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Der Telebasel-Newsbeitrag vom 1. Januar 2021.
Schweiz

Diese neuen Regeln gelten ab dem 1. Januar

Für Autofahrer, Velofahrer und Fussgänger gelten ab dem 1. Januar 2021 neue Regeln und der Vaterschaftsurlaub kommt. Die wichtigsten Änderungen im Überblick.

Die wohl grösste Änderung betrifft die werdenden Väter. Denn ab heute sind zwei Wochen Vaterschaftsurlaub in der Schweiz Tatsache. Doch auch im Strassenverkehr treten heute tiefgreifende Regelungen in Kraft. Sämtliche Teilnehmende des Strassenverkehrs werden von den neuen Verkehrsregeln betroffen sein. Die Anpassungen treten am 1. Januar 2021 in Kraft. Einige der Neuerungen, die Verkehrssicherheit und den Verkehrsfluss optimieren sollen, wurden vom TCS mit initiiert und unterstützt. Die wichtigsten Änderungen ab 2021 im Überblick:

Rettungsgassen auf der Autobahn

Um die Durchfahrt von Blaulichtfahrzeugen weiter zu erleichtern, müssen Autofahrer bei Stau oder stockendem Verkehr künftig unaufgefordert eine Rettungsgasse bilden. Diese soll in der Mitte der Fahrbahn den Weg frei machen, es darf dabei nicht auf den Pannenstreifen ausgewichen werden.

Befindet man sich in einem Tunnel, so muss das Fahrzeug so nah wie möglich zum Fahrbahnrand bewegt werden. Ist eine Autobahn dreispurig, so sollen jene, die sich auf der mittleren Spur befinden nach rechts ausweichen. Jene auf der linken Spur sollten sich links halten.

Wichtig: In solchen Fällen früh genug die Warnblinker einschalten, um weitere Unfälle zu vermeiden.

Das Reissverschlussprinzip

Dieses Prinzip kommt dann zum Einsatz, wenn auf der Autobahn zwei Spuren zusammengeführt werden. Autolenker müssen ihren Wagen dabei erst am Ende der abbauenden Spur einschwenken lassen, damit ein frühzeitiger Spurenwechsel und somit auch Rückstau verhindert werden kann.

Rechts vorbeifahren

Rechts vorbeifahren im Kolonnenverkehr auf der Autobahn ist ab 2021 auch bei dreispurigen Autobahnen erlaubt, Rechtsüberholen und Wiedereinschwenken bleibt verboten. Dieses Vorgehen trägt zur Verflüssigung des Verkehrs bei.

Neu 100 km/h für Wohnwagengespanne erlaubt

Neu erhöht sich die erlaubte Höchstgeschwindigkeit für Gespanne mit Anhängern oder Wohnwagen (bis 3,5 Tonnen) auf 100 km/h. Das maximale Gewicht der Anhängelast darf nicht überschritten sein und die Bereifung muss der Geschwindigkeit angemessen sein.

An Raststätten darf wieder Alkohol serviert werden

Das Gesetz, dass den Ausschank von alkoholischen Getränken an Autobahnraststätten verboten hat, wurde vom Bundesrat in der Nationalstrassenverordnung aufgehoben.

Abbiegen an roten Ampeln

Velofahrer und Motorfahrräder dürfen im Stadtverkehr, sofern entsprechend gekennzeichnet, bei einer roten Ampel rechts abbiegen. Es handelt sich dabei aber nicht um eine allgemeine Erlaubnis, rechts abzubiegen.

Bis 12-Jährige dürfen mit dem Velo auf dem Trottoir fahren

Kinder bis 12 Jahre dürfen mit dem Fahrrad auf dem Trottoir fahren. Dies jedoch nur, wenn kein Radweg vorhanden ist. Fussgängern müssen sie aber den Vortritt gewähren und das Trottoir sollte im Schritttempo befahren werden.

Autofahren lernen ab 17 Jahren

Der Lernfahrausweis für Personenwagen (Kat. B und BE) kann ab dem vollendeten 17. Lebensjahr angefordert werden. Zur praktischen Prüfung anmelden kann man sich ab dem 18. Geburtstag, unter der Bedingung, dass man ein Jahr lang begleitet gefahren ist.

Einjährige Lernfahrpflicht

Nur Fahrer, die ihr 20. Lebensjahr vollendet haben, können mit weniger als 12 Monaten Fahrpraxis als Fahrschüler an der Prüfung teilnehmen. Davon befreit werden jene, die zwischen 2001 und 2003 geboren sind und ihren Lernfahrausweis bis zum 31. Dezember 2021 erhalten.

Parkieren ohne Hände am Lenkrad

Einparkhilfen dürfen benutzt werden, ohne dabei das Lenkrad zu halten. Wenn ein Parkassistenzsystem benutzt wird, darf das Lenkrad losgelassen werden oder, falls es die Einparkhilfe erlaubt, darf der Lenker aus dem Auto aussteigen. Man muss aber Bereitschaft haben, im Fall des Falles einzugreifen.

Grüne Parkplätze nur für E-Fahrzeuge

Grüne Markierungen und das neue Symbol «Ladestation» weisen darauf hin, dass diese Parkplätze nur von Elektrofahrzeugen besetzt werden dürfen. So können Autofahrer die mit einer Ladestation ausgerüsteten Plätze schnell erkennen.

Parkscheiben-Signal ändert sich

Auf Antrag der Polizeibehörden wird eine neue Signalisation zur Erinnerung an den Gebrauch der Parkscheibe eingeführt.

Alle Neuerungen im Kanton Basel-Stadt finden Sie hier. Die Baselbieter Regeländerungen finden Sie hier.

4 Kommentare

  1. @ Miss Sunshine.
    Ganz einfach. Das 16. Lebensjahr ist also auch vollendet ab dem 17. Geburtstag. Und dann hast du etwa 364 Tage Zeit dafür.. 😉Report

  2. «Der Lernfahrausweis für Personenwagen (Kat. B und BE) kann ab dem vollendeten 17. Lebensjahr angefordert werden. Zur praktischen Prüfung anmelden kann man sich ab dem 18. Geburtstag, unter der Bedingung, dass man ein Jahr lang begleitet gefahren ist.»

    Das 17. Lebensjahr ist am 18. Geburtstag vollendet. Und ab dem 18. Geburtstag kann ich mich zur praktischen Prüfung anmelden. Wie und wann soll da 1 Jahr begleitete Fahrpraxis untergebracht sein???Report

  3. Ich sags mal so. In einer Land in dem Zweiräder mit Lernfahrausweis auch ohne Fahrstunden im Verkehr geführt werden dürfen,kann man auch Führerschein ab 17 anbieten. Gibt’s in D schon sehr lange. Allerdings wäre mir das zu blöd, überall Papa oder Mama mitzunehmen nur um fahren zu dürfen,obwohl die Pappe schon bestanden wurde.Report

  4. Toll es werden ja nicht mal die alten Verkehrsregeln eingehalten, warum denn neue erfinden die eh keine Sau einhalten wird.
    Ich wäre schon froh darüber wenn nachts jedes Velo ein licht anhätte…. welches Personal sollte dies auch kontrollieren…..
    Die Verwilderung im Strassenverkehr hat ja bereits stattgefunden…
    Noch jünger anfangen zum Autofahren, na ja die sollen erst mal lernen richtig zu laufen…Report

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