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Der Telebasel News-Beitrag vom 14. Dezember 2020.
Baselland

Corona-Krise schlägt Jugendlichen aufs Gemüt

Auch Jugendliche leiden unter Corona. Eher psychisch als physisch. Telebasel hat in Liestal nachgefragt, wie schlimm es um die Baselbieter Jugend steht.

Aufwachsen im Ausnahmezustand. Eine BAG-Studie stuft Kinder und Jugendliche als Risikogruppe ein. Nicht körperlich, was das Virus angeht, sondern wegen der psychischen Auswirkungen der Corona-Krise. Auch bei der Psychiatrie Baselland gibt es aktuell mehr Patientinnen und Patienten.

«Das sind natürlich sehr oft Patientinnen und Patienten, die vorher schon leichte Krisen hatten, bei denen das jetzt durch Ängste und Kontrollverlust verstärkt wurde», erklärt Psychiatrie-CEO Barbara Schunk.

Die Familie reicht nicht

Auch die familiäre Situation werde oft schwerer, erklärt Barbara Schunk, die Eltern seien teils wegen finanzieller Probleme unter Druck – und man könne sich nicht aus dem Weg gehen.

Dass in mehr Haushalten der Haussegen schief hängt, zeigt sich auch an den Zahlen von Pro Juventute. Sowohl Eltern, als auch Jugendliche nehmen mehr Beratungen in Anspruch als im Vorjahr.

(Grafik: Pro Juventute)

Die Isolation trifft Pubertierende hart, ausserfamiliäre Bezugspersonen fehlen, das bestätigen auch Studien.

«Diese Freiheit fehlt, der Kontakt mit Freundinnen und Freunden, der Austausch in der gleichen Altersgruppe. Das ist ein grosses Problem, dass man da zurückgebunden ist, als Kind oder Jugendlicher», glaubt Barbara Schunk.

Zahlen steigen, die Psychiatrie vergrössert

Dabei hat es im Lockdown im Frühjahr gar nicht so schlecht ausgesehen, als der schulische Stress vorerst abflachte. «Wir haben anfangs Jahr gesehen, dass wir eigentlich weniger Patientinnen und Patienten haben, und sich auch die Anmeldefristen ein wenig verkürzt haben. Jetzt in der zweiten Phase stellen wir fest, dass die Nachfrage sehr stark steigt», so Schunk.

Die Warteliste sei aktuell länger als normal. Heute ist das Klinikgebäude der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Liestal eingeweiht worden. An Patienten für die 12 neuen Betten, wird es kaum mangeln.

1 Kommentar

  1. Wieso wird in Laufen das Spital nicht wieder in betrieb genommen das frag ich mich das wäre in einem anderen land kein thema die mussten zelte aufstellen und wier könnten sicher eine einrichtung die die Armee stellen könnte eine gewisse zeit benutzenReport

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