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Der Telebasel News-Beitrag vom 14. Dezember 2020.
Basel

Uni-Präsenzklausuren in den Hallen der Messe

Die Präsenzprüfungen der grossen Uni-Studienfächer finden in diesem Semester in der Messe statt. Dies auch mit dem nötigen Sicherheitskonzept.

Zwar werden in diesem Semester auch an der Universität Basel diverse Prüfungen online durchgeführt, dies sei aber nicht immer so einfach machbar, meint der universitäre Leiter Sicherheit & Richtlinien Marco Pagoni. Dies sei etwa bei Fächern mit besonders vielen Teilnehmern der Fall, dort wo es wichtig sei, auf Papier zu schreiben oder auch, wenn nur so die gleichen Bedingungen garantiert werden könnten.

Strenge Anti-Corona-Regeln

Um die Sicherheit während der Prüfungen zu gewährleisten, hat die Universität ein umfassendes Sicherheitskonzept eingeführt. Dies beginnt schon beim Einlass. Die Studierenden werden gestaffelt aufgeboten, durch verschiedene Eingänge geschleust und einem Überprüfungsgespräch unterzogen.

Dabei geht es nicht nur darum, die Identität der Studierenden zu prüfen, sondern diese werden auch zu ihrem Gesundheitszustand befragt. Fühlt sich jemand nicht fit, wird er oder sie nach Hause geschickt. Diese Fälle würden gleichbehandelt, wie jene, die wegen einer anderen Krankheit nicht an den Klausuren teilnehmen können.

Die Halle bietet Platz für bis zu 475 Studierende, wobei die Plätze jeweils mindestens 2,5 Meter auseinander liegen. Vom Betreten des Areals bis zum Verlassen gilt eine kontinuierliche Maskenplicht. Die Plätze werden nach jeder Prüfung gründlich gereinigt. Und auch die Lüftung läuft stärker als normal.

Anonyme Kritik im Vorfeld

In den letzten Tagen äusserten Studierende anonym Kritik an den grossen Präsenzklausuren. Ein solches Zusammenkommen sei angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens zu hinterfragen. Eine kurze, nicht repräsentative Umfrage von Telebasel unter Teilnehmern der ersten Prüfung am Montagmorgen ergab jedoch, dass sich die Studierenden überwiegend sicher fühlten.

Auch die studentische Körperschaft skuba habe überwiegend positives Feedback erhalten, sagte skuba-Vizepräsident Elischa Link auf Anfrage. Es habe bisher erst zwei negative Rückmeldungen gegeben. Eine habe sich auf gesundheitlichen Bedenken bezogen, die andere habe auf die Problematik von Studierenden hingewiesen, die sich im Ausland aufhalten und von dort aus studieren.

Die skuba sei zudem von der Uni von Anfang an ins Projekt eingeweiht worden, sagt Vorstandsmitglied Elena Allendörfer. Ansichten aus der Studentenschaft hätten so früh eingebracht werden können und seien von den Verantwortlichen auch aufgenommen und umgesetzt worden.

Der grosse Prüfungsraum im modernen Messebau bleibt über die Feiertage eingerichtet. Denn nach der Winterpause werden die Klausuren fortgesetzt. Somit sorgt die Universität dafür, dass zumindest bis Anfang Februar doch noch etwas Leben in die sonst so stillen Messehallen einkehrt.

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