Die Umweltverschmutzung durch Schutzmasken ist gross. (Bild: Keystone)
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2020 wurden 1,56 Milliarden Schutzmasken in die Ozeane geworfen

Weggeworfene Schutzmasken trugen 2020 stark zur Verschmutzung der Weltmeere bei. Bis zu 6240 Tonnen der Plastikmasken gerieten ins Wasser.

52 Milliarden Schutzmasken sind 2020 weltweit hergestellt worden. Während sie den Menschen Schutz bieten, entsteht dabei ein neues Problem: Abfall. So sollen weltweit über das Jahr hinweg 1,56 Milliarden der Masken im Meer gelandet sein. 4’680 bis 6’240 Tonnen mehr Müll landete damit in den Ozeanen. Gemessen am Menschen wäre das so, als hätte mehr als jede fünfte Person der Weltbevölkerung in diesem Jahr eine Schutzmaske ins Meer geworfen.

«Wenn Plastik einmal in die Meeresumgebung kommt, ist es schwierig, das wieder zu entfernen», so Teale Phelps Bandaroff, wissenschaftlicher Direktor bei der gemeinnützigen Organisation OsceansAsia gegenüber der amerikanischen Newsplattform TMJ4.com.

Bereits im Februar erste Masken entdeckt

OciansAsia kämpft um die Erhaltung der Ozeane und ihrer Lebewesen und hat die Maskenansammlung im Meer beobachtet. «Etwa sechs Wochen nachdem Hong Kong von Covid-19 heimgesucht wurde, also Ende Februar, begannen wir viele Masken zu finden», so Bondaroff. «Das bemerkenswerte dabei ist, dass wir vor der Pandemie nie Schutzmasken im Meer gefunden haben.»

Weiter würden auch zersetzte Masken gefunden: Ein weiteres Problem – denn das heisst, dass sie Mikroplastik an das Wasser abgeben. Dieses Mikroplastik wiederum bleibt während hunderten von Jahren im Meer – bedroht Fischbestände und kann sogar zu weltweiter Luftverschmutzung führen.

Mehrwegmasken für die Umwelt

Die wie von der Organisation geschätzt 1,56 Millionen Masken sollen laut Bondaroffs Schätzungen über 450 Jahre im Wasser bleiben. «Und sie werden in kleinere Teile zerbrechen», prophezeit er. «Es ist wichtig, dass die Leute geschützt sind. Aber gleichzeitig hat es einen bleibenden Einfluss auf die Umwelt», so der Wissenschaftler. Weiter sind die Masken nur ein kleiner Bruchteil der Plastik-Verschmutzung in den Ozeanen.

Die Organisation fordert die Leute auf, wenn möglich auf Einwegmasken zu verzichten – und wenn sie doch verwendet werden, sie verantwortungsbewusst zu entsorgen.

6 Kommentare

  1. Die Dummheit und gleichzeitige Intelligenz vom Mensch kann nicht «getoppt» werden.

    Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass eine andere «Art» uns überleben wird.

    Ganz am Schluss geht aber für alle die Rechnung nicht mehr auf.

    Denn die Sonne wird diesem Planeten eines Tages nicht mehr «zu lächeln».!!!

    Im Gegenteil………..Report

  2. Einfach nur schrecklich, der Mensch, ein egoistisches, engstirniges und zerstörerisches Wesen. Die Natur ist laufend daran unsere Fehler auszubaden, das kann einfach nicht der richtige Weg sein.Report

  3. Die Menschen sind bereits auf dem Weg dazu – aber die Natur wird überleben, da bin ich zuversichtlich.
    Schade, dass wir anscheinend vergessen, dass wir auch ein Teil davon sind.Report

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