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Der Telebasel News Beitrag vom 22. Dezember 2020.
Basel

Künstlerin Heidi Schmelzer: «Ich möchte nicht Leute mit Masken malen»

Ihre Bilder zeigen ein Basel wie durch Kinderaugen. Jedes Jahr entwirft Heidi Schmelzer einen Adventskalender mit verträumten Stadtszenen.

Die Predigerkirche in winterlicher Pracht. Kinder bei der Schneeballschlacht und ein Weihnachtsbus. Ein Rega-Helikopter und ein Heissluftballon begleiten die Szenerie. Fröhliche Mienen gibt es selbst bei den Patienten des Unispitals, welche die weihnachtliche Szenerie beobachten. Wenn Heidi Schmelzer-Metzger zum Pinsel greift, verschwinden die Grenzen zwischen Stadtbeobachtung und Fantasie. «Ich habe sechs Enkelkinder und die haben immer wieder neue Ideen für meine Bilder», sagt die Malerin. Was sie immer wieder feststellt: Wenn Kinder ihre Bilderbücher, Adventskalender und Postkarten anschauen, entdecken sie in den Bildern laufend neue Geschichten. Oder sie erkennen sich in den Figuren gleich selbst.

Heidi Schmelzer ordnet ihre Werke im Bereich der naiven Kunst ein. Die gelernte Dekorateurin hat sich die Malerei autodidaktisch angeeignet. Angefangen hat es als Hobby im familiären Kreis. «Das hat mir und den Kindern derart gefallen –  und mittlerweile male ich seit vierzig Jahren», sagt Heidi Schmelzer. In ihrem Atelier an der Mattenstrasse verkauft sie sowohl Originale wie auch gedruckte Exemplare. Jahr für Jahr entwirft sie einen neuen Adventskalender.

Mäss-Absage als finanzieller und sozialer Verlust

Seit zwanzig Jahren verkauft sie ihre Werke an der Herbstmesse. Auch am Weihnachtsmarkt hat sie längst ihren Stammplatz. Die Absage beider Anlässe wirkt nach. «Es ist sicher ein finanzieller Verlust und auch ein sozialer Verlust». Schliesslich sehe sie manche ihrer Kunden und Bekannten nur einmal pro Jahr an ihrem Stand. «Auf der anderen Seite habe ich mehr Zeit für neue Bilder – das ist auch schön».

Ob Fasnacht, Weihnachtsmarkt oder Herbstmesse: Vieles, was auf ihren Bildern zu sehen ist, musste wegen der Corona-Pandemie über die Klinge springen. Dies tut ihrer Freude an einem Basel durch Kinderaugen keinen Abbruch. «Ich möchte nicht Leute mit Masken malen, damit wir das in Erinnerung haben, sondern das Schöne zeigen. Das gibt es immer noch», sagt Heidi Schmelzer.

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