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Der Telebasel News Beitrag vom 14. Dezember 2020.
Basel

Das Unispital ist an der Belastungsgrenze

Die Schweizer Universitätsspitäler schlagen in einem Brief an den Bundesrat Alarm. Im Unispital Basel gibt es derzeit aber noch ein paar freie Betten.

Fünf Schweizer Universitätsspitäler haben diese Woche laut der «SonntagsZeitung» eine Warnung bezüglich der Situation mit Coronavirus-Patienten an Bundesrat Alain Berset gesendet. In einem Brief hätten sie «grosse Besorgnis zur aktuellen Lage» geäussert. Die Betten auf den Intensivstationen würden knapp, das Pflegepersonal sei an seiner Belastungsgrenze angelangt und seit Oktober hätten die Unispitäler mehr als 4000 Operationen verschoben.

Heute informierten Bundesrat Alain Berset und GDK-Präsident Lukas Engelberger über die geführten Gespräche. Neue Massnahmen sind aber frühestens ab Freitag geplant. «Mit zusätzlichen Massnahmen könnten wir uns weg von der Belastungsgrenze bewegen», führt Nicolas Drechsler, Mediensprecher des Universitätsspital Basel, aus. «Die Lage ist angespannt, das Spital ist relativ voll und es hat nur noch wenig freie Betten», sagt er.

Vor allem aber ist das Pflegepersonal langsam am Anschlag. Dies wurde auch von Bundesrat Alain Berset mehrmals erwähnt. Wenn die Pflegefachleute fehlen, kommt ein Spital schnell an seine Belastungsgrenze, auch wenn es noch freie Betten gäbe, sagt Drechsler: «Das Problem ist wirklich das Personal. Und dort zeigt sich – dass wir je länger wie mehr – auch Personalausfälle haben, weil die Leute auch an Covid erkranken oder an etwas Anderem.»

Verschiebungen von nicht dringlichen Operationen

Wegen dem Betten- und Personalengpass sind in Zürich bereits Verschiebungen bei Tumor-Operationen vorgenommen worden. Nach Hause geschickt wurde in Basel aber noch niemand. Aber auch im Unispital kommt es zu Verschiebungen von sogenannten «nicht dringlichen Operationen». Die Patienten seien aber allesamt vorgewarnt, versichert das Unispital Basel: «Es betrifft Operationen wie Brustkrebs, Hodenkrebs oder Pankreaskrebs sogar, welche man entweder verschieben muss oder man gar eine zu lange Warteliste hat, sodass es uns nicht mehr wohl bei der Sache ist. Weil diese Menschen leiden unter diesen Krankheiten.»

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