Featured Video Play Icon
Der Telebasel Glam Beitrag vom 15. Januar 2021.
Basel

«Ich habe auch meine depressiven Phasen»

Corona setzt der Kunst- und Kulturszene heftig zu. Auch um die Schweizer Musikszene ist es still geworden. Für Anna Rossinelli eine zermürbende Situation.

In der Schweizer Musikszene ist es still geworden. Seit rund einem Jahr legt Corona Kunst und Kultur praktisch lahm. An Live-Auftritte vor grossem Publikum ist zur Zeit nicht zu denken. Diese Situation ist gerade für kleinere und unbekanntere Musiker prekär. Viele stehen vor dem Aus. Viele fühlen sich vergessen und im Stich gelassen, wie Telebasel in zahlreichen Interviews erfahren hat.

«Ich bin müde und das Thema Corona leid»

Nicht unbekannt, aber dennoch besorgt ist auch Anna Rossinelli. Auch das Leben von ihr und ihren zwei Bandkollegen Manuel Meise und Georg Dillier wurde durch Corona komplett auf den Kopf gestellt «Ich fühle mich arbeitslos, meiner Tätigkeit entzogen. Teilweise gibt es ja auch ein Singverbot, das ist völlig unlogisch», so die Basler Sängerin zu Glam. Sie sei das Thema Corona leid und vermisse die Musik, die Bühne und die Fans.

Die Spitze des Eisberges

Nicht nur Musiker selbst, sondern vor allem Crewmitglieder, wie Techniker und ähnliches seien die Leidtragenden. Die aktuelle Situation sei «nur» die Spitze des Eisberges. «Viele Konzertlokale werden eingehen. Die können sich das nicht leisten, dass ein Jahr kein Geld reinkommt», so die 33-Jährige.

«Ich habe auch meine depressiven Phasen»

Auch der Sängerin und ihrer Band geht die Situation an die Substanz. «Eine Schlagzeile jagt die andere, das setzt einem zu. Ich glaube uns allen geht es im Moment nicht gut. Auch ich habe meine depressiven Phasen, Tage an denen ich traurig und lustlos bin. Ich finde es auch schwierig, mich immer wieder aufzuraffen», so Rossinelli.

«Wir wollen am Ball bleiben»

Gemeinsam mit ihrer Band will sie diese schwierige Zeit stemmen. «Uns ist es wichtig, dass wir uns zwei bis dreimal die Woche treffen, damit wir das Gefühl von Austausch und einer Band haben.»

Die freie Zeit nutze das Trio um viele neue Songs zu schreiben. «Wir wissen schon nicht mehr, welche Songs gut und schlecht sind. Wir machen weiter und irgendwann wird man hoffentlich wieder etwas von uns hören», sagt Anna Rossinelli.

1 Kommentar

  1. Liebe Anna
    Lebe Musiker
    Liebe Techniker
    Wir durchqueren eine sehr intensive schwierige Zeit und das seit einem Jahr.
    Immer wieder müssen wir tief durchatmen und uns wieder aufbauen. Auch dürfen wir uns nicht umarmen und trösten. Auch ich bin betroffen, die Fitnesscenter sind zu…….
    Ich mache mir echt Sorgen, um uns Menschen.
    Auf alles was wir brauchen müssen wir verzichten.
    Für mich hat auch die Musik einen sehr hohen Stellenwert für unsere Gesundheit. Musik zum relexen, ausflippen oder träumen ….
    Aber wir kennen ja das alles selber, darum möchte ich euch alle Motivieren.
    Idee 🎼🎵🎶🎤🎷🎻🎺🎹🎸 🔊
    Bestimmt kennt ihr das Lied
    we are the Word
    Tut euch zusammen und Komponiert so einen Song, sollte auch technisch möglich sein.
    Dieser Song könnte uns alle zu aufstehen helfen und die Interpreten würden in die Geschichte gehen.
    Liebe Anna
    Liebe Menschen
    Ich wünsche dir / euch Gesundheit und viel Liebe
    LG TinaReport

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel