Geht es nach der GLP, den Grünen und der SP, bleiben die Restaurants länger als bis zum 22. Januar geschlossen. (Bild: Keystone)
Schweiz

GLP, Grüne und SP fordern schärfere Corona-Massnahmen

Für die Grünliberalen und Grünen ist eine Lockerung der Massnahmen keine Option. In einem Brief an den Bundesrat fordern sie mit der SP Verschärfungen.

Die Meinungen über die aktuellen Corona-Massnahmen in der Schweiz gehen weit auseinander. Während die Taskforce dem Bund eine Verschärfung der Massnahmen empfiehlt, fordert die SVP eine sofortige Öffnung der Restaurants und Freizeitbetriebe. Doch mit dieser Forderung ist die SVP im politischen Spektrum inzwischen alleine.

GLP, Grüne und SP wollen Verschärfungen

Die Grünliberalen und die Grünen fordern in einem Brief «weitergehende Massnahmen», wie die «Basler Zeitung» am Samstagabend berichtet. Unterstützt werden sie dabei von der SP. Die Allianz kritisiert das Hin und Her in der Politik und fordert eine Homeoffice-Pflicht. Das würde nicht nur die Ansteckungen im Büro minimieren, sondern auch dafür sorgen, dass weniger Leute unterwegs seien. An den obligatorischen Schulen solle Fernunterricht eingeführt werden. Genügen diese Massnahmen nicht, sind Grünen-Präsident Balthasar Glättli und GLP-Präsident Jürg Grossen für eine temporäre Schliessung der Geschäfte. «Es braucht einen temporären starken Shutdown», findet Glättli. Grossen fordert zudem eine Schliessung der Skigebiete, um die Überlastung der Spitäler zu verhindern.

Auch die SP übt Kritik an der «Stop-and-go-Politik» des Bundes aus. «[…] denn das Hin und Her ist auch schlecht für die Psyche der Menschen», argumentiert Co-Präsidentin Mattea Meyer. Die SP unterstützt die schweizweite Homeoffice-Pflicht. Sie sei laut Meyer momentan die dringendste Massnahme.

FDP schliesst weitere Massnahmen nicht aus

Anders als sonst ist sich die FDP mit den linken Parteien einig, was die Verschärfung der Corona-Massnahmen angeht. FDP-Ständerat Damian Müller ist gegen eine Lockerung der Massnahmen am kommenden Mittwoch: Es sei naheliegend, dass die Fallzahlen in zwei Wochen steigen werden. Über die Festtage hätten sich viele angesteckt.

Steigen die Massnahmen wegen der Feiertage, «ist es eine Option, dass die Kantone weitere Massnahmen ergreifen und der Bund seine Massnahmen über den 22. Januar verlängert.»

2 Kommentare

  1. Das ist wieder typisch! Schärfere Massnahmen wären eigentlich wünschenswert. Da steh ich auch dahinter. Dass sich die Linke und die SVP demgegenüber gegen eine Impfpflicht für Besucher von Grossanlässen äussern, verstehe ich nicht ganz. Das läuft den Forderungen für schärfere Massnahmen entgegen.Report

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