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Der Telebasel News Beitrag vom 25. Dezember 2020.
Region

LKW-Fahrer sitzen drei Tage auf Raststätten fest

Drei Tage müssen LKW-Chauffeure und -Chauffeurinnen auf Schweizer Raststätten verbringen. Einkaufsmöglichkeiten gibt es keine, denn Shops bleiben geschlossen.

Es ist Gesetz, dass LKW-Fahrer und -Fahrerinnen während den Festtagen nicht fahren dürfen. Doch dieses Jahr ist die Situation einschneidender.

Die Coronasituation macht es den gestrandeten Chauffeuren und Chauffeurinnen nicht einfacher. «Die Lastwagenchauffeure können nicht einmal in den Tankstellen Shops das Nötigste holen gehen, weil die geschlossen sind», so Andreas Huber, der selbst Lastwagenfahrer ist.

Dazu kommt, dass sie sich dieses Jahr auf drei Tage Fahrstopp einstellen mussten. Das weil die Weihnacht dieses Jahr auf einen Samstag fällt. Die Fahrt darf erst am Montagmorgen wieder aufgenommen werden.

Öffentliche Nutzung der Sanitäranlagen war unsicher

Anfangs war nicht klar, ob von den Schliessungen auch die öffentlichen Sanitäranlagen betroffen sind. «Zum Glück sind sie jetzt offen», meint Huber und fährt fort: «Sonst käme das noch hinzu. Es ist schon eine Situation, die nachdenklich macht.»

Nachdenklich mache auch der Fakt, dass die Fahrer und Fahrerinnen auf ein Weihnachtsfest mit der Familie verzichten. «Sie wissen, dass sie nicht nach Hause können. Ich sage aber trotzdem es ist ein grosser Verzicht, den sie auf sich nehmen», so Huber über seine Kollegen aus dem Ausland.

«Weihnachts-Gutzi» zum Trost

Schon seit sechs Jahren verteilen Freiwillige «Gutzi» an die gestrandeten Fahrer und Fahrerinnen verteilt. Dieses Jahr soll das besonders helfen. «Wir sind jetzt sieben Leute, die heute auf den Raststätten Parkplätzen unterwegs sind. Wir bringen eine Kleinigkeit vorbei, die immerhin ein wenig aufmuntert», erklärt Huber.

Der Dank der Gestrandeten sei gross: «Es ist herzlich, auch wenn man nicht viel mit ihnen reden kann, weil man sich gegenseitig nicht versteht.»

«Die meisten haben ein Grinsen im Gesicht, wenn man es überreicht», erzählt Huber. Die Gutziaktion sei das Mindeste, um zu helfen. «Wir sind froh, dass sie unterwegs sind und diese drei Tage auf sich nehmen, wo sie stehen bleiben müssen.»

3 Kommentare

  1. Es sind nicht nur die LKW Fahrer die von den Restaurant-Schliessungen betroffen sind. Ich als Bus-Fahrer musste heute mein Essen vom Imbiss-Stand in der kälte auf einer Parkbank Essen und danach noch 1 Std. draussen in der kälte auf meinen nächsten Einsatz warten. Danke Bundesrat!!!Report

  2. Ich finde das darf nicht sein so etwas.
    Die Speditionen sollten Verantwortung übernehmen und die Fahrten so geplant werden das sie zuhause sein dürfen.
    Es müssen endlich Forderungen gestellt werden……für die Fahrer….Report

  3. Wie ernähren sich eigentlich Brummifahrer in dieser Zeit, in der keine Gaststätten offen haben? Gobt es eine Kochstelle im Fahrzeug? Ich denke, wohl eher nicht.
    Ich wünsche auf jeden Fall allen gesunde Festtage.Report

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In aller Kürze:

Drei Tage müssen LKW-Chauffeure und -Chauffeurinnen auf Schweizer Raststätten verwahren. Einkaufsmöglichkeiten gibt es keine, denn Shops bleiben geschlossen.

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