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Telebasel Plätzli gsuecht vom 17. Dezember 2020. (Video: Telebasel)
Basel

Warum beisst mein Hamster?

Nicht jedes Haustier ist zu den gleichen Zeiten wie sein Besitzer wach. Kaninchen, Hamster und Chinchillas sind nachtaktiv. Wie werden sie korrekt gehalten?

Am Tag ist man wach, in der Nacht wird geschlafen. Viele Tiere haben den gleichen Schlafrhythmus wie wir Menschen. Es gibt allerdings auch Tiere, welche einen umgekehrten Alltag führen. Während des Tages wollen sie schlafen und nicht gestört werden. In der Nacht kommen sie aus ihrem Versteck, um zu fressen und sich auszutoben. Das Problem: Viele Tierbesitzer vergessen, sich vor dem Kauf darüber zu informieren, ob es sich um ein tag- oder nachtaktives Tier handelt.

Kaninchen sind dämmerungs- und nachtaktiv

Nachtaktive Tiere haben einen ausgeprägteren Gehörsinn und grössere Augen als tagaktive Tiere. In der Nacht wird das Mondlicht in ihren Augen reflektiert, so können sie in der Dunkelheit besser sehen. Nachtaktive Tiere brauchen tagsüber ihre Ruhe und möchten nicht gestört werden. Vor allem bei Hamstern geschehen die meisten Bissunfälle am Tag, wenn er von jemandem gestört wird. Was viele auch nicht wissen, ist, dass Kaninchen dämmerungs- und nachtaktiv sind. Nachtaktive Tiere sind deshalb auch nicht als Haustiere für Kinder geeignet.

Welche Tiere sonst noch nachtaktiv sind und wie man mit ihnen am besten umgeht, erfahren Sie in der aktuellen Folge von Plätzli gsuecht.

Folgende Tiere suchen ausserdem ein neues Zuhause:

Zwerghamster Einstein (männlich, unkastriert)

Der Zwerghamster Einstein ist seit Oktober im Tierheim. Einstein ist trotz seltenem Kontakt zum Menschen ein äusserst freundlicher Kerl. Seine neue Anlage sollte spannend und abwechslungsreich eingerichtet sein. Einstein liebt es, sich kuschelige Höhlen im Untergrund zu bauen, um darin seine Nickerchen zu halten. Zur Einrichtung gehören auch verschiedene Versteckmöglichkeiten aus natürlichen Materialien wie Ton, Holz oder Korkrinde. Um das Bewegungsbedürfnis von Einstein zu befriedigen, sollten ihm Leitern, Äste oder Kartonrollen angeboten werden. Ein Sandbad für die Fellpflege vervollständigt die Einrichtung. Wenn sich seine neue Familie mit der Vergesellschaftung von Zwerghamstern auskennt, darf Einstein gerne zu einem Artgenossen ziehen. Da er unkastriert ist, wird er jedoch nicht zu einem Weibchen vermittelt.

Degus Vanilla und Velvet (weiblich, unkastriert, Alter unbekannt)

Die Degus Vanilla und Velvet sind seit Ende Oktober im Tierheim. Da sie Findeltiere sind, weiss man leider nicht allzu viel über ihre Vorgeschichte. Das Tierheim geht allerdings davon aus, dass die beiden nicht viel menschlichen Kontakt hatten, da sie noch scheu und zurückhaltend sind. Degus werden im Verlauf der Zeit aber sehr zutraulich und handzahm. Vanilla ist die frechere. Auch bei der Essensausgabe traut sie sich zum Teil schon näher an einen Menschen. Sie klettern und buddeln gerne, daher sollte ihre Anlage spannend und abwechslungsreich eingerichtet sein. Ein Sandbad für die Fellpflege sollte ebenfalls vorhanden sein.

Kaninchen Lulu (männlich, unkastriert, Alter unbekannt)

Das hübsche Kaninchen Lulu hüpft am liebsten den ganzen Tag den Tierpflegern hinterher und entdeckt nebenbei das Tierheim. In seinem neuen Zuhause sollte mindestens ein weiterer Artgenosse auf ihn warten. Da Lulu unkastriert ist, darf er nicht zu einem unkastrierten Weibchen vermittelt werden. Damit ihm nicht langweilig wird, sollte sein neues Zuhause gross genug sein, damit er möglichst viel herumhüpfen kann. Genügend Versteckmöglichkeiten, für beispielsweise einen Erholungsschlaf, sollten auch unbedingt vorhanden sein. Kurze Streicheleinheiten mag er sehr, allerdings nur dann, wenn er von selbst auf den Menschen zukommt.

Zwerghamster Eternity und Epona (weiblich, benötigen ein grosses Gehege)

Die geballte Girl Power Epona wird nur gemeinsam mit Eternity vermittelt. Die beiden sind seit Ende Oktober im Tierheim. Die Zwerghamstermädels sind noch nicht all zu sehr an die Zweibeiner gewöhnt und zeigen sich dementsprechend zurückhaltend. Für einen kleinen Snack sind beide aber immer zu haben. Epona ist deutlich mutiger als Eternity und kommt schneller aus ihrer Höhle, um das Dargebotene anzuschauen. Die beiden Ladies vertragen sich sehr gut und kuscheln oft gemeinsam. Ihr neues Zuhause sollte spannend und abwechslungsreich eingerichtet sein, genügend Einstreu zum Graben, sowie Papprollen oder tolle Wurzelgänge bieten, durch welche sie sich quetschen können. Ein Sandbad für die Fellpflege sollte ihnen unbedingt zur Verfügung stehen.

Wenn Sie sich für eines der Tiere interessieren, wenden Sie sich bitte ans Tierheim an der Birs.

Stiftung TBB Schweiz
Geschäftsstelle
Birsfelderstrasse 45
Postfach 4020 Basel

Tel. 061 378 78 78
info@tbb.ch

Telebasel kann Anfragen zu den Tieren weder beantworten noch weiterleiten.

2 Kommentare

  1. Was ich erschreckend finde und das muss ich jetzt einfach noch loswerden, sind die Informationen zu einer artgerechten Hamsterhaltung im Beitrag selbst. Ich habe jahrelange Hamster-Erfahrung und halte aktuell gerade zwei Goldhamster. Zwerghamster trifft man tagsüber eher mal an, als den Goldhamster, denn normalerweise schläft der Goldhamster tagsüber. Die Lebenserwartung ist somit geringer, wenn man seinen Rhytmus stört und ihn tagsüber rauslässt. Das bedeutet nur Stress. Auch sind Hamster keine Kuscheltiere.
    Im Auslauf, wenn man keinen Phantomhamster hat, kann es durchaus sein, dass er die Nähe zum Menschen sucht, jedoch sollte man ihn nicht zwingen. Es gibt nämlich auch Hamster, die nicht angefasst werden wollen und das muss man akzeptieren. Was ich im Beitrag gut fand, sind die Aquarien. Da kann man problemlos 30cm einstreuen, so können sie ihrem Buddelbedürfnis nachgehen. Bloss keine Gitterkäfige. Die Aquas sahen aber gross genug aus. Wir haben z.B. die Masse 1m20x60cmx50cm und bei den Goldhamster merkten wir ziemlich früh, dass 1mx50cmx50cm zu klein war. Gut wäre auch, wenn die Hamster noch mehr Beschäftigungsfutter hätten im Beitrag, wie z.B Flachskolben, Sonnenblumenköpfe, Mini Maiskolben u.s.w.. Da Hamster Nagetiere sind, sollte man dringend darauf achten, nicht genagelte Häuschen reinzustellen. Es gibt Mehrkammernhäuschen die mit ungiftigem Leim zusammengebaut sind. Mehrkammernhaus aus dem Grund, da Hamster in der Wildnis unter dem Boden ebenfalls mehrere Kammern buddeln. Auch das Rad sollte gross genug sein, um Rückenschäden zu vermeiden, sah im Beitrag aber gut aus. Was auch noch wichtig ist und viele Menschen leider immernoch denselben Fehler machen, nie das ganze Einstreu wechseln, sondern nur die Pipiecke. Den Kot sein lassen, denn er trocknet und stinkt nicht. Der dient der Orientierung des Hamsters. Ausserdem würden wir es ja auch nicht mögen, wenn jemand unsere Wohnung wöchentlich auf den Kopf stellt. Es gilt, Stress zu vermeiden, denn ein gestresster Hamster ist anfälliger.
    Bei Zwerghamster sollte man übrigens gut auf die Ernährung achten, wegen der Diabetesgefahr. Für eine artgerechte Einrichtung und Futter kann ich den Samtpfötli Shop in Basel sehr empfehlen. Er hat alles was ein Hamsterherz braucht.
    Ich hoffe, die Kleinen werden bald erfolgreich vermittelt.Report

  2. Bitte trennen Sie diese zwei Zwerghamster, dass kann ein böses Ende nehmen, wenn Sie diese zu zweit vermitteln. Als Tierpfleger sollte man eigentlich wissen, dass allg. Hamster Einzelgänger sind, mit Ausnahme von artreinen Campellhamster, die es aber meines Wissens in der Schweiz gar nicht gezüchtet werden. Doch auch bei den Campells gibt es keine Garantie, dass sie sich früher oder später nicht zerfleischen..Report

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