Im Erdmantel herrschen Temperaturen von über tausend Grad. (Bild: Keystone)
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So kommt es zu einem Vulkanausbruch

Zuerst dampft und brodelt es, danach schiesst glühend heisses Gestein hervor. Eine riesige Rauchwolke entsteht. Doch wie kommt es eigentlich zu einem Ausbruch?

Bestimmt hast Du schon Videos und Fotos von Vulkanausbrüchen gesehen – ein atemberaubendes Spektakel. Auch in Europa gibt es viele aktive Vulkane. So beispielsweise in Island, wo es rund 130 Stück gibt. Unser Nachbarland Italien beherbergt ebenfalls über ein dutzend aktive Vulkane, darunter der Ätna auf Sizilien und Stromboli auf der gleichnamigen Mittelmeerinsel.

In 100 km Tiefe beginnt das Spektakel

Vulkane können auf dem Land oder auf dem Meeresboden liegen. Dabei handelt es sich um eine Erdoberfläche, welche feste oder geschmolzene Gesteine aus dem Erdinnern an die Oberfläche fördert. In einer Tiefe von 100 Kilometern herrschen Temperaturen von 1’000 bis 1’300 Grad Celsius. In dieser Tiefe haben Vulkanausbrüche ihren Ursprung.

Dort befinden sich diverse Materialien. Einige von ihnen sind schon sehr zäh und fest, andere noch dünnflüssig. Dieses dünnflüssige Material bahnt sich Schritt für Schritt den Weg nach oben und sammelt sich dort in Kammern. Wird der Druck in einer solchen Kammer zu hoch, so kommt es zu einer Explosion und das heisse Gestein ergiesst sich nach aussen. Hat das Magma – wie die heissen Gesteinsschmelzen heissen – den Vulkan verlassen, so heisst es Lava.

Grösster Vulkan der Welt auf Hawaii

Nicht alle Vulkane spucken aber regelmässig Lava. Viele von ihnen können mehrere Jahrhunderte lang ruhig bleiben, was sie besonders gefährlich macht. Oft sind deren Krater mit Lava und Geröll verstopft. Kommt es zu einem Ausbruch, so gibt es gewaltige Explosionen.

Der grösste aktive Vulkan auf unserer Erde ist der Mauna Loa auf Hawaii. Er ist knapp 10’000 Kilometer hoch, mehr als 5’000 Meter davon liegen aber unter Wasser. Der grösste inaktive Vulkan der Welt ist der benachbarte Mauna Kea. Er ist 10’205 Meter hoch, mehr als 5’000 davon ebenfalls unter Wasser. Bezieht man sich bei der Messung auch auf die Höhe unterhalb der Meeresoberfläche, so ist der Mauna Kea der höchste Berg der Erde. Als Vergleich: Der Mount Everest, welcher in Nepal und China liegt, ist 8849 Meter hoch.

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