Basel-Stadt und Baselland werden künftig das Restdefizit der Universität Basel nach einem Schlüssel aufteilen, der die aktuelle wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der beiden Kantone abbildet. (Bild: Keystone)
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Wirtschaftliche Leistung der beiden Basel soll Uni-Gelder künftig regeln

Der seit 2007 bestehende Basler Universitätsvertrag soll angepasst werden. Die Regierungen beider Basel schicken die Revision in die Vernehmlassung.

Die Regierungen von Basel-Stadt und Basel-Landschaft haben am Mittwoch eine entsprechende Teilrevision des Vertrages zur gemeinsamen Universität Basel in die Vernehmlassung geschickt. Der auf den 1. Januar 2022 teilrevidierte Universitätsvertrag sieht unter anderem vor, dass Basel-Stadt fix 10 Prozent des Restdefizits der Universität Basel trägt, um den Netto-Standortvorteil abzugelten.

Die restlichen 90 Prozent werden nicht mehr je hälftig aufgeteilt, sondern nach einem Schlüssel, der die aktuelle wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der beiden Kantone abbildet. Das Modell sei somit dynamisch ausgestaltet, teilten die Regierungen beider Basel am Mittwoch gemeinsam mit.

Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wird mit dem standardisierten Steuerertrag vor Ressourcenausgleich gemessen, welcher im Rahmen des Nationalen Finanzausgleichs erhoben wird. Gemäss Vorlage der beiden Regierungen wird die Aufteilung des Restdefizits jährlich neu berechnet.

Zudem erhält der Universitätsrat mit der Teilrevision neu den Auftrag, eine Immobilienstrategie festzulegen. Dies in Absprache mit einem neu gebildeten Immobiliengremium. Ferner wird dem Universitätsrat neu die Verantwortung für die «Bauherrenrolle» bei Bauprojekten der Universität zugewiesen. Die Vernehmlassung des teilrevidierten Universitätsvertrages dauert bis zum 9. März 2021.

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