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Der Telebasel News-Beitrag vom 11. Januar 2021.
Basel

Basler Restaurants halten sich grösstenteils an Verbote

Am Aktionstag «Wir machen auf» halten sich die Basler und Baselbieter Restaurants an die Corona-Massnahmen. Die allermeisten Betriebe bleiben geschlossen.

Die Basler Restaurants halten sich auch am Montag, 11. Januar 2021, an die Corona-Massnahmen. Angeblich wollten 13 Basler Restaurants an der Protestaktion «Wir machen auf» teilnehmen. Wie die Basler Behörden gegenüber Telebasel mitteilen, wissen sie bloss von einem Betrieb, der offen gewesen sei.

Laut «20 Minuten» handle es sich beim Betrieb um ein Café. Im Bericht wird dieses nicht namentlich genannt. Die Inhaberin wird aber zitiert: «Für mich ist das keine Protestaktion. Für mich geht es ums Überleben», sagt die Frau. Sie sei die Hauptverdienerin in der Familie und könne ihre Rechnungen ohne die Einkünfte aus dem Café nicht bezahlen.

Verfügung wegen Café-Öffnung

Das Basler Gesundheitsamt sei bei ihr vor Ort gewesen: «Die Beamten kontrollierten mein Café und wollten wissen, ob ich neben dem Take-Away auch Gäste im Lokal bedienen werde», sagt sie. Sie habe geantwortet, dass sie das noch nicht wisse. «Mit Take-Away habe ich einfach nie viel Umsatz gemacht. In meinem Café setzt man sich hin, man isst und man trinkt.» Daraufhin hätten die Beamten mitgeteilt, dass eine Verfügung ins Haus flattern werde. 

In Basel haben staatliche Kontrollteams am Montag einen Betrieb ausfindig gemacht, der im Rahmen der Protestinitiative unerlaubterweise geöffnet war, wie auch Regierungssprecher Marco Greiner bestätigt. Dort hat man selbstverständlich das Gespräch gesucht und der Betrieb wurde wieder geschlossen», so Greiner.

Nicht ungewöhnlich

Eines der bereits seit Monaten tätigen interdepartementalen Kontrollteams des Kantons habe bis Montagnachmittag nur diesen Betrieb ausfindig gemacht, der unerlaubterweise geöffnet war.

Über konkrete Konsequenzen konnte man keine Angaben machen. Das Gesundheitsdepartement beurteile und werde aufgrund der Art des Verstosses entscheiden. Das Gesetz sehe die Möglichkeit von Geldbussen vor. Eine Strafe drohe aber nur den Betrieben, nicht den Besucherinnen und Besuchern.

Man habe wegen des Aufrufs keine zusätzlichen Kontrolleure eingesetzt: «Wir vertrauen darauf, dass sich die Leute wie bisher an die Massnahmen halten», so Regierungssprecher Marco Greiner. Seit Juli seien in 3’000 Kontrollen 800 Beanstandungen gemacht worden, damit liege der heutige Tag im Rahmen des Normalen.

Keine Fälle im Baselbiet

Gemäss einer von den anonymen Initianten aufgeschaltete Aufzählung wurde dem Aufruf in Basel nur mässig nachgekommen. Die Aufzählung weist nicht namentlich genannte 13 Betriebe auf, die dem Aufruf folgen wollten. Darunter befanden sich drei Restaurants in der Innenstadt. Der Basler Wirteverband hatte seinen Mitgliedern von einer Teilnahme abgeraten.

Keine Verstösse habe es derweil im Baselbiet gegeben. Wie die Polizei Basel-Landschaft gegenüber Telebasel mitteilte, seien bisher keine Verstösse gegen die Corona-Massnahmen seitens Gastrobetrieben gemeldet worden.

5 Kommentare

  1. An die Conny, du schreibst von egoismus, da gehörst du auch dazu, es Sterben Weltweit jeden Tag 15000 Kinder an Hunger und Durst, da sind die Erwachsenen Zahlen noch nicht gerechnet, wärend du genug Essen und zu Trinken hast, jetzt müssen wir mal ein paar Tode mehr beklagen und schon redet man von egoismus, alles nur bedenklich und Arogant von uns Menschen……………………………………….Report

  2. Mit Patent entzug und Bussen drohen. Hauptsache die Verantwortlichen für das Desaster haben ihren vollen Lohn und scheren sich keinen Deut für die Folgen.Report

  3. Meist sind Gä$ste im Restaurant Leute, die ohnehin zusammen wohnen oder arbeiten. Man könnte doch wenigstens zwei Personen pro Tisch bewilligen, nebst den Auflagen, die die Beizer beherzigen. Das gäbe die Möglichkeit von ein bisschen Geselligkeit und dem Restaurant einen kleinen Verdienst.Report

  4. also eigentlich hätte die heutige Aktion heissen sollen:wir bleiben weiterhin geschlossen,voraussichtlich bis Ende Februar;und wer heute als Gast in so eine offene Beiz gegangen ist,ist ebenso dumm und egoistisch,wie der dazugehörige BeizerReport

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