Möglicherweise die letzte eigenständige Ausgabe der Kleinbasler Traditionszeitung «Vogel Gryff». (Bild: Keystone/Dominique Spirgi)
Basel

Kleinbasler Zeitung «Vogel Gryff» stellt eigenes Erscheinen ein

Nach rund 70 Jahren stellt die Kleinbasler Zeitung «Vogel Gryff» ihr eigenes Erscheinen ein. Sie wird ins Monatsmagazin «Basel aktuell» integriert.

Die traditionelle Kleinbasler Zeitung «Vogel Gryff» stellt ihr eigenständiges Erscheinen ein. Sie wird in das Monatsmagazin «Basel aktuell» integriert, das als Stadtausgabe der bestehenden Publikation «Regio aktuell» neu lanciert wird.

Die Genossenschaft Neue Kleinbasler Medien habe entschieden, das von ihr herausgegebene Traditionsblatt «Vogel Gryff» aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr in der bekannten Zeitungsform weiterzuführen, teilten die Birs Forum Medien GmbH und die Herausgeber-Genossenschaft am Dienstag in einer gemeinsamen Medienmitteilung mit.

Das Baselbieter Verlagshaus Birs Forum Medien GmbH mit Sitz in Arlesheim übernehme von der Genossenschaft die Verlagsrechte am «Vogel Gryff» und werde ab März 2021 als Herausgeberin von «Basel aktuell» in Erscheinung treten, heisst es weiter.

Christian Kern, Vizepräsident der Genossenschaft Neue Kleinbasler Medien, sprach auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA von einer guten Lösung. In der schwierigen Situation in der Medienlandschaft gelte es, die Kräfte zu bündeln. Einer der Journalisten und die Verkaufsberaterin würden vom neuen Magazin weiterbeschäftigt, sagte er. Wie viele Kündigungen ausgesprochen werden, sei noch nicht klar.

IG Kleinbasel bedauert die Umstellung

Die IG Kleinbasel, für die der «Vogel Gryff» als offizielles Organ diente, nahm die Nachricht mit grossem Bedauern zur Kenntnis. Die IG werde sich nun Gedanken machen müssen, ob die geplante Integration eine annehmbare Lösung sei, sagte deren Präsident André Auderset auf Anfrage.

Der «Vogel Gryff» hat eine rund 70-jährige Geschichte hinter sich. Bis Anfang 2020 erschien die Zeitung im Tabloid-Format im Vierzehntages-Rhythmus. Während der Corona-Krise erschien sie nur noch einmal pro Monat.

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