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Der Telebasel Glam Beitrag vom 14. Januar 2021.
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Ehemaliger Schauspielstar widmet sich jetzt der Musik

Mit dem Dokumentarfilm «Electroboy» über sein Leben wurde der Schweizer Florian Burkhardt bekannt. Nun wagt der 46-Jährige einen musikalischen Neubeginn.

Florian Burkhardt: Er war ein international gefragtes Topmodel, lief schon für Grössen wie Gucci und Dolce & Gabbana über den Laufsteg, war Schauspieler, Partyveranstalter und Autor. Jetzt wagt er einen musikalischen Neubeginn: Der einstige «Electroboy» wird nun Sänger und Songwriter. Am 15. Januar erscheint sein erstes Album «Backstage».

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«Ich habe mich als Mensch immer weniger in dieser Figur gesehen»

Mit dem Dokumentarfilm «Electroboy», in dem sein Leben gezeigt wird, erlangt er einen grossen Bekanntheitsgrad. Plötzlich hatten alle ein Bild von ihm und eine gewisse Vorstellung darüber, wer er wirklich ist. Ein Bild, welches seiner Persönlichkeit im Grunde aber gar nicht entsprach, wie er im Gespräch erzählt: «Der Film ist sehr unterhaltsam und deshalb war er auch so erfolgreich. Es ist ein Dokumentarfilm, der aber wie ein Spielfilm funktioniert.

Der Regisseur hat sich erlaubt, nur gewisse Teile aus meinem Leben zu nehmen. So wurde eine Narrative generiert, die eigentlich nicht stimmt. Es ist nichts gelogen, aber die wichtigen Infos haben gefehlt. Ich war eine Werbefigur für den Film und habe mich schlussendlich als Mensch immer weniger in dieser Figur gesehen. Dann kam der entscheidende Rückzug von dieser Figur, ich musste es abschliessen und mich von Electroboy verabschieden. Im Grunde habe ich mich von dieser Show verabschiedet. So habe ich mich dann auch für den Namen meines Albums entschieden. Im Backstagebereich sitze ich nämlich mit meiner Gitarre und lasse den Zuhörer rein – ganz ohne Künstlichkeit. So echt.»

Im November 2014 kam der Film in die Schweizer Kinos. (Quelle: Youtube/ Florian Burkhardt)

Adieu Electroboy, hallo Florian Burkhardt!

Mit 16 Jahren war Florian Burkhardt fünf Jahre lang in einem katholischen Männerinternat im Kanton Zug. Im Keller des Internats befanden sich kleine Musikkojen, Kabinen mit einem runden Fenster. Durch diese runden Fenster sah man dann, ob sich bereits jemand in einer Kabine befindet oder nicht. Täglich suchte Burkhardt diese Kojen für einige Stunden auf. Immer mit dabei: Seine Gitarre, ein Stück Papier, ein Stift.

«Man muss sich vorstellen, wir waren zu dritt in einem Zimmer, es gab also nur diesen einen Raum, in welchem man gewisse Privatsphäre geniessen konnte». Vor rund 25 Jahren machte Florian Burkhardt also seine ersten Musikerfahrungen. Und nun geht er seiner Leidenschaft wieder nach. Der Schweizer widmet sich dem Singer-Songwriting, einer Leidenschaft, die ihn schon seit seiner Jugend begleitet.

Mutig sein und sich öffnen

Ein Mensch der sich kreieren möchte und eine eigene Stimme haben möchte. Ein Mensch, der sich traut, eine eigene Stimme zu haben – ein Mensch, der nicht perfekt sein muss und genau durch diese Imperfektion schön ist. Das möchte Florian Burkhardt mit seinem Album «Backstage» dem Zuhörer vermitteln. «Mir war es schon immer wichtig, dass man mich spürt. Das was ich spüre, möchte ich in Worte fassen und dem Zuhörer vermitteln, egal ob das der Norm entspricht oder eben nicht».

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