Die Einstufung basiere auf Fakten, sagte Edward McMullen. An den bilateralten Beziehungen zwischen den Ländern ändere sich dadurch nichts. (Archivbild: Keystone)
Schweiz

US-Botschafter relativiert Einstufung der Schweiz als Währungsmanipulator

Der Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika in der Schweiz, Edward McMullen, hat die US-Einstufung zur Schweiz als Währungsmanipulator relativiert.

Die bilateralen Beziehungen zwischen den Ländern hätten sich nicht geändert.

Dies sagte er in einem Interview vom Freitag mit «Le Temps». An den Beziehungen würde auch die Klassifikation der Schweiz in einem Bericht des US-Finanzministeriums als Währungsmanipulator nichts ändern, betonte der US-Spitzendiplomat.

Es sei «ein rein mechanischer Entscheid», sagte er weiter. «Es gibt drei Kriterien, die definieren, ob ein Land seine Währung manipuliert oder nicht. Dies basiert auf Fakten. Die Schweiz hatte bereits zwei Kriterien erfüllt und nunmehr erfüllt sie drei», erklärte McMullen weiter. Die Vereinigten Staaten seien daher verpflichtet, diese Einstufung so vorzunehmen, fügte er hinzu.

Der Ton macht die Musik

Der Botschafter bekräftigte aber, dass es ihm gelungen sei, die Verantwortlichen im US-Finanzministerium über das besondere Umfeld der Schweiz zu informieren, was sich in dem Bericht bereits widerspiegele. «Vergleichen Sie es mit dem Ton, den dieselbe Regierung verwendet hat, als China vor einigen Monaten auf derselben Liste stand», fragte der US-Regierungsvertreter in Bern rhetorisch. Die USA respektieren und bewunderten die Schweiz, unterstrich der US-Botschafter in der Schweiz zudem.

Neben alldem zeigte er sich au für ein Freihandelsabkommen zwischen den USA und der Schweiz zuversichtlich. «Es gibt auch einen langen Dialog über das Freihandelsabkommen, der fortgesetzt wird», sagte er diesbezüglich. McMullen habe vergangene Woche im Weissen Haus ein «sehr positives» Gespräch zu diesem Thema geführt, hiess es weiter. «Ob im Kongress, im Senat oder im Aussenministerium – wir sind vom Wert dieses Freihandelsabkommens überzeugt», betonte er.

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