Featured Video Play Icon
Schweiz

Grossbritannien meldet neuen Höchststand: 1’564 Corona-Tote

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
Erster Fall von neuartiger Coronavirus-Mutation im Kanton Neuenburg

Im Kanton Neuenburg ist der erste Fall der neuartigen Coronavirus-Mutation nachgewiesen worden. Die angesteckte Person war am 1. Januar getestet worden, wie die kantonalen Behörden am Mittwoch – nach der Analyse von 163 positiven PCR-Tests seit dem 31. Dezember – bekannt gaben.

Nach der Entdeckung einer neuartigen, zuerst in Grossbritannien und Südafrika festgestellten, ansteckenderen Mutation des Coronavirus hatten die Neuenburger Behörden die Beobachtung des Pandemie-Geschehens verstärkt.

Portugal kehrt wegen hoher Corona-Zahlen zu hartem Lockdown zurück

Portugals Regierung hat wegen stark steigender Corona-Zahlen einen landesweiten harten Lockdown wie im vergangenen Frühjahr angeordnet. Die Menschen dürfen damit ab Freitag das Haus nur noch aus dringendem Anlass wie etwa zum Einkaufen, zur Arbeit oder für Arztbesuche verlassen.

Die Massnahmen gelten zunächst für einen Monat, sollen jedoch nach 15 Tagen überprüft werden, kündigte Regierungschef António Costa am Mittwochabend im staatlichen TV-Sender RTP an. «Denken sie nicht an die Ausnahmen, sondern an die Regel. Und die Regel ist einfach: Jeder von uns muss zu Hause bleiben», sagte Costa.

Die Zahl der Corona-Infektionen in Portugal stieg zuletzt dramatisch schnell. (Symbolbild: Keystone)

Die Schulen sollten anders als beim Lockdown während der ersten Corona-Welle geöffnet bleiben. Die Arbeit im Home Office soll, wo immer sie möglich ist, obligatorisch sein, ohne dass es dafür einer Vereinbarung von Arbeitnehmern und Arbeitgebern bedürfe, betonte Costa.

Der Profi-Fussball werde nicht untersagt, jedoch weiterhin ohne Publikum stattfinden. Gaststätten und Geschäfte ausser solchen für Lebensmittel und den täglichen Grundbedarf müssten schliessen.

Die Zahl der Corona-Infektionen in Portugal stieg zuletzt dramatisch schnell. Binnen 24 Stunden wurden bis Mittwoch 10’566 neue Corona-Infektionen und 156 Tote mit Covid-19 in dem Land mit 10,3 Millionen Einwohnern registriert. Das waren die höchsten Tageszahlen überhaupt seit Beginn der Pandemie, wie die Zeitung «Público» schrieb. Die Zahl der Menschen, die sich insgesamt während der Pandemie mit dem Virus Sars-CoV-2 ansteckten, habe damit die Marke von 500’000 überstiegen.

Thiems Coach Massu mit positivem Corona-Test

Nicolas Massu, Trainer des US Open-Champions Dominic Thiem, kann vorerst nicht nach Australien reisen. Der Chilene lieferte einen positiven Corona-Test ab, weshalb der Österreicher in Australien bis auf Weiteres von Wolfgang Thiem betreut wird. «Ich hoffe, dass Nicolas so schnell wie möglich nachkommen kann», sagte der Vater von Dominic Thiem.

Thiem junior und senior flogen am Mittwoch nach Adelaide, wo sie ihre Corona-Quarantäne verbringen. Am 29. oder 30. Januar geht es weiter nach Melbourne, dort beginnen am 8. Februar die Australian Open.

D10 statt G7? Johnson will internationales Vorgehen gegen Corona

Der britische Premierminister Boris Johnson will die G7-Präsidentschaft seines Landes für einen internationalen Ansatz gegen das Coronavirus nutzen. «Die Pandemie hat das internationale System in vielerlei Hinsicht völlig unvorbereitet getroffen, und wir müssen zusammenarbeiten, um uns auf künftige Pandemien vorzubereiten», sagte Johnson einem Parlamentsausschuss am Mittwoch in London.

So habe es keine weltweite Einigkeit bei Grenzschliessungen und Quarantänemassnahmen gegeben. Auch bei Fragen nach Impfstoffen, Ausgangsbeschränkungen und dem Einsatz von Schutzkleidung seien die Reaktionen sehr unterschiedlich ausgefallen.

«Das globale System hat grundsätzlich bei aktuellen Anforderungen versagt», sagte Boris Johnson. Er wolle etwa die Möglichkeit eines internationalen Vertrags über Pandemie prüfen. Dazu wolle er die G7, die Gruppe aus sieben führenden Wirtschaftsmächten, zu einer D10 der zehn grössten Demokratien ausbauen. Neben den G7-Mitgliedern Grossbritannien, Deutschland, USA, Frankreich, Japan, Italien und Kanada seien das Indien, Australien und Südkorea.

Hotellerie fordert zügige Behandlung von Härtefällen

Aus Sicht der Hotellerie ist es erfreulich, dass der Bundesrat mit den verschärften Corona-Massnahmen auch Erleichterungen bei der Härtefallhilfe beschlossen hat und die Kompensationzahlungen für betroffene Unternehmen erhöht werden, wie das HotellerieSuisse gefordert habe. Härtefallgesuche müssten von den Kantonen nun rasch bearbeitet werden.

Für die Hotellerie bleiben die Rahmenbedingungen höchst anspruchsvoll, weil die touristische Nachfrage seit fast einem Jahr stark beeinträchtigt sei, teilte Hotelleriesuisse am Mittwoch weiter mit. Obwohl Hotelbetriebe nie behördlich geschlossen wurden, leide die Branche stark unter grossen Störungen der touristischen Wertschöpfungskette.

Corona-Lockdown in Dänemark wird bis 7. Februar verlängert

Die im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie geltenden Beschränkungen des öffentlichen Lebens in Dänemark werden um drei Wochen verlängert. Das gab Gesundheitsminister Magnus Heunicke am Mittwochabend auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen bekannt.

Bei der Verlängerung der Massnahmen bis zum 7. Februar gehe es vor allem darum, eine zunächst in England aufgetretene und sich auch in Dänemark verbreitende Mutation des Coronavirus an der weiteren Ausbreitung zu hindern, sagte er. Es sei ein Wettlauf mit der Zeit.

(Bild: Keystone)

Die Verlängerung der Corona-Massnahmen bedeutet, dass Geschäfte, Einkaufszentren, Restaurants und andere Lokale sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen, wie Kinos und Museen nach wie vor geschlossen bleiben müssen. Supermärkte, Lebensmittelgeschäfte und Apotheken bleiben offen. Zugleich werden Schüler der in Dänemark bis zur neunten Klasse gehenden Folkeskole (Volksschule) weiter aus der Distanz unterrichtet.

Touristenzahl auf Island bricht durch Corona um drei Viertel ein

Die Corona-Krise hat den Island-Tourismus auf das Niveau zur Zeit des Ausbruchs des Vulkangletschers Eyjafjallajökull vor zehn Jahren zurückgeworfen. Die Zahl der ausländischen Touristen sank im Jahr 2020 um mehr als drei Viertel (76 Prozent) auf rund 478’500 Reisende nach 1,99 Millionen im Vorjahr, wie aus Zahlen der isländischen Tourismusbehörde hervorgeht.

Niedriger war die Zahl der Gäste aus dem Ausland auf der Nordatlantik-Insel zuletzt 2010 gewesen. Nahezu alle internationalen Reisenden kommen über den Flughafen Keflavik bei Reykjavik nach Island.

Aus Deutschland schafften es demnach noch rund 43’700 Reisende auf die Insel – das war nur noch ein Drittel der Vorjahreszahl. Trotzdem war die Bundesrepublik die drittgrösste Island-Reisenation nach Grossbritannien und den USA.

Boliviens Ex-Präsident Evo Morales mit Coronavirus infiziert

Der ehemalige bolivianische Präsident Evo Morales ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies bestätigte ein Sprecher des 61-jährigen Morales der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. «Der Ex-Präsident befindet sich unter ärztlicher Aufsicht und hält sich an die Vorschrift der Isolation.» Er habe leichte Symptome wie etwas Husten und seine Situation sei stabil.

(Bild: Keystone)

Morales bedankte sich auf Twitter bei denjenigen, die sich um sein Wohlergehen sorgen. «Dank Gott, Mutter Erde und so viele Zeichen der Solidarität aus unserem Volk, mir geht’s sehr gut», schrieb er. In einem Interview mit einem argentinischen Journalisten hatte Morales nach einem Krankenhausbesuch in der tropischen Region Cochabamba zunächst geleugnet, sich mit Covid-19 infiziert zu haben.

Kommentar CH Media zur Verschärfung der Corona-Massnahmen

Die «CH Media»-Zeitungen schreiben online zur Verschärfung der Massnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie durch den Bundesrat:

«Auf die Schweiz warten schwere Wochen, vielleicht die schwersten dieser Krise. Sie hat uns schon viel abverlangt. Und je länger sie dauert, desto mehr sehnen wir uns danach, es endlich hinter uns zu haben – natürlich. Bloss: Inklusive der Dosen, die bis Ende dieser Woche geliefert werden sollen, können erst vier Prozent der Erwachsenen geimpft werden. Unmittelbar wirkt sich dies noch wenig aus. Noch einmal kommt es auf jede und jeden einzelnen an. (…) Nun ist nochmals Zurückhaltung gefragt. Dafür mit der wahrhaftigen Aussicht auf eine baldige Besserung. Das Licht kommt näher».

Kommentar «Berner Zeitung» zur Verschärfung der Corona-Massnahmen

Die «Berner Zeitung» schreibt online zur Verschärfung der Massnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie durch den Bundesrat:

«Die Landesregierung zieht den Joker, den ihr die Kantone in die Hand gegeben haben, und verschärft schweizweit die Regeln. Drastisch. (…) Weniger konsequent ist die Regierung bedauerlicherweise bei den Hauptbetroffenen in den Alters- und Pflegeheimen. Sie verzichtet auf striktere Regeln wie obligatorische Tests für das Heimpersonal, um den verletzlichsten Teil der Bevölkerung zu schützen. (…) Bislang war Hoffen angesagt, nun ist Handeln gefragt. Die Impfstoffhersteller haben rekordmässig geliefert, die Kantone müssen nun die Energie voll darauf verwenden, den Stoff so schnell wie möglich ans Volk abzugeben. Je zügiger wir impfen, desto weniger dramatisch wird die Welle der mutierten Variante. Und umso schneller gibt’s vielleicht einen Weg zurück zur Normalität».

Vatikan hat mit Corona-Impfungen begonnen

Der Vatikan hat am Mittwoch mit Corona-Impfungen begonnen. Wann der 84 Jahre alte Papst Franziskus geimpft werden soll, ist allerdings noch offen. Das katholische Kirchenoberhaupt hatte vor kurzem selbst erzählt, dass er für die Immunisierung angemeldet sei. Der Leiter des vatikanischen Presseamtes, Matteo Bruni, machte zunächst keine Angaben dazu. Im Vatikan lebt auch der 93-jährige emeritierte Papst Benedikt.

In dem katholischen Kirchenstaat werden laut einem Bericht der Medienplattform «Vatican News» zunächst die Mitarbeiter der Gesundheitsdienste und das Sicherheitspersonal geimpft sowie ältere Menschen und Personal, das viel Kontakt mit der Öffentlichkeit hat. Auch weitere Mitarbeiter sowie Familienangehörige könnten die Spritzen bekommen.

(Bild: Keystone)

In den vergangenen Monaten gab es mehrfach Corona-Ausbrüche im Vatikan, unter anderen bei den Wachsoldaten der Schweizer Garde.

Grossbritannien meldet Tagesrekord: 1564 Corona-Tote

Grossbritannien hat am Mittwoch so viele Tote durch Corona an einem Tag gemeldet wie noch nie. 1’564 Menschen seien mit oder an dem Virus gestorben, teilten die Behörden mit.

Allerdings sind in der Zahl auch Todesfälle aus dem vergangenen Jahr enthalten, die bisher nicht in den Statistiken auftauchten. Der bisherige Tagesrekord lag bei 1’325 Toten am 8. Januar.

(Bild: Keystone)

Insgesamt sind damit auf der britischen Insel mindestens 84’767 Menschen mit oder an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Erfasst werden allerdings nur Fälle, die innerhalb von 28 Tagen nach einem positiven Test auftreten. Schätzungen gehen von tatsächlich mehr als 100’000 Corona-Toten aus.

Flughafen Zürich im 2020 mit Passagiereinbruch wegen Coronapandemie

Der Flughafen Zürich hat im vergangenen Jahr wegen der Coronapandemie einen Passagiereinbruch erlitten. Die Zahl der Reisenden fiel um 73,5 Prozent auf 8,34 Millionen, wie der Flughafen am Mittwoch bekannt gab.

(Bild: Keystone)

Im Vorjahr 2019 hatte der grösste Schweizer Airport noch 31,5 Millionen Passagiere abgefertigt. Das waren so viele wie noch nie. Nach dem Höhenflug begann der Absturz mit dem Ausbruch der Seuche im Frühling. Wegen der Reiserestriktionen und geschlossenen Grenzen war die ganze Luftverkehrsbranche wochenlang praktisch vollständig am Boden.

Gut 200 Personen in Wengen getestet - alle Resultate negativ

Im Berner Oberländer Tourismusort Wengen sind am Mittwochnachmittag gut 200 Personen auf das Coronavirus getestet worden. Alle Resultate fielen negativ aus, wie ein Mediensprecher der bernischen Gesundheitsdirektion auf Anfrage bekanntgab.

Der Kanton Bern hatte am Dienstag beschlossen, die Testkapazitäten in Wengen zu erhöhen, nachdem innert relativ kurzer Zeit 70 Einheimische und Gäste positiv aufs Coronavirus getestet worden waren.

Auch wurde bei sechs Personen die neue Coronavirus-Variante aus Grossbritannien festgestellt. Die Berner Behörden gingen davon aus, dass sich die meisten oder sogar alle in Wengen positiv getesteten Personen mit der Variante B1.1.7 infizierten. Deshalb verbot der Kanton Bern am Montag die Durchführung der Lauberhornrennen.

Meisterschaftsabbruch in der MSL

Nach dem Entscheid des Bundesrates, die Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bis Ende Februar zu verlängern, wurden die Eishockey-Meisterschaften der MySports League, der 1. Liga und der zweithöchsten Frauen-Liga abgebrochen.

Ende Dezember hatte die zuständige Regio League entschieden, für die nun abgebrochenen Meisterschaften den 20. Februar als spätmöglichsten Zeitpunkt für die Fortsetzung anzusetzen. Nun sind diese Fristen nicht mehr einzuhalten.

Von den bundesrätlichen Massnahmen nicht betroffen sind weiterhin die Profibetriebe der National League und Swiss League, die höchsten Juniorenligen auf U20- und U17-Stufe sowie die höchste Frauen-Liga.

Türkei lässt Sinovac-Impfstoff zu

Die Türkei hat dem Corona-Impfstoff des chinesischen Pharmakonzerns Sinovac eine Notfallzulassung erteilt. Tests hätten ergeben, dass der Impfstoff «ausreichend sicher» sei, sagte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Mittwoch in Ankara.

Anschliessend liess sich Koca in einem Krankenhaus mit dem Impfstoff CoronaVac impfen. Am Donnerstag soll mit der Impfung von Beschäftigten im Gesundheitswesen begonnen werden.

(Bild: Keystone)

Die Türkei hatte Ende Dezember drei Millionen Dosen des chinesischen Impfstoffs erhalten. Das Land mit etwa 83 Millionen Einwohnern hat seit März rund 2,3 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus und rund 23’000 Todesfälle registriert. Am Dienstag meldete das Gesundheitsministerium 9’809 neue Fälle und 171 Todesopfer binnen 24 Stunden. Die Ärztevereinigung wirft der Regierung mangelnde Transparenz vor.

In Österreich insgesamt rund 70 Verdachtsfälle auf Corona-Mutation

In Österreich werden laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) aktuell 70 Verdachtsfälle auf die in Grossbritannien entdeckte Coronavirus-Mutation geprüft.

Angesichts der besonders ansteckenden neuen Variante des Virus erwarte er nun die «schwierigste Phase der Pandemie», sagte Anschober am Mittwoch als Antwort einer Dringlichen Anfrage der sozialdemokratischen SPÖ im Nationalrat. Verdachtsfälle gibt es in einem Wiener Pflegeheim, bei Skilehrer-Anwärtern in Tirol und im Burgenland.

Im Fall der 17 Betroffenen in Tirol wurden nach Angaben des Landes bisher bei insgesamt 600 PCR-Tests in der Region keine weiteren Verdachtsfälle entdeckt.

Bodenseeschiff MS Thurgau wird zum schwimmenden Impfzentrum

Der Kanton Thurgau macht das Bodenseeschiff MS Thurgau zum schwimmenden Impfzentrum. Ab dem 2. Februar legt das Schiff der Schweizerischen Bodensee Schifffahrt AG abwechslungsweise in Kreuzlingen, Romanshorn und Arbon an.

(Bild: Keystone)

Dies werde einem Teil der Thurgauer Bevölkerung die Corona-Impfung nahe am Wohnort ermöglichen, erklärte Gesundheitsdirektor Urs Martin am Mittwoch an einer Medienkonferenz in Frauenfeld. Dort befindet sich bereits ein erstes stationäres Impfzentrum im Betrieb. Es soll ab der kommenden Woche in voller Kadenz arbeiten.

Als zweites Impfzentrum wird die MS Thurgau ab dem 2. Februar eingesetzt. Falls nötig, will der Kanton noch ein drittes Zentrum in Weinfelden einrichten.

SGB begrüsst Härtefall-Lösungen und fordert Hilfe für Arbeitslose

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund SGB begrüsst die vom Bundesrat beschlossenen Erleichterungen bei der Corona-Härtefallhilfe. Er pocht aber auf Hilfe auch für Menschen, die ihre Arbeitsstelle verlieren.

Um Aussteuerungen zu verhindern, müssten – wie in der ersten Welle – die Bezugsdauer und die Rahmenfristen verlängert werden, bis zum Frühling, fordert der SGB in einer Mitteilung vom Mittwoch. Wer seine Arbeit verloren habe, habe es nun noch schwerer, eine neue Stelle zu finden. Das gelte vor allem für ältere Arbeitslose.

Economiesuisse kritisiert Ladenschliessungen und Homeoffice-Pflicht

Die neuen Massnahmen zur Pandemiebekämpfung lösen bei Economiesuisse gemischte Reaktionen aus: Der Wirtschaftsdachverband unterstützt die Verlängerung der geltenden Schutzmassnahmen bis Ende Februar und die Maskenpflicht im Büro, kritisiert aber die Ladenschliessungen und die Homeoffice-Pflicht.

«Die zusätzliche Schliessung vieler Läden trotz funktionierender Schutzkonzepte schafft grosse Probleme», schrieb Economiesuisse am Mittwoch in einem Communiqué. Die Detailhändler würden die Schutzkonzepte seit Monaten konsequent und erfolgreich anwenden und seien nicht Grund für die Schliessungsverordnung. «Der bundesrätliche Beschluss wird denn auch so interpretiert, dass es primär darum geht, das Risiko möglicher Übertragungen im öffentlichen Raum zu reduzieren.»

Ebenfalls kritisch beurteilt Economiesuisse die verschärfte Homeoffice-Pflicht. Die betrieblichen Schutzkonzepte hätten sich weitgehend bewährt. «Ausserdem ist Homeoffice schlicht nicht für alle Aktivitäten praktikabel. Wo möglich, arbeiten viele Menschen bereits heute Zuhause – die Einführung einer Pflicht wird keinen signifikanten Unterschied machen».

Italien will Corona-Notstand verlängern – bis Ende April

Italiens Regierung will den Corona-Notstand bis zum 30. April verlängern. Das kündigte Gesundheitsminister Roberto Speranza am Mittwoch vor dem Parlament in Rom an. «Die Epidemie ist erneut in einer expansiven Phase», sagte er. Bislang war der Ausnahmezustand bis Ende Januar befristet. Rom hatte den Corona-Notstand erstmals Ende Januar 2020 ausgerufen. Seither wurde er mehrmals verlängert.

Venedig am 13. Januar 2021. (Bild: Keystone)

Die Massnahme gibt der Regierung besondere Rechte. Der Staat kann Einsatzkräfte besser koordinieren und bürokratische Hürden vermeiden. Die rechte Opposition kritisiert das Vorgehen seit langem. Aus ihrer Sicht wird durch die Machtfülle der Regierung das Parlament geschwächt.

Pfizer und Moderna erwarten Impfschutz auch gegen Virus-Varianten

Die Pharmafirmen Pfizer und Moderna zeigen sich zuversichtlich, dass ihre Impfstoffe auch gegen die neuen britischen und südafrikanischen Varianten des Coronavirus wirken. «Wir gehen davon aus, dass wir geschützt sind», sagte Moderna-Manager Tal Zaks am Mittwoch bei einer EU-Gesundheitskonferenz. Sollte es nötig werden, könnte aber auch «binnen Wochen» eine neue Variante des Impfstoffs entwickelt werden.

Pfizer-Chef Albert Bourla sagte, man warte auf weitere Untersuchungsergebnisse zur Wirksamkeit des gemeinsam mit Biontech entwickelten Impfstoffs gegen die Virusvarianten aus Grossbritannien und Südafrika. «Wenn Sie nach meiner Meinung fragen: Ich denke, dass die Ergebnisse positiv sein werden», sagte Bourla in derselben Veranstaltung der Europäischen Volkspartei.

Die beiden Pharmamanager versprachen auch weitere Details zu ihren Impfstoffen. So sagte

Webseite der Bundesverwaltung wegen Zugriffs-Flut überlastet

Das ungewöhnlich grosse Interesse an den Entscheiden des Bundesrates im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass die Webseite der Bundesverwaltung www.admin.ch am Mittwoch zum Teil überlastet war.

Die Webseite des Bundes war zwischenzeitlich überlastet. (Screenshot: admin.ch)

Wegen «einer Höchstzahl an Zugriffen» seien die Webseiten des Bundes zum Teil nur schwer oder gar nicht mehr erreichbar gewesen, teilte das Bundesamt für Information und Telekommunikation (BIT) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Man arbeite mit Hochdruck an der Behebung des Problems.

Gastrosuisse: «Bundesrat hat Ernst der Lage erkannt»

Die Landesregierung habe einen wichtigen Entscheid für das Gastgewerbe gefällt mit der Lockerung der Härtefallregel. Es braucht laut Branchenverband Gastrosuisse nun aber mehr Tempo bei den Auszahlungen.

Bisher seien lediglich 0,4 Prozent der genehmigten Gelder ausbezahlt worden, erklärte Gastrosuisse-Präsident Casimir Platzer am Mittwoch an einer Medienkonferenz. «So ist niemandem geholfen.» Menschen und Betriebe würden sich besser an Massnahmen halten, wenn sie nicht ums Überleben kämpfen müssten.

(Bild: Keystone)

Der Bundesrat habe nun jedoch den Ernst der Lage erkannt und «unseren Appell gehört», so Platzer. Höhere A-fonds-perdu-Beiträge und tiefere Hürden für Härtefälle seinen wichtige Entscheide für das Gastgewerbe, die in die richtige Richtung gingen. Bedauert wurde von Platzer, dass der Bundesrat die Umsatzverlustschwelle bei 40 Prozent belassen hat.

Schliessung der obligatorischen Schulen bleibt eine Option

Eine Schliessung der obligatorischen Schulen wie im Frühjahr steht bei Bund und Kantonen wieder zur Diskussion. Die neue Virusvariante habe die Ausgangslage grundlegend verändert, meinte Gesundheitsminister Berset. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
CVP: «Verschärfte Massnahmen leider notwendig»

Für die CVP sind die Verschärfungen der Corona-Massnahmen durch den Bundesrat «leider notwendig». Die Partei begrüsst insbesondere die starke Vereinfachung der Härtefallregelung. Die Hilfe für die betroffenen Branchen könne nun rasch und unbürokratisch erfolgen.

Eine einfachere Härtefallregelung reicht für die CVP jedoch nicht. Die Partei habe bereits letzte Woche die Wiedereinführung des Covid-Kreditprogramms gefordert. Sie verstehe nicht, dass der Bundesrat dieses bewährte Instrument nicht sofort wieder einführen, sondern nur prüfen wolle. «Unser Land kann und muss es sich leisten können, allen Betroffenen die nötige wirtschaftliche Hilfe zu gewähren», so Parteipräsident Gerhard Pfister.

Die CVP unterstützt den Entscheid des Bundesrates vom Mittwoch. Die Homeoffice-Pflicht, die Einschränkungen für Treffen im öffentlichen Raum und privaten Umfeld sowie die Schliessung der Läden, die keine Waren des täglichen Bedarfs anbieten, würden dazu beitragen, die Kontakte weiter zu minimieren und Neuansteckungen zu verhindern. Oberstes Ziel bleibe, eine Überlastung des Gesundheitssystems sowie weitere schwere Erkrankungen und Todesfälle zu verhindern.

Detailhändler bezeichnen Ladenschliessung als «schweren Schlag»

Die vom Bundesrat verfügte Schliessung der Non-Food-Läden sei für den Detailhandel «ein schwerer Schlag», schrieb Swiss Retail am Mittwoch. Dies werde viele Geschäfte in eine existenzbedrohende Lage manövrieren.

Die stabilen beziehungsweise moderat rückläufigen Ansteckungs- und Hospitalisierungszahlen seien als positives Zeichen zu werten, wenn auch die Beurteilung der aktuellen Situation wegen des mutierten Coronavirus zurzeit schwierig sei. Diese unklare Sachlage hätte nicht zur Verhängung von verfrühten Konsequenzen zu Lasten des mit 310’000 Stellen grössten Arbeitgebers in der Schweiz führen sollen, betonte der Detailhandelsverband Swiss Retail Federation.

In seiner Medienmitteilung heisst es weiter, der Detailhandel sei – wie schon immer kommuniziert und aus internen Auswertungen betreffend Krankheitsausfällen erhärtet – kein Ansteckungsherd. Obwohl sich der Detailhandel im „Lockdown light“ anpassungsfähig, proaktiv und vorbildlich gezeigt habe, werde er jetzt unverhältnismässig mit einem Lockdown bestraft.

Für Mitarbeitende im Detailhandel sei die Aussicht auf Kurzarbeit aufgrund von Ladenschliessungen sehr belastend und führe zu einer grossen Verunsicherung. Die erneute Schliessung der Geschäfte, die nicht Güter des täglichen Gebrauchs verkaufen, bedeute schweizweit einen monatlichen Umsatzverlust von rund 3,2 Milliarden Franken.

Grüne unterstützen «Kursänderung» des Bundesrates

Die Grünen unterstützen laut ihrem Parteipräsidenten Balthasar Glättli die Verschärfung der Corona-Massnahmen. Endlich habe der Bundesrat den Ernst der Lage erkannt. Die Grünen begrüssten diese «Kursänderung», erklärte der Zürcher Nationalrat am Mittwoch.

Der bisherige Schweizer «Mittelweg» sei eine Sackgasse gewesen, hielt die Partei zudem schriftlich gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA fest. «Das zeigen die anhaltend hohen Infektionszahlen, die vielen Todesfälle und die drohende Explosion der Ansteckungen aufgrund der mutierten Viren.»

Die neuen Massnahmen seien hart und verlangten der Bevölkerung und der Wirtschaft viel ab. Aber sie müssten nun so lange beibehalten werden, bis sich die epidemiologische Lage bleibend entspanne. Umso wichtiger sei nun eine grosszügige, unbürokratische und rasche Unterstützung der betroffenen KMU und der Selbständigen.

Krankenkassen übernehmen Kosten für Covid-19-Impfung

Die obligatorischen Krankenversicherungen bezahlen die Covid-19-Impfung. Der Bundesrat genehmigte am Mittwoch den entsprechenden Tarifvertrag. Er gilt seit dem 1. Januar für alle Versicherten. Kosten entstehen den Geimpften nicht. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Doch kein Slalom in Kitzbühel – Rennen abgesagt

Die beiden Slalom-Rennen dieses Wochenende in Kitzbühel sind abgesagt. In Jochberg im Bezirk Kitzbühel liegt in 17 Fällen der Verdacht auf die neue Virusmutation aus Grossbritannien vor. Vor Weihnachten sollen britische Skilehrer die Mutation dort eingeschleppt haben.

Bereits letztes Wochenende wurden die Rennen am Lauberhorn in Wengen abgesagt. In Kitzbühel hätten die Ersatzrennen stattfinden sollen.

(Bild: Keystone)
BAG meldet 3001 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch innerhalb von 24 Stunden 3001 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 58 neue Todesfälle.

Mehr dazu hier.

Jungfreisinnige fordern von Bundesrat und Parlament Lohnverzicht

Die Bundesratsmitglieder und die Mitglieder von National- und Ständerat sollen in der Corona-Krise auf 20 Prozent ihres Einkommens aus der Politik verzichten. Die frei werdenden Mittel sollen in die Arbeitslosenversicherung fliessen. Das fordern die Jungfreisinnigen.

Vier Coronavirus-Fälle beim FC Luzern

Der FC Luzern hat nach eigenen Angaben vier Coronavirus-Fälle zu beklagen. Betroffen sind die Spieler Lucas Alves, Stefan Knezevic, Silvan Sidler und Louis Schaub.

Verteidiger Lucas Alves klagte am Montagabend über leichte Krankheitssymptome und begab sich umgehend in Isolation. Der am Dienstag durchgeführte Test fiel positiv aus.

Aufgrund dieses positiven Resultates veranlasste der Klub am Dienstagnachmittag eine zusätzliche Testserie bei allen Mitgliedern des Trainerstaffs sowie den Spielern der 1. Mannschaft. Dabei fielen auch die Ergebnisse von Knezevic, Sidler und Schaub positiv aus. Die Spieler befinden sich in einer zehntägigen Isolation.

Drastische Corona-Massnahmen auf Mallorca und Ibiza in Kraft

Trotz heftiger Proteste von Gastronomen und anderen Unternehmern sind auf den spanischen Urlaubsinseln Mallorca und Ibiza die Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie drastisch verschärft worden. Seit Mittwoch müssen dort unter anderem alle Restaurants, Bars, Cafés und Fitnessstudios zunächst für zwei Wochen schliessen.

Zudem sind auch private Treffen von Menschen, die nicht im selben Haushalt leben, sowohl zu Hause als auch in der Öffentlichkeit verboten. Diese und weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens hatte die Regierung der Balearen am Montagabend wegen der steigenden Infektionszahlen beschlossen.

Reisegruppe Globetrotter erleidet Einbruch wegen Coronapandemie

Die Reisegruppe Globetrotter hat wegen der Coronapandemie einen historischen Absturz erlebt. Der Umsatz brach um 78 Prozent auf 53 Millionen Franken ein. Unter dem Strich klafft ein Verlust von mehreren Millionen Franken.

Strengere Test-Pflichten in Deutschland für Einreisen

Für Einreisen nach Deutschland aus Ländern mit hohen Corona-Infektionszahlen sollen strengere Test-Pflichten kommen. Wer in den letzten zehn Tagen in einem Risikogebiet war, soll künftig spätestens 48 Stunden nach Einreise einen negativen Test vorweisen müssen.

Deutschlands Gesundheitsminister Jens Spahn. (Archivbild: Keystone)

Das sieht ein Verordnungsentwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn vor, den die deutsche Regierung am Mittwoch beschlossen hat. Die Verordnung soll an diesem Donnerstag in Kraft treten. Sie legt zudem fest, dass Einreisende ab 1. März per SMS Informationen über die in Deutschland geltenden Einreise- und Infektionsschutzmassnahmen bekommen sollen.

Bei Gebieten mit besonders hohen Infektionszahlen oder wenn dort neue ansteckendere Virus-Varianten kursieren, muss das Testergebnis schon vor der Einreise da sein und etwa auch der Fluggesellschaft vorgelegt werden können. Generell gilt für Einreisende aus Risikogebieten bereits eine Pflicht, sich nach der Rückkehr in Quarantäne zu begeben.

Frankreichs Behörden warnen vor mutierter Corona-Variante

Frankreichs Gesundheitsbehörden warnen vor der Gefahr der in Grossbritannien verstärkt aufgetretenen mutierten Form des Coronavirus. «Ich bin sehr besorgt», sagte der Leiter des wissenschaftlichen Rats, Jean-François Delfraissy, am Mittwochmorgen dem Sender Franceinfo. Diese Variante werde sich in Frankreich weiter ausbreiten, wenn keine Massnahmen ergriffen würden. Es sei zu spät, die Verbreitung aufzuhalten. Es ginge darum, zu versuchen, sie durch eine Reihe von Massnahmen zu verlangsamen, so Delfraissy. Es handle sich um einen Wettlauf.

Erstmals mehr als 4'300 Corona-Tote an einem Tag in den USA

In den USA hat die Zahl der an einem Tag erfassten Toten mit einer bestätigten Corona-Infektion einen neuen Höchststand erreicht. Am Dienstag meldeten die Behörden 4’327 Tote, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Mittwochmorgen (MEZ) hervorging.

Der bisherige Höchstwert war mit 4’194 Toten am 7. Januar registriert worden. Die Zahl der Neuinfektionen war am selben Tag mit 215’805 vergleichsweise niedrig. Der bisherige Tagesrekord wurde am 2. Januar mit 302’506 neuen Fällen verzeichnet.

Junge Menschen zuerst: Indonesien startet Massenimpfungen

Der weltgrösste Inselstaat Indonesien hat am Mittwoch mit Massenimpfungen gegen das Coronavirus begonnen. Präsident Joko Widodo liess sich im Präsidentenpalast als erster mit dem Mittel CoronaVac des chinesischen Pharmakonzerns Sinovac Biotech impfen. Damit wollte er der Bevölkerung zeigen, dass das Vakzin sicher ist.

In Indonesien werden zunächst die jüngeren Menschen zwischen 18 und 59 Jahren geimpft. (Bild: Keystone)

Anders als andere Länder will Indonesien nach den Mitarbeitern des Gesundheitswesens und des öffentlichen Dienstes zunächst jüngeren Menschen zwischen 18 und 59 Jahren den Vorrang geben. Ziel ist es, schnell eine Herdenimmunität zu erreichen.

Erneut mehr als 9'000 Corona-Neuinfektionen in Israel

Erstmals seit Beginn der Coronavirus-Pandemie sind in Israel an zwei Tagen in Folge mehr als 9’000 Neuinfektionen registriert worden. Wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 9’025 Fälle verzeichnet.

Der Anteil der positiven Tests betrug 7,2 Prozent. Am Vortag war mit 9’670 der bisherige Höchststand vermeldet worden. Mehr als 9’000 Neuinfektionen an einem Tag wurden in Israel bislang erst drei Mal nachgewiesen. Seit vergangenem Freitag gilt ein sogenannter harter Lockdown mit Massnahmen wie der Einschränkung der Bewegungsfreiheit.

Zahl der Neuinfektionen in Deutschland bleibt hoch

Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland bleibt auf hohem Niveau: Binnen eines Tages haben die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 19’600 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Außerdem wurden 1’060 weitere Todesfälle verzeichnet. Insgesamt sind damit 42’637 Menschen an oder mit dem Virus gestorben.

FFP2-Masken laut Virologe «deutlich sicherer»

Der Virologe Alexander Kekulé hält die Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr und Einzelhandel grundsätzlich für sinnvoll. «Natürlich ist eine FFP2-Maske deutlich sicherer als ein Mund-Nasen-Schutz, der oft auch nur sehr locker getragen wird», sagte der Professor der Universität Halle-Wittenberg der Deutschen Presse-Agentur.

Gerade in öffentlichen Verkehrsmitteln drängten sich viele Menschen auf engem Raum, sagte Kekulé. Mit einer FFP2-Maske sinke das Risiko einer Infektion deutlich.

Eine Atemschutzmaske der Kategorie FFP2. (Bild: Keystone)

In Bayern sind solche Masken von Montag an in allen Geschäften sowie Bussen, U- und S-Bahnen Pflicht. Andere Bundesländer Deutschlands überlegen, ob sie nachziehen.

Für Flüge in die USA wird künftig ein negativer Corona-Test verlangt

Für Flüge in die USA ist künftig vor der Abreise der Nachweis eines negativen Corona-Tests nötig. Diese Regelung werde ab dem 26. Januar gelten und dabei helfen, die Ausbreitung der Pandemie zu verlangsamen, erklärte die US-Gesundheitsbehörde CDC am Dienstagabend. Falls ein Passagier kein negatives Testergebnis oder eine überstandene Covid-Infektion nachweisen könne, «muss die Fluggesellschaft das Boarding verweigern», hiess es. Der sogenannte PCR-Test, mit dem das Virus nachgewiesen werden soll, muss demnach in den drei Tagen vor der Abreise erfolgt sein.

Wer in die USA fliegt, muss künftig einen negativen Coronatest aufweisen können. (Bild: Keystone)

Die Behörde fordert alle Reisenden zudem auf, sich drei bis fünf Tage nach der Ankunft in den USA erneut testen zu lassen und sieben Tage nach der Reise zuhause zu bleiben. Dabei handelt es sich jedoch um Empfehlungen, keine rechtlich bindende Vorschrift.

Umfrage: Fast die Hälfte der Bulgaren lehnt Impfung ab

In Bulgarien herrscht nach einer Umfrage grosse Ablehnung gegen eine Impfung gegen das Coronavirus. In der Umfrage von Gallup International sprachen sich 46 Prozent der Bulgaren gegen eine Schutzimpfung aus, lediglich 30 Prozent wollten sich impfen lassen. Unentschlossen waren noch 23 Prozent der 800 Befragten, wie die Umfrage ergab.

In dem EU-Land mit 6,9 Millionen Einwohnern wurden nach amtlichen Angaben bisher 14 161 Menschen gegen das Coronavirus geimpft.

Die Corona-Impfaktion mit fünf Phasen begann in dem Balkanland am 27. Dezember 2020. Eine erste Impfdose von BioNTech/Pfizer erhielten Ärzte und Krankenschwestern. Ziel der Regierung in Sofia ist, dass sich 70 Prozent der Bevölkerung impfen lassen.

So viele Corona-Tote in Portugal an einem Tag wie noch nie

Portugal hat so viele Corona-Tote an einem Tag wie noch nie seit Beginn der Pandemie gemeldet. Binnen 24 Stunden seien 155 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben, teilten die Gesundheitsbehörden am Dienstag, 13. Januar 2021, in Lissabon mit.

(Bild: Keystone)

Damit wurde die am Vortag registrierte Höchstmarke (122) um 27 Prozent übertroffen. Die Gesamtzahl kletterte auf 8’080 Todesopfer. Innerhalb eines Tages seien zudem 7’259 Infektionen gezählt worden, hiess es. Insgesamt gab es damit in dem Land mit 10,3 Millionen Einwohnern bereits fast eine halbe Million Ansteckungen (496’552) mit dem Virus Sars-CoV-2.

Niederlande verlängern Lockdown bis 9. Februar

Die Niederlande werden den Lockdown um weitere drei Wochen bis zum 9. Februar 2021 verlängern. Das kündigte Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstagabend in Den Haag an. «Wir haben keine Wahl», sagte der Premier. Die Zahl der Neuinfektionen ist zwar vier Wochen nach Verhängung des Lockdowns zurückgegangen. Doch es reiche bei weitem nicht aus. Hinzu gebe es grosse Sorgen über die britische Virus-Mutation, sagte Rutte. «Die Bilder aus London sind sehr alarmierend.»

Die Regierung schliesse auch verschärfende Massnahmen, wie eine abendliche Ausgangssperre nicht aus. Bis März wird von Auslandsreisen dringend abgeraten. «Es ist noch nicht vorbei», sagte der Premier und appellierte an die Bürger: «Halten Sie durch».

Kulturschaffende senden offenen Brief an Guy Parmelin

Die Event- und Unterhaltungsbranche hat in einem offenen Brief Bundespräsident Guy Parmelin, Bundesrat Ueli Maurer und die Direktorin des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO), Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, dazu aufgefordert, der Branche unter die Arme zu greifen.

Trotz der Dringlichkeit der Situation kämen Hilfe und Entschädigung zu spät, hiess es am Dienstagabend in einer Erklärung des Verbandes Artos und einem Dutzend anderer kultureller Organisationen. Fast 30’000 Menschen im Kulturbereich seien von den Folgen der Pandemie stark betroffen.

(Bild: Keystone)

Mit dem Fortschreiten der Corona-Krise sei viel Frustration durch verspätete Zahlungen, komplexe Kriterien und unterschiedliche Behandlung in den Kantonen entstanden, so die Organisationen.

Um diese Schwierigkeiten zu überwinden, fordern sie die Verantwortlichen unter anderem dazu auf, die Kriterien und Verfahren für die Auszahlung für Härtefälle landesweit zu vereinheitlichen und eine rasche Auszahlung ohne zu viele administrative Hürden zu gewährleisten. Zudem sollen die Voraussetzungen für Ansprüche gesenkt werden, damit alle betroffenen Unternehmen unterstützt werden können.

Tschechien zieht sich von Handball-WM zurück

Die Handball-WM der Männer in Ägypten findet ohne Tschechien statt. Wie der Weltverband IHF mitteilte, haben die Tschechen wegen zahlreicher positiver Corona-Tests im Vorfeld der WM ihre Mannschaft vom Turnier zurückgezogen. Die Nationalmannschaft Nordmazedoniens rückt für die Tschechen nach. Bei einem weiteren Ausfall eines Teams käme die Schweiz zum Handkuss.

In der tschechischen Nationalmannschaft hatte es zuletzt mehr als zehn positive Coronavirus-Tests gegeben. Auch die Mannschaft aus den Kap Verden und das US-Nationalteam haben mit hohen Infektionszahlen zu kämpfen. Die Amerikaner entsandten vorerst ein Rumpfteam nach Ägypten.

Corona-Krise verschafft SRF viel Publikum

SRF zieht eine positive Bilanz der Nutzungszahlen im stark von der Corona-Pandemie geprägten Jahr 2020. Das Unternehmen verzeichnete einen Marktanteil von 30,7 Prozent im Fernsehen und 54,8 Prozent im Radio sowie ein erneut gesteigertes Interesse am Webangebot, wie es am Dienstag mitteilte.

SRF 1, SRF zwei und SRF info erreichten 2020 trotz Absage der Sportgrossereignisse insgesamt einen Marktanteil von 30,7 Prozent. In der Primetime, der wichtigsten Sendezeit am Abend, lag der Marktanteil der drei TV-Sender bei 39,7 Prozent.

Mit 1,493 Millionen Zuschauenden war die Hauptausgabe der «Tagesschau» vom 19. März 2020 in den ersten Tagen nach dem schweizweiten Shutdown die meistgesehene Sendung im Jahr 2020. Zugleich war es die erfolgreichste «Tagesschau» überhaupt seit der Umstellung der Messmethode im Jahr 2013 gewesen.

Mit durchschnittlich 811’000 Zuschauenden verfolgten seit 2013 noch nie so viele Menschen die «Tagesschau»-Hauptausgabe wie im vergangenen Jahr. 62 Mal übertraf die «Tagesschau» dabei die Millionenmarke, wie es weiter heisst.

Durch das im ganzen Jahr grosse Interesse der Bevölkerung an den Informationsangeboten lag der Marktanteil von SRF 1 mit 22,2 Prozent deutlich über dem Vorjahreswert (2019: 19,5 Prozent), während SRF zwei durch den zwischenzeitlichen Wegfall des Live-Sports Marktanteile verlor (2020: 6,4 Prozent; 2019: 9,8 Prozent).

Ab Freitag Registrierungspflicht bei Einreise nach Österreich

In Österreich gilt aufgrund der Corona-Pandemie ab Freitag, 15. Januar 2021, die digitale Registrierungspflicht. Das Gesundheitsministerium veröffentliche am Dienstagabend eine entsprechende Verordnung. Ab Freitag müssen sich Reisende elektronisch registrieren, sobald sie nach Österreich reisen. Ausgenommen sind allerdings regelmässige Pendler und Transitreisende. Ausnahmen gibt es auch für familiäre Notfallsituationen, wie etwa Begräbnisse.

Neben Name, Geburtsdatum und E-Mail-Adresse muss auch die Wohn- sowie die Aufenthaltsadresse in Österreich angegeben werden. Vermerkt wird auch das Datum der Einreise und der geplanten Ausreise. Zudem muss angegeben werden, in welchen Ländern man sich in den vergangenen zehn Tagen aufgehalten hat. Das entsprechende Online-Formular soll ab Mittwoch verfügbar sein. Das Ministerium kündigte an, die Daten nach 28 Tagen zu löschen.

MotoGP-Tests in Malaysia abgesagt

Die Vorsaison-Tests der MotoGP vom 14. bis 16. und vom 19. bis 21. Februar in Sepang wurden wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt. Die Restriktionen und Einschränkungen beim Reisen nach Malaysia würden die Durchführung verunmöglichen, erklärten die Organisatoren.

Weiterhin im Programm sind die Tests vom 10. bis 12. März in Katar. Auf dem Losail Circuit ist am 28. März der Saisonauftakt aller Kategorien geplant.

Auch Skiclub in Wengen unter möglichen Ansteckungsherden

Nicht nur ein britischer Superspreader verursachte die starke Ausbreitung des Coronavirus in Wengen BE. Auch in einem Skiclub gab es aussergewöhnlich viele positive Fälle. Das berichtete das Regionaljournal Bern Freiburg Wallis von Radio SRF am Dienstagabend.

80 Kinder von Einheimischen und Ferienwohnungsbesitzern trainierten demnach zwischen Weihnachten und Neujahr zusammen.

Ein Grossteil von ihnen und ihre Eltern müssen jetzt in Quarantäne. Zwei Skilehrer und mehrere Kinder seien positiv getestet worden, sagte Andreas Regez, Präsident des Skiclubs, im Regionaljournal. Die Feriengäste sind allerdings bereits abgereist und haben das Virus potenziell bereits in den Rest der Schweiz getragen.

Wer das Virus in den Skiclub eingeschleppt habe, sei ihm nicht bekannt, sagte Regez. In Gondeln und Bergbahnen seien die Kinder und die Skilehrer gezwungenermassen nahe beisammen, demnach hoch sei das Ansteckungsrisiko.

Ein weiteres Ansteckungsrisiko in Wengen könnten Glühweinstände und Schneebars gewesen sein, hiess es in dem Radiobericht unter Berufung auf einen nicht namentlich genannten Feriengast. Dieser gab an, bis zu 50 Personen hätten sich an Schneebars ohne Masken und nahe beieinander aufgehalten.

Emirate haben mehr als eine Million Menschen gegen Corona geimpft

Im Kampf gegen das Coronavirus haben die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) bereits mehr als eine Million Menschen geimpft. Das Land sei bei der Impfstoffverabreichung im weltweiten Vergleich an zweiter Stelle, schrieb der emiratische Vizepräsident und Emir von Dubai, Scheich Mohammed bin Raschid al-Maktum, am Dienstag bei Twitter.

Das Land hatte die Marke von einer Million Corona-Impfungen bereits am Sonntag überschritten. Ziel ist, im ersten Quartal 2021 die Hälfte der Bevölkerung zu impfen. In dem Land am Persischen Golf leben rund zehn Millionen Menschen.

Spitzenreiter beim Tempo der Corona-Impfungen ist nach Informationen von Oxford-Forschern Israel. Die Website «Our World in Data», einem Projekt der Universität Oxford zusammen mit dem gemeinnützigen Global Change Data Lab, vergleicht verschiedene Staaten nach der Zahl der verabreichten Dosen pro 100 Einwohner. Dabei belegt Israel den ersten Platz, gefolgt von den Emiraten und Bahrain.

Berset will die Läden schliessen

Weil laut einer Schätzung des BAG mittlerweile bereits fünf bis sechs Prozent der Coronavirus-Infektionen auf die mutierte Variante zurückgehen, möchte der Bundesrat den Kantonen eine Reihe von zusätzlichen Corona-Massnahmen vorschlagen. Gesundheitsminister Alain Berset soll laut einem Bericht von 20 Minuten nun dem Bundesrat beantragt haben, diese Massnahmen auch zu ergreifen. Dazu gehören unter anderem:

  • Verschärfung der Homeoffice-Empfehlung
  • Begrenzung privater Treffen auf zwei Haushalte
  • Schliessung der Läden, die Güter des nicht-täglichen Bedarfs verkaufen. Weiterhin möglich wäre das Abholen bestellter Waren vor Ort («click and collect»).
  • Maskenpflicht in allen Innenräumen, neu auch an allen Arbeitsplätzen, selbst wenn Abstände eingehalten werden
  • Menschenansammlungen im öffentlichen Raum: Menschenansammlungen im öffentlichen Raum werden von fünfzehn auf zehn Personen beschränkt.

Die bestehenden Massnahmen soll der Bundesrat bis Ende Februar verlängern wollen.

Zweiter Impfstoff in der Schweiz zugelassen - aber erst befristet

Die Schweizer Arzneimittelbehörde Swissmedic hat am Dienstag grünes Licht gegeben für den Impfstoff des US-Herstellers Moderna. Damit soll bis in rund einer Woche in der Schweiz eine halbe Million Impfdosen gegen das Coronavirus zur Verfügung stehen. Die Zulassung erfolgte jedoch vorerst befristet. Und Geduld brauchen Impfwillige weiterhin.

(Bild: Keystone)

Swissmedic habe den Covid-19-Impfstoff von Moderna «nach sorgfältiger Prüfung aller eingereichten Daten zur Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität» in der Schweiz befristet zugelassen, wie die Zulassungsstelle am Dienstag mitteilte. «Wir sind überzeugt, dass mit dieser Zulassung ein weiterer Beitrag zur Bewältigung der Pandemie geleistet werden kann», sagte dazu Philippe Girard, stellvertretender Direktor von Swissmedic, vor den Medien in Bern.

Aargau laut Behörden auf Einsatz mit Moderna-Impfstoff vorbereitet

Der Kanton Aargau will nach der Lieferung des nun zugelassenen Impfstoffs Moderna die Impfkapazität verdoppeln. Man sei auf den Einsatz des Impfstoff vorbereitet, teilte die Staatskanzlei am Dienstag mit.

Der Einsatz des Impfstoffs des Herstellers Moderna sei in der Anwendung wesentlich einfacher als jener des Herstellers Pfizer/Biontech. Die Zulassung erlaube es dem Kanton, rasch neue Impfzentren in Betrieb zu nehmen. Auch eine Impfung über Hausärztinnen und Hausärzte sei möglich.

(Bild: Keystone)

Die Anmeldung zum Impftermin ist laut Staatskanzlei weiterhin nur über die bestehenden Impfzentren in den beiden Kantonsspitälern Aarau und Baden möglich. Täglich wird eine beschränkte Anzahl Impftermine freigeschaltet. Eine Anmeldung per E-Mail ist nicht möglich.

Behörden sind besorgt wegen Ausbreitung des mutierten Coronavirus

Obwohl die Fallzahlen, die Hospitalisationen und die Todesfälle leicht zurückgehen, plädiert das Bundesamt für Gesundheit (BAG) für schärfere Corona-Massnahmen. Grund dafür sind die Virusvarianten aus Grossbritannien und Südafrika, die sich rasant weiterverbreiten.

Die neuen Varianten des Coronavirus sind schneller übertragbar. Sie haben beispielsweise auf den britischen Inseln zu einer Explosion der Fallzahlen in den vergangenen Tagen geführt. Auch in der Schweiz fürchten sich die Behörden vor einer weiteren Ausbreitung.

(Bild: Keystone)

Mittlerweile seien in der Schweiz 127 Fälle von Mutationen bekannt, sagte Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit im BAG, am Dienstag vor den Bundeshausmedien. 86 betreffen demnach die Virusform aus Grossbritannien, 5 diejenige aus Südafrika. In 36 Fällen konnte die Mutation bisher nicht einer der beiden Formen zugeschrieben werden.

Israel will Corona-Impfprogramm für Holocaust-Überlebende

Die israelische Regierung setzt sich für die Impfung aller Holocaust-Überlebenden weltweit gegen das Coronavirus ein. Die Ministerin für Diaspora-Angelegenheiten, Omer Jankelevich, kündigte am Dienstag ein entsprechendes Programm an.

Details dazu werden noch ausgearbeitet. Vorgesehen ist einer Mitteilung zufolge aber in einem Entwurf, Impfzentren in bestimmten Ländern zu eröffnen.

Holocaust-Überlebende gehörten aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters zur Hochrisikogruppe, hiess es. In manchen Ländern sei nicht gesichert, dass sie in Kürze geimpft würden. Wenn nötig, sollten Teams die Überlebenden an ihren Wohnorten impfen. Das Projekt soll kostenfrei sein. Dem Ministerium zufolge leben etwa 190’000 Holocaust-Überlebende in Israel und 130’000 weitere in aller Welt.

Verschärfung der Massnahmen in Wirtschaftskommission umstritten

Die Wirtschaftskommission des Nationalrats (WAK-N) ist sich über die vom Bundesrat vorgeschlagenen neuen Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus uneinig. Sie legt der Regierung nahe, keine präventive Verschärfung zu beschliessen.

Die WAK-N sei der Auffassung, dass neue Massnahmen nur eingeführt werden sollten, wenn dies die epidemiologische Lage tatsächlich erfordere, heisst es in einer Mitteilung der Parlamentsdienste vom Dienstag. Im Voraus sollten die Massnahmen nicht verschärft werden.

Was die konkreten Massnahmen betrifft, sind sich die Kommissionsmitglieder uneins. Zum jetzigen Zeitpunkt lehnt eine knappe Mehrheit eine Homeoffice-Pflicht mit 12 zu 10 Stimmen bei einer Enthaltung ab. Eine Schliessung von Einkaufsläden und Märkten des nicht täglichen Bedarfs lehnt die Kommission mit 12 zu 11 Stimmen bei einer Enthaltung ab.

Neuer Einbruch im Flugverkehr über Weihnachten

Die Sorge vor der Verbreitung der neuen Mutationen des Coronavirus hat dem Flugverkehr über die Weihnachtsferien weiter zugesetzt. Statt einer erhofften Erholung sei die Situation noch schwieriger geworden, berichtete der Airlineverband IATA am Dienstag in Genf. Konkrete Zahlen lagen noch nicht vor. Die Vorausbuchungen für Februar und März 2021 lägen aber mehr als 80 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Im Oktober 2020 hatten sie den Angaben zufolge nur rund 70 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen. «Die Aussichten sind trostlos», sagte IATA-Chef Alexandre de Juniac.

Er kritisierte die teils verschärften Reisebeschränkungen. Einige Länder verlangten von Reisenden nun Corona-Tests, hätten aber trotzdem die Quarantänebestimmungen nicht aufgehoben. «Damit wird das Reisen praktisch stillgelegt», meinte de Juniac. Der Airline-Verband setzt sich dafür ein, dass Passagiere, die negative Tests vorweisen, ohne Quarantäne reisen können.

Ukraine lehnt russischen Corona-Impfstoff «Sputnik V» ab

Die Ukraine will den russischen Corona-Impfstoff «Sputnik V» nicht zulassen und auf andere Impfstoffe warten. Die Regierung in Kiew hält das Mittel gegen das Coronavirus für nicht ausreichend klinisch getestet.

«Russland denkt nicht an die Gesundheit der Ukrainer. Es denkt an das Aufzwängen seiner propagandistischen Stempel und Ideologien», sagte Aussenminister Dmitri Kuleba am Dienstag dem Fernsehsender 1+1. Es gebe keine abschliessenden medizinischen Gutachten zur Wirksamkeit des Vakzins, sagte er. Viele Länder, darunter etwa Ungarn, Serbien und Argentinien, setzen hingegen auf «Sputnik V».

(Bild: Keystone)

Damit ist für die krisengeschüttelte und völlig verarmte Ukraine ein Impfstart nicht in Sicht. Das Land hofft zwar auf Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation und auf einen chinesischen Impfstoff. Jedoch rechnen Experten nicht vor März mit dem Start der Immunisierungen.

Zuvor war bekannt geworden, dass ein Unternehmen in der ostukrainischen und russischsprachigen Grossstadt Charkiw Ende 2020 die Zulassung von „Sputnik V“ beantragt hatte. Die Behörden dürften das aber kaum genehmigen. Die Beziehungen der beiden Länder sind seit Russlands Annexion der ukrainischen Schwarzmeerhalbinsel Krim im Jahr 2014 zerrüttet.

OECD-Studie: Corona hat Forschung beispiellos mobilisiert

Die Corona-Pandemie hat einer Studie zufolge die wissenschaftliche Forschung und Zusammenarbeit in beispielloser Weise mobilisiert.

In den ersten Monaten der Pandemie stellten in den Ländern, für die Daten vorliegen, Forschungsfördereinrichtungen mehr als fünf Milliarden US-Dollar für Forschung und Entwicklung zu Covid-19 bereit, wie es in einer am Dienstag veröffentlichten Untersuchung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris heisst. Davon seien etwa 850 Millionen US-Dollar aus Europa gekommen. Die Zahlen beinhalten nicht interne Ressourcen, die innerhalb der Organisationen auf die Corona-Forschung umgelegt wurden.

Die Autoren der Studie merken an, dass in «beispiellosem Tempo» Impfstoffkandidaten mit hoher Wirksamkeit gemeldet worden seien. Die Pandemie sei Katalysator für bereits bestehende Trends gewesen, habe den Einsatz digitaler Werkzeuge verstärkt, die internationale Zusammenarbeit verbessert und viele öffentlich-privaten Partnerschaften angeregt. Bis Ende November 2020 erschienen der OECD zufolge rund 75 000 wissenschaftliche Publikationen zu Corona. Die meisten Beiträge kamen aus den USA und China.

So viele Tote in England und Wales in einem Jahr wie zuletzt 1918

In England und Wales sind im vergangenen Jahr so viele Menschen gestorben wie zuletzt im Jahr 1918, dem Jahr der Spanischen Grippe.

Zwischen Januar und Dezember gab es in den Landesteilen 608’002 Todesfälle, wie aus vorläufigen Zahlen hervorgeht, die die britische Statistikbehörde am Dienstag veröffentlichte. Das sind mehr als in jedem Kalenderjahr seit 1918 – damals waren 611’861 Tote gezählt worden. Allerdings sind die Zahlen über so lange Zeiträume schwierig zu vergleichen, da sich die Grösse und die Altersstruktur der Bevölkerung deutlich verändert haben.

(Bild: Keystone)

Vergleicht man die Todeszahlen von 2020 für England und Wales mit dem Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019, so starben knapp 76’000 Menschen mehr. Zum Ende des Jahres standen fast die Hälfte aller Todesfälle in den Krankenhäusern von England und Wales in Zusammenhang mit dem Coronavirus. In ganz Grossbritannien sind seit Beginn der Pandemie bereits mehr als 80’000 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben, damit gehört das Land zu den am schwersten von der Pandemie getroffenen in Europa.

Moderna-Impfstoff: Nur befristete Zulassung wegen fehlender Daten

Swissmedic hat den Impfstoff von Moderna nur befristet zugelassen. Das hängt mir den vorhandenen Daten zur Wirkungsdauer zusammen.

Es sei noch unklar, wie lange die Schutzwirkung sei, sagte Philippe Girard, stellvertretender Direktor von Swissmedic und Leiter Bereich Bewilligungen, am Dienstag vor den Medien in Bern. Die vorhandenen Daten zeigten, dass die Wirkung drei Monate anhalte.

Wahrscheinlich halte die Impfung viel länger, aber genau wisse man das noch nicht. Auch Christoph Berger, Präsident der eidgenössischen Kommission für Impffragen (EKIF), erwartet nicht, dass die Impfung nach drei Monaten nachlasse, wie er sagte.

Zudem fehlten noch Daten zum Thema Schwangerschaft und bei der Wirksamkeit, ergänzte Girard. Die Firmen seien daran, diese Studien durchzuführen. Sobald die Daten da seien, könne über eine unbefristete Zulassung diskutiert werden. Im Moment sei das Nutzen/Risiko-Verhältnis aber positiv zu bewerten, weswegen der Impfstoff befristet zugelassen werden konnte, sagte Girard.

Mittlerweile mehr als 500'000 nachgewiesene Corona-Fälle in Schweden

In Schweden sind mittlerweile mehr als eine halbe Million Coronavirus-Infektionen nachgewiesen worden.

Seit dem Beginn der Pandemie wurden 506’866 Corona-Fälle sowie 9667 damit in Verbindung stehende Todesfälle registriert, wie am Dienstag aus aktualisierten Zahlen der schwedischen Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten hervorging. Das entspricht etwa jedem 20. Einwohner des skandinavischen EU-Landes. Bis Sonntag wurden knapp 80’000 Menschen im Land gegen Corona geimpft.

(Bild: Keystone)

Seit Ende Oktober stiegen die täglichen Neuinfektionszahlen bei den Schweden wieder stark an. Kurz vor Weihnachten erreichten sie vorerst ihren Höhepunkt; über die Feiertage wurde weniger getestet.

Drastische Verschärfungen der Corona-Massnahmen auf Mallorca

Angesichts der schnell steigenden Zahl von Corona-Infektionen haben Mallorca und die anderen balearischen Inseln die geltenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens drastisch verschärft.

Ab Mittwoch sind zunächst für zwei Wochen private Treffen zu Hause und in der Öffentlichkeit von Menschen verboten, die nicht im selben Haushalt leben, wie die Regionalregierung anordnete. Zudem müssen alle Restaurants, Bars, Cafés und Fitnessstudios schliessen.

Fahrgäste in Bussen und Bahnen sollen während der Fahrt künftig schweigen, um Ansteckungen über die beim Sprechen freigesetzten Aerosolpartikel mit Viren zu vermeiden. Wie die Anordnung kontrolliert werden soll, blieb indes unklar. «Die Balearen-Regierung schaltet in den Panik-Modus», schrieb die deutschsprachige «Mallorca-Zeitung» am Dienstag.

Die Corona-Zahlen auf den beliebten Urlauberinseln, zu denen neben Mallorca unter anderem auch Menorca, Ibiza und Formentera gehören, steigen seit Dezember stark an. Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen lag am Dienstag nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Madrid bei knapp 310.

Die Lage in den Krankenhäusern ist entsprechend prekär. Im Landeskrankenhaus auf Mallorca seien in der Erwachsenenabteilung wegen der vielen Corona-Patienten nur noch fünf Betten frei, schrieb die Zeitung.

Kanton Solothurn: 16 Millionen für Spitäler und Kliniken

Der Kanton Solothurn soll den Spitälern und Kliniken eine Akontozahlung von 16,2 Millionen Franken an die Ertragsausfälle wegen der Corona-Pandemie bezahlen. Der Regierungsrat hat am Dienstag dem Kantonsrat die entsprechende Botschaft zugesellt.

Blick ins Sitzungszimmer des Solothurner Regierungsrats: Der Kanton soll den Spitälern und Kliniken die Ertragsausfälle wegen der Corona-Pandemie zu einem grossen Teil entschädigen. (Bild: Keystone)

Mit dem Geld sollen öffentliche und private Spitäler entschädigt werden, heisst es in der Botschaft. Konkret geht es um die 41 Tage im vergangenen März und April. In dieser Zeit galt der vom Bundesrat angeordnete Verzicht auf nicht dringend angezeigte medizinische Untersuchungen sowie Operationen.

Das eidgenössische Epidemiengesetz, auf dessen Grundlage das Behandlungsverbot angeordnet wurde, regelt jedoch nicht, wer die finanziellen Folgen solcher Massnahmen tragen muss, wie der Regierungsrat schreibt.

Indien will bis Juli rund 300 Millionen Menschen gegen Corona impfen

Indien hat mit dem Versand von Millionen Corona-Impfdosen in grosse Städte begonnen. Damit soll am Samstag die laut Premierminister Narendra Modi «weltgrösste Impfaktion» beginnen. Zunächst sollen nach Behördenangaben 30 Millionen Mitarbeiter vor allem im Gesundheitsbereich gepikst werden. Dann sollen bis Juli 270 Millionen Menschen über 50 Jahre sowie Risikogruppen an die Reihe kommen.

Damit wären im Sommer rund ein Viertel der 1,3 Milliarden Einwohner Indiens, dem zweitbevölkerungsreichsten Land der Welt, geimpft. Nach Angaben von Luftfahrtminister Hardeep Singh Puri wurden am Dienstag 5,65 Millionen Impfdosen vom weltgrössten Impfstoffhersteller Serum Institute in der Stadt Pune in die Hauptstadt Delhi sowie in zwölf weitere Metropolen transportiert.

(Bild: Keystone)

In Indien werden nach örtlichen Angaben rund 60 Prozent der Impfstoffe weltweit hergestellt. Viele der Impfstoffe gehen in ärmere Länder – für diese Staaten werden die Produkte aus Indien auch jetzt von grosser Bedeutung sein.

Für die Impfaktion hat Indien Zehntausende Menschen trainiert und die Impfstoffverteilung in Übungsrunden durchgespielt. Das Land stützt sich dabei auch auf seine Erfahrungen mit regelmässigen Impfkampagnen etwa gegen Polio. Das grosse Land mit einem schwachen Gesundheitssystem steht aber – wie etliche andere ärmere Länder auch – vor grossen Herausforderungen, etwa bei der Einhaltung der Kühlketten.

Britischer Superspreader: Kanton Bern will in Wengen mehr testen

Der Kanton Bern will die Testkapazitäten im Corona-Hotspot Wengen erhöhen. Das kündigte die Gesundheitsdirektion am Dienstag in einem Brief an die Bevölkerung und die Gäste des Wintersportorts an. Lesen Sie hier mehr.

(Bild: Keystone)
Coronavirus war nicht Haupttodesursache bei Kleinkind

Der Tod eines Kleinkindes Ende Jahr im Ostschweizer Kinderspital in St. Gallen ist auf eine schwere bakterielle Infektion der Atemwege zurückzuführen. Eine Infektion mit dem Coronavirus war nicht die direkte Todesursache.

Dies teilte die St. Galler Staatskanzlei am Dienstag mit. Das Kleinkind war positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Corona-Infektion habe «im weiteren Verlauf eine schwerwiegende bakterielle Infektion der Atemwege nach sich gezogen, die zum tragischen Tod des Kleinkindes geführt hat», hiess es.

Abklärungen hätten ergeben, dass die Infektion mit dem Coronavirus somit nicht die Haupttodesursache gewesen sei. Weitere feingewebliche Untersuchungen würden noch einige Wochen Zeit in Anspruch nehmen. Aufgrund des Persönlichkeitsschutzes werden keine weiteren Auskünfte zum Fall erteilt.

Erste 200'000 Impfdosen von Moderna bis Mittwoch geliefert

Eine erste Lieferung von 200’000 Dosen des Covid-19-Impfstoffs von Moderna für die Schweiz wird bis Mittwoch eintreffen. Dies teilte Gesundheitsminister Alain Berset am Dienstag auf Twitter mit.

Der Impfstoff geht an die Armeeapotheke, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag mitteilte. Die Armeeapotheke verteilt das Vakzin an die Kantone.

Zusammen mit dem Impfstoff von Pfizer/Biontech, den Swissmedic am 19. Dezember 2020 zugelassen hat, stünden in der Schweiz im Januar rund eine halbe Million Impfstoffdosen bereit, so das BAG.

(Bild: Keystone)

Weitere Lieferungen würden in regelmässigen Abständen folgen. Die Impfstoffverfügbarkeit in der Schweiz werde damit in den nächsten Monaten ansteigen. «Bis im Sommer sollen sich alle impfen lassen können, die dies möchten», schrieb das BAG.

BAG meldet 2'851 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag innerhalb von 24 Stunden 2851 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 98 neue Todesfälle und 147 Spitaleinweisungen.

Corona-Impfstoff von Moderna in der Schweiz zugelassen

Die Arzneimittelbehörde Swissmedic hat einen zweiten Corona-Impfstoff für die Schweiz zugelassen. Sie gab am Dienstag grünes Licht für den Wirkstoff des US-Herstellers Moderna. Er wird auch im Wallis bei Lonza produziert. Die Schweiz sicherte sich 7,5 Millionen Dosen.

Verdacht auf Corona-Mutation nach Skilehrer-Kurs nach Kitzbüehl

In Österreich haben sich möglicherweise 17 weitere Menschen mit der in Grossbritannien aufgetretenen Coronavirus-Mutation angesteckt.

Zum Grossteil handele es sich um britische Staatsbürger, die im Dezember an einer Skilehrer-Ausbildung in Jochberg in Tirol teilgenommen hätten, teilte das Bundesland am Dienstag mit. Auffälligkeiten beim positiven PCR-Test würden nun überprüft. Ein Ergebnis solle in einer Woche vorliegen, hiess es. Unterricht mit Schülern habe nicht stattgefunden.

Die Regierung rief die Bürger der 1600-Einwohner-Gemeinde nahe Kitzbühel auf, sich vorsorglich einem PCR-Test zu unterziehen. Bisher waren vier Fälle dieser Mutation in Österreich bekannt.

70 Corona-Fälle in Wengen

Das Coronavirus ist im Berner Oberland weiter auf dem Vormarsch: In 24 Stunden sind im Skiort Wengen zehn weitere Corona-Ansteckungen gemeldet worden, wie die Berner Gesundheitsdirektion am Dienstag gegenüber dem «Tages-Anzeiger» mitteilte.

Damit sind in Wengen seit Weihnachten bereits 70 Corona-Fälle registriert worden.

Irland steht neu auf der BAG-Risikoliste

Wer ab Dienstagmittag aus Irland in die Schweiz reist, muss für zehn Tage in Quarantäne. Der Bund hat die entsprechende Verordnung betreffend Massnahmen im Bereich des internationalen Personenverkehrs angepasst. Grund ist die mutierte Variante des Coronavirus.

Die Quarantänepflicht aufgrund des Mutanten gilt seit dem 21. Dezember bereits für Reisende aus Grossbritannien und Südafrika. Auf der Liste stehen Staaten oder Gebiete, in denen sich eine Mutation des Coronavirus Sars-CoV-2 ausbreitet, die ansteckender ist als die bisherig bekannte Virusform.

In Irland waren die Corona-Fallzahlen nach den Festtagen explodiert. In der Schweiz und Liechtenstein sind bis am Montagmorgen 88 Fälle der mutierten Coronaviren aus Grossbritannien und Südafrika nachgewiesen worden. Sie wurden in 11 Kantonen und im Fürstentum Liechtenstein nachgewiesen.

Astrazeneca beantragt Zulassung von Corona-Impfstoff in der EU

Der schwedisch-britische Pharmakonzern Astrazeneca hat eine Zulassung seines Corona-Impfstoffes bei der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) beantragt. Die Bewertung des Vakzins werde «in einem beschleunigten Zeitrahmen» erfolgen, teilte die EMA am Dienstag in Amsterdam mit.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüsste die Ankündigung als gute Nachricht. Die EMA werde die Sicherheit und Wirksamkeit beurteilen. «Sobald der Impfstoff eine positive wissenschaftliche Beurteilung erhält, werden wir mit vollem Tempo daran arbeiten, die Nutzung in Europa zuzulassen», schrieb von der Leyen am Dienstag auf Twitter.

Der Konzern entwickelte das Vakzin gemeinsam mit der renommierten Universität Oxford. Anders als die Impfstoffe der Mainzer Firma Biontech und des Pharmakonzerns Pfizer sowie der US-Firma Moderna gehört das britisch-schwedische Präparat nicht zu den sogenannten mRNA-Impfstoffen. Die Europäische Union hat bereits Hunderte Millionen Dosen bei Astrazeneca bestellt. Insgesamt wurden weltweit schon Milliarden Dosen dort in Auftrag gegeben.

Mehrere Kantone wollen Verantwortung wieder an den Bund abtreten

Sollte es diese Woche zu einer Verschärfung der Corona-Massnahmen kommen, wünschen sich zwölf Kantone, dass der Bundesrat wieder die ausserordentliche Lage ausruft und die Verantwortung übernimmt. Das berichten die Tamedia-Zeitungen am Dienstag.

Der Bundesrat gab am letzten Freitag scharfe Massnahmen wie eine Homeoffice-Pflicht, eine Schliessung der Läden und eine Beschränkung von Treffen auf zwei Haushalte bei den Kantonen in die Konsultation. Sollten schärfere Massnahmen nun erlassen werden, wollten manche Kantone dafür nicht mehr die Hauptverantwortung übernehmen, heisst es weiter.

Für die Ausrufung der ausserordentlichen Lage sprechen sich gegenüber den Tamedia-Zeitungen der Kanton Aargau und der Kanton St. Gallen aus. Gemäss den Recherchen seien zehn weitere Kantone mit an Bord. Um dem Bundesrat mit der ausserordentlichen Lage aber wieder das Heft in die Hand zu drücken, wäre eine Mehrheit von 18 Kantonen notwendig.

Dieser Ticker wurde für Sie neu aufgesetzt

Die bisherigen Kurzmeldungen aus der Schweiz und der Welt zu Covid-19 finden Sie hier.

2 Kommentare

  1. Berset und Span sollten mal einen Kaffee zusammen trinken. Beide machen dasselbe, Kaffeesatzlesen…. leider sind beide wohl der Überzeugung weitere Schliessungen retten uns…..
    Es wird so sein, daß keiner dieser Herren uns danach fragen werden wenn wir arbeitslos sind und die Wirtschaft zerstört ist.Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel