Holt am Sonntag in Val Müstair Rang 6: Dario Cologna. (Bild: Keystone)
Schweiz

Cologna verpasst Podest am zweiten Tag der Tour de Ski

Dario Cologna verpasste in seiner Heimat im Val Müstair einen zweiten Tages-Podestplatz in der Tour de Ski. Damit verliert er an Terrain.

Der vierfache Olympiasieger kam in der Verfolgung über 15 km Skating als Sechster ins Ziel. Der Rückstand im Gesamtklassement auf den Leader Alexander Bolschunow beträgt nach drei der acht Etappen 1:34 Minuten. Cologna war als Vierter mit einem Handicap von 1:11 Minuten ins Rennen gestartet.

Der Routinier durchlebte bei Rennhälfte eine kritische Phase. Nach einem Schnellstart machte er zunächst zusammen mit Artem Malzew Zeit auf Bolschunow gut. Auf der dritten und vierten Schlaufe schalteten die Russen aber einen Gang höher, derweil Cologna das Tempo leicht drosseln musste, um einen Einbruch zu verhindern. Der Routinier wurde von einer Dreiergruppe geschluckt und stehen gelassen. Insbesondere der Franzose Maurice Manificat überzeugte. Er stiess von Platz 7 in den 3. Zwischenrang vor und ist somit der beste Nicht-Russe. Colognas Rückstand auf das Tour-Podest beträgt 23 Sekunden.

Mehrere Schweizer unter den Top 30

Ähnlich schnell wie Cologna lief im Mittelfeld Candide Pralong. Der bereits 30-jährige Walliser findet nach einer Baisse wegen Übertrainings wieder zur Bestform. Harte Rennen mit langen Anstiegen behagen dem Bergläufer-Typ. Pralong belegt mit 2:56 Minuten Rückstand den 19. Rang. Auch Jonas Baumann (21./3:26) und Beda Klee (28./3:43) figurieren in den Top 30 der Tour de Ski.

Das Etappenrennen wird am Dienstag in Toblach fortgesetzt. Mit den Skating-Ski stehen 15 km mit Einzelstart auf dem Programm. Die Läufer im roten Dress werden in Abwesenheit der Norweger weiter dominieren. Die Russen stehen teamintern mit Blick auf eine WM-Nomination unter Druck. Dies dokumentierte auch der Zwischenfall vom Samstag, als sich eine Dreiergruppe der Osteuropäer kurz vor Schluss gegenseitig behinderte und Cologna erstmals seit Davos 2019 den Sprung auf das Weltcup-Podest ermöglichte. Die Phalanx der Russen wird mit Blick auf das Overall-Klassement nur schwer zu durchbrechen sein.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel