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Schweiz

Deutschland geht ab Mittwoch in den Lockdown

Das Coronavirus stellt die Schweiz und die Welt auf den Kopf. Hier im Ticker bleiben Sie über die aktuellen Ereignisse auf dem Laufenden.
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USA stehen nach Notfallzulassung vor historischer Impfkampagne

Nach der Notfallzulassung des Corona-Impfstoffs des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer durch die Arzneimittelbehörde FDA stehen die USA vor der grössten Impfkampagne in der Geschichte des Landes. Die Auslieferung des mit Trockeneis gekühlten Impfstoffs sei nach der Erteilung der Notfallzulassung am späten Freitagabend (Ortszeit) und der Verpackung am Samstag am Sonntag angelaufen, teilte das Frachtunternehmen FedEx mit. Am Montag könne das Impfen beginnen. Unterdessen überschritt die Gesamtzahl der Corona-Infektionen in den USA, wo die Pandemie weiterhin ausser Kontrolle ist, die Marke von 16 Millionen.

FDA-Chef Stephen Hahn hatte die Notfallzulassung einen «bedeutenden Meilenstein im Kampf gegen diese verheerende Pandemie» genannt. Biontech-Mitgründer Ugur Sahin sagte, die Zulassung und der anstehende Einsatz des Impfstoffes würden «helfen, Leben überall in den USA zu retten, und die Rückkehr zur Normalität beschleunigen».

Die Auslieferung des Impfstoffs von Pfizer/Biontech hat am Wochenende begonnen. (Bild: Keystone)

Medienberichten zufolge soll das Weisse Haus die FDA mit Drohungen der Entlassung zur umgehenden Notfallzulassung gedrängt haben. FDA-Chef Hahn wies dies am Samstag zurück. «Wissenschaft und Daten haben die Entscheidung der FDA gelenkt», sagte er.

US-Präsident Donald Trump hatte die Behörde als «grosse, alte, langsame Schildkröte» bezeichnet. Er versprach seinen Landsleuten auf Twitter erste Impfungen noch am Wochenende. Der für die Impflogistik zuständige Experte des Weissen Hauses, Gustave Perna, sagte jedoch, dass erst ab Montag geimpft werde. Als erstes sollen Mitarbeiter von Gesundheitseinrichtungen sowie Bewohner von Alten- und Pflegeheimen geimpft werden.

Israel verkürzt Corona-Quarantäne auf zehn Tage – Bei zwei Tests

Die Corona-Quarantänezeit wird in Israel um zwei auf zehn Tage verkürzt, wenn man zwei negative Tests vorweist. Das israelische Gesundheitsministerium teilte am Sonntag mit, diese Erleichterung solle von Dienstagmorgen an gelten. Eine Quarantäne ist nach Kontakt mit Infizierten oder nach einer Einreise aus dem Ausland nötig. Im vergangenen Monat war die Quarantänezeit bei zwei Tests bereits von 14 auf 12 Tage gekürzt worden.

Israel bereitet sich auf den Beginn seiner Corona-Impfkampagne vor. Benjamin Netanjahu hatte am Mittwoch den 27. Dezember als Zieldatum genannt. Nun soll der Start aber womöglich noch vorgezogen werden.

In Israel hatten die Infektionszahlen nach einem vergleichsweise milden Pandemie-Beginn im Sommer massiv zugenommen. Als Grund gelten unter anderem verfrühte Lockerungen. Ein Mitte September verhängter zweiter Lockdown konnte die Fallzahlen dramatisch senken. Seit Mitte Oktober setzt die Regierung schrittweise Lockerungen um. Zuletzt nahmen die Zahlen wieder zu, ein dritter Lockdown ist im Gespräch.

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu will am 27. Dezember mit der nationalen Impfkampagne beginnen, vielleicht auch schon früher. (Bild: Keystone)
Mehr als 16 Millionen Corona-Infizierte in den USA

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie haben sich in den USA mehr als 16 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Dies ging aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Sonntagmorgen (MEZ) hervor. In absoluten Zahlen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt. Die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen lag bei 219’510.

Am Samstag wurden 2’368 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion verzeichnet. Der Höchstwert war am Freitag mit mehr als 3’300 Toten registriert worden. Insgesamt starben 297’837 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmässig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen werden die Zahlen – unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden, aber auch die der Toten – nachträglich aktualisiert.

Schär von Coronavirus ausser Gefecht gesetzt

Fabian Schär fehlt seinem Klub Newcastle bis auf Weiteres. Der Schweizer Nationalverteidiger befindet sich nach einem positiven Coronatest in einer zehntägigen Isolation.

Gegenüber dem «Sonntagsblick» liess Schär verlauten, dass Corona ihn «einige Tage recht lahmgelegt» habe, es ihm inzwischen aber besser gehe. Seinen letzten (Teil-)Einsatz für den Premier-League-Klub hatte der 28-Jährige Ende November beim 2:0-Sieg bei Crystal Palace.

Nati-Verteidiger Fabian Schär befindet sich in zehntägiger Isolation, nachdem er positiv auf das Coronavirus getestet worden war. (Bild: Keystone)
Was bedeutet der Lockdown jetzt für Deutschland?

Schon ab Mittwoch müssen in Deutschland zahlreiche Einrichtungen schliessen. Wie der Alltag dann aussieht, lesen Sie hier.

Söder kündigt nächtliche Ausgangssperre für ganz Bayern an

Angesichts der drastisch gestiegenen Corona-Zahlen hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) strikte nächtliche Ausgangsbeschränkungen für den ganzen Freistaat angekündigt. Bislang habe man eine Ausgangssperre von 21:00 bis 5:00 Uhr in Hotspots mit einer Inzidenz von über 200 umgesetzt – da das Land nun aber insgesamt über diesem Wert liege, werde man das jetzt «für ganz Bayern machen», sagte Söder am Sonntag nach telefonischen Beratungen von Bund und Ländern in Berlin. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist dann nur noch aus ganz wenigen triftigen Gründen erlaubt.

Corona-Zahlen in Deutschland steigen weiter drastisch an

Trotz des Teil-Lockdowns und etlicher Mahnungen aus Wissenschaft und Politik sind die Corona-Zahlen in Deutschland drastisch gestiegen. Binnen eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 20’200 neue Corona-Infektionen übermittelt, wie es am Sonntagmorgen berichtete. Damit hat sich die Zahl im Wochenvergleich erneut weiter erhöht. Am vergangenen Sonntag lag sie bei 17’767. Auch die Zahl der neuen Todesfälle stieg von 255 am vergangenen Sonntag auf nun 321.

Der Höchststand der Neuinfektionen war am Freitag mit 29’875 gemeldeten Fällen erreicht worden. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Der bisherige Höchstwert von 598 Toten war ebenfalls am Freitag erreicht worden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 21’787.

Söder: Harter Lockdown ist alternativlos in Corona-Katastrophe

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat den harten Lockdown ab 16. Dezember in ganz Deutschland als alternativlos verteidigt. «Corona ist eine Katastrophe, die unser Leben mehr betrifft als jede Krise, die wir in den letzten 50 Jahren zuvor hatten», sagte der CSU-Chef am Sonntag nach telefonischen Beratungen von Bund und Ländern.

«Wenn wir nicht aufpassen, wird Deutschland schnell das Sorgenkind in ganz Europa. Deswegen mussten und müssen wir handeln», sagte Söder. Die Lage bei den Neuinfektionen sei ausser Kontrolle geraten, daher müsse die Politik handeln. Daher laute das Motto ganz oder gar nicht.

Bayern werde die Massnahmen «maximal umsetzen», betonte Söder. Der bisherige Teil-Lockdown habe eine Wirkung gehabt, letztlich habe die Medizin nicht ausgereicht. Man dürfe nicht aus Bequemlichkeit vor notwendiger Konsequenz zurückschrecken.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder verteidigt den erneuten harten Lockdown: «Corona ist eine Katastrophe», sagte er am Sonntag. (Bild: Keystone)
Deutscher Bund erhöht Corona-Finanzhilfen für Unternehmen

Angesichts des harten Lockdowns ab Mittwoch erweitert der Bund Corona-Finanzhilfen für Unternehmen. Das geht aus dem Beschlusspapier nach den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder am Sonntag hervor.

Konkret soll bei der Überbrückungshilfe III, die ab Januar gilt, der Höchstbetrag von 200’000 Euro auf 500’000 Euro erhöht werden. Der maximale Zuschuss ist demnach geplant für direkt und indirekt von Schliessungen betroffene Unternehmen. Die Überbrückungshilfe ist ein Zuschuss bei coronabedingten Umsatzrückgängen.

Erstattet werden betriebliche Fixkosten. Für die von der Schliessung betroffenen Unternehmen soll es Abschlagszahlungen ähnlich wie bei den November- und Dezemberhilfen geben.

Die Kosten der erweiterten Überbrückungshilfe III werden während eines Monats mit angeordneten Schliessungen auf etwa 11,2 Milliarden Euro geschätzt, wie aus einem Papier von Finanz- und Wirtschaftsministerium hervorgeht. Es lag der Deutschen Presse-Agentur vor.

Möglichst keine Schul- und Kita-Besuche ab Mittwoch bis 10. Januar

Schüler und Kita-Kinder sollen spätestens ab Mittwoch deutschlandweit wann immer möglich für zunächst dreieinhalb Wochen zu Hause bleiben. Das vereinbarten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Sonntag bei einem Corona-Krisengespräch. Ausnahmen und eine Notbetreuung sind möglich und in einigen Bundesländern gelten solche Regeln bereits ab Montag.

Merkel: Corona-Auflagen von Anfang November haben «nicht gereicht»

Der seit Anfang November geltende Teil-Lockdown hat nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) «nicht gereicht». Das exponentielle Wachstum der Corona-Neuinfektionen habe eine Zeit lang gestoppt werden können, sagte Merkel nach Beratungen mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten am Sonntag in Berlin. Dann habe es aber eine «Seitwärtsbewegung» gegeben, und seit einigen Tagen gebe es wieder ein exponentielles Wachstum.

Das Vorhaben sei immer gewesen, eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden, sagte Merkel. Die nun beschlossene Verschärfung der Massnahmen habe Auswirkungen auf die Feiertage. Aber: «Wir sind zum Handeln gezwungen und handeln jetzt auch.»

Deutschland geht ab Mittwoch in den Lockdown

Bund und Länder haben sich wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen auf einen harten Lockdown ab dem kommenden Mittwoch (16. Dezember) geeinigt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Teilnehmerkreisen vonseiten des Bundes sowie der Länder. Eine abschliessende Einigung auf ein Beschlusspapier gab es aber noch nicht.

In einem am Sonntagmorgen vom Bundeskanzleramt an die Länder geschickten Beschlussentwurf zur Bund-Länder-Runde mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) war unter anderem vorgeschlagen, den Handel mit Ausnahme der Geschäfte für den täglichen Bedarf vom 16. Dezember bis zum 10. Januar zu schliessen.

Deutschland plant harten Lockdown ab 16. Dezember

Deutschland steht angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen vor einem harten Lockdown deutlich vor Weihnachten. In einem am Sonntagmorgen vom Bundeskanzleramt an die Länder geschickten Beschlussentwurf zur Bund-Länder-Runde mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) von 10.00 Uhr an wird vorgeschlagen, den Einzelhandel mit Ausnahme der Geschäfte für den täglichen Bedarf vom kommenden Mittwoch (16. Dezember) bis zum 10. Januar zu schliessen. Der der Deutschen Presse-Agentur aus mehreren Quellen vorliegende Entwurf trägt die Datumszeile 13. Dezember, 7.46 Uhr.

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Entwurf für Massnahmen in Deutschland: Lockdown vom 16. Dezember an

Deutschland steht angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen vor einem harten Lockdown deutlich vor Weihnachten. In einem am Sonntagmorgen vom Bundeskanzleramt an die Länder geschickten Beschlussentwurf zur Bund-Länder-Runde mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) von 10.00 Uhr an wird vorgeschlagen, den Einzelhandel mit Ausnahme der Geschäfte für den täglichen Bedarf vom 16. Dezember bis zum 10. Januar zu schliessen. Der der Deutschen Presse-Agentur aus mehreren Quellen vorliegende Entwurf trägt die Datumszeile 13. Dezember, 7.46 Uhr.

Eishockey-Spiel Lugano - Freiburg verschoben

Das für den Dienstag vorgesehene National-League-Spiel zwischen dem HC Lugano und Fribourg-Gottéron wird verschoben. Bis zum Ende der Quarantäne haben sich gemäss einer Mitteilung der National League viele Mannschaftsmitglieder Luganos nicht vollständig von der Coronavirus-Krankheit erholt.

Muskelschäden durch Covid-19 nur in Ausnahmefällen

Eine retrospektive Studie der Medizinischen Universität Innsbruck belegt, dass eine Coronavirus-Infektion nur in Einzelfällen zu Schädigungen der Muskulatur führt. Beim Vergleich der CK-Werte, ein Marker für Muskelschädigung von Influenza- und Coronavirus-Patienten zeigte sich sogar, dass Corona weniger myotoxisch als eine Grippeerkrankung sei.

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Polizei löst Party mit 80 Teilnehmenden in Unteriberg auf

In Unteriberg SZ hat die Polizei am Samstagabend eine private Party mit rund 80 Teilnehmenden aufgelöst. Zwei Personen wurden verhaftet, eine wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte, die zweite zur Ausnüchterung, wie die Kantonspolizei Schwyz am Sonntag mitteilte.

Eine Polizeipatrouille war gegen 22 Uhr in der Industrie Unteriberg auf die Party aufmerksam geworden. Rund die Hälfte der Teilnehmenden habe sich nicht wegweisen lassen, heisst es in der Mitteilung. Mit den daraufhin aufgebotenen Ordnungsdienstkräften wurde die Party anschliessend aufgelöst und alle Personen kontrolliert.

Sämtliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Party werden wegen des Verstosses gegen die Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie verzeigt.

Dieser Mann macht Bausteine aus Masken und Corona-Schutzanzügen

Masken und Schutzanzüge helfen bei der Pandemiebekämpfung – aber ein Teil davon landet auch in der Umwelt. Nach Schätzungen eines Teams um Joana Prata von der Universität Aveiro in Portugal werden weltweit pro Monat coronabedingt 129 Milliarden Masken und 65 Milliarden Plastikhandschuhe genutzt. Binish Desai aus Indien machte der viele Kunststoffmüll Sorgen, wie er der Deutschen Presse-Agentur sagt. So begann der 27-Jährige damit zu experimentieren – und fertigt nun Bausteine daraus und verkauft diese an Leute, die bauen wollen.

Die Steine bestünden aus desinfizierten und geschredderten blau oder grünen OP-Masken und Schutzanzügen. Hinzu komme eine Abfallmasse, die bei der Papierproduktion entsteht, und ein Bindemittel. Nach eigenen Angaben hat er seit dem Produktionsstart im September mehr als 45’000 solcher Bausteine produziert, die jeweils rund 3 Euro-Cent kosten. Sie würden beim Bau von Privathäusern und Fabriken verwendet.

Country-Star Charley Pride mit 86 an Folgen von Covid-19 gestorben

Die Country-Legende Charley Pride ist tot. Er starb am Samstag in Dallas im Alter von 86 Jahren an Komplikationen nach einer Erkrankung an Covid-19, wie seine Familie und sein Produzent auf der Website des Country-Stars mitteilten. Der aus Mississippi stammende Pride hatte zwischen den 60er- und 80er-Jahren mit einer Vielzahl von Hits die Musikszene dominiert.

Die Welt trauert: Die Country-Legende Charley Pride ist an den Folgen des Coronavirus gestorben, wie sein Produzent auf Prides Website bekannt gibt. (Bild: https://charleypride.com/)

«Charley, wir werden dich immer lieben», bekundete Country-Star Dolly Parton ihre Trauer. Der Tod eines ihrer liebsten und ältesten Freunde breche ihr Herz, twitterte die Country-Ikone. Auch Billy Ray Cyrus trauerte um seinen Weggefährten. «Ein Gentleman, eine Legende und ein echter Vorreiter», twitterte er. «Er hat Mauern eingerissen, die teilen sollten.» Und Reba McEntire bezeichnete ihn als «Legende der Country Musik». Er werde schmerzlich vermisst werden, «aber er wird immer in Erinnerung bleiben mit seiner grossartigen Musik, wunderbaren Persönlichkeit und grossem Herz».

Russland entwickelt Corona-Impfstoff für Tiere

Nach Corona-Ausbrüchen auf mehreren Nerzfarmen in Europa entwickelt Russland einen eigenen Impfstoff für Tiere. Das Vakzin solle Ende Januar vorliegen, sagte der Chef der Agraraufsichtsbehörde Rosselchosnadsor, Sergej Dankwert, der russischen Fachzeitschrift «Veterinär und Leben». Die Europäische Union, die USA und Singapur hätten bereits Interesse bekundet.

Dankwert zufolge durchläuft der Wirkstoff aktuell die entscheidende Testphase III. «Der neue Impfstoff wird derzeit an Nerzen, Katzen und Nagetieren getestet.» Seine Behörde erhalte regelmässig Anfragen aus russischen Tierfarmen nach einem Corona-Impfstoff, weil Nerze und Frettchen als besonders anfällig für das Virus gelten und sich gegenseitig infizieren könnten, sagte der Behördenleiter.

Im November wurde bei Nerzen in einer dänischen Farm eine Mutation des Coronavirus entdeckt. (Bild: Keystone)
Deutscher Verband warnt vor drastischem Stellenabbau im Handel

Der Handelsverband Deutschland (HDE) fürchtet durch den anstehenden härteren Coronavirus-Lockdown den Verlust von bis zu 250’000 Arbeitsplätzen in deutschen Innenstädten. Unter normalen Umständen sei der Dezember für den Detailhandel der wichtigste Monat im Jahr, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth der «Bild am Sonntag».

«In der Pandemie ist er ein Totalausfall», kritisierte er. Von den 560’000 Jobs des innerstädtischen Einzelhandels in Deutschland seien daher zwischen 150’000 und 250’000 Stellen akut bedroht. Genth forderte im Fall eines harten Coronavirus-Lockdowns die gleiche Entschädigung für den Einzelhandel, wie sie etwa für die deutsche Gastronomie vorgenommen wurde. «Wenn Läden geschlossen werden, müssen sie mit 75 Prozent des Vorjahresumsatzes entschädigt werden. Das gebietet schon die Gleichbehandlung», betonte er.

Der Dezember ist normalerweise einer der umsatzstärksten Monate für den Detailhandel. (Symbolbild: Keystone)
Lebenserwartung im Tessin und in der Genfersee-Region gesunken

In der ersten Welle der Coronavirus-Pandemie ist die Lebenserwartung der Männer im Tessin laut eines Demografen um sechs Jahre gesunken, von 82 auf 76 Jahre. Am Genfersee nahm sie um drei Jahre ab, wie Philippe Wanner von der Uni Genf im Westschweizer Radio RTS sagte.

Die Lebenserwartung in der Schweiz beträgt für Frauen 86 Jahre und 82 Jahre für Männer. Sie ist eine der höchsten der Welt und steigt seit fast einem Jahrhundert kontinuierlich um rund zwei Monate pro Jahr an.

In der ersten Corona-Welle sank die Lebenserwartung der Männer im Tessin von 82 auf 76 Jahre. (Symbolbild: Keystone)

Die Coronavirus-Pandemie forderte in der Schweiz bislang fast 5’500 Todesopfer, und die Lebenserwartung sank dadurch vor allem im Tessin und in der Genfersee-Region, wie Wanner am Samstag in der Sendung «Forum» sagte. Eine Lebenserwartung von nur 76 Jahren für Männer im Tessin gab es letztmals Anfang der 1980er-Jahre.

Twitter blockiert Hess nach Corona-Massnahmen-Angriff

Der Berner SVP-Nationalrat Erich Hess hat in den sozialen Medien in einem Video zur Umgehung der Corona-Massnahmen des Bundes aufgerufen (siehe weiter unten im Ticker). Der Kurznachrichtendienst Twitter entfernte die Aussagen am Samstag und blockierte das Twitter-Konto des Politikers vorübergehend.

Twitter erklärte ohne Angabe von Gründen, der Tweet von Hess habe gegen die Twitter-Regeln verstossen. Später wurde das Video von der Plattform gelöscht. Es war von mehreren Personen beanstandet worden.

Gastrostreik in Bern: Wirte gehen auf die Strasse

Weit über hundert Berner Restaurant-Betreiber haben genug von den ständig ändernden Corona-Massnahmen: Zusammen mit Sympathisanten demonstrierten sie am Samstag in Bern für faire Rahmenbedingungen.

Zum Protest aufgerufen hatte das «Kollektiv Gastrostreik Bern», dem sich bislang 140 Restaurant-Betreiber vor allem aus der Stadt Bern anschlossen. Manche Beizen blieben aus Protest geschlossen – wie viele, konnten die Organisatoren auf Anfrage nicht sagen.

In einem offenen Brief zeigen sie «ein hohes Grundverständnis» für die Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Die ständigen Regeländerungen seien aber für die Gastronomie kaum noch zu bewältigen.

Die Behörden sollten die Restaurants entweder ganz schliessen und fair entschädigen – oder aber «sinnvolle Massnahmen definieren, die ein anständiges Arbeiten zulassen». Zudem solle es 100 Prozent Kurzarbeitsentschädigung für Monatslöhne unter 4’000 Franken geben.

Schliesslich sei die Gastronomie eine Tieflohn- und Teilzeitbranche. «80 Prozent sichern die Existenzen unserer Mitarbeitenden nicht.»

Ursprünglich war eine Platzkundgebung auf dem Bahnhofplatz geplant. Weil der Bundesrat am Freitag Demos mit mehr als 50 Menschen verbot, änderten die Organisatoren ihre Pläne. Das sei in Absprache mit den Stadtberner Behörden passiert, sagte Diego Dahinden, Pressesprecher des Kollektivs, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Die Demonstrierenden wurden vor dem Bahnhof in 50er-Gruppen aufgeteilt. Diese zogen dann auf verschiedene Plätze in der Stadt.

Personen von der Gastroszene Bern demonstrierten am Samstag gegen die verschärften Covid-19-Massnahmen des Bundesrats. (Bild: Keystone)
Corona in Italien auf dem Rückzug: Keine Roten Zonen mehr

Wegen sinkender Corona-Zahlen dürfen in vielen Regionen Italiens die Restaurants und Bars ab Sonntag wieder öffnen. Rund fünf Wochen nach der Einrichtung von drei Risikozonen und eines Teil-Lockdowns ist die Zeit der Roten Zonen dann zunächst vorbei.

Vielmehr gehören die anfangs stark betroffene Lombardei im Norden und Kalabrien im Süden sogar wieder zu den Gelben Zonen mit geringem Risiko. Gesundheitsminister Roberto Speranza hatte ausserdem am Freitag in Rom angeordnet, dass die Abruzzen als letzte Rote Zone in die mittlere, orangene Kategorie wechseln.

Damit wird der Alltag für viele Italiener vorübergehend etwas einfacher. Denn in den Gelben Zonen dürfen – anders als in den beiden anderen Risikogebieten – die Lokale tagsüber wieder öffnen. Und die Menschen dort können ihre Wohnorte wieder frei verlassen. In ganz Italien müssen die Lokale allerdings weiter um 18 Uhr für Gäste schliessen. Und ab 22 Uhr gilt eine Ausgangssperre bis zum frühen Morgen, für die es nur wenige Ausnahmen gibt.

Die Abruzzen wechseln als letzte Rote Zone Italiens in die mittlere, orangene Kategorie. (Bild: Keystone)
Erich Hess ruft mit Anti-Corona-Video Polizei auf den Plan

Der Berner SVP-Nationalrat Erich Hess sorgt in den Sozialen Medien mit einem Video für Wirbel. Nach Bekanntgabe der neusten Massnahmen durch den Bundesrat am Freitag rief Hess die Bevölkerung dazu auf, die Regeln «auszuhebeln». Konkret geht es um die 10-Personen-Regel für private Treffen. Hess findet es inakzeptabel, dass man sich «nicht mal mehr in einer grösseren Gruppe an Weihnachten oder Neujahr» treffen könne. Um dies zu umgehen kommt er mit dem Tipp um die Ecke: Wenn man eine grössere Gruppe als vom Bundesrat  vorgeschrieben sei, «dann bildet kurz eine religiöse Gemeinschaft». Da gilt nämlich eine Ausnahme: Für religiöse Veranstaltungen dürfen mehr Leute zusammenkommen.

Hess begibt sich dabei aber auf strafrechtlich heikles Terrain. Prompt ist die Berner Kantonspolizei auf das Vide aufmerksam geworden. «Wir haben das erwähnte Video zur Kenntnis genommen. Abklärungen sind am Laufen», erklärt man dort gegenüber «20 Minuten». Man halte es in Anbetracht der momentanen Situation für unangebracht, zur unzulässigen Umgehung der Covid-19-Regeln aufzurufen. «Falls wir bei Einsätzen entsprechende Feststellungen machen, werden wir diese an die Justiz rapportieren», so die Berner Kapo.

Weiterhin ein Prozent positive Tests in Südbünden

In Graubünden hat sich bei den Flächentests auf das Coronavirus die Rate von einem Prozent positiver Fälle am Samstag, dem zweiten Testtag, bestätigt. Bis am Samstagmittag meldeten sich rund 13’000 Personen zu den freiwilligen und kostenlosen Schnelltests an.

Getestet wurden bis am Samstagmittag rund 7’800 Personen. 73 von ihnen oder 0,93 Prozent erhielten einen positiven Befund, wie es auf Anfrage bei der kantonalen Kommunikationsstelle hiess. Eine Positivrate von einem Prozent entspreche auf den ganzen Kanton berechnet 2’000 Personen.

Die schweizweit ersten Flächentests werden durchgeführt im Engadin sowie in den drei Südtälern Bergell, Puschlav und Münstertal. Inklusive Touristen sind rund 35’000 Personen angesprochen. Die Bündner Behörden sind zufrieden, wenn sich 20’000 Personen oder etwa zwei Drittel testen lassen. Informieren über das Gesamtresultat werden die Behörden am Montag.

Bis am Samstagmittag meldeten sich in Graubünden rund 13’000 Personen zu den freiwilligen und kostenlosen Schnelltests an. (Bild: Keystone)
Auch Appenzell Ausserrhoden greift härter durch

Wie in St. Gallen und im Thurgau sind neu auch in Appenzell Ausserrhoden Menschenansammlungen von mehr als zehn Personen verboten. Das beschloss der Regierungsrat an einer Sondersitzung vom Samstag. Es sei entscheidend, dass eine gute Abstimmung zwischen den Ostschweizer Kantonen stattfinde, schreibt die Regierung in einer Mitteilung.

Der Regierungsrat unterstütze die vom Bundesrat ergriffenen schärferen Massnahmen und setze sie konsequent um. Auch wenn er bedauere, dass solch einschneidende Massnahmen ausgerechnet in der Adventszeit gefällt werden müssten.

Die Regierung des Kantons Appenzell Innerrhoden teilte am Samstag mit, es bleibe bei der Schliesszeit 19 Uhr für Läden und Gastronomiebetriebe. Der Kanton erfülle die Voraussetzungen derzeit nicht, die Öffnungszeiten bis 23 Uhr zu verlängern.

Sie werde die Situation weiterhin beobachten und bei Änderungen in Abstimmung mit den Nachbarkantonen die Handlungsmöglichkeiten prüfen.

St. Gallen verschärft seine Corona-Massnahmen weiter

Weil die Fallzahlen der Infektionen mit dem Coronavirus nicht sinken, hat St. Galler Regierung die Vorschriften des Bundes mit eigenen kantonalen Massnahmen ergänzt. Diese Bestimmungen gelten ab Sonntag, 13. Dezember. Die kantonalen Anordnungen bleiben so lange in Kraft, bis sich ein nachhaltiger Rückgang der Fallzahlen zeigt.

Demnach müssen im Kanton St. Gallen Besuche in Betagten- und Pflegeheimen in einem öffentlich zugänglichen Raum wie beispielsweise in der Cafeteria stattfinden. Firmen haben dafür zu sorgen, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre Arbeit so weit als möglich von zu Hause aus erledigen (Homeoffice).

Wer positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet wird, benachrichtigt sofort alle Personen, mit denen in den letzten 48 Stunden vor dem Test oder vor dem Auftreten der ersten Symptome ein enger Kontakt bestand. Die benachrichtigten Personen haben sich dann für zehn Tage in Quarantäne zu begeben.

Weiter verordnete die Regierung, dass Ansammlungen von mehr als zehn Personen im öffentlichen Raum, namentlich auf Plätzen, Spazierwegen und in Parkanlagen verboten sind. Ebenfalls verboten werden Darbietungen im öffentlichen Raum, die zu Menschenansammlungen führen können.

Die St. Galler Regierung – im Bild Regierungspräsident Bruno Damann – verschärft die Corona-Massnahmen weiter. (Bild: Keystone)
Moderna will weitere 100 Millionen Impf-Dosen an die USA liefern

Der Pharmakonzern Moderna wird nach eigenen Angaben weitere 100 Millionen Coronavirus-Impfdosen an die USA liefern. Insgesamt habe die Regierung in Washington damit 200 Millionen Dosen des Coronavirus-Impfstoffes bestellt.

Dies teilte der Konzern am Freitag (Ortszeit) mit. Die ursprüngliche Vereinbarung mit der US-Regierung vom August sah den Kauf von 100 Millionen Impf-Dosen vor – mit einer Option auf insgesamt weitere 400 Millionen Einheiten. Am Donnerstag soll sich ein Berater-Gremium der US-Arzneimittelbehörde FDA mit dem Antrag von Moderna auf eine Notfallzulassung beschäftigen.

Deutscher Minister gegen zweites Konjunkturprogramm in Corona-Krise

Der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier hält ein zweites Konjunkturprogramm in der Coronavirus-Krise nicht für erforderlich. «Wenn die Pandemie nicht völlig ausser Kontrolle gerät, werden wir kein weiteres Konjunkturpaket brauchen», sagte Altmaier dem Redaktionsnetzwerk Deutschland RND am Samstag.

Wirtschaftsminister Altmaier hofft, dass kein weiteres Konjunkturprogramm nötig sein werde. (Archivbild: Key)

Die deutsche Wirtschaft sei stark genug, «die Selbstheilungskräfte unserer Wirtschaft funktionieren», sagte Altmaier.

Biontech- und Pfizer-Impfstoff erhält auch in Mexiko Notfallzulassung

Auch Mexiko hat dem Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und dessen US-Partner Pfizer eine Notfallzulassung erteilt. Das teilte die staatliche Kommission zum Schutz vor Gesundheitsrisiken am Freitag (Ortszeit) mit.

Die Behörde hatte einen entsprechenden Antrag der Unternehmen demnach seit dem 26. November überprüft und bewertet. Die 24 Mitglieder des zuständigen Komitees stimmten dem Antrag den Angaben nach am Freitag einstimmig zu.

Bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (Ema) wurde die Zulassung des Corona-Impfstoffs in der EU beantragt, eine Entscheidung darüber steht noch aus.

Erste Coronavirus-Impfung in USA «in weniger als 24 Stunden»

Nach der ersten Notfallzulassung für einen Corona-Impfstoff in den USA hat der abgewählte US-Präsident Donald Trump seinen Landsleuten erste Impfungen noch an diesem Wochenende versprochen. «Der erste Impfstoff wird in weniger als 24 Stunden verabreicht werden», kündigte Trump in einem am Freitagabend (Ortszeit) von ihm auf Twitter veröffentlichten Video an.

Der abgewählte US-Präsident Donald Trump hat seinen Landsleuten erste Impfungen noch an diesem Wochenende versprochen.(Bild: Key)

Seine Regierung habe bereits damit begonnen, den Impfstoff des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und des US-Unternehmens Pfizer an alle US-Bundesstaaten zu verschicken. Deren Gouverneure würden entscheiden, an wen die Impfungen dort als erstes verabreicht würden. Trump betonte, Impfungen seien für alle Amerikaner kostenfrei.

Biontech/Pfizer-Impfstoff in den USA zugelassen

Als erster Corona-Impfstoff hat das Mittel des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer eine Notfallzulassung in den USA bekommen. Der Impfstoff könne nun bei Menschen ab 16 Jahren eingesetzt werden, teilte die US-Arzneimittelbehörde FDA am Freitagabend (Ortszeit) mit. FDA-Chef Stephen Hahn sprach von einem «bedeutenden Meilenstein im Kampf gegen diese verheerende Pandemie». Medienberichten zufolge soll das Weisse Haus die FDA zuvor mit Drohungen zur umgehenden Notfallzulassung gedrängt haben.

Als erster Corona-Impfstoff hat das Mittel des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer eine Notfallzulassung in den USA bekommen. (Bild: Key)

Der abgewählte US-Präsident Donald Trump versprach seinen Landsleuten nach der Zulassung erste Impfungen noch an diesem Wochenende. «Der erste Impfstoff wird in weniger als 24 Stunden verabreicht werden», kündigte Trump in einem auf Twitter veröffentlichten Video an. Seine Regierung habe bereits mit der Verschickung des Impfstoffes begonnen. Trump betonte, Impfungen seien für alle Amerikaner kostenfrei.

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Biden: Höchststand der Corona-Toten in USA «tragischer Meilenstein»

Der künftige US-Präsident Joe Biden hat angesichts des Höchststands von Coronavirus-Toten in den USA innerhalb von 24 Stunden von einem «tragischen Meilenstein» gesprochen. «Mehr als 3000 Tote an einem einzigen Tag, die höchste einzelne Todeszahl während dieser Pandemie», sagte Biden am Freitag in Wilmington im Bundesstaat Delaware.

Joe Biden spricht bei der Rekordzahl der Corona-Toten in den USA von einem «tragischen Meilenstein». (Bild: Keystone)

«Das sind mehr Tote an einem einzelnen Tag, als wir an 9/11 oder in Pearl Harbor hatten.» Biden bezog sich auf die Anschläge vom 11. September 2001 in New York und Washington sowie auf den japanischen Angriff auf Pearl Harbor (Hawaii) im Dezember 1941. Biden forderte den US-Kongress erneut auf, das monatelange Tauziehen zu beenden und ein neues Hilfspaket in der Krise zu beschliessen.

Sarah Connor sagt Corona «Bye Bye»

Die deutsche Popsängerin Sarah Connor (40) will sich mit einem neuen Lied vom Jahr 2020 verabschieden – und am liebsten gleich auch vom Coronavirus. Das macht sie mit einem neuen Lied: «Bye Bye»:

Sehen Sie hier das Video zum Lied. (Video: Youtube, Sarah Connor Official)

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Corona: Restaurant-Innenräume in New York müssen wieder schliessen
In New York müssen die Innenräume von Restaurants wieder schliessen. (Bild: Keystone)

Die Innenräume von Restaurants, Cafés und Bars in der Millionenmetropole New York müssen in der Coronavirus-Pandemie auf Anordnung von Gouverneur Andrew Cuomo wieder schliessen. «Die Zahl der Krankenhauseinweisungen hat sich nicht stabilisiert und zusammen mit der steigenden Infektionsrate und der Bevölkerungsdichte in New York bedeutet das, dass die Bewirtung in Innenräumen ein zu hohes Risiko ist», teilte Cuomo am Freitag mit.

Ab Montag müssten deswegen die Innenräume, die seit dem Sommer mit Einschränkungen wieder geöffnet werden durften, erneut schliessen. Die Bewirtung unter freiem Himmel sowie per Lieferung oder Abholen bleibe aber erlaubt.

Für bessere Stimmung: Weihnachtsbaum auf dem Petersplatz leuchtet

Vieles ist in Pandemie-Zeiten anders, aber der Weihnachtsbaum leuchtet trotzdem wieder auf dem Petersplatz. In einer feierlichen Zeremonie wurde die Weihnachtsdekoration mit Krippe und Baum am Freitagabend in Rom eingeweiht.

Die rund 30 Meter hohe Fichte stamme aus Slowenien, hatte der Vatikan mitgeteilt. Die monumentale Krippe aus Keramik sei von Künstlern aus der italienischen Abruzzen-Region entworfen worden. Alles dazu lesen Sie hier.

Nun offiziell entschieden: Westschweizer Kantone lassen Restaurants bis 23 Uhr offen

Die Westschweizer Kantone Waadt, Neuenburg, Freiburg, Genf und Jura haben gemeinsam entschieden, dass bei ihnen die Restaurants bis 23 Uhr geöffnet bleiben dürfen. Im Kanton Wallis bis 22 Uhr.

Dies heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung vom Freitagabend. Gemäss Bundesrat können Kantone mit einer günstigen epidemiologischen Entwicklung inbesondere die Öffnungszeiten von Bars und Restaurants verlängern.

In der Westschweiz bleiben die Restaurants bis 23 Uhr offen. Das erlaubt eine Ausnahme-Regelung des Bunderats. (Symbolbild: Keystone)
Gefängnisse in der Waadt unter Quarantäne gestellt

Der Kanton Waadt hat die Strafanstalten von Orbe wegen mehrerer Coronavirus-Fälle unter den Häftlingen sowie bei Mitarbeitenden unter Quarantäne gestellt. Die Massnahme gilt bis am 22. Dezember.

Seit November seien in den Strafanstalten der Plaine de l’Orbe, darunter das Bochuz-Gefängnis, trotz der zahlreich getroffenen Gesundheitsschutzmassnahmen mehrere Fälle von Mitarbeitern und Häftlingen registriert worden, die Covid-19-positiv gewesen seien, heisst es in einer Mitteilung des Kantons Waadt vom Freitag. Mehr dazu lesen Sie hier.

Kanton Aargau begrüsst die einheitlichen Massnahmen des Bundes

Der Kanton Aargau verzichtet vorerst auf zusätzliche Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Das hat der Regierungsrat entschieden. Die vom Bundesrat beschlossenen einheitlichen Regeln werden begrüsst.

Die einheitlichen Regeln entsprächen einem gegenüber dem Bundesrat bereits mehrfach vorgebrachten Anliegen, teilte die Staatskanzlei Aargau am Freitag mit.

Baby-Giraffe «Margaret» in England nach erster Impfpatientin benannt

Eine Baby-Giraffe hat in England zu Ehren der ersten Corona-Impfpatientin Grossbritanniens den Namen «Margaret» bekommen. Die 90-jährige Margaret Keenan war am Dienstag – fast gleichzeitig mit der Geburt der jungen Giraffe – als erster Mensch weltweit mit dem Corona-Impfstoff der Firmen Biontech und Pfizer geimpft worden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Zürcher Theater Neumarkt sagt anstehende Veranstaltungen ab

Das Theater Neumarkt in Zürich sagt alle Veranstaltungen ab dem 12. Dezember bis voraussichtlich 22. Januar ab. Dies teilte die Direktion des Hauses nach den Beschlüssen des Bundesrats vom Freitag mit.

Obwohl sich das Schutzkonzept und die Adaptionen von Formaten für alle Beteiligten bewährt hätten, respektiere man die Entscheidung, war in dem Communiqué zu lesen. Und im Internet bleibt das Neumarkt zumindest virtuell mit seinem Publikum in Kontakt. Das Online-Programm, das auf der Website in der Mediathek zu finden ist, werde in den kommenden Tagen erweitert.

Knapp ein Prozent positive Resultate bei Flächentests in Südbünden

4249 Personen haben sich am Freitag bei den Flächentests im südlichen Graubünden testen lassen. 38 von ihnen oder knapp ein Prozent erhielten am ersten Tag ein positives Ergebnis.

Ein Prozent der Corona-Tests bei den Massentests im Kanton Graubünden war bisher positiv. (Bild: Keystone)

Für die schweizweit ersten Flächentests gingen bisher 11’325 Anmeldungen ein. Der erste Testtag sei weitgehend reibungslos verlaufen, teilten die Bündner Behörden am Freitag mit. Vereinzelt sei es bei der Übermittlung von Testresultaten zu Verzögerungen gekommen. Getestet wurde am Freitag in 9 von 19 Südbündner Gemeinden.

Bei den Flächentests, die noch bis Sonntag dauern, stehen 60 Ärztinnen und Ärzte im Einsatz. Das gesamte medizinische und administrative Personal umfasst knapp 800 Personen.

Luzerner Theater sagt alle Vorstellungen für sechs Wochen ab

Im Luzerner Theater bleibt der Vorhang bis am 22. Januar 2022 geschlossen. Die vom Bundesrat angeordneten neuen Coronamassnahmen führten zu einer Absage aller Vorstellungen in den nächsten sechs Wochen, teilte das Dreispartenhaus am Freitag mit.

Das Theater bedaure es ausserordentlich, dass es nicht mehr für das Publikum spielen dürfe, hiess es in der Mitteilung. Es habe mit viel Energie und Kreativität wechselnde Schutzkonzepte entwickelt, um den Besucherinnen und Besuchern ein sicheres Theatererlebnis zu bieten. Es unterstütze aber auch alle Massnahmen, die zur Entspannung der Pandemiesituation beitragen würden.

Maurer scherzt über Corona-Schulden

Finanzminister Ueli Maurer sagt auf eine Journalistenfrage, dass der Schuldenberg der sich durch die Bewältigung der Covid-Krise derzeit anhäuft, sehr gross wird und nutzt dafür ein Gleichnis, dass ihn – und einige Journalisten offensichtlich erheitert.

(Video: Keystone-SDA)

Zwischen Wut und Verständnis – Die Reaktionen auf die Bundesrats-Beschlüsse

Der Bundesrat beschliesst ab Mitternacht neue Corona-Massnahmen. Das stösst auf grosse Kritik, aber auch auf Zuversicht. Eine Übersicht dazu finden Sie hier.

Verband Tankstellenshops Schweiz empört über Bundesrat

Der Verband Tankstellenshops Schweiz (VTSS) ist erbost über die vom Bundesrat verhängten Corona-Massnahmen wie Sperrstunde ab 19 Uhr und Sonntagsverkaufsverbot. Das sei unverhältnismässig.

«Es kann nicht sein, dass es in den nächsten sechs Wochen abends und an Sonntagen nicht möglich sein soll, Lebensmittel und Güter des täglichen Gebrauchs kaufen zu können», schreibt der VTSS in einer Mitteilung vom Freitag. Das werde zu Masseneinkäufen und damit zu Menschenansammlungen jeweils vor den Schliessungstagen führen.

Der VTSS fordert den Bundesrat nachdrücklich dazu auf, die Tankstellenshops «von diesen unverhältnismässigen Massnahmen umgehend auszunehmen».

Deshalb hat sich der Bundesrat den Kantonen widersetzt

Die Kantone haben sich in einer vorgängigen Vernehmlassung mehrheitlich ablehnend zu den am Freitag beschlossenen Corona-Massnahmen des Bundes geäussert, stellt ein Journalist an der heutigen Medienkonferenz, mit Blick auf die Medienmitteilung des Bundesrates, fest. Wie Gesundheitsminister Alain Berset darauf reagiert, sehen sie im Video.

(Video: Keystone-SDA)

US-Konsumentenstimmung steigt überraschend

Die Stimmung der US-Konsumenten hat sich im Dezember überraschend aufgehellt. Das Barometer für das Konsumentenvertrauen stieg auf 81,4 Zähler von 76,9 Punkten im November, wie die Universität Michigan am Freitag auf Basis vorläufiger Daten mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten mit einem leichten Rückgang auf 76,5 gerechnet. Die Befragten schätzten ihre Lage und auch die Aussichten besser ein als zuletzt.

«Die Verbraucherstimmung hat sich im laufenden Monat überraschend verbessert. Dies ist positiv zu werten», sagte Ökonom Patrick Boldt von der Helaba. Die Arbeitslosenquote von 6,8 Prozent sei aber verhältnismässig hoch und die Corona-Pandemie unverändert als dramatisch zu bezeichnen: «Dementsprechend steht die Verbesserung auf tönernen Füssen. Bis zur Normalität dürfte noch Zeit vergehen.»

Schweizer Skispringer in Engelberg am Start

Die von der Skiflug-WM in Planica ausgeschlossenen Schweizer Skispringer dürfen in einer Woche beim Weltcup in Engelberg abheben, sofern sie vor dem Wettkampf einen negativen Test auf das Coronavirus abliefern. Dies ergaben die Abklärungen mit diversen Instanzen.

Insbesondere die Teilnahme von Gregor Deschwanden und Dominik Peter war zunächst ungewiss gewesen, da die beiden von den lokalen slowenischen Behörden wegen des positiven Tests von Trainer Ronny Hornschuh am Donnerstag nicht zu den Titelkämpfen in Planica zugelassen worden waren.

Gesundheitsdirektoren: «Es braucht Kraftakt vor Festtagen»

Es brauche vor den Festtagen wieder eine gemeinsame Kraftanstrengung von Bund, Kantonen und der Bevölkerung. Das Zusammenspiel zwischen Bund und Kantonen hat laut den kantonalen Gesundheitsdirektoren in den letzten Tagen nicht optimal funktioniert.

Dass das Vorgehen des Bundesrates namentlich in der Westschweiz nach deren Efforts teilweise auf Unmut gestossen seien, sei nachvollziehbar. Klar sei aber auch, dass die Fallzahlen in der ganzen Schweiz zu hoch seien, teilte die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) am Freitag mit. Mehr zum Thema gibt es hier.

Gastrosuisse erzürnt über Massnahmen des Bundesrats

Der Bundesrat würge der Gastrobranche mit seinen neusten Entscheiden die Luft ab. Der Beizenschluss um 19 Uhr komme einem generellen Lockdown gleich und sei ein «Tod auf Raten» für viele Betriebe, sagte Präsident Casimir Platzer am Freitag vor den Medien.

Gastrosuisse-Präsident Casimir Platzer findet deutliche Worte zum Bundesratsentscheid. (Video: Keystone-SDA)

Der Bundesrat würdige in keiner Weise die grossen Bemühungen der Branche, einen sicheren Betrieb zu gewährleisten, sagte Platzer. Im Gegenteil. Schon nach ein paar wenigen Tagen «übersteuere» er die Verschärfungsentscheide einiger Kantone von anfangs Woche bereits wieder. Das Vorgehen sei planlos und unglaubwürdig, «ein komplettes Chaos zwischen kantonalen und Bundesvorgaben». Alles zum Thema lesen Sie hier.

13 Kantone dürfen nach 19 Uhr offen haben
 

13 Kantone profitieren von der Ausnahme-Regelung des Bundesrats: Hier dürfen die Restaurants bis 23 Uhr offen bleiben. (Bild: Keystone)

Die Schweizer Restaurants müssen ab 19 Uhr schliessen. Dies verordnet der Bundesrat ab morgen Samstag. Es gibt aber Ausnahmen nach Kantonen. Wer erfüllt, dass die Reproduktionszahl während 7 aufeinanderfolgenden Tagen unter 1 bleibt sowie bei der Anzahl der Neuinfektionen pro 100’000 Personen im 7-Tage-Mittel unter dem Schweizer Durchschnitt ist, darf bis 23 Uhr offen haben. Das gilt dann für alle Restaurants, Clubs und Bars im betreffenden Kanton.

Laut der Zeitung 20 Minuten sind aktuell 13 Kantone von der Sonderregelung betroffen: Appenzell-Innerrhoden, Bern, Freiburg, Genf, Jura, Luzern, Neuenburg, Ob- und Nidwalden, Uri, Waadt, Wallis und Zug.

Die Kantone Zürich und Tessin haben zwar eine Reproduktionszahl unter 1, sind bei den Infektionszahlen aber über dem Schnitt.

Die Bundesrats-Entscheide am Freitag

Wie angekündigt, verschärft der Bundesrat die Corona-Massnahmen. Die neuen Regeln gelten ab Mitternacht. Das gesellschaftliche Leben in der Schweiz wird damit über die Festtage weiter heruntergefahren: Restaurants müssen ab 19.00 Uhr schliessen, Läden auch an Sonn- und Festtagen. Kantone können hier Sondergenehmigungen beantragen, wenn die Ansteckungszahlen unter Kontrolle sind. Private Treffen bis maximal zehn Personen bleiben erlaubt, Sport zu fünft auch. Alle Details dazu erfahren Sie hier. 

Das Härtefall-Programm zur Unterstützung von Unternehmen in der Corona-Krise soll um 1,5 auf 2,5 Milliarden Franken aufgestockt werden. Mit diesem Schritt will der Bundesrat die neuen Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus abfedern.

Weil Betriebe allenfalls wegen der Massnahmen geschlossen werden müssten, ist es laut einer Mitteilung des Bundesrat vom Freitag notwendig, das Härtefallprogramm um weitere 1,5 Milliarden Franken auszubauen. Alle Hintergründe lesen Sie hier.

Alles „eitere zur Pressekonferenz in Bern vom Freitagnachmittag finden Sie hier.

Restaurants schliessen abends - Feiern bis zehn Personen möglich

Das gesellschaftliche Leben in der Schweiz wird über die Festtage weiter heruntergefahren: Restaurants müssen ab 19.00 Uhr schliessen, Läden auch an Sonn- und Festtagen. Private Treffen bis maximal zehn Personen bleiben erlaubt, Sport zu fünft auch.

Das hat der Bundesrat am Freitag entschieden. Die Massnahmen gelten ab (morgen) Samstag, 12. Dezember 2020, und sind bis zum 22. Januar 2021 befristet.

Der Bundesrat teilt am Freitag, 11. Dezember, die neuen Massnahmen mit. (Bild: Key)

Die Landesregierung hat damit ihre Ankündigungen vom vergangenen Dienstag weitgehend wahrgemacht – trotz Kritik der Kantone. Sie macht keinen Hehl daraus, dass die Kantone wenig von dieser Lösung halten. «Mit dem Vorgehen des Bundesrats ist eine grosse Mehrheit nicht einverstanden.» Die Meinungen gingen weit auseinander.

1,5 Milliarden für Härtefälle und Geld für Kulturschaffende

«Wir haben festgestellt, dass die Hilfsgelder mit den neuen Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus nicht ausreichen», sagte Finanzminister Ueli Maurer. Deshalb sollen zusätzliche 1,5 Milliarden Franken im Härtefall-Programm eingesetzt werden.

Die Härtefall-Hilfen seien im Covid-19-Gesetz geregelt, sagte Maurer. Der Bundesrat beantrage dem Parlament, das Covid-19-Gesetz in drei punkten anzupassen.

Polizei erschiesst Lockdown-Sünder: Demonstrationen in Albanien

Am Mittwochabend gingen mehrere hundert Menschen in Albanien auf die Strassen. Dabei wurde gegen einen schockierenden Fall von Polizeigewalt demonstriert, wie der «Standard» schreibt.

In Albanien sind zum Schutz vor Corona-Ansteckungen nächtliche Ausgangssperren in Kraft. Ein 25-jähriger Mann habe in der Nacht auf Mittwoch dagegen verstossen. Er habe die Aufforderung stehen zu bleiben ignoriert.

Die Polizei äusserte sich bedauernd über den Vorfall, es habe sich um einen «übertriebenen Einsatz von Gewalt gehandelt». Der Schütze befinde sich in Untersuchungshaft.

Britischer Rechnungshof: Corona-Test-Programm ineffektiv

Der britische Rechnungshof hat das 22 Milliarden Pfund schwere Coronatest-Programm der Regierung als wenig effektiv kritisiert.

Es würden zu wenige Ergebnisse binnen 24 Stunden gemeldet, ausserdem würden zu wenige Kontakte von Corona-Infizierten ermittelt, schrieb die Aufsichtsbehörde in einem am Freitag vorgelegten Zwischenbericht. Zeitweise seien Teile des Rückverfolgungsdienstes «kaum genutzt» worden. So sank die Zahl der ermittelten Kontakte zwischen Mai und Oktober von 91 auf 60 Prozent.

Milliardenprogramm für Impfstoffe im Asien-Pazifik-Raum

Die Asiatische Entwicklungsbank will mit einem Finanzierungsprogramm von umgerechnet 7,4 Milliarden Euro Länder im Asien-Pazifik-Raum beim Kauf von Corona-Impfstoffen unterstützen.

Mit dem Geld solle auch bei Lagerung, Transport, Verteilung und Verarbeitung der Impfstoffe geholfen werden, teilte die Bank mit Sitz in der philippinischen Hauptstadt Manila am Freitag mit. Zudem sollen damit in der Region Produktionskapazitäten entwickelt oder erweitert werden.

Virtuelle Feiern und Geld ersetzen bei Grossfirmen Weihnachtsessen

Mit einem Weihnachtsessen Ende Jahr bedanken sich Firmen bei ihren Mitarbeitenden für ihren Einsatz. Dieses Jahr allerdings fällt das gesellige Zusammensein der Coronapandemie zum Opfer. Es gibt aber auch andere Wege, um den Mitarbeitern die Wertschätzung zu zeigen.

Verboten sind Weihnachtsessen laut BAG-Sprecher Yann Hulmann zwar bis anhin nicht explizit, das BAG rät aber stark davon ab. «Auch im Arbeitsumfeld gilt als oberste Priorität Social Distancing», so Hulmann.

Wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur AWP zeigt, haben die grössten Firmen der Schweiz allesamt ihre Weihnachtsfeiern abgesagt oder raten den Teamleitern zumindest dringend davon ab. Und sie nutzen nun die gewonnene Erfahrung mit Online-Meetings: Virtuelle Teamfeiern als Alternative sind im Trend.

Leere Hallen statt gefüllte Teller

Darunter leiden die Veranstaltungsorte sehr stark und verzeichnen grosse Verluste.

Die CongressEvents St. Gallen rechnet durch die Absagen von Weihnachtsessen in ihren Räumlichkeiten mit einem Umsatzausfall von 700’000 Franken, wie Abteilungsleiter Ralph Engel auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP sagt. Normalerweise werden in den Eventhallen, wo sonst unter anderem auch die OLMA-Messen stattfinden, etwa 15 bis 20 Weihnachtsessen mit 100 bis 400 Gästen durchgeführt.

Wiedereröffnung des Eiffelturms bis auf Weiteres verschoben

Wegen der Covid-19-Pandemie ist die Wiedereröffnung des Eiffelturms vorerst abgesagt worden. «Nach Ankündigungen der Regierung verschiebt der Eiffelturm seine Wiedereröffnung bis auf Weiteres», hiess es am Freitag auf dem offiziellen Twitter-Account der berühmten Pariser Sehenswürdigkeit.

Wegen der Covid-19-Pandemie ist die Wiedereröffnung des Eiffelturms vorerst abgesagt worden. (Symbobild: Key)

Eigentlich sollte der mehr als 130 Jahre alte Turm am 16. Dezember wieder für Besucher öffnen. Er ist seit Ende Oktober mit Beginn der neuen Ausgangsbeschränkungen in Frankreich geschlossen.

Corona-Testzentrum in Solothurn nimmt Betrieb auf

Das neue Corona-Testzentrum in der Kulturfabrik Kofmehl in Solothurn nimmt am Freitagnachmittag den Betrieb auf. Ab 16.00 Uhr sind die ersten Tests möglich.

Künftig ist das Testzentrum von Montag bis Freitag von 12.00 bis 20.00 Uhr und am Wochenende und an Feiertagen von 11.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Es ist eine Online-Anmeldung erforderlich, wie die Solothurner Staatskanzlei am Freitag mitteilte. Man kann das Testzentrum zu Fuss oder mit dem Auto erreichen.

Im neuen Testzentrum in Solothurn kann man sich ab Freitagnachmittag auf das Coronavirus testen lassen. (Symbolbild: Key))

In der Regel liegt das Testresultat innert einer Stunde vor. Es wird per SMS übermittelt. Testen lassen können sich im Zentrum Personen mit leichten Symptomen, die seit maximal vier Tagen bestehen, und ohne medizinischen Beratungsbedarf. Ausserdem ist es für Menschen in angeordneter Quarantäne da, und zwar frühestens ab dem fünften Tag nach dem letzten Kontakt mit der infizierten Person.

Impulsprogramm im Zuge der Corona-Krise beginnt Anfang 2021

Das Impulsprogramm «Innovationskraft Schweiz» startet Anfang des nächsten Jahres. Der Bundesrat hat am Freitag entschieden, die dazu notwendige Verordnungsänderung auf den 1. Januar in Kraft zu setzen.

Der Bundesrat will sicherstellen, dass die Unternehmen in der Schweiz während der Corona-Pandemie ihre Innovationskraft aufrechterhalten können. Er lancierte deshalb Anfang November ein entsprechendes Impulsprogramm mit erleichterten Förderbedingungen.

Mit dem Impulsprogramm «Innovationskraft Schweiz» sollen KMU und Unternehmen mit maximal 500 Beschäftigten in den Jahren 2021 und 2022 finanziell unterstützt werden.

Bundesrats-PK um 14 Uhr

Um 14 Uhr informieren Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga, Gesundheitsminister Alain Berset und Finanzminister Ueli Maurer über die neusten Entscheide in Sachen Coronavirus.

Um das geht es.

Deutschland hebt Reisewarnung für einige Regionen Frankreichs auf

Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen in Frankreich hebt Deutschland die Reisewarnung für einzelne Regionen des Nachbarlandes wieder auf. Die Bretagne im Nordwesten des Festlandes und die Insel Korsika werden ab Sonntag nicht mehr als Risikogebiete geführt, wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte.

Das gilt auch für die französischen Überseegebiete Guadeloupe und Martinique in der Karibik sowie Réunion im Indischen Ozean. Ausserdem wird eine Region in Norwegen von der Risikoliste gestrichen. Neu hinzu kommen mehrere Gebiete in Estland.

BAG meldet 5136 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 5136 neue Covid-Ansteckungen gemeldet.

Gleichzeitig registrierte das BAG 106 neue Todesfälle und 174 Spitaleintritte.  Insgesamt 33’861 Tests wurden durchgeführt, die Positivitätsrate liegt bei 15,2%.

Mehr dazu hier.

Detailhändler rechnen trotz Corona mit gutem Weihnachtsgeschäft

Die Coronazahlen in der Schweiz bleiben hoch. Bereits am heutigen Freitag könnte der Bundesrat die Massnahmen gegen die Pandemie weiter verschärfen. Auch die Festtage könnte davon betroffen sein. Bei den Detailhändlern geht man jedoch davon aus, dass sich die Menschen das Weihnachtsfest nicht nehmen lassen.

Das Weihnachtsgeschäft sei trotz Coronavirus lukrativ für die Detailhädler. (Bild: Key)

Für den Handel ist die Zeit vor Weihnachten der Höhepunkt des Jahres. Nach dem Black Friday sitzt bei Herr und Frau Schweizer das Portemonnaie für gewöhnlich locker in der Tasche. Nicht nur Geschenke, auch vielerlei Leckereien kaufen die Konsumenten, um ihre Liebsten während der Festtage zu verwöhnen.

Fast 10'000 Personen wollen sich in Südbünden testen lassen

Im südlichen Graubünden haben am Freitagmorgen die schweizweit ersten Flächentests auf das Coronavirus begonnen. 9500 Personen meldeten sich laut den kantonalen Behörden bislang für den freiwilligen und kostenlosen Schnelltest an.

(Video: Keystone)

Das Testen sei ein wichtiges Mittel, um möglichst viele Ansteckungen mit dem Coronavirus zu erkennen, teilten die Bündner Behörden mit. Durchgeführt werden die Tests in den Regionen Bernina (Puschlav), Unterengadin/Münstertal sowie Maloja (Bergell und Oberengadin). Insgesamt 35’000 Personen inklusive Touristen sind in den 18 Gemeinden angesprochen.

Ziel der Behörden ist es, von Freitag bis Sonntag 20’000 Tests zu machen. Ob sie mit dem Coronavirus infiziert sind oder nicht, wissen die Betroffenen 20 Minuten später.

Künstliche Intelligenz hilft bei Analyse von Lungen-Röntgenbildern

Zur Erkennung von Covid-19-Lungenerkrankungen auf Röntgenbildern liefern Analysemethoden, die auf Künstlicher Intelligenz (KI) beruhen, zuverlässigere Ergebnisse als die herkömmliche Begutachtung. Dies zeigt eine Studie des Berner Universitätsspitals.

Die Forschenden verglichen eine KI-gestützte Analysetechnik mit einer herkömmlichen Auswertung durch Röntgenärztinnen und Röntgenärzte, wie die Insel-Gruppe am Freitag mitteilte.

Vor allem bei der Unterscheidung von Covid-19-Lungenerkrankungen und anderen Lungenleiden lieferte die neue KI-gestützte Methode deutlich zuverlässigere Resultate. Die Studie unterstreiche eindrücklich die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz in der Medizin, heisst es in der Mitteilung weiter.

Zweite Corona-Welle verzögert Erholung der Österreicher Notenbank

In Österreich führt die zweite Corona-Infektionswelle nach Einschätzung der heimischen Notenbank (OeNB) zu einem erneuten Wirtschaftseinbruch im vierten Quartal. Dieser dürfte aber im Vergleich zum Frühjahr nur halb so stark ausfallen, teilte die OeNB am Freitag mit.

Für 2020 werde mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von 7,1 Prozent gerechnet. Danach sollte es wieder nach oben gehen, allerdings nicht so stark wie bisher erwartet. Für die Jahre 2021 bis 2023 rechnet die Notenbank nun mit Wachstumsraten von 3,6 Prozent, 4,0 Prozent und 2,2 Prozent. Zuvor wurde für 2021 ein Anstieg um 4,9 Prozent prognostiziert.

Lufthansa sieht Buchungsboom im Sommer dank Corona-Impfungen

Die wegen der Pandemie gebeutelte Lufthansa sieht dank der bevorstehenden Zulassungen von Corona-Schutzimpfungen eine Belebung ihres Geschäfts. «Seit eine konkrete Aussicht auf einen wirksamen Impfstoff besteht, haben sich unsere Buchungen für den nächsten Sommer verdreifacht», sagte Konzernchef Carsten Spohr der «Wirtschaftswoche».

Die wegen der Pandemie gebeutelte Lufthansa sieht dank der bevorstehenden Zulassungen von Corona-Schutzimpfungen eine Belebung ihres Geschäfts.(Symbolbild: Key)

«Dass die Menschen zudem schon für die Osterzeit Flugreisen reserviert haben, zeigt, wie zuversichtlich sie sind.» Nach dem Krisenjahr 2020 gibt sich Spohr daher für 2021 optimistischer. «Ich gehe davon aus, dass wir im kommenden Jahr durchschnittlich wieder die Hälfte des Niveaus von 2019 erreichen können, für den Sommer und den Herbst kalkulieren wir mit bis zu 70 Prozent.»

Swissmedic: Notfallzulassung eines Impfstoffes nicht möglich

Die Schweizer Arzneimittelbehörde Swissmedic dämpft Erwartungen, dass es zu einem schnellen Corona-Impfstart in der Schweiz kommen könnte. Die rasche Zulassung von Impfstoffen gegen die Covid-19-Erkrankung sei in der Schweiz zwar möglich. Eine Notfallgenehmigung, wie dies die US-Arzneimittelbehörde FDA kennt, gebe es hierzulande aber nicht, teilte die Behörde am Freitag mit.

In der Schweiz gebe es daher keine gesetzliche Grundlage für den Notfalleinsatz von Covid-19 Impfstoffen, während die Zulassungsgesuche noch bearbeitet würden. Doch prüfe man alle Gesuche für Corona-Impfstoffe mit höchster Priorität im rollenden Verfahren, heisst es in der Mitteilung.

Sanofi-Impfstoff schlägt bei älteren Menschen nicht gut an

Rückschlag für die Pharmakonzerne Sanofi und GlaxoSmithKline bei der Entwicklung ihres Corona-Impfstoffs: Das Vakzin erzeugte laut ersten Studienergebnissen nur eine unzureichende Immunantwort. Es sei nun geplant, Anfang kommenden Jahres eine weitere Studie zu starten, teilten die beiden Konzerne am Freitag mit.

Der Impfstoff von Sanofi erreicht nur eine unzureichende Immunantwort. Dies ist ein Rückschlag für das Projekt. (Bild: Key)

Sie hoffen, bis Ende 2021 einen wirksameren Impfstoff zu entwickeln. Eigentlich sollte die für die Zulassung entscheidende Phase-3-Studie noch in diesem Monat beginnen. Die Europäische Kommission hatte sich im September bereits bis zu 300 Millionen Dosen des Impfstoffs in einem Kaufvertrag gesichert.

Mehr dazu hier. 

Baden-Württemberg macht zu

Baden-Württemberg wird nach Weihnachten in den Lockdown gehen. Der Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) teilte dies am Freitag, 11. Dezember, mit. Die Geschäfte bleiben bis zum 10. Januar geschlossen.

Einkaufstouristen aufgepasst: Baden-Württemberg geht nach Weihnachten in den Lockdown. (Bild: Key)

Man wolle sich mit den Nachbarbundesländern um eine gemeinsame Lösung kümmern, falls es keine Gesamtregelung für ganz Deutschland gebe. Was der Lockdown für Grenzgänger und Grenzgängerinnen aus der Schweiz bedeutet, ist noch unklar. Welche Läden geöffnet bleiben dürfen, wird sich zeigen.

Südafrika zum Urlaubsauftakt von zweiter Infektionswelle erwischt

Südafrika wappnet sich zum Auftakt seiner Urlaubssaison gegen ein Anschwellen der Corona-Neuinfektionen. Am späten Donnerstagabend gab das Gesundheitsministerium 8166 Neuinfektionen pro Tag bekannt. Einen Tag zuvor hatte der zuständige Minister Zweli Mkhize erklärt, dass der Kap-Staat nun von einer zweiten Welle getroffen werde.

Die Infektionszahlen in Südafrika steigen in einer zweiten Welle erneut stark. (Bild: Key)

Die Entwicklung würde vor allem durch das Infektionsgeschehen in der Region um Johannesburg und der Provinzen KwaZulu-Natal sowie Ost- und Westkap befeuert. Mit Ausnahme der Region um Johannesburg handelt es sich dabei um am Meer gelegene Provinzen, die mit ihren Hauptstädten – etwa Kapstadt oder Durban – zum Jahresende gefragte Urlaubsziele sind.

Fast 3000 Corona-Tote in den USA

In den USA sind binnen 24 Stunden fast 3000 Tote infolge einer Coronavirus-Infektion verzeichnet worden. Nach den Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Freitagmorgen (MEZ) wurden am Donnerstag 2934 Verstorbene registriert. Das ist die zweithöchste je registrierte Tageszahl. Der bisherige Höchstwert war am Mittwoch mit 3124 Corona-Toten verzeichnet worden.

Die Anzahl der Neuinfektionen innerhalb eines Tages überschritt erneut die Marke von 200’000 und lag am Donnerstag mit 224’452 etwas höher als am Mittwoch. Der bisher höchste Wert wurde mit 227’828 am 4. Dezember registriert.

Graubünden startet den ersten Massentest der Schweiz

Im Kanton Graubünden ist heute, 11. Dezember 2020, der Auftakt zum ersten Corona-Flächentest der Schweiz. Der Test ist freiwillig und gratis. Die Anmeldungen belaufen sich bisher auf 6000 Personen, wie «20 Minuten» schreibt.

Die Tests finden vom 11. bis zum 13. Dezember in den Regionen Maloja, Bernina und in der Region Unterengadin/Münsterthal statt. Es handelt sich dabei um Schnelltests, innerhalb von 20 Minuten sei das Resultat klar. Die Behörden hoffen auf 20’000 getestete Personen innerhalb der drei Tage. 

Ellen DeGeneres ist mit dem Coronavirus infiziert

Die amerikanische Star-Moderatorin Ellen DeGeneres wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Dies teilte die 62-Jährige auf Instagram mit.

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Durchbruch beim EU-Gipfel: Weg für Corona-Milliarden frei

Der EU-Haushaltsstreit mit Polen und Ungarn ist überwunden. Der Weg für das 1,8 Billionen schwere Finanzpaket für die nächsten Jahre und auch Corona-Milliardenhilfen ist frei. Den Durchbruch brachte ein von Deutschland vermittelter Kompromiss, den alle Staats- und Regierungschefs am Donnerstagabend beim EU-Gipfel in Brüssel billigten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kann damit kurz vor Ende der deutschen EU-Ratspräsidentschaft einen Erfolg verbuchen. Das Echo war überwiegend positiv.

Ungarn und Polen hatten das Haushaltspaket für die nächsten sieben Jahre einschliesslich 750 Milliarden Euro an Corona-Hilfen blockiert, weil sie mit einem neuen Rechtsstaats-Mechanismus nicht einverstanden waren. Doch warten die von der Pandemie hart getroffenen EU-Staaten dringend auf das Geld. Der Gemeinschaft drohte ein ernster Dauerkonflikt. Nun können die Hilfen fliessen, sofern das Europaparlament zustimmt. Auch ein Nothaushalt 2021 bleibt der EU voraussichtlich erspart.

Berater-Komitee von US-Behörde unterstützt Biontech/Pfizer-Impfstoff

Der Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und dessen US-Partner Pfizer hat mit seinem Antrag auf Notfallzulassung in den USA eine wichtige Hürde genommen. Ein Berater-Komitee der US-Arzneimittelbehörde FDA sprach sich am Donnerstag (Ortszeit) nach stundenlanger Diskussion dafür aus, eine Notfallzulassung für den Antrag für Menschen ab 16 Jahren zu gewähren. Bei dem per Video-Schalte abgehaltenen Treffen stimmten 17 der Fachleute für die Zulassung, vier votierten dagegen. Es gab eine Enthaltung.

Ein Berater-Kommittee der US-Arzneimittelbehörde FDA spricht sich aus für den Impfstoff von Biontech/Pfizer. (Bild: Key)

Eine endgültige Entscheidung über die Notfallzulassung obliegt der FDA selbst und wird in den kommenden Tagen erwartet. Die Empfehlung des Berater-Komitees ist nicht bindend, meistens folgt die Behörde aber den Empfehlungen der Experten. Es wäre der erste in den USA zugelassene Corona-Impfstoff.

Drastischer Anstieg von Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der binnen eines Tages in Deutschland gemeldeten Corona-Neuinfektionen und die Todesfälle haben einen Höchststand erreicht.

Die Gesundheitsämter übermittelten dem staatlichen Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 29’875 Neuinfektionen, wie aus Zahlen vom Freitagmorgen hervorgeht. Das sind über 6000 mehr als am Vortag, als mit 23’679 Fällen ebenfalls ein Rekord erreicht worden war.

Die Zahl der binnen eines Tages in Deutschland gemeldeten Corona-Neuinfektionen und die Todesfälle haben einen Höchststand erreicht. (Symbolbild: Key)

Ausserdem meldete das RKI am Freitag mit 598 neuen Todesfällen den zweiten Höchstwert binnen kurzer Zeit. Der bisher höchste Tagesstand von 590 Toten war am Mittwoch erreicht worden.

Rekord-Rückgang der weltweiten CO2-Emissionen im Jahr 2020

Im Coronavirus-Jahr 2020 ist ein Rekord-Rückgang der weltweiten CO2-Emissionen um sieben Prozent verzeichnet worden. Mit schätzungsweise 2,4 Milliarden Tonnen falle der Rückgang der klimaschädlichen CO2-Emissionen deutlich höher aus als in den vorherigen Rekordjahren, teilte das Forschungsnetzwerk Global Carbon Project am Freitag mit.

So sei der Kohlendioxid-Ausstoss am Ende des Zweiten Weltkrieg lediglich um 0,9 Milliarden Tonnen und auf dem Höhepunkt der Finanzkrise 2009 nur um einem halb Milliarde Tonnen zurückgegangen.

Corona-Pandemie stellt Japans berühmtes Schneefestival in Frage

Die andauernde Corona-Pandemie stellt auch Japans weltberühmtes Schnee-Festival von Sapporo im hohen Norden des Landes in Frage. Wie der japanische Fernsehsender NHK am Freitag berichtete, wird das für Sapporo so wichtige Ereignis zumindest im bisher gewohnten Umfang im nächsten Jahr wohl nicht ausgerichtet.

Das Schneefestival in Sapporo wird in diesem Jahr nicht im gewohnten Umfang stattfinden. (Bild: Key)

Man berate derzeit über einen reduzierten Umfang und ohne die imposanten grossen Schneeskulpturen, schreiben die Veranstalter selbst auf ihrer Webseite. Sobald Einzelheiten feststünden, werde man dies kundtun. Am Vortag hatte die Regionalregierung der nördlichsten Präfektur Hokkaido, deren Hauptstadt Sapporo ist, die Bürger aufgefordert, von unnötigen Ausflügen im schwer von Corona betroffenen Sapporo und in Asahikawa bis zum 25. Dezember abzusehen.

Streit bei WTO über Eigentumsrechte bei Impfstoffen geht weiter

Die Mitglieder der Welthandelsorganisation (WTO) haben sich am Donnerstag nicht auf eine Ausnahmeregelung zum Schutz geistigen Eigentums für Coronavirus-Impfstoffe geeinigt. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus dem Umfeld der Organisation nach einer WTO-Tagung des Rats für handelsbezogene geistige Eigentumsrechte (Trips) in Genf am Donnerstag.

Der Vorstoss ging auf Indien und Südafrika zurück. Auch Menschenrechtsgruppen hatten eine vorübergehende Ausnahmeregelung gefordert, um Menschen weltweit den Zugang zu Coronavirus-Impfstoffen zu ermöglichen.

Deutscher Teil-Lockdown kostet Händler bis zu 16,9 Milliarden Euro

Der Teil-Lockdown in Deutschland seit November kostet einer Studie zufolge die innerstädtischen Detailhändler bis zu 16,9 Milliarden Euro. Hintergrund sei, dass deutlich weniger Menschen in die Innenstädte gefahren seien als vor Jahresfrist, heisst es laut einer Meldung der «Funke Mediengruppe» am Freitag.

Die Blätter berufen sich dabei auf eine Untersuchung des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW). Im November sei die Frequenz um 44 Prozent gesunken; im Dezember sei sie sogar um 49 Prozent zurückgegangen. «Sollte der Einzelhandel zeitnah schliessen müssen, ist der wirtschaftliche Schaden im Dezember nochmal grösser», sagte IW-Experte Christian Rusche.

Der Gewinner des Deutschen Teil-Lockdowns heisst Amazon. (Symbolbild: Key)

Der Gewinner der ganzen Entwicklung sei insbesondere Amazon. Schon vor der Coronavirus-Pandemie sei der Internethändler für 48 Prozent der Online-Umsätze in Deutschland verantwortlich gewesen. «2020 dürfte die Bedeutung nochmals gestiegen sein», hiess es weiter.

Spanien revidiert Corona-Zahlen: über 18'000 Tote mehr

In Spanien hat das nationale Statistikamt die Zahl der Todesopfer während der ersten Corona-Welle zwischen März und Mai am Donnerstag deutlich nach oben revidiert – um mehr als 18’500 Fälle auf nunmehr 45’684.

Das Gesundheitsministerium kam für diesen Zeitraum bislang auf 27’127 Tote. Die Zeitung «El País» schrieb, bei den nun zusätzlich als Corona-Tote gewerteten Opfern handele es sich um Fälle, deren Krankheitsbild auf eine Infektion schliessen lasse, die aber nicht auf das Virus getestet worden waren. Deshalb seien sie vom Ministerium nicht mitgezählt worden.

Die Zahl der Infektionen pro 100’000 Einwohner binnen sieben Tagen wurde am Donnerstag mit nur noch 80 angegeben. Zum Vergleich: In Deutschland betrug dieser Wert am Donnerstag 149. (Symbolbild: Keystone)

Spanien war während der ersten Infektionswelle eines der am schwersten von der Pandemie getroffenen Länder Westeuropas. Auch die zweite, im August einsetzende Welle war bis zum November heftig. Seit dem 1. August bis Anfang Dezember starben in dem 47-Millionen-Einwohner-Land etwa 17’800 Menschen. Diese Zahl dürfte den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen, weil inzwischen deutlich mehr getestet wird.

Impfstoff-Studienergebnisse von Biontech/Pfizer in Fachjournal

Die ersten Ergebnisse der Phase-III-Studie zum Corona-Impfstoff des Mainzer Herstellers BioNTech und seines US-Partners Pfizer sind nun auch im renommierten Fachmagazin «New England Journal of Medicine» veröffentlicht worden. In dem Artikel bekräftigen die beteiligten Wissenschaftler, dass die Wirksamkeit des Impfstoffes bei 95 Prozent liege.

Das bedeutet, dass unter den Probanden der geimpften Gruppe 95 Prozent weniger Erkrankungen auftraten als unter den Probanden der Kontrollgruppe. Ob dieser unter Studienbedingungen ermittelte Wert allerdings auch bei massenhaftem Einsatz des Impfstoffes erreicht wird, dürfte erst nach grösseren Impfaktionen feststehen.

Moderna testet Corona-Impfstoff nun auch an Jugendlichen

Das US-Pharmaunternehmen Moderna hat damit begonnen, seinen Corona-Impfstoff auch an Jugendlichen zu testen. Die Studie solle 3’000 gesunde Teilnehmer im Alter von 12 bis 17 Jahren in den USA umfassen, teilte das Unternehmen am Donnerstag, 10. Dezember, mit. Es gehe darum, die Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffes in dieser Altersgruppe zu ermitteln.

Das Unternehmen hatte Ende November auf Grundlage seiner Phase-III-Studie mitgeteilt, dass sein Impfstoff mRNA-1273 eine Wirksamkeit von 94,1 Prozent habe. (Keystone(

Ziel sei es, bis zum Frühjahr 2021 ausreichend Daten zu haben, um den Impfstoff bei Jugendlichen einsetzen zu können, sagte Moderna-Chef Stéphane Bancel laut Mitteilung. «Wir hoffen, dass es uns gelingen wird, einen sicheren Impfstoff bereitzustellen, der Jugendliche schützt und es ihnen ermöglicht, in einen normalen Schulalltag zurückzukehren.»

Berater von US-Behörde debattieren über BioNTech/Pfizer-Impfstoff

Ein Berater-Komitee der US-Arzneimittelbehörde FDA hat sich am Donnerstag mit dem Antrag auf Notfallzulassung für einen Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens BionNTech und seines US-Partners Pfizer befasst.

Bei dem per Video-Schaltung abgehaltenen Treffen, das ganztägig angesetzt war und live übertragen wurde, diskutierten rund ein Dutzend Wissenschaftler, Ärzte und Mitarbeiter von Behörden und Pharmafirmen über verschiedene Aspekte rund um den Impfstoff.

Zum Abschluss des Treffens wurde eine Empfehlung an die FDA erwartet, ob der Impfstoff eine Notfallzulassung bekommen sollte oder nicht. Beobachter erwarteten, dass sich die Berater für eine Notfallzulassung aussprechen werden. Eine endgültige Entscheidung obliegt dann aber der FDA und wurde bald nach Abschluss des Treffens erwartet.

Schweizer Skiflieger müssen in Quarantäne

Die Skiflug-Weltmeisterschaften in Planica in Slowenien finden ohne Schweizer Beteiligung statt. Der Trainer Ronny Hornschuh wurde positiv auf das Coronavirus getestet.

Aus diesem Grund müssen sich die für die Weltmeisterschaften nominierten Gregor Deschwanden und Dominik Peter unverrichteter Dinge in Quarantäne begeben.

Stadt Bern schliesst wegen Menschenmassen nachts die Bundesterrasse

Die Berner Stadtregierung hat beschlossen, die Bundesterrasse bis auf Weiteres an Wochenenden nachts zu schliessen. Grund dafür sind Menschenansammlungen und partyähnliche Zustände in der letzten Zeit an diesem Ort.

Solche Situationen liefen den Bemühungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie entgegen, schreibt die Berner Stadtregierung in einer Mitteilung vom Donnerstag. Ihr zufolge ist der Entscheid mit der Berner Kantonspolizei und den Bundesbehörden abgesprochen worden. Er gilt ab Freitag, 11. Dezember 2020, und jeweils in den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag.

Am vergangenen Sonntag meldete die Berner Kantonspolizei, sie habe in der Nacht rund 300 Personen von der Bundesterrasse weggewiesen. Diese Personen hätten die Corona-Schutzmassnahmen nicht eingehalten. Ausserdem haben sie eine Schlägerei aufgelöst.

Wallis setzt «Pisten-Engel» zur Durchsetzung der Schutzkonzepte ein

Auf den Skipisten im Wallis werden rund 100 Arbeitssuchende eingestellt, um die Prävention zu verstärken und die strikte Einhaltung und Anwendung der geltenden Schutzkonzepte zu garantieren. Das Projekt mit dem Namen Covid-Angel wird vom Kanton und den Walliser Bergbahnen finanziert.

Die Herausforderung der Skigebiete liege in der strikten Einhaltung und Anwendung der aktuell geltenden Schutzkonzepte. (Keystone)

Die Aufgabe dieses «Beobachtungs- und Informationspersonals» wird es sein, den Personenfluss zwischen Parkplätzen und Bergbahnen zu managen und die Warteschlangen an den Bushaltestellen, bei der Abfahrt der Bergbahnen und auf den Skipisten zu organisieren. Die «Pisten-Engel» sollen auch klar und präzis über die Präventionsmassnahmen und die Verhaltensregeln informieren.

Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen in den USA stark an

In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend stark gestiegen. In der vergangenen Woche beantragten 853’000 Personen Unterstützung, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Das sind 137’000 mehr als noch in der Vorwoche. Analysten hatten im Schnitt nur 725’000 Anträge erwartet.

Die jüngste Verschärfung der Corona-Krise in den USA belastet somit den Arbeitsmarkt. Die Erstanträge vermitteln einen zeitnahen Eindruck von der Beschäftigungslage in den USA. Ausserdem liefern die wöchentlichen Daten einen Hinweis auf den Arbeitsmarktbericht der US-Regierung.

Berset besucht Dargebotene Hand

Bundesrat Alain Berset besucht im Rahmen des Aktionstags zur Stärkung der psychischen Gesundheit die Regionalstelle Bern der Dargebotenen Hand.

Gerade während und nach dem Lockdown im Frühling dieses Jahres war die Nachfrage nach telefonischen Gesprächsberatungen sehr hoch. Wie eine Beraterin gegenüber Keystone-SDA sagte, rechnet die Beratungsstelle mit einem erneuten Anstieg an Anrufen, je nachdem, welche weiteren Massnahmen der Bundesrat morgen kommuniziert. Gerade, was die Einschränkung der Anzahl an erlaubten Personen an einem Familienfest betrifft und so Familienfeste verunmöglicht werden, sei für viele ein Problem. Mehr dazu lesen Sie hier.

Alain Berset zu Gast bei der Dargebotenen Hand. (Video: Keystone-SDA)

Trotz Corona Rekord an neugegründeten Firmen

Trotz der Corona-Pandemie dürfte das Jahr 2020 zu einem neuen Rekord an Firmengründungen führen. Vor allem in der Deutschschweiz wurden laut der Firmengründungsplattform startups.ch rund 4 Prozent mehr Firmen neu in das Handelsregister eingetragen als im Vorjahr.

Bis Ende November seien insgesamt 41’767 Unternehmen gegründet worden, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. Hinter der Entwicklung stecke vor allen der Treiber Digitalisierung. Online Dienstleister wie E-Learning-Plattformen und Webshops seien wie Pilze aus dem Boden geschossen.

Erstmals über 500 Corona-Infektionen im Aargau an einem Tag
Auf einer Intensivstation wurden am Mittwoch im Aargau 28 Patienten behandelt. (Symbolbild: Keystone)
Im Aargau sind am Mittwoch 503 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Das waren so viele wie noch nie seit Beginn der Datenerfassung.

Am Dienstag waren 469 und am Montag 313 neue Fälle registriert worden. Insgesamt wurden im Aargau nun 20’594 bestätigte Infektionen gezählt, wie der Kanton am Donnerstag auf seiner Website bekannt gab. Bisher starben im Aargau 245 Menschen an den Folgen von Covid-19. Darunter sind drei Todesfälle, die am Mittwoch verzeichnet wurden.

In Spitälern wurden am Mittwoch 173 Personen stationär behandelt, 25 weniger als am Dienstag. Auf einer Intensivstation lagen 28 der Spitalpatienten, zwei mehr als am Dienstag. Nach Angaben des Kantons gab es auf den Intensivstationen noch 23 freie Betten.

Drei Spieler müssen das WM-Vorbereitungscamp der U20 verlassen

Yves Stoffel, Stürmer der EVZ Academy, muss das WM-Vorbereitungscamp der U20-Nationalmannschaft in Cham und Zug verlassen. Der 19-Jährige wurde in der zweiten von drei PCR-Testrunden positiv auf das Coronavirus getestet. Auch sein Zimmerkollege Jannik Canova (Davos) darf nicht nach Edmonton reisen.

Das Gleiche gilt für Kevin Lindemann (Leksands/SWE). Bei diesem ist der Fall jedoch anders gelagert. Er wurde am Montag als einer von vier Spielern positiv getestet. Alle vier hatten schon zuvor einen positiven Test abgegeben und wiesen dementsprechend Antikörper auf, weswegen sie weiter trainieren durften. Der erste positive Test von Lindemann liegt allerdings ausserhalb der von den kanadischen Behörden gesetzten Frist von 90 Tagen vor der Einreise, sodass auch er zu Hause bleiben muss.

Referendum gegen Covid-19-Gesetzt kommt zu Stande

Die Gruppe «Freunde der Verfassung» hat genügend Unterschriften gesammelt: Damit kommt ihr Referendum gegen das Covid-19-Gesetztvors Volk. Dies berichtet «Blick».

Die Gruppe will verhindern, dass die Notrecht-Kompetenzen des Bundesrates während der Pandemie nachträglich legitimiert sowie bis Ende 2021 verlängert werden: Das Covid-19-Gesetz wandelt Entscheide, die in der Corona-Krise unter Notrecht getroffen wurden, teilweise in ordentliches Recht um. Dazu gehören die Finanzhilfen für Unternehmen. Die Freunde der Verfassung finden, dass der Bundesrat damit zu viel Macht hat.

Der National- und Ständerat hatten das Covid-19-Gesetz in der Herbstsession verabschiedet. Dagegen kam nun ein Referendum zustande. (Bild: Keystone)
Merkel wirbt um Zustimmung für Kompromiss im EU-Haushaltsstreit

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat vor dem EU-Gipfel um Zustimmung für den mit Polen und Ungarn ausgehandelten Kompromiss im Streit um den EU-Haushalt und den Corona-Wiederaufbaufonds geworben.

Wirbt für einen Kompromiss im Corona-Wiederaufbaufonds: Bundeskanzlerin Angela Merkel. (Bild: Keystone)

«Es wäre natürlich ein sehr wichtiges Zeichen auch für die Handlungsfähigkeit der Europäischen Union, wenn wir dieses wichtige Ergebnis erzielen könnten», sagte Merkel am Donnerstag in Brüssel. Die deutsche Regierung und auch sie persönlich hätten in den vergangenen Tagen sehr intensiv an einer Lösung gearbeitet. «Es wird sich heute zeigen, ob wir dann auch eine Einstimmigkeit im Europäischen Rat dafür finden. Wir haben jedenfalls versucht, dafür viele Vorarbeiten zu leisten.»

Textilpflegebranche kämpft wegen Corona um die Existenz
Viele Wäschereinen und Textilreinigungen mussten wegen der Corona-Pandemie Kündigungen aussprechen. (Symbolbild: Keystone)

Die Schweizer Textilpflegebranche leidet stark unter den Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie. Laut einer Umfrage des Verbands Textilpflege Schweiz (VTS) musste bereits ein Viertel der Wäschereien und Textilreinigungen Kündigungen aussprechen. Ohne Gegenmassnahmen drohe ein Branchensterben, warnt der Verband.

Gemäss der im November durchgeführten Umfrage haben 87 Prozent der befragten Schweizer Wäschereien und Textilreinigungen mit einem Nachfragerückgang zu kämpfen. Besonders stark seien die Einbrüche im Sektor Gastgewerbe und Hotellerie. Hier hätten die Umsätze um knapp 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr abgenommen, teilte der VTS am Donnerstag mit. Alles zum Thema gibt es hier.

Wie es mit den Impfstoff-Studien weitergehen soll

Die ersten Menschen werden bereits ausserhalb von klinischen Studien gegen das Coronavirus geimpft. Rund um den Globus befinden sich nach wie vor viele weitere Impfstoffe im Rennen. Was bedeuten die ersten Zulassungen für die weitere Impfstoff-Entwicklung? Den aktuellen Stand lesen Sie hier.

Shitstorm gegen SVP-Nationalrat Hess wegen Corona-Kritik

Erik Hess (SVP) kritisiert die Corona-Pläne des Bundesrats in einem Video. für seinen Auftritt hagelt es wiederum Kritik: Er nehme den Tod von Menschen in Kauf. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Berlin geht nach Weihnachten in den Lockdown

Berlin wird nach Weihnachten wieder in den Lockdown müssen. (Bild: Keystone)

Berlins regierender Bürgermeister Michel Müller hat einen einen Lockdown für die Zeit nach Weihnachten angekündigt. Dieser soll bis 10. Januar dauern, wie der «Tagesspiegel» berichtet. «Es geht nicht anders», so Müller. «Wir werden den Einzelhandel runterfahren müssen, auch bis zum 10. Januar. Wir werden bei fünf Kontakten bleiben».

Experten besorgt über Corona-Anstieg in Deutschland

Die Corona-Lage in Deutschland hat sich nach Einschätzung des staatlichen Robert Koch-Instituts (RKI) seit vergangener Woche verschlechtert und könnte schnell kippen.

Nachdem die Fallzahlen seit Wochen auf einem hohen Plateau gelegen hätten, sehe man aktuell wieder einen Anstieg, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin. Das sei besorgniserregend. «Immer noch infizieren sich zu viele Menschen mit Sars-CoV-2.»

 

Macht sich sorgen über die hohen Corona-Zahlen in Deutschland: RKI-Präsident Lothar Wieler. (Bild: Keystone)

Das Plateau, auf dem man sich befinde, sei «äusserst fragil», das Infektionsgeschehen könne schnell wieder kippen, so Wieler. Die Fallzahlen könnten rasch wieder exponentiell ansteigen, dafür reichten wenige zusätzliche Fälle aus. «Das müssen wir verhindern.» Die Kontakte in der Bevölkerung seien noch nicht ausreichend reduziert worden.

Details des Solidarbürgschaftsgesetzes bleiben umstritten

Die Beratung des Solidarbürgschaftgesetzes geht es harzig voran. Der Ständerat hat am Donnerstag zwei der fünf verbleibenden Differenzen ausgeräumt. Zudem hat er zwei Kompromissvorschläge erarbeitet.

Der Ständerat hat sich oppositionslos dem Nationalrat angeschlossen und beschlossen, dass Unternehmen, die von Covid-Krediten profitieren, keine Dividenden beschliessen und auszahlen dürfen.

Wie der Nationalrat hat der Ständerat zudem eine Regelung gestrichen, die der Bundesrat als Bedingungen für eine Kredit-Vergabe vorschlug. So sollten Unternehmen nur dann von Covid-Krediten profitieren können, wenn der Umsatzerlös im Jahr 2020 unter 60 Prozent des durchschnittlichen Umsatzerlöses in den massgeblichen Geschäftsjahren liegt. Finanzminister Ueli Maurer sagte, der Bundesrat sei damit einverstanden. Dies gebe mehr Flexibilität.

5041 neue Fälle

5041 neue Corona-Fälle gab es in den letzten 24 Stunden in der Schweiz. DAs BAG meldet zudem  212 Hospitalisationen und 87 Todesfälle, Alle Details gibt es hier.

6000 Anmeldungen zu den Corona-Flächentests in Südbünden

Für die schweizweit ersten Flächentests im südlichen Teil Graubündens haben sich bisher 6000 Personen angemeldet. Die Bündner Behörden sprechen von einem grossen Interesse.

Seit Mittwochmorgen können sich Einwohnerinnen und Einwohner sowie Touristen in den Regionen Bernina (Puschlav), Unterengadin/Münstertal sowie Maloja (Bergell und Oberengadin) für die freiwilligen Flächentests melden. Insgesamt 35’000 Personen inklusive Touristen sind in den 18 Gemeinden angesprochen.

Gemeldet haben sich bis am Donnerstagmorgen 6000 Personen, wie Martin Bühler, Chef des kantonalen Führungsstabes, vor den Medien in Chur sagte. Ziel sei es, von Freitag bis Sonntag 20’000 Schnelltests zu machen. Ob sie sich mit dem Coronavirus angesteckt haben oder nicht, wissen die Leute dann 20 Minuten später.

Corona-Massnahmen: Kommission mahnt Bundesrat zur Zurückhaltung
Die Gesundheitskommission des Nationalrats (SGK-N) mahnt den Bundesrat zur Zurückhaltung. (Bild: Keystone)

Die Gesundheitskommission des Nationalrats (SGK-N) appelliert vor der (morgigen) Bundesratssitzung an die Landesregierung, die Kantone «nicht unnötig zu übersteuern». Der Bundesrat solle strengere Massnahmen auf jene Kantone beschränken, in denen sich die Epidemie besorgniserregend entwickle.

Die SGK-N spricht sich dagegen aus, dass Restaurants, Bars und Clubs sowie der Detailhandel um 19 Uhr schliessen sowie an Sonn- und den Festtagen geschlossen bleiben sollen, wie die Parlamentsdienste am Donnerstag mitteilten. Das empfehle die Kommission dem Bundesrat in einem Schreiben. Die Gastronomie und der Detailhandel müssten mindestens bis 22 Uhr geöffnet bleiben können. Alles zum Thema lesen Sie hier.

Covid-19 lässt Nachfrage nach Schweizer Büroflächen schrumpfen

Die Corona-Pandemie hat dem Homeoffice definitiv zum Durchbruch verholfen. Das bleibt nicht ohne Folgen für den Büroflächenmarkt Schweiz. Die Credit Suisse rechnet in einer Studie von Donnerstag mit einer Abnahme der Nachfrage und damit mit steigenden Leerständen.

 

Durch die Corona-Pandemie sinkt die Nachfrage auf dem Schweizer Büroflächenmarkt. (Bild: Keystone)

Das Arbeiten von zu Hause aus dürfte in Zukunft einen fixen Anteil am Arbeitspensum vieler Beschäftigter einnehmen, schreiben die Studienautoren. Sie gehen davon aus, dass die Büroflächennachfrage deshalb in den nächsten zehn Jahren um rund 15 Prozent sinken wird. Kurzfristig, das heisst für das aktuelle und das kommende Jahr, erwarten sie eine Abnahme der Nachfrage um rund 700’000 Quadratmeter. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

Verband warnt vor weltweitem Pflegenotstand
 

Ein weltweiter Pflegenotstand wird befürchtet. Die Corona-Pandemie könnte dies noch verschlimmern. (Bild: Keystone)

Aus Sorge vor einem weltweiten Pflegenotstand sollen Pflegekräfte nach Vorstellungen ihres globalen Fachverbands zum längeren Arbeiten motiviert werden. Der Internationale Verband der Pflegekräfte (ICN) schloss sich am Donnerstag in Genf Warnungen vor einem enormen Personalmangel an. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte im Frühjahr von etwa sechs Millionen fehlenden Krankenschwestern und Pflegern gesprochen. Experten warnten nun, dass sich die Lage bis 2030 mit 4,7 Millionen Fachkräften, die in Rente gingen, verschlimmern könnte. Dabei seien die Auswirkungen der Corona-Pandemie noch nicht einberechnet.

Ständerat verschiebt weitere Diskussion über Corona-Härtefallhilfe

Die Räte sind einverstanden mit der Aufstockung der Geldmittel für die Härtefallhilfe in der Corona-Pandemie. Noch sind aber Details im angepassten Covid-19-Gesetz umstritten. Die Ständeratskommission hat am Donnerstag entschieden, die Differenzbereinigung erst in der kommenden Woche fortzusetzen.

Grund dafür sind die bevorstehenden Entscheide des Bundesrats, die dieser voraussichtlich am Freitag treffen wird. Verschiedene Branchen müssen in den kommenden Wochen mit weiteren Corona-Einschränkungen rechnen, was für diese negative wirtschaftliche Folgen hat.

Hallen-WM in Nanjing abgesagt

World Athletics hat die Hallen-Weltmeisterschaften vom 19. bis 21. März 2021 im chinesischen Nanjing abgesagt. Aufgrund der globalen Situation wegen der Corona-Pandemie bestehe «immer noch erhebliche Unsicherheit», hiess es. Die Titelkämpfe in Nanjing finden nun im März 2023 statt.

Kantonsspital Aarau verschob in zweiter Welle 600 Operationen

Das Kantonsspital Aarau (KSA) hat seit Beginn der zweiten Corona-Welle Ende Oktober rund 600 geplante Operationen verschoben. Und das KSA warnt: Die Fallzahlen dürften nicht weiter steigen, sonst drohe eine Überlastung des Gesundheitssystems.

Das Kantonsspital Aarau wurden in der zweiten Welle bereits 600 Operationen verschoben. (Symbolbild: Keystone)

Die Zahl der verschobenen Operationen werde sich weiter erhöhen, je länger die aktuelle Situation anhalte, teilte das KSA mit. Das führe zu nicht abzuschätzenden Gesundheitsfolgen für die betroffenen Patientinnen und Patienten.

Noch könnten alle Notfall- und dringlichen Behandlungen durchgeführt werden. Doch die Lage im Spital sei ernst. Das medizinische Personal arbeite an der Belastungsgrenze. Derzeit würden täglich rund 80 Pflegefachkräfte aus Normalstationen auf Covid-19-Stationen oder in der Intensivpflege aushelfen. 10 bis 15 Personen, die bei Normalbetrieb in der Anästhesiepflege oder im Operationsbereich arbeiten würden, stünden rund um die Uhr auf den Intensivstationen im Sondereinsatz.

Offene Kinder- und Jugendarbeit als Strohhalm in der Pandemie

Die Corona-Krise hat das Leben vieler Kinder und Jugendliche massiv verändert. Sinnvolle Freizeitangebote finden nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt statt, zudem sind Eltern belastet mit Homeoffice und Existenzängsten. Offene Kinder- und Jugendarbeit kann hier in die Bresche springen.

Die Auswirkungen der Corona-Krise kann für Kindern und Jugendlichen Folgen haben, darunter Stress, psychisches Leiden oder gar häusliche Gewalt, wie die der Dachverband der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (DAJ) am Donnerstag mitteilte. Hier schliesse die Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) als professionelle Akteurin die Lücken.

Coronavirus hat Auswirkungen auf Bus alpin

Das Corona-Jahr hat auf den Bus-alpin-Linien Spuren hinterlassen. Während die Bündner Regionen keine Einbussen verzeichneten, litten die Romandie und voralpine Regionen unter den Auswirkungen der Pandemie.

 

Auch Bus alpin blickt auf ein schwieriges Geschäftsjahr 2020 zurück. (Bild: Keystone)

Das Minus gegenüber der letztjährigen Rekordsaison betrage 1,5 Prozent, teilte der Verein am Donnerstag mit. Während der Sommersaison 2020 wurden insgesamt 120‘562 Fahrgäste transportiert (Vorjahr: 132’000).

Mit guten Resultaten warten die Bündner Regionen auf, die wie andere alpine Regionen ihren Betrieb erst ab Juni aufnahmen. Vier der fünf beteiligten Regionen hätten einen Rekord erzielt: Alp Flix, Bergün-Albulapass, Beverin und Pany-St. Antönien.

Was bisher geschah

Dieser Ticker wurde neu für Sie aufgesetzt. Ältere Meldungen aus der Schweiz und der Welt zu Covid-19 finden Sie hier.

1 Kommentar

  1. Wenn die SVP tatsächlich Eier hätte, würde sie diesen HESS sofort aus der Partei werfen. Das geht ja gar nicht und sollte strafrechtlich verfolgt werden. Schliesslich ist das eine Aufforderung zu einer Straftat. Also bitte liebe Justiz, walltet Eures Amtes….Report

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