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Der Telebasel News-Beitrag vom 28. Dezember 2020.
Basel

Basler Impfzentrum im Beisein von Bundesrat Berset eröffnet

In Basel ist am Montag im Beisein von Bundesrat Alain Berset das Impfzentrum in den Hallen der Messe Schweiz eröffnet worden.

Alain Berset äusserte sich verhalten optimistisch zur gegenwärtigen Entwicklung, aber auch mit Sorge zur aktuellen Mutation des Coronavirus. Er könne aber noch nicht abschliessend sagen, wie wirkungsvoll die vom Bund verfügten Massnahmen gewesen seien, so Berset weiter. Es sei nach den Feiertagen mit weniger Testresultaten schwierig, die Situation einzuschätzen. Er glaube aber, dass sie sich mit der nötigen Disziplin meistern lassen, sagte er an einem Point de Presse nach einem Rundgang durch das Basler Impfzentrum.

Sorge um mutierten Erreger

Mit Sorgen stehe er der in Grossbritannien erstmals nachgewiesenen Mutation des Coronavirus gegenüber, sagte Bundesrat Berset. Bekannt sei, dass diese um einiges ansteckender sei als die bislang bekannte Versionen des Virus. Man wisse aber noch sehr wenig über diese Mutation. Der Bund habe nach Anhörung der Kantone sehr schnell reagiert und die Flugverbindungen zu den britischen Inseln einstellen lassen.

Wenn man die Ausbreitung dieses mutierten Erregers nicht in Griff bekomme, bräuchte es eine Verschärfung der Massnahmen, so Alain Berset weiter. Über mögliche neue Massnahmen mochte er sich nicht äussern. Er gehe aber nicht davon aus, dass der Bundesrat noch in dieser Woche neue Massnahmen beschliessen werde –  auszuschliessen sei in dieser Zeit voller Überraschungen allerdings nichts.

Angesprochen auf die vielen britischen Touristen, die sich in Verbier (VS) der verfügten Quarantäne entzogen hätten, sagte Berset: Da ist nicht alles perfekt gelaufen. Der Bund sei aber für den Vollzug der Massnahmen nicht zuständig.

Flickenteppich in der Nordwestschweiz

Der Basler Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger (CVP) äusserte sich zurückhaltend über den erneuten Massnahmen-Flickenteppich in den Nordwestschweizer Kantonen. Er sei von den in den Kantonen Aargau und Solothurn verfügten Schliessung von Einkaufsgeschäften, die nicht dem dringenden täglichen Bedarf dienten, überrascht worden.

Man werde in Basel-Stadt die Entwicklung über die Feiertage aufmerksam beobachten und danach allenfalls weitere Massnahmen beschliessen, sagte Engelberger.

Erstes Impfzentrum der Schweiz

Die Eröffnung des Impfzentrums bezeichnete Lukas Engelberger als wichtigen Schritt zur Bewältigung der Covid-19-Krise. Aber es sei noch Geduld gefragt. Er selber werde sich bei der Impfung an die Empfehlungen der Eidgenössischen Kommission für Impffragen halten und als gesunde Nicht-Risikoperson noch zuwarten. Gleich äusserte sich auch Berset.

Daniel Uebersax von der Basler Firma Meconex AG, die das Zentrum betreibt, sagte, dass in Basel theoretisch 2’000 Impfungen pro Tag verabreicht werden könnten. Der Mangel an zur Verfügung stehendem Impfstoff setze hier aber noch Grenzen.

In einer ersten Phase werden in Basel bis 30. Dezember 1’900 Impfdosen für Personen ab 65 Jahren abgegeben. Die vor einer Woche ausgeschriebenen Termine waren innert kürzester Zeit ausgebucht. Die Nachfrage nach Impfterminen sei enorm, sagte Lukas Engelberger. Alain Berset wertete den Ansturm angesichts der angestrebten grösstmöglichen Durchimpfung der Bevölkerung als gutes Zeichen.

In einer zweiten Phase vom 4. bis 13. Januar 2021 dürfen sich gemäss den nachgereichten Empfehlungen der Kommission für Impffragen nur Menschen ab 75 Jahren impfen lassen. Für diesen Zeitraum stellt der Kanton 3’000 Impfdosen zur Verfügung. Auch für diese Impfungen sind bereits sämtliche Termine vergeben.

Die Direktorin des Bundesamts für Gesundheit, Anne Lévy, stellte noch für den kommenden Januar die Bereitstellung eines elektronischen Impfausweises in Aussicht. In diesem könnten dann auch andere Impfungen registriert werden.

1 Kommentar

  1. Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleiben weiter auf hohem Niveau.
    Erst die nächsten Tage sind entscheidend, und jeder hat das selber in der Hand. Was zu tun und zu lassen ist, sollte inzwischen allen bekannt sein. Damit ist nicht gemeint, dass sich alle in den Keller verkriechen sollen.Report

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