Das spanische Rettungsschiff «Open Arms» sucht für 265 Bootsmigranten im Mittelmeer einen Hafen. (Bild: Keystone)
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265 Bootsmigranten warten im Mittelmeer auf einen Hafen

Das spanische Rettungsschiff «Open Arms» hat in zwei Aktionen im Mittelmeer 265 Bootsmigranten aufgenommen und sucht für sie einen sicheren Hafen.

Wie eine Sprecherin der gleichnamigen Organisation am Sonntag berichtete, haben die Retter in Italien wegen einer Einlaufgenehmigung angefragt. Zunächst sei keine Antwort gekommen. Die «Open Arms» sei gut 100 Kilometer von der italienischen Insel Lampedusa entfernt, erläuterte sie.

Die Seenotretter hätten die Männer, Frauen und Kinder aus Holzbooten vor dem nordafrikanischen Land Libyen aufgenommen. Die Rettung von 169 Menschen fand nach Angaben von «Open Arms» am Silvestertag statt. Am Samstag kamen bei einem zweiten Noteinsatz 96 Bootsmigranten dazu. Viele der Geretteten stammten aus Eritrea, hiess es.

Das private spanische Schiff war kurz vor Weihnachten von Spanien aus zu seiner neuen Mission ins zentrale Mittelmeer ausgelaufen. Die Regierung in Rom hatte die Aufnahme von Migranten von verschiedenen privaten Rettungsschiffen wiederholt verzögert, dann aber doch die Freigabe zum Einlaufen in eigene Häfen gegeben.

1 Kommentar

  1. Man stelle sich (möglichst realistisch) vor, wie diese Menschen auf dem kleinen Boot frieren und manchmal auch ertrinken.
    Wir sitzen im warmen Wohnzimmer.
    Ich finde es grausam, dass darüber gestritten wird, ob sie an Land gehen dürfen oder nicht.
    Der reiche Westen trägt Mitverantwortung für dieses Elend.
    Demnach müssen wir auch Lösungen finden und anbieten, damit die arme Bevölkerung gar nicht mehr zum Ziel hat, ihr Land zu verlassen.Report

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