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Telebasel News Beitrag vom 18. Dezember 2020
Baselland

In Birsfelden schneit es Styropor

In Birsfelden ist man gar nicht begeistert von der weissen Pracht im Vorgarten. Grund: Der Schnee ist Styropor-Abfall von der benachbarten Grossbaustelle.

Eine weisse Pracht vor dem Fenster wäre in diesen Tagen eigentlich etwas ganz Besonderes, zumal wir an Weihnachten schon lange keinen Schnee mehr hatten. In Birsfelden gibt es einige auserwählte Bewohner und Bewohnerinnen, die momentan weisse Flocken vor der Tür haben.

Diese kommen zwar von oben, sind aber nicht kalt und nass, sondern trocken und aus Plastik. Das stösst den Anwohner und Anwohnerinnen der Hauptstrasse sauer auf. Der Grund: der «Schnee» entpuppte sich als Styropor-Abfall und kommt von der nahegelegenen Grossbaustelle.

Max Feurer wohnt direkt neben der Baustelle und findet die Verschmutzung eine Zumutung. Seit einer Woche liegen die Abfälle in seinem Garten: «Das sind ja keine Amateure auf der Baustelle, das sollte doch kein Problem sein, diesen Styropor auf der Baustelle zu behalten», klagt er.

«Happige Umweltverschmutzung»

Das zuständige Architekturbüro hat sich mittlerweile bei den Anwohnern gemeldet und versteht deren Unmut. Eine Putzequipe hat die gröbsten Verunreinigungen bereits weggewischt. Das Problem ist laut Feurer aber, dass die weissen Partikel jeden Tag aufs Neue in Richtung Quartier geweht werden: «Für den Garten ist das eine happige Umweltverschmutzung. Das finden wir nicht in Ordnung», bemängelt er. Laut kantonalem Umweltschutzgesetz ist die Bauherrschaft für die fachgerechte Entsorgung der Abfälle zuständig. «Es ist verboten, Abfälle liegenzulassen, wegzuwerfen oder an Orten zu lagern, die dafür nicht zugelassen sind», wird weiter festgehalten.

Auch Miran Gültekin, welcher ein Haus weiter weg wohnt, beanstandet den Styropor-Schnee: «Es ist nicht gerade gesund für den Hund, wenn dieses Zeugs abgeschleckt wird». Er hat jedoch Verständnis dafür, dass auf einer Baustelle Schmutz entsteht. «Auf anderen Baustellen wird jeweils eine Schutzfolie vor dem Gerüst angebracht, um fliegende Kleinstteile aufzufangen», führt er weiter aus. Wieso ein solcher Schutzmechanismus auf der Baustelle in Birsfelden nicht montiert wurde, bleibt offen.

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