Grossbritannien bereits zugelassene Impfstoff der Universität Oxford und des Pharmakonzerns Astrazeneca kann bei Kühlschranktemperaturen transportiert und gelagert werden und so einfacher auch ausserhalb von Krankenhäusern und speziell ausgestatteten Impfzentren zum Einsatz kommen. Auch in Apotheken und Hausarztpraxen finden bereits Impfungen damit statt.

In der mehr als 800 Jahren Kathedrale in Salisbury kam auch der Biontech/Pfizer-Impfstoff zum Einsatz. Der 88 Jahre alte Geistliche Graham Turner, der seinen Piks im Talar zu Orgelmusik bekam, bezeichnete die Impfung als «Klacks». Es sei so eine Erleichterung, geimpft zu werden, wenn man jeden Abend im Fernsehen den Horror sehe, den Menschen aufgrund der Pandemie durchleben müssten. «Ich bin sehr glücklich, sie bekommen zu haben.»

Wird zum Impfzentrum: In der Kathedrale im südenglischen Salisbury wird ab Samstag zu Orgelklängen. (Archivbild: Keystone)
Iran beginnt mit Massenimpfung gegen Corona im März

Der Iran wird nach Angaben von Präsident Hassan Ruhani im März mit der Massenimpfung gegen Corona beginnen. «Wir werden mit der Impfung vor dem Ende des (persischen) Jahres (20. März) beginnen. (…) Priorität haben zunächst Ärzte und Pfleger», sagte Ruhani am Samstag. Im neuen persischen Jahr sollen dann Ruhani zufolge die Impfungen nach und nach ausgeweitet werden. Dabei wolle das Land sowohl iranische als auch exportierte Impfstoffe, vor allem das Vakzin «Pasteur», einsetzen, so der Präsident im Staatsfernsehen.

Zu dem Impfstoff «Pasteur» nannte Ruhani keine weiteren Details. Angeblich handelt es sich dabei um ein iranisch-kubanisches Vakzin. Das Aussenministerium in Havana hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, Kuba werde seinen Corona-Impfstoff Soberana 02 zum Teil im Iran testen. Teheran hat eine solche Zusammenarbeit mit Kuba bestätigt. In Kuba haben sich bisher nur wenige Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, was eine Überprüfung der Wirksamkeit eines Impfstoffes schwierig macht. Der Iran mit seinen fast 83 Millionen Einwohnern liegt mit fast 1,3 Millionen nachgewiesenen Infektionen weltweit an 15. Stelle. Zudem gab es seit dem Ausbruch der Pandemie vor fast einem Jahr mehr als 56’000 Corona-Tote.

Bund und Kantone tauschen sich über Lage aus

Der Bundesrat hat sich am Samstag online mit den kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren über die Lage in der Corona-Pandemie ausgetauscht. Insbesondere soll nun das Impfen beschleunigt werden.

Die gemeinsame Beurteilung ist, dass die getroffenen Massnahmen aufgrund der beunruhigenden Verbreitung der Mutation nötig sind, wie Tobias Bär, Kommunikationsverantwortlicher der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) sowie Peter Lauener, Sprecher des Innendepartements, auf Anfrage bekannt gaben.

Gleichzeitig sei die zentrale Bedeutung unterstrichen worden, die Impfungen jetzt mit den nun zunehmend verfügbaren Impfdosen zu beschleunigen. Auch das Testen solle verstärkt werden, um die Bekämpfung von Ausbrüchen beispielsweise in Pflegeheimen, in Schulen oder anderen exponierten Orten unterstützen zu können.

Entscheidend sei, dass die Bevölkerung mit Überzeugung bereit sei, die Massnahmen mitzutragen und sich in den nächsten Wochen und Monaten auch impfen zu lassen.

Amherd: Skigebiete müssen möglicherweise schliessen
Hält es für möglich, dass die Schweizer Skigebiete doch noch schliessen müssen: Bundesrätin Viola Amherd. (Bild: Keystone)

Bundesrätin Viola Amherd schliesst nicht aus, dass die Schweizer Skigebiete wegen der Corona-Pandemie doch noch zu machen müssen. «Auf einer Skipiste ist man an der frischen Luft. Im Moment ist es richtig, dass sie offen sind, aber wir müssen flexibel sein», sagt die Bundesrätin in einem Interview mit Watson. «Je nach Entwicklung könnte eine Schliessung nötig werden. Das Virus gibt den Takt vor, nicht die Politik. Es ist kaum möglich, langfristig zu planen.»

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