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Der Telebasel News-Beitrag vom 13. Januar 2021 (Video: Telebasel)
Basel

UKBB und Kanton verkleinern Parking-Projekt

Seit mehr als zwei Jahren sorgt das geplante Parking beim Kinderspital für rote Köpfe. Heute erschienen redimensionierte Pläne. Ein Kompromiss für die Gegner?

Unter dem Tschudi-Park, der direkt neben dem Kinderspital und dem St. Johanns-Schulhaus liegt, soll ein Parking gebaut werden. Das Projekt wurde bereits vor mehr als zwei Jahren öffentlich und stiess auf harte Kritik. Die Gegner lancierten eine Petition gegen den Bau des Parkings und die Pläne wurden überarbeitet. Heute stellten das Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) Basel-Stadt und das UKBB die redimensionierten Pläne vor.

Weniger Parkplätze und mehr Grünflächen

Die Petition erreichte in kürzester Zeit fast 3’600 Unterschriften. Sie verlangte, dass auf den Bau eines Parkings beim Tschudi-Park, oft auch Tschudi-Matte genannt, verzichtet werden sollte. Im Dezember 2018 hat der Grosse Rat die Petition der Petitionskommission zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. Die Pläne wurden im Anschluss nochmals überarbeitet.

Anstatt 350 Parkplätze auf drei Geschossen sollen es jetzt nur noch 230 Parkplätze auf zwei Geschossen werden. Weiter soll die Bauzeit auf 18 Monate verkürzt werden. «Ein Teil der Parkplätze wird den Anwohnerinnen und Anwohnern zur Verfügung stehen. An der Oberfläche werden dafür Parkplätze reduziert und insgesamt gibt es mehr Grün- und Freiräume für das Quartier», erklärte BVD-Vorsteher Hans-Peter Wessels gegenüber Telebasel.

Gegner: Baulärm würde Schulhaus-Betrieb stören

Renato Mösch und Jutta Mata sind Teil des Komitees «Kein Parkhaus unter dem Tschudi-Park». Ihre Kinder gehen ins St. Johanns-Schulhaus, das direkt neben dem Tschudi-Park liegt.

Seit mehr als zwei Jahren kämpfen sie gegen den Bau eines Parkings, dies aus diversen Gründen. In der Nähe gebe es genügend andere Parkalternativen, so zum Beispiel das City-Parking, welches laut Renato Mösch nicht stark ausgelastet sei. Ein weiteres Problem: Für den Bau müsste der Spielplatz vor dem Schulhaus aufgerissen werden. Ebenfalls würde der Baulärm der Konzentration der Schüler schaden. Vor allem schlechtere Schüler würden darunter stark leiden, so Jutta Mata.

Wie Marco Fischer, CEO UKBB, gegenüber Telebasel sagt, habe man dieses Problem bereits erkannt und erarbeite dazu Lösungen: «Die Bauphasen könnten erfolgen, wenn wenig in der Schule los ist, zum Beispiel in den Ferienzeiten. Weiter könnte der Bau gestoppt werden, wenn in der Schule Prüfungen abgenommen werden müssen».

Gegner wollen keine Alternativen und erheben Einspruch

«Es ist für uns irrelevant, wie das Parkhaus aussieht. Es geht darum, dass das Parkhaus aus unserer Sicht unnötig ist», betont Jutta Mata. «Es gibt alternative Parkplätze und alternative Baupläne, wo auch Platz dafür wäre», so Mata weiter. Ausserdem sehe das Komitee keinen Grund, in die einzige grüne Oase, die das Gebiet noch zu bieten habe, einzugreifen. Wie das Komitee gegenüber Telebasel mitteilt, werde man Einspruch erheben.

Das Projekt, welches vom Kinderspital finanziert würde, soll rund 16 Millionen Franken kosten. Je nach Dauer des des politischen Prozesses erfolgt der Baustart nicht vor dem Jahr 2023. Einsprachen können noch bis zum 12. Februar 2021 erhoben werden. Später braucht es dann noch einen Parlamentsentscheid.

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